Seit 17:05 Uhr Studio 9
Montag, 19.10.2020
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Sonntag, 5. April 2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Stunde 1 Labor

"Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade daraus.“
Große Alben der Popgeschichte revisited - Beyoncé und "Lemonade“
Von Martin Böttcher, Elissa Hiersemann und Andreas Müller

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Diskurs

„Entkolonisiert Euch!“
Gäste:
Bénédicte Savoy, Professorin für Kunstgeschichte, Technische Universität Berlin
Christian Geulen, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Koblenz-Landau
Katharina Oguntoye, Historikerin und Gründungsmitglied ISD, Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland
Sharon Otoo, Schriftstellerin und Publizistin
Moderation: René Aguigah

Die Kolonialzeit: Drei Jahrzehnte, die in Deutschland schon mit dem Ersten Weltkrieg zu Ende gingen? Ein Nischenthema, allenfalls von historischem Interesse? Im Gegenteil: Seit wenigen Jahren hat auch Deutschland eine Welle erfasst, die manche eine zweite Dekolonisierung nennen. Dabei geht es nicht nur um den richtigen Umgang mit dem Völkermord an den Herero und Nama, nicht nur um die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter an die Herkunftsländer. Im Kern dreht sich die aktuelle Debatte um die Dekolonisierung des Denkens, das im Großen wie im Kleinen steckt: Welchen Preis zahlt der globale Süden dafür, dass der globale Norden seine Smartphone-Sammlung alle zwei Jahre erneuert? Wie lange noch erträgt es eine Gesellschaft, dass in demokratischen Institutionen zwar Rechte, Linke, Liberale vertreten sind - aber kaum Nichtweiße? Wollen wir noch Bücher im Original lesen, wenn dort Begriffe auftauchen, die wir heute als rassistisch verstehen? Und wie vorbehaltlos lässt sich am Erbe der Aufklärung festhalten, wenn diese wohl die Freiheiten begründet hat - aber den Kolonialismus ebenfalls?

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jürgen Liebing

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Christoph Reimann

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Christliche Wissenschaft

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Gottvertrauen angesichts der Hinrichtung
Zum 75. Todestag von Dietrich Bonhoeffer
Von Pastor Diederich Lüken, Balingen
Evangelische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzählung
Was ist nur mit Mama los?
Von Mara Schindler
Gelesen von Joachim Schönfeld
Ab 6 Jahre
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011
Moderation: Ulrike Jährling

Hajos Mama muss ins Krankenhaus und sagt ihm nicht, was los ist. Hajo hat Angst.

Hajo hat Angst, denn Mama muss ins Krankenhaus und sie sagt nicht, warum. Hajo stehen schwere Tage bevor. Jan, der eigentlich auf ihn aufpassen soll, bläst nur noch Trübsal. Und mit Martin, der eigentlich sein bester Freund ist, prügelt er sich sogar. So kann das nicht weitergehen: Hajo muss endlich wissen, was mit Mama los ist! Hat Martin am Ende etwa doch recht und Mama bekommt ein Baby?

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Kinderhörspiel
Super-Laura
Von Judith Ruyters
Nach dem Roman von Håkon Øvreås
Übersetzung aus dem Norwegischen: Angelika Kutsch
ab 7 Jahre
Regie: Petra Feldhoff
Komposition: Mike Herting
Mit: Julia Fritz, Thorben Drube, Francesco Schramm, Nina Vorbrodt, Glenn Goltz, Paula Fritz, Carl Phillip Benzschawel, Lia Danisch, Doris Plenert, Ralf Drexler, Martin Bross, Andreas Grothgar, Kerstin Thielemann, Nils Kretschmer, René Heinersdorff
Produktion: WDR 2018
Moderation: Ulrike Jährling

Ein reicher Unternehmer will mitten im Dorf eine Geflügelfarm bauen. Das würde das Ende für die Hütte von Laura, Matze und Bruno bedeuten. Zeit für Super-Laura!

Laura versteht die Welt nicht mehr. Papa ist früher von der Bohrinsel zurück, warum will er aber nicht sagen. Dann malt sich neuerdings ihre Schwester Marit die Lippen rot und Mama ist so mit den Vorbereitungen für den Wintermarkt beschäftigt, dass sie keine Zeit hat, die Gemeinde vor einer Katastrophe zu bewahren. Also muss Laura die Sache selbst in die Hand nehmen. Denn der stinkreiche Unternehmer Tom Hahn will seine riesige Hühnerfarm ausgerechnet da hochziehen, wo jetzt ihre Hütte steht. Der Bürgermeister hat den Bau schon bewilligt.
Aber zum Glück hat Laura Spürsinn und zwei Superhelden-Freunde, mit denen man einen Plan nach dem anderen aushecken kann.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kakadu

Magazin
Moderation: Ulrike Jährling
08 00 22 54 22 54

09:30 Uhr

Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Plus Eins

11:00 Nachrichten

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

12:30 Uhr

Die Reportage

Mein Freund im Todestrakt
Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

Vor 25 Jahren trifft der junge deutsche Reporter Arndt Peltner in San Quentin auf Reno, den zum Tode verurteilten Häftling mit der Nummer D-63100. Außerhalb der Gefängnismauern wären sie sich wohl niemals begegnet. Für beide ist es der Beginn einer ungleichen Freundschaft. Reno sitzt seit nun mehr 40 Jahren im Todestrakt und wartet auf seine Hinrichtung. Arndt besucht ihn einmal im Monat. Er ist inzwischen sein einziger Kontakt nach draußen. Wir erzählen die Geschichte der beiden in fünf Teilen.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Die Passion als Seelendrama
Ludwig van Beethovens Oratorium "Christus am Ölberge"
Gast: Peter Gülke, Musikwissenschaftler und Dirigent
Moderation: Michael Dasche
(Wdh. v. 29.03.2013)

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Nervenkitzel auf Rollen
Skateboardfahren zwischen Subkultur und Profisport
Von Matthias Baxmann

Das Skateboarding entzieht sich weitgehend sportlichen Organisationsstrukturen oder verbandsmäßigen Hierarchien. Über die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist man in der Szene geteilter Meinung, weil sich viele Skater eher subkulturell verwurzelt fühlen. Das Skaten ist für sie mehr individueller Lebensausdruck als eine Sportart. Bei der Inbesitznahme des öffentlichen Raumes ist ihnen alles recht, was irgendwie Stufen hat, und glatt ist. Robert hat mit Mitte 40 eine fast klassische Skater-Karriere hinter sich, vom Surfer in San Francisco zum Skatboarder in Deutschland. So wie damals in Kalifornien als das Skaten aus dem Wellenreiten hervorging.

18:30 Uhr

Hörspiel

Remainder
Nach dem Roman „8 1/2 Millionen“ von Tom McCarthy
Übersetzung: Astrid Sommer
Bearbeitung und Regie: Hannah Georgi
Mit: Jan Krauter, Matthias Bundschuh, Peter Kurth, Sigrid Burkholder, Cristin König, Stefan Konarske, Lou Strenger, Andreas Grothgar, Annika Schilling, Therese Dürrenberger, Daniel Breitfelder, Sören Wunderlich, Arved Birnbaum, Benjamin Höppner, Sybille Schedwill, Daniel Stock, Daniel Wiemer, Simon Kirsch, David Vormweg, Steve Hudson, Stefan Cordes
Komposition: Andreas Bick
Ton: Matthias Fischenich, Barbara Göbel
Produktion: NDR 2019
Länge: 84’27

Ein Mann - zur falschen Zeit am falschen Ort. Tom McCarthys Debütroman als Hörspiel über Spuren und Überreste, die wir hinterlassen, um lebendig zu sein und über den schmalen Grad zwischen Kunst und Künstlichkeit.

Was macht man mit einer Abfindung von 8 1/2 Millionen? Und: Wie lässt sich ein Leben wieder ins Lot bringen, wenn einem die Selbstverständlichkeit des Daseins abhanden kommt? Beim Anblick eines Risses in einer fremden Badezimmerwand überkommt den Protagonisten in „Remainder“ von Tom McCarthy plötzlich ein immenses Glücksgefühl, das Gefühl lebendig zu sein: Er erinnert sich schlagartig an einen sehr ähnlichen Riss, um den herum es einmal einen Alltag gegeben hatte, eine Wohnung, einen Ausblick, Gerüche, Klänge. Fortan verwendet der namenlose Ich-Erzähler alles darauf, sich seinen Alltag zurückzuholen. Er kauft ein Haus, plant Abläufe und engagiert Statisten, um die aufsässige Wirklichkeit seinen Vorstellungen anzupassen: um jenes kurzen Kribbelns der Authentizität willen. Doch das Simulieren der Realität nimmt kein Ende.

Tom McCarthy, geboren 1969, studierte Englische Literatur am New College, Oxford. Nachdem große britische Verlage den Roman zunächst abgelehnt hatten, landete McCarthy 2006 mit „Remainder“ den ersten literarischen Erfolg, 2015 wurde der Roman von Omer Fast verfilmt. Es folgten Erzählungen, Essays und Artikel über Literatur, Philosophie und Kunst sowie weitere Romane, u. a. „Men in Space“ (2007), „C“ (2010) und „Satin Island“ (2015).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Entdeckungen - Neuproduktionen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Kammerensemble Neue Musik Berlin

Claude Debussy
‚Ariettes oubliées‘ - Fassung für Mezzosopran und Orchester von Brett Dean

Samuel Barber
‚Knoxville Summer of 1915‘

Modest Mussorgski
‘Kinderstube’ - Orchesterfassung von Edison Denissow

Ina Kantcheva, Sopran
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Roland Kluttig
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020

‚Spontanfiles‘ - Wie Musiker des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin gegen die Krise anspielen!

Silvestre Revueltas
‚Caminando‘, ‚Ocho Por Radio‘, ‚Planos‘
‚Sensemayá‘, ‘Homenaje a Federico Garcia Lorca‘ und andere Stücke

Gabriel Urrutia, Bariton und Sprecher
Leitung: Roland Kluttig

22:00 Uhr

Nachrichten

22:03 Uhr

Literatur

„Das Gesicht der Revolution hat niemand gesehen“
Michail Prischwins geheime Tagebücher
Von Eveline Passet

Eine im Verborgenen entstandene, 13.000-seitige Chronik der sowjetischen Epoche, die das Fühlen und Denken jedes Menschen veränderte.

50 Jahre lang schrieb der Bestsellerautor Michail Prischwin Tagebuch, von 1905, dem Jahr der ersten russischen Revolution, bis zu seinem Tod 1954. Die 120 Hefte sind ein Mosaik aus Alltagsbeobachtungen, Briefentwürfen, philosophischen Reflexionen, Zitaten und aufgeschnappten Äußerungen unterschiedlichster Menschen: von bäuerlichen Nachbarn ebenso wie von Politkadern, Deportierten, Schriftstellerkollegen. Außerdem hält Prischwin Naturbeobachtungen fest, dazu groteske, poetische oder parabelhafte literarische Skizzen. Stilistisch Ausgefeiltes steht neben flüchtig Notiertem, Privat-Intimes neben faktographischem Protokoll. So bieten die Tagebücher - denen von Victor Klemperer entfernt verwandt - eine an Tonlagen reiche Chronik jener sowjetischen Epoche, die tief in das Fühlen und Denken der Menschen eingriff. Und sie bieten das Psychogramm eines Menschen, der „alles verstehen, alles ertragen, nichts vergessen und nichts vergeben“ wollte, der wie viele russische Intellektuelle seiner Generation „die Gratwanderung zwischen Anpassung und Dissidenz absolvierte“ (Ulrich Schmid) und der - anders als viele - das Glück hatte, zu überleben. Nicht zuletzt dank des Umstands, dass die Tagebücher im Verborgenen entstanden und zu Prischwins Lebzeiten auch dort verblieben. Eveline Passet, die Herausgeberin und Übersetzerin einer vierbändigen Auswahl aus den 13.000 Seiten der russischen Ausgabe, die von 1991 bis 2017 publiziert wurde, stellt das Opus magnum vor.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

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