Seit 04:05 Uhr Tonart

Sonntag, 08.12.2019
 
Seit 04:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Sonntag, 8. März 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

"Who the fuck is Kafka?"
Israelische Autoren suchen ihr Land
Von Mirko Schwanitz und Uwe Stolzmann

70 Jahre nach dem Holocaust ist Israel 2015 Gastland der Leipziger Buchmesse

Was erzählen uns seine Autoren? Uns, den Deutschen, die ihre Vorfahren ausgelöscht haben. Jenen Deutschen, von denen die Mehrheit mit den Palästinensern sympathisiert, die mit Unruhe nach Jerusalem blicken, wo extremistische Juden, darunter auch Knesset-Abgeordnete, den Status quo aufheben wollen und ebenso extremistische Palästinenser mit Mord und Gewalt antworten. Mirko Schwanitz und Uwe Stolzmann begaben sich im Heiligen Land auf die Spurensuche. Mit Büchern im Gepäck waren sie unterwegs zu den Autoren, flanierten mit ihnen durch ihre Städte, ließen sich Orangenhaine zeigen oder Bibliotheken im Schutzbunker. Und allen stellten sie Fragen. Dem Autor Eshkol Nevo etwa nach Jerusalem. "Eine erotische Stadt, ein heiliger Ort. Manche Besucher flippen aus. Sie glauben, sie seien der Messias. Wir könnten wirklich einen brauchen." Dass der nicht kommen wird, davon ist Meir Zhalev überzeugt, seit er im Sechstagekrieg aus den eigenen Reihen beschossen wurde. "Wenn ich im Kibbuz durchs offene Fenster den Imam des Nachbardorfs höre, glaube ich manchmal an den Frieden", sagt er. "Aber solange wir hier die Demokratie und dort die Apartheid pflegen, ist das wie mit dem Glauben an den Messias." Israels Autoren erkunden ihr Land. Ihre Figuren taumeln durch die Hölle und bitten um Erbarmen. So wie in Yftach Ashkenazis leisen Erzählungen und oft mit derselben Ironie. "Ich kümmere mich nicht um Politik. Ich kümmere mich lieber um meinen Hund. Der hat nur drei Beine und ist ein Versehrter, wie wir alle." Manche gehen noch weiter. Wie Lizzie Doron. Ein Jahr lang unternahm die Autorin und Tochter einer Holocaustüberlebenden den Versuch, in einer palästinensischen Familie zu leben und fragt am Ende "Who the fuck is Kafka?". Feature mit Stimmen von Eshkol Nevo, Yftach Askenazi, Meir Zhalev, Lizzie Doron, Yoshua Sobol, Nir Baram, Yehuda Bauer, Aaron Appelfeld, Mira Magen.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Starke Frauen
Moderation: Jürgen Liebing

Der 8.März ist der internationale Frauentag, und so gehören die ersten Stunden dieses Tages ihnen. Edith Piaf und Melína Merkoúri, Miriam Makeba und Joan Baez, Marlene Dietrich und Hildegard Knef, Barbra Streisand und Esther Ofarim, Ulla Meinecke und Erika Pluhar sowie viele andere starke Frauen präsentiert Jürgen Liebing.

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Mathias Mauersberger

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Hindu-Gemeinde

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Schlichten statt Richten
Für eine Kultur der Aussöhnung
Von Harald Schwillus
Katholische Kirche

Streit und Auseinandersetzungen gibt es seit Menschengedenken. Doch wie geht man damit um? Wie schafft man es, dass sich die Beteiligten am Ende wieder in die Augen schauen und miteinander neu anfangen können? Letztlich geht es um eine Kultur des Streits und seiner Beendigung, nicht um Bestrafung und Sühne. Dazu haben Bibel und christliche Tradition etwas zu sagen.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Staffellauf
Eine Erzählung von Maraike Wittbrodt,
Ab 7 Jahren
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
Moderation: Ulrike Jährling

Die Klasse 4b möchte den Staffellauf gewinnen, aber eine Schülerin kann weder schnell laufen noch den Stab richtig weitergeben. Wie soll das gehen?

Am Freitag wird es einen Staffellauf geben, die Klassen 4a und 4b kämpfen um den Sieg. Es winkt eine tolle Belohnung: Herr Polenz, der Sportlehrer, unternimmt mit den Siegern eine Nachtwanderung. Die 4b hat gute Chancen, im letzten Jahr haben sie nur verloren, weil Merle weder schnell laufen noch den Stab richtig weitergeben konnte. Merle ist seit zwei Wochen krank, also könnte es klappen. Doch pünktlich zum Sportfest ist sie wieder am Start. Was nun?

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Eulenspiegel, der Seeräuber
Von Holger Teschke
Ab 7 Jahren
Regie: Wolfgang Rindfleich
Komposition: Frank Merfort
Mit: Lars Eidinger, Shorty Scheumann, Kai Maertens, Udo Kroschwald, Falk Rockstroh, Jennipher Antoni, Stefan Konarske, Horst Lebinsky, Klaus Manchen
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
Länge: ca. 46'32
(Wdh. v. 10.02.2013)
Moderation: Ulrike Jährling

Till Eulenspiegel trifft auf hoher See den Seeräuber Klaus Störtebeker.

Till Eulenspiegel hat sich zur Fastnacht über Wulf Wulflam, den mächtigen Bürgermeister von Stralsund lustig gemacht. Dafür hat man ihn im Kerker ausgepeitscht und nun auf dem Marktplatz an den Pranger gestellt. Sein Affe Meerkatz sitzt auf seiner Schulter und weiß auch keinen Rat. Da kommt Nele, eine junge Frau, und befreit die beiden in der Nacht. Eulenspiegel soll helfen, ihren Bruder Malte aus dem Kerker zu holen. Doch zunächst müssen sie vor den Wachen fliehen. Ein Boot steht bereit, und damit rudern sie hinaus auf das wilde Meer, geradewegs in die Arme von argwöhnischen Seeräubern. Klaus Störtebeker ist ihr Anführer.

Holger Teschke, geboren 1958 in Bergen/Rügen, er ist Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Prosa, Essays und Gedichte, für seine Hörspielbearbeitung "20 000 Meilen unter dem Meer" bekam er den Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe 2008.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Spaziergänge mit Prominenten
Mit Renate Schönfelder und dem Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, durch Jena

Seit März 2011 ist Roland Jahn Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Mit der Stasi kennt er sich aus. 1983 wurde der gebürtige Jenaer festgenommen. Die Stasi schloss ihn in einem Abteil im letzten Wagon des Interzonenzuges nach Bayern ein und schickte ihn auf die Reise in den Westen. Freiwillig wäre er nie gegangen. Das wusste die Stasi vermutlich. Ins Gefängnis sperren konnten sie ihn nicht, das hatten sie bereits versucht. Westdeutsche Medien liefen anschließend Sturm. Also wurde er, wie andere Oppositionelle aus Jena damals auch, aus der DDR au sgewiesen. Jena war Anfang der 80er Jahre das Zentrum der Opposition in der DDR. Seine Eltern hatten sich bemüht, ihren Sohn unpolitisch zu erziehen. Roland Jahn besuchte das heutige Angergymnasium im Osten Jenas, wo ihm seine Lehrerin aber schon früh attestierte, er habe eine Neigung zur Opposition. Mit seinem Gerechtigkeitsempfinden eckte er immer wieder an. Der Lesekreis in der Jungen Gemeinde wurde ihm für seine Vorstellung von Freiheit schnell zu klein. Er protestierte gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, wurde anschließend von der Universität, wo er Wirtschaftswissenschaften studierte, exmatrikuliert und arbeitete bei Carl-Zeiss-Jena als Transportarbeiter. Im Westen arbeitete er als Journalist und setzte sich weiter für die Opposition in der DDR ein.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Sonja Gerth

12:30 Uhr

Die Reportage

Willkommen in Wittstock!?
Von Gerhard Richter

Im letzten Herbst kamen vier Flüchtlingsfamilien nach Wittstock, darunter zwei Familien aus Syrien. Der unbarmherzige Krieg hat sie aus ihrer Heimat vertrieben, in der nordbrandenburgischen Kleinstadt hoffen sie auf Frieden, unterstützt von engagierten Bürgern. Sie versuchen ihren Alltag in der neuen Umgebung zu bewältigen, mit Kindergarten, Schule und Deutschkurs. Aber die rechte Szene macht mobil. Erst mit Mahnwachen auf dem Marktplatz, dann mit einem Fackelmarsch direkt zu den Wohnungen der Flüchtlinge. Die rechten Organisatoren geben sich martialisch, agieren als „Terrorcrew“ und „nationaler Widerstand“. Wie gehen die syrischen Familien damit um? Sie haben die Schrecken des Krieges im Rücken und sehen vor sich eine neue, vage und unbekannte Bedrohung. Gerhard Richter hat die Familien durch Höhen und Tiefen begleitet.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Catherine Newmark

Kleine Leute, große Fragen: Können Pflanzen Schmerzen empfinden?
Von Clarisse Cossais

Heidegger: Ein unverbesserlicher Nazi und Antisemit? Diese Woche ist ein weiterer Band der Schwarzen Hefte erschienen
Gespräch mit Prof. Dr. Peter Trawny, Leiter des Martin-Heidegger-Instituts

Philosophie auf der Bühne: Adorno-Monolog am Schauspiel Frankfurt
Von Ursula May

Drei Fragen an Linus Reichlin

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Heilt sich der Markt wirklich selbst?
Zum 125. Geburtstag von Oswald von Nell-Breuning: Was von der katholischen Soziallehre geblieben ist
Von Burkhard Schäfers

Die Wirtschaft nicht verteufeln
Ein Interview mit Peter Barrenstein, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer und Mitglied der EKD-Synode, über Neoliberalismus und die Soziale Marktwirtschaft
Von Philipp Gessler

Die Kranke, die die Kirche heilt
Die tansanische Pastorin Melania Mrema ist HIV-positiv - und engagiert sich in der Aufklärung über die Immunschwächekrankheit in Afrika
Von Dorothee Adrian

Teil des jüdischen Volkes werden
Der Belfaster Robin Linstrom konvertiert zum Judentum. Antisemitische Anwürfe können ihn nicht abschrecken
Von Robert Fishman

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Gesänge der Versöhnung
Ludwig van Beethovens drei letzte Klaviersonaten:
Die Sonate in As-Dur op. 110
Gast: Friedrich Dieckmann
Moderation: Michael Dasche
(Wdh. v. 14.10.2012)

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Sonja Gerth

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Inklusive Probleme (1/2)
Handicap kein Hindernis?
Über Behinderte im Spitzensport
Von Thomas Jaedicke
(Teil 2 am 15.03.2015)

In zwei Halbzeiten spiegelt das Nachspiel-Feature die Chancen, aber auch die Stolpersteine des Sporttreibens für Menschen mit Behinderung. Im ersten Teil geht es um die „Profis“, am darauffolgenden Sonntag um den sportlichen Alltag jener, die beim Kräftemessen zunächst ihr Handicap meistern müssen. Sport verbindet, soll gelebte Vielfalt sein. Aber bei den Olympischen Spielen, dem größten Sportfest der Welt, ist das verheißungsvolle Versprechen - "Dabei sein ist alles!" - längst nicht für jeden einlösbar. Der exklusive Leistungsgedanke schließt Athleten mit Handicaps aus. Seit Jahrzehnten schwelt der Streit, ob es sinnvoll ist, behinderten und nichtbehinderten Sportlern bei Olympia eine gemeinsame Bühne zu bieten. Aber macht es überhaupt Sinn, einen Prothesenläufer gegen einen unversehrten Starter antreten zu lassen? Oder können wir mit neuen Regeln für eine größere Gerechtigkeit sorgen?

18:30 Uhr

Hörspiel

Kunststücke
Anselm Kiefer - Die Schöpfung und ihre Elemente
Von Klaus Dermutz
Regie: Oliver Sturm
Mit: Uta Hallant, Christin König, Sebastian Blomberg, Gerd Wameling
Ton: Venke Decker, Martin Seelig
Produktion: RBB/Deutschandradio Kultur/WDR 2015
Länge: 67'40
(Ursendung)

In einer gleichsam faustischen Reflexion der Schöpfung wendet sich der Maler Anselm Kiefer den Elementen zu, um zu ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Anschließend: "Prolog?" von Elfriede Jelinek
(DKultur, TT-Stückemarkt der Berliner Festspiele 2013 - Länge: 19'04)
(Wdh. v. 09.05.2013)

In diesem Hörstück wird ein Porträt des international renommierten Künstlers Anselm Kiefer entworfen. In einer gleichsam faustischen Reflexion der Schöpfung wendet sich der Maler den Elementen zu, um zu ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Zu Feuer, Wasser, Erde und Luft gesellt sich bei Anselm Kiefer das Blei, das von Kindheit an Kiefers Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Eine akustische Collage mit Texten und Selbstreflexionen des Künstlers sowie Äußerungen von Autoren, Kuratoren und Wissenschaftlern. Anselm Kiefer wurde am 8. März 1945 in Donaueschingen geboren.

Klaus Dermutz, geboren 1960 in Judenburg (Österreich), Studium der Theologie, Philosophie und Soziologie. Buchpublikationen über die Theaterarbeit von Otto Sander, Peter Zadek, Christoph Marthaler, Andrea Breth u.a. 2010 Publikation des Gesprächsbandes mit Anselm Kiefer 'Die Kunst geht knapp nicht unter'.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Musikverein Wien, Brahms-Saal
Aufzeichnung vom 15.02.2015

"Klingende Kathedralen"
Komponistenporträt Jacob Obrecht (ca. 1458-1505)

Missa "sub tuum presidium confugimus, vocum septem"
und andere Werke

Clemencic Consort
Leitung und Orgelpositiv: René Clemencic

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

"Neulich bei Winnie zu einem Konzert"
Winnaretta Polignac-Singer, eine Mäzenin der Moderne
Von Richard Schroetter

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Miriam Rossius

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

Aufbruchstimmung in Dresden: Das Kunstgewerbemuseum setzt unter seiner neuen Direktroin neue Akzente
Gespräch mit der Direktorin des Kunstgewerbemuseums Tulga Beyerle

Meister deutscher Mythen: Anselm Kiefer zum Kiefer zum 70. Geburtstag
Gespräch mit dem Kunsthistoriker Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Spies

Kulturpresseschau
Von Tobias Wenzel

23:30 Kulturnachrichten

März 2015
MO DI MI DO FR SA SO
23 24 25 26 27 28 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5

Unsere Empfehlung heute

weitere Beiträge

Wurfsendung

Wurfsendung (Deutschlandradio)

Wurfsendungen werfen wir werktäglich sechsmal, an Samstagen und Sonntagen dreimal ins Programm. Viele einzelne Sendungen eines Tages können Sie auf der Wurfsendungsseite direkt nachhören.
Mehr

Interview

"German Zero"Wie ein Bürgerrat das Klima retten will
Berber sitzt im Wuestensand, Marokko, Merzouga. (imago images / blickwinkel / M. Woike)

Das Klimapaket der Bundesregierung reicht nicht, um einen entscheidenden Beitrag zur Klimawende zu leisten, sagen Kritiker. Die Bürgerinitiative "German Zero" will ein Gesetz einbringen, dass der Politik höhere Ziele setzt, das Klima zu schützen.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur