Seit 22:03 Uhr Kriminalhörspiel

Montag, 17.02.2020
 
Seit 22:03 Uhr Kriminalhörspiel
Tagesprogramm Mittwoch, 22. November 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Feature

Hass auf Heimat
Die rechte Opposition der DDR
Von Axel Reitel
Regie: Ingo Colbow
Mit: Conny Wolter, Roland Hemmo
Ton: André Lüer
Produktion: MDR 2011
Länge: 54'20

Wurzeln der Neonazibewegung in der DDR.

Als am 17. Oktober 1987 die Besucher eines Punkkonzerts in der Berliner Zionskirche von Neonazis überfallen wurden, konnte die Existenz von Rechtsextremismus auch in der DDR nicht mehr verschwiegen werden. Eine Analyse zeigte, dass auffallend viele Kinder hoher SED-Funktionäre Neonazis waren. Vier von ihnen sprechen über dieses Thema. Gegen Ende der 80er-Jahre kommt eine Arbeitsgruppe des DDR-Innenministeriums zu dem Schluss, dass Rechtsextremismus im Osten nicht importiert, sondern eng mit den gesellschaftlichen Problemen des Landes verbunden ist. Mit zuvor unveröffentlichten MfS-Dokumenten und Interviews mit Rechtsextremismus-Experten beleuchtet der Autor die Hintergründe dieses oft noch tabuisierten Kapitels der DDR-Geschichte.

"Spätestens gegen Ende der 80er-Jahre ist auch in der DDR vielen Fachleuten klar, dass die ideologische These von den Fremdeinflüssen nicht mehr zu halten ist. So kommt eine Arbeitsgruppe des Innenministeriums zu dem Schluss, dass "die Ursachen für die neofaschistischen Umtriebe in den gesellschaftlichen Problemen unseres Landes liegen." (Dirk Moldt)

Axel Reitel, geboren 1961 in Plauen/Vogtland, Schriftsteller und Journalist. Ging 1982 nach Haft und Freikauf nach Berlin und studierte an der TU Kunstgeschichte und Philosophie. Schreibt Features, Reportagen und Essays fürs Radio. Mitglied des PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland. 2016 Verleihung der Solidarnosc-Dankbarkeitsmedaille durch das Europäische Solidarnosc-Zentrum in Gdansk. Zuletzt: "Verstrahlter Ruhm - Die Liquidatoren von Tschernobyl" (DLF/MDR 2013).

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Americana
Moderation: Kerstin Poppendieck

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Liane von Billerbeck

u.a. Kalenderblatt
Vor 200 Jahren: Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft wird in Frankfurt am Main gegründet

05:30 Nachrichten

05:50 Aus den Feuilletons

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Pfarrerin Angelika Scholte-Reh
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Floskel "...darunter auch Frauen und Kinder"
Trauer gebührt auch den Männern!
Von Knut Berner

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Endlich Frieden in den Herzen?
Urteil UN-Tribunal in Den Haag über Radko Mladic wegen Völkermordes in Srebrenica
Gespräch mit Marie-Janine Calic, Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Heaven" von David Almond
Rezensiert von Sylvia Schwab

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Klassische Konzerte jung gedacht
Matthias Hanselmann im Gespräch mit Amadeus Templeton und Boris Matchin, Cellisten und Kulturmanager

"Tonali in der Elbphilharmonie" steht auf dem roten, überdachten Dreirad-Transporter mit dem Boris Matchin und Amadeus Templeton durch Hamburg kreuzen. Dass die Köpfe der zwei Cellisten an die Decke ihres roten Werbe-Mobils stoßen, passt zu ihrem Innovationsgeist. Den beiden Musikern und Kulturmanagern sind die Grenzen des Bekannten meist zu eng: mit ihrer "Tonali"-Akademie erschließen sie Neuland für Nachwuchsmusiker und deren junges Publikum. Bei den Nachwuchs-Musikern kommt es Ihnen allerdings nicht nur auf Virtuosität an, sondern auf die Beziehung zwischen den Musikern und ihrem Publikum. Inzwischen kommen dank der "Tonali-Akademie" jährlich rund 40.000 Kinder und Jugendliche in neun Ländern mit klassischer Musik in Berührung. Viele von ihnen zum ersten Mal. Jetzt wurde die "Tonali"-Akademie mit dem Echo-Klassik 2017 in der Kategorie Nachwuchsförderung ausgezeichnet.

Matthias Hanselmann will von Boris Matchin und Amadeus Templeton wissen, wie man mit Lampenfieber vor dem Konzert umgeht, warum die Elbphilharmonie zum neuen Tempel der klassischen Musik in Deutschland wurde und wie Jugendliche Zugang zu zeitgenössischer Musik finden können?

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Andrea Gerk

Lust am Bösen
Die Rückkehr der Schauergeschichte
Gespräch mit Irene Binal

Straßenkritik:
"Die Liebe der Charlotte Gray" von Sebastian Faulks
Von Andi Hörmann

Buchkritik:
"Die Betoninsel" von J. G. Ballard
Gespräch mit Frank Kaspar

"Der Pianist aus den Trümmern"
Aeham Ahmad schreibt seine Autobiografie
Von Cornelia Wegerhoff

Literatur und Lesen in Westafrika
Gespräch mit Birgit Koß

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Carsten Beyer

Konzertkritik: Chick Corea in der Kölner Philharmonie
Gespräch mit Karsten Mützelfeldt

Das muss man gehört haben...oder auch nicht
Neue Jazz-Alben
Von Jan Tengeler

Zum Tod von Teenie-Star David Cassidy
Von Carsten Beyer

11:30 Musiktipps

11:45 Rubrik: Folk

Jon Wilks - einflussreicher Folk-Blogger und Musiker
Von Kerstin Poppendieck

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Thomas Macho, Philosoph und Kulturwissenschaftler
Moderation: Anke Schaefer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Länderreport

Moderation: Katja Bigalke

Unterwegs im Diplomatenviertel
Von Maximilian Klein

Der Besuch einer Botschaft ist im Prinzip die Luxusversion eines Amtsbesuches. In Berlin gibt es ein ganzes Viertel von luxuriösen Ämtern. Das Diplomatenviertel am Tiergarten in Berlin Mitte. Es ist eine Instanz in der Stadt. In den letzten 150 Jahren erlebte es glamouröse Aufschwünge - und zerstörerische Talfahrten. Seit dem Regierungsumzug 1999 ist es der Mittelpunkt diplomatischen Lebens auf deutschem Boden. Maximilian Klein hat sich aufgemacht, das Viertel kennenzulernen und viele Türen hinter hohen Zäunen geöffnet.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Timo Grampes

Living on the Edge - wie war die 1. Lagos Biennale?
Von Jimo Hakeem

Fundstück #102
Von Paul Paulun

"Property Drama"
Architekturfilm von Arno Brandlhuber und Christopher Roth
Von Marietta Schwarz

Kurzkritik:
"The Poetess" Hissa Hilal
Gespräch mit Patrick Welllinski

Vorgespult:
"Detroit" / "Manifesto" / "Battle of the sexes"
Von Christian Berndt

14:30 Kulturnachrichten

Von Susanne Balthasar

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Musiktag

Moderation: Ulrik Jährling

Geistliche Musik
Wie klingt ein Gebet
Von Magdalene Melchers

Trauer in der Musik
Von Kristina Dumas

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Andreas Müller

Studiogast:
Nahko, amerikanischer Musiker

Taylor Swift: Bestverkauftes Album 2017 nach nur einer Woche
Von Nicole Markwald

"David Bowie Made Me Gay"
100 Jahre queere Pop-Geschichte
Gespräch mit dem Autor und britischen Kulturhistoriker Darryl Bullock

Newcomer der Woche:
Gili Yalo, äthiopischer Musiker
Von Martin Risel

Das muss man gehört haben ... oder auch nicht:
Neue Jazz-Alben
Von Jan Tengeler

Zum 50. Geburtstag von Boris Becker: Tennis in der Popmusik
Von Christoph Möller

16:00 Nachrichten

16:30 Musiktipps

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Nicole Dittmer und Julius Stucke

17:30 Kulturnachrichten

Von Susanne Balthasar

18:00 Nachrichten

18:30 Uhr

Weltzeit

Moderation: Katja Bigalke

Poet und Prophet – Die Konföderation als Friedensmodell für Israel
Von Sabine Adler

Kritik an ultraorthodoxen Juden in Israel - „Sie sollen zur Armee gehen!“
Von Sabine Adler

Die Aufgabe der Männer unter den ultraorthodoxen Juden war es stets, die Tora zu studieren. Vollzeit. Dafür versorgt sie der Staat mit dem Existenzminimum. Sie sollten nach dem Holocaust den jüdischen Glauben erhalten und pflegen. Da Ultraorthodoxe im Schnitt sieben Kinder haben, vermehrt sich ihre Anzahl auf inzwischen zehn Prozent der Bevölkerung. Kritik wird laut - vor allem von der russischen Minderheit, die fordert, dass auch Ultraorthodoxe arbeiten und Wehrdienst leisten sollen.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Zeitfragen. Kultur und Geschichte

Magazin
Moderation: Stephanie Rohde

Streit ums Konservative
Politische Sprache in den 1960er- und 1970er-Jahren
Von Constantin Hühn

Ist konservativ sein wieder sexy?
Von Arno Orzessek

19:30 Zeitfragen. Feature

Picknick am Grab
Wie sich die Friedhofskultur verändert
Von Brigitte Schulz

Tanz, Musik und Filmnächte auf dem Friedhof: Bei diesem Gedanken hätten sich unsere Vorfahren im Grab umgedreht. Doch gibt es immer mehr kulturelle Veranstaltungen an diesem Ort, denn unsere Trauerkultur hat sich gewandelt, ist offener und individueller geworden. Auch die Zuwanderer beeinflussen die Gedenkrituale: Der Tag der Toten, den die Mexikaner als großes Volksfest an den Gräbern ihrer Verstorbenen zelebrieren, wird auch in Deutschland zunehmend gefeiert - wenn auch noch nicht auf dem Friedhof. Allerdings ist auch hier bereits möglich, dass sich Freunde und Verwandte zu einem Picknick oder Umtrunk am Grab einfinden und ganz individuell eines Toten gedenken. Welche Grenzen gibt es heute?

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Victoria Hall, Genf
Aufzeichnung vom 01.11.2017

Gioachino Rossini
Ouvertüre zur Oper "La scala di seta" (Die seidene Leiter)
Concerto a fagotto principale

Franz Schubert
Symphonie Nr. 6 C-Dur D 589

Sergio Azzolini, Fagott
Orchestre de la Suisse Romande
Leitung: Jonathan Nott

21:30 Uhr

Hörspiel

Die rote Zone
Von Grigori Pasko
Übersetzung: Hannelore Umbreit
Bearbeitung und Realisation: Lorenz Schröter und Nikolai von Koslowski
Mit: Werner Wölbern, Martin Reinke, Horst Mendroch, Paul Faßnacht, Andreas Grothgar, Isis Krüger, Wolf Aniol, Bruno Tendera, Grigori Pasko
Komposition: Haarmann
Produktion: WDR 2007
Ton: Achim Fell
Länge: 54'19

Ein ehemaliger Militärjournalist wegen Spionage im russischen Strafvollzug.

Ende der 90er-Jahre versenkt die russische Armee atomaren Abfall im Japanischen Meer. Flottenkapitän Grigori Pasko erhält von seinen Vorgesetzten den Auftrag, die russische Marine kritisch zu beobachten. Nachdem er genau dies getan hat, wird er wegen Spionage und Landesverrat verhaftet. Für Pasko beginnt eine Odyssee durch Straflager und Gefängnisse. Seine Aufzeichnungen über die Haft spiegeln das Entsetzen eines Menschen, der sich plötzlich in einem menschenverachtenden Strafvollzug wiederfindet.

Grigori Pasko, geboren 1962, russischer Journalist. Absolvierte seine journalistische Ausbildung an einer russischen Militäruniversität und war Redakteur der Zeitung der Pazifikflotte, Bojewaja Wachta, als er 1997 des Hochverrats angeklagt wurde. Auszeichnungen u.a: Menschenrechtspreis der Organisation Reporter ohne Grenzen (2002), Leipziger Medienpreis (2002) und Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises (2007). "Die rote Zone" basiert auf dem gleichnamigen Gefängnistagebuch und dem Prosatext "Honigkuchen. Anleitung zum Überleben hinter Gittern", beide 2006 erschienen.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Miriam Rossius

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Besuch bei Björn Höcke: Neue Aktion vom Zentrum für politische Schönheit
Von Henry Bernhard

"Denkmal der Schande"
Die Arbeitsweise des Zentrums für politische Schönheit
Gespräch mit André Mumot

Wieviel Poesie steckt im Krimi?
Arne Dahl hält die Poetik Vorlesung in Tübingen
Von Christian Gampert

Filme der Woche:
"Battle of the sexes'" / "Operation Duval"
Von Jörg Taszman

Kulturpresseschau
Von Arno Orzessek

23:30 Kulturnachrichten

Von Michael Leverkus

Dezember 2017
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