Seit 05:05 Uhr Studio 9

Montag, 21.10.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 10. November 2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Zerrissen nach allen Seiten
Eine Lange Nacht über Kunst und Grauen im Ersten Weltkrieg
Von Monika Künzel und Michael Köhler
Regie: Rita Höhne
Studiogäste:
Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Kunsthistorikerin TU Berlin,
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Literaturwissenschaftlerin ,Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
Prof. Christoph Stölzl, Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
(Wdh. v. 05./06.04.2014)

„Es war Reinigung, Befreiung, was wir empfanden, und eine ungeheure Hoffnung.“ Nicht nur Thomas Mann verklärte den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 als „Großen Krieg“. Er fiel in eine Phase außergewöhnlicher Vitalität und der Gründung von Avantgardebewegungen in den Künsten und beeinflusste mehr als jeder andere Konflikt das Werk der Künstler, die ihn erlebten. Avantgardebewegungen wie der Expressionismus und der Kubismus waren entstanden, Künstlervereinigungen wie ‚Die Brücke‘ und ‚Der Blaue Reiter‘ gegründet. Selbst Käthe Kruse staffierte ihre kindlich-lebensechten Stoffpuppen als stramme Potsdamer Soldaten in den Uniformen der kriegführenden Staaten aus. Wer heute verstehen will, „wie die Herzen … sogleich in Flammen standen, als jetzt Krieg wurde“, muss sich die Zeit vor 100 Jahren vergegenwärtigen. Der Dadaist Walter Serner beschrieb den Krieg als eine Reaktion auf das umgehende „Gespenst der Langeweile“. Doch wich die große Begeisterung für diesen Krieg in der Bevölkerung im Gegensatz zu vielen Künstlern schnell einer nicht minder starken Ernüchterung. Der britische Historiker Christopher Clark provozierte mit seinem Werk ‚Die Schlafwandler‘ ein neues Nachdenken über die Komplexität der europäischen Vorkriegspolitik. 70 Millionen Soldaten standen in Europa, Afrika, Asien und auf den Weltmeeren unter Waffen. 17 Millionen Menschen starben unter erbärmlichen Umständen. Wer überlebte, trug seine Narben, körperlich und seelisch, sein Leben lang. Erich Maria Remarque hat mit seinem Buch ‚Im Westen nichts Neues‘, zehn Jahre nach seinen eigenen Kriegserlebnissen, einer verlorenen Generation ein bis heute erschütterndes Denkmal gesetzt.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Ennio Morricone - eine Legende wird 90
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Ein gewisser Theo aus Lingen
Erinnerungen an einen großen Komödianten
Von Franz-Otto Krüger
RIAS Berlin 1983
Vorgestellt von Michael Groth

Der Schauspieler, Regisseur und Komödiant Theo Lingen wurde am 10. Juni 1903 in Hannover geboren. Am 10. November 1978, vor 40 Jahren, starb er in Wien.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Pfarrer Dietrich Heyde
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Für Verständigung und Toleranz - Preis für David Grossman
Gespräch mit dem israelischen Schriftsteller

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

Ottessa Moshfegh: "Mein Jahr der Ruhe und Entspannung"
Rezensiert von Jörg Magenau

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
Essen in Kita und Schule - Wie kann es besser werden?
Gäste: Prof. Dr. Ulrike Arens-Azevêdo, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und
Anja Schermer, Geschäftsführerin der Sarah Wiener Stiftung
Moderation: Katrin Heise

0800 2254 2254
gespraech@deutschlandfunkkultur.de
sowie Facebook und Twitter

Zu fett, zu süß, zu viel Fleisch: Es gibt immer wieder Diskussionen über das Essen in Kitas und Schulen. Über die Qualität und auch, wie viel es kosten darf. Gutes Essen muss nicht teuer sein - das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zur Schulverpflegung, die in dieser Woche von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner vorgestellt wurde. Mit nur vier Cent mehr kann eine gesunde Mahlzeit angeboten werden.

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Florian Felix Weyh

"Kaisersturz - Deutschland im Herbst 1918" von Lothar Machtan
Gespräch mit dem Autor

"Mythos der Revolution"
Karl Liebknecht, das Berliner Schloss und der 9. November 1918
Von Dominik Juhnke, Judith Prokasky und Martin Sabrow
Gespräch mit Dominik Juhnke

Horst Dreier/ Christian Waldhoff (Hrsg.):
"Das Wagnis der Demokratie"
Eine Anatomie der Weimarer Reichsverfassung
Rezensiert von Ulrike Ackermann

„Der tragische Kanzler“ von Peter Reichel
Hermann Müller und die SPD in der Weimarer Republik
Rezensiert von Paul Stänner

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Prof. Dr. phil. Harald Welzer, Sozialpsychologe
Moderation: Miriam Rossius

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

Verwaltet vom Algorithmus
Software entscheidet bei Sozialbescheiden mit
Gespräch mit Tobias Matzner, Philosoph und Informatiker

"Youtube stirbt 2019!"
Was steckt hinter der Panik der Plattform-Stars?
Von Leonard Dobusch

Ausstellung "Field Experiments" im State-Studio Berlin
Von Ramona Westhof

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

Es lebe die Europäische Republik! St. Pölten beim Europaen Balcony Projekt
Gespräch mit Marie Rötzer, künstlerische Leiterin Landestheater Niederösterreich, St. Pölten

Dramatischer Betriebsausflug: I'm your Fan
Kolumne von Laura Naumann

Theater-Podcast #9
Postmigranten, Postexilanten
Von Anat Feinberg

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Seelenfänger? Talentförderer?
"Pink Elephant" und der Boom von Schauspielcoaches
Gespräch mit Susanne Bohlmann, Dokumentarfilmregisseurin

Zwischen Egoboost und Machtmissbrauch: eine Theatertherapeutin über Pink Elephants
Gespräch mit Ingrid Lutz, Leitung des Bereichs Fortbildung und Forschung des Instituts für Theatertherapie Berlin

Bunga Bunga: "Loro", ein Silvio Berlusconi-Biopic
Gespräch mit dem Filmregisseur Paolo Sorrentino

Vorgespult: Juliet, Naked, Assassination Nation, Die andere Seite von allem
Vorgestellt von Christian Berndt

Das andere Amerika in "The Ballad of Buster Scruggs"
Von Patrick Wellinski

Hexenkult im Heißen Herbst - Remake des Klassikers "Suspiria"
Von Marcus Stiglegger

Top Five: Demütigung, Deprssion und trotziges Lachen - Arbeitslosigkeit im Film
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
In deiner Haut
Moderation: Marietta Schwarz

Live on Tape:
Mitgefühlsübung - das Training von Simultationspatienten
Von Katja Bigalke

In digitaler Haut - 3D Modelling
Von Matthias Finger

Unterwegs im morphogenetischem Feld - Einblicke einer Familienaufstellerin
Gespräch mit Elke Barthels

Einblicke ins Innenleben - empathische Roboter
Von Franziska Knupper

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Miriam Rossius

17:30 Uhr

Tacheles

Driftet Deutschland nach rechts?
Wilhelm Heitmeyer, Soziologe, stellt sich den Fragen von Thorsten Jantschek

Nach der Hessenwahl ist die AfD in allen Landtagen vertreten. Zudem belegen neue, in dieser Woche erschienene Studien, dass die Zustimmungsbereitschaft zu rechten Thesen in der Bevölkerung wächst. Der Bielefelder Soziologe Wilhelm Heitmeyer erforscht seit langem rechte Einstellungen in Deutschland. Er glaubt, dass der Begriff des Rechtspopulismus viel zu verharmlosend ist, um das zu verstehen, wie Pegida und AfD in Deutschland wirksam werden.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Jenseits der Kastanien
Von Marina Frenk
Bearbeitung und Regie: Stefan Kanis
Mit: Marina Frenk und Dimitrij Schaad
Komposition: die Autorin
Ton: Holger König
Produktion: MDR 2016
Länge: 54'26

Die Autorin kam als Kind aus Moldawien nach Deutschland. Mit Integration und Identitätsschlamassel kennt sie sich aus.

Die Autorin kam mit sieben Jahren aus Moldawien nach Deutschland in den Migrantendschungel des Ruhrgebiets. Mit Integration kennt sie sich aus, sie bedeutet kulturelle Transformation, Identitätsschlamassel und das Verlorengehen einer Herkunft. Marina Frenk ist im Unbekannten zu Hause. Sie singt und erzählt zutiefst subjektiv von schönen und hässlichen Unterprivilegierten, von Vorzeigeausländern, von Neu- und Altdeutschen.

Marina Frenk, geboren 1986 in Chişinău (Moldawien), Schauspielerin, Hörspielspielerin, Sängerin und Musikerin. Studierte Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste in Essen. "Jenseits der Kastanien" wurde mit dem CIVIS Radiopreis 2017 ausgezeichnet.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Bayreuther Festspiele
Aufzeichnung vom 30.07.2018

Richard Wagner
"Der fliegende Holländer", Romantische Oper in drei Aufzügen

Daland - Peter Rose, Bass
Senta - Ricarda Merbeth, Sopran
Holländer - Greer Grimsley, Bariton
Erik - Tomislav Muzek, Tenor
Mary - Christa Mayer, Alt
Steuermann - Rainer Trost, Tenor
Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele
Leitung: Axel Kober

21:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Woldemar Bargiel
Streichoktett op. 15a
Streichquartett Nr. 4 op. 47 (Ausschnitt)

Orpheus Quartett und Gäste

Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger

"European Balcony Project" - in vielen europäischen Städten
Gespräche mit Wilhelm Droste, Marten Hahn, Ludger Fittkau

"Wonkel Anja - Die Show!" von Barbara Bürk und Clemens Sienknecht nach Tschechow
Von Claus Peter

"Nacht der Gewinner": Die ARD-Hörspieltage in Karlsruhe
Gespräch mit Marie-Dominique Wetzel-Leitner

Architektonisch markant
"Haus für Musik" in Innsbruck eröffnet mit Philip Glass
Von Franziska Stürz

Aus der Vergangenheit lernen
Haus der Geschichte Österreich in Wien eröffnet
Von Andrea Beer

Kulturpresseschau - Wochenrückblick
Von Arno Orzessek

November 2018
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