Seit 22:03 Uhr Feature
Dienstag, 27.10.2020
 
Seit 22:03 Uhr Feature
Tagesprogramm Sonntag, 11. Oktober 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

"Wie gefährlich sind Geschichten?"
Indonesiens Literatur im Umbruch
Von Margarete Blümel

Mit dem Sturz General Suhartos im Jahre 1998 brach für Indonesiens Schriftsteller eine Art literarischer Frühling an. Zuvor waren Literaten ihrer kritischen Texte wegen wieder­holt festgenommen und inhaftiert worden. Inzwischen können sie sich in ihren Werken ungestraft mit düsteren Fakten wie Völkermord und politischer Verfolgung auseinandersetzen. Aber: Auch heute noch gibt es Tabuthemen, und es kommt es vor, dass Autoren davor gewarnt werden, gewisse Texte zu veröffentlichen. Alles in allem jedoch spiegelt sich Indonesiens gesellschaftlicher und politischer Wandel deutlich in den zeitgenössischen Publikationen wider. So werden zum Beispiel Sujets wie Sexualität und die zunehmende Bedrohung des bisher doch relativ toleranten Islams im Lande immer wieder behandelt.
Im Ausland ist die indonesische Literatur bis dato nur selten in Erscheinung getreten. Das soll sich nun ändern - im Oktober 2015 erhält der indonesische Ehrengast der Frankfurter Buchmesse die Gelegenheit dazu, sich einem internationalen Publikum vorzustellen.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jürgen Liebing

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Mathias Mauersberger

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Unitarische Kirche in Berlin

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Alt werden will jeder. Älter werden aber niemand.
Von Pfarrer Michael Broch
Katholische Kirche

Mit 72 Jahren mache er sich über das Alter so seine Gedanken, sagt Pfarrer Michael Broch. Verjüngen kann er sich nicht, alle Versuche wären pure Selbsttäuschung. Er weiß, was unvermeidlich ist: dass die körperlichen und geistigen Kräfte abnehmen, dass er einmal sterben wird. Damit einverstanden zu sein, versucht er zu lernen. Also nicht nur um seine Vergangenheit zu kreisen, mit allem um ihn herum unzufrieden zu sein und darüber schrullig und verbittert zu werden - ein Greis, der den Jungen ihr Leben nicht gönnt. "Die alt an Jahren, sind nicht immer weise, nicht immer wissen Greise auch das Rechte." Michael Broch wünscht sich, dass dieser Satz aus der Bibel auf ihn nicht zutreffen möge.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Roboter
Von Rusalka Reh
Ab 7 Jahren
Moderation: Ulrike Jährling

Opa erzählt gern von früher. Von der Zeit, als es die Roboter gab. Als noch niemand gechippt war und die Maschinen noch das taten, was die Menschen ihnen befahlen...

Im Jahre 2217 beherrschen menschengleiche Maschinen, sogenannte Humanoide, vollständig die Welt. Doch Opa kann sich noch an die Zeit davor erinnern. An die Zeit, als die Menschen die ersten Roboter erschufen. An die Zeit, als das Internet Neuland war. Seine Enkel Leila und Bent gehen gern mit ihm offline, wenn er seinen Nanochip-Tee trinkt und von früher erzählt.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Das tanzende Häuschen
Von Albert Wendt
Ab 6 Jahren
Regie: Wolfgang Rindfleisch
Komposition: Frank Merfort
Mit: Elsa Fluch, Shorty Scheumann, Andreas Schmidt, Chris Pichler, Horst Lebinsky,
Barbara Philipp, Almut Zilcher, Boris Aljinovic
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
Länge: 51'16
(Ursendung)
Moderation: Ulrike Jährling

Im tanzenden Häuschen besteht das Mädchen Tine Pellerine schwierige Prüfungen.

Tine Pelerine ist ein zartes Mädchen. Aber zimperlich ist sie nicht. Ihre Mutter nennt sie "tapferzart". Nur die Mutter ist weit weg und kommt erst in drei Wochen wieder. Allein steht Tine Pellerine auf dem Bahnhofsvorplatz, schaut sehnsüchtig auf die große Uhr und wünscht sich, dass die Zeiger sich schneller drehen als sonst. Dieser Wunsch kann sich erfüllen, wenn sie einige Tage im tanzenden Häuschen aushält, sagt der Regenkönig Tausendwasser zu ihr. Gut, sie wird es versuchen. Das tanzende Häuschen gehört einer prächtigen Kamelstute und heißt: Hotel zum dicken Fell. Und ein dickes Fell braucht man dort auch. Wenn der Südexpress vorbeifährt, dann dröhnt und wackelt das ganze Haus und alles was darin ist. Tine Pellerine will es aushalten. Aber es ist schwer, denn da sind noch die anderen Hotelbewohner: der gemeine Mops Dreibein und die schlimme Hedwig, eine rosa gefärbte Pudeldame, die Partygänse und die Tanzmäuse, und sie alle wollen ein wildes Fest mit Tine Pellerine feiern.

Albert Wendt, geboren 1948 in Borsdorf bei Leipzig, studierte Kulturwissenschaften und arbeitete als Bühnenhandwerker am Leipziger Schauspielhaus. Seit 1975 freischaffender Autor, hat zahlreiche Hörspiele geschrieben, mehrere preisgekrönte Kinderhörspiele. Er lebt in Kleinpösna bei Leipzig.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Der lebendige Charme von Ewigkeit
Der Stadtgottesacker von Halle an der Saale
Von Margarete Wohlan

Die 94 Schwibbögen fallen zuerst auf: sandsteinerne Grabbögen, mit Reliefs und Inschriften versehen und kunstvoll durch Eisen- oder Holzgitter abgegrenzt. Der Hallesche Stadtgottesacker gilt nicht nur als Meisterwerk der Renaissance nördlich der Alpen, sondern ist auch Stadtgeschichte aus Stein. Familien von Industriellen, Universitätsprofessoren, höheren Beamten und Offizieren aus Halle wurden hier bestattet - unter ihnen die Eltern des Komponisten Georg Friedrich Händel, der Pietist August Hermann Francke und Philipp Friedrich Theodor Meckel, Sohn des Begründers der Pathologie und selbst bedeutender Anatom. Den zu DDR-Zeiten verfallenen Friedhof haben nach der Wende engagierte Hallenser mithilfe vieler kleiner und großer Privatspender wiederhergerichtet. 2011 wurde der Stadtgottesacker mit dem 'Bestattungen.de-Award' ausgezeichnet und ist heute im kollektiven Bewusstsein von Halle wieder verankert. Die 'Deutschlandrundfahrt' schlägt einen Bogen zwischen der Stadt und ihrem berühmten Gottesacker, zwischen toten und lebenden Hallensern.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Birgit Kolkmann

12:30 Uhr

Die Reportage

Unerwünscht
Flüchtlinge in Südafrika
Von Leonie March

Die meisten Afrikaner fliehen nicht über das Mittelmeer nach Europa, sondern suchen Schutz auf dem Kontinent - zum Beispiel in Südafrika. Reporterin Leonie March hat nach den letzten fremdenfeindlichen Übergriffen in Durban eine Flüchtlingsfamilie aus dem Kongo begleitet und erzählt stellvertretend für viele andere deren Geschichte: obwohl anerkannte Flüchtlinge, sind sie schutzlos und unerwünscht.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Thorsten Jantschek

Kleine Leute, große Fragen: Macht Reisen schlau?
Von Ilka Lorenzen

Welcher Friedensbegriff steckt hinter dem Friedensnobelpreis?
Von Katharina Döbler

Die Möglichkeit der Normen
Gespräch mit Prof. Dr. Christoph Möllers, Humboldt-Uni Berlin

Warum Philosophie studieren?
Von Gerd Brednel

Neues Zuhause - Geschichten vom Ankommen:
Portrait Ines Geipel
Von Sabine Adler

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Glaube in der Staatsverfassung
Wie Muslime, Christen, Buddhisten und Hindus in Indonesien miteinander auskommen
Gespräch mit der Pfarrerin Aguswati Hildebrandt Rambe

Flüchtling unerwünscht
Ein 13 Jahre altes, hochaktuelles Bilderbuch wird wieder aufgelegt
Von Maria Riederer

Zwischen staatlichen Erwartungen und Ansprüchen der Verbände
Das Studienfach Islamische Theologie muss sich seine Unabhängigkeit erkämpfen
Von Kemal Hür

Von der Altenpflege in die Wissenschaft
An der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin kann man neuerdings berufsbegleitend Soziale Gerontologie studieren und erfahren, wie Praxis und Theorie einander befruchten
Von Rocco Thiede

Kann die katholische Kirche in Sachen Ehe Barmherzigkeit walten lassen?
Das Kirchenrecht bietet einen gewissen Spielraum
Von Burkhard Schäfers

Moderation: Anne Françoise Weber

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Fluch und Segen der Popularität -
Carl Orffs „Carmina Burana“
Gast: Jos van Immerseel
Moderation: Gerald Felber

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Seitenwechsel
Frauen im Männersport
Von Yannick Lowin

Ein Mann, der ein Damenteam trainiert: Nichts Ungewöhnliches. Eine Frau, die einer Herrenmannschaft vorsteht: Eine Sensation. Vor allem im Leistungssport. Dementsprechend groß war das Medienecho, das die Verpflichtung von Tina Bachmann für den Cheftrainerposten beim Hockey-Club HTC Uhlenhorst ausgelöst hat. Mittlerweile geht Bachmann in ihre zweite Saison als Trainerin einer männlichen Erstliga-Mannschaft. Im Fußball immer noch undenkbar. Hier haben es aber zumindest zwei Schiedsrichterinnen weit gebracht: Bibiana Steinhaus leitet seit einigen Jahren Partien der 2. Bundesliga. Riem Hussein ist dieses Jahr in die 3. Liga aufgestiegen. Doch alle diese Frauen bleiben Ausnahmen. Warum eigentlich und wie könnten es in Zukunft mehr werden?

18:30 Uhr

Hörspiel

Spielregeln
Deutschlands Theater im Wiederaufbau (2/2)
Eine Gesprächsrunde mit Doris Schade, Egon Monk, Henning Rischbieter, Albert Hetterle, Rudolf Wessely
Gesprächsleitung: Michael Hase
Regie: Ulrike Brinkmann
Ton: Martin Eichberg
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1999
Länge: 52’31
(Wdh. v. 19.09.1999)

Die alliierten Kulturoffiziere fördern und fordern ausländische Dramatik auf deutschen Bühnen.

Anschließend:
„Die Bühne als moralische und politische Anstalt: Revolution an der Rampe“
von Klaus Werner / RIAS Schulfunk 1966 /Länge:29'38

Mit Beginn des Kalten Krieges und der Teilung in zwei deutsche Staaten polarisiert sich der Spielbetrieb. Gefördert von den westlichen Alliierten, kommen zeitgenössische Dramatiker wie Shaw, Wilder, Miller, Sartre, Giraudoux auf die Bühnen. Im Osten sucht man nach einem Wandel in der Ästhetik, ausgehend von einer einheitlichen Zielsetzung und Methodik, die dem kollektiven Anspruch des Sozialismus auch in der Kultur Rechnung tragen soll, ohne das 'bürgerliche Erbe' zu verleugnen. Man hofft besonders auf die aus Gefangenschaft und Emigration heimkehrenden Autoren, Schauspieler und Regisseure, denen die restaurativen Tendenzen im westlichen Teil Deutschlands missfallen. Die anfängliche Offenheit endete mit der Einflussnahme politischer Kräfte, die die künstlerische Aussage im Dienst der Politik vereinheitlichen wollten.

Doris Schade (1924-2012), Egon Monk (1927-2007), Albert Hetterle (1918-2006), Henning Rischbieter (1927-2013), Michael Hase (1936-2009). Rudolf Wessely feierte am 19.01.2015 seinen 90. Geburtstag.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Live aus dem Konzerthaus Berlin

Leonard Bernstein
Ouvertüre zu "Candide"

Kurt Weill
Sinfonie Nr. 2

George Gershwin
"Rhapsody in blue" für Klavier und Orchester

Leonard Bernstein
Symphonic Dances aus "West Side Story"

Lahav Shani, Klavier
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Lahav Shani

Amerika - ganz nah! Alle Komponisten des Konzertprogramms sind Amerikaner mit europäischen Wurzeln - wie alle nichtfarbigen Amerikaner. Ihre Musiksprache kommt aus der Alten Welt und bringt zugleich die Neue Welt zu Gehör.

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

Dem Zweifel abgerungen
Die Musik des Paul Dukas
Von Sabine Fringes

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Birgit Kolkmann

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Vladimir Balzer

Wahlen in Weissrussland: Hoffnungen der Künstler
Gespräch mit der Künstlerin und Aktivistin Marina Naprushkina

Nordlichter: warum die skandinavische Kunstszene boomt
Von Carsten Probst

Kulturpresseschau
Von Adelheid Wedel

Oktober 2015
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Corona und die ChöreSingen als Perspektive
Eine Frau in gelber Jacke steht vor einem gelb ausgeschlagenen Gitarrenkasten und animiert um sie herumstehende Sängerinnen im Rhythmus zu bleiben. (KulturRaum MusikvorOrt / Felix Albrecht)

Der Herbst ist da - und damit ist auch das Virus wieder sehr stark präsent. Die Gesellschaft insgesamt kämpft - und nach wie vor haben die Chöre einen schweren Stand. Wie kann man im Nachwuchsbereich damit umgehen? Und wie kommt ein Projektchor wie bei "Kultur.vor.Ort" in München, der sich u.a. an Tafelbesucher richtet, damit zurecht?Mehr

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