Seit 15:05 Uhr Tonart
Freitag, 16.04.2021
 
Seit 15:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 30. Januar 2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

"Jede Stadt hat ihr eigenes Babyn Jar"
Eine Lange Nacht über die Erinnerungskultur des Holocaust in der Ukraine
Von Jochen Rack
Regie: Eva Demmelhuber

Beim „Holocaust durch Erschießungen” kamen während des Zweiten Weltkrieges in der Ukraine rund 1,5 Millionen Juden zu Tode, aber in Deutschland ist über die Verbrechen der Einsatzgruppen wenig bekannt. Auch in der Sowjetunion wurde nicht an die Opfer erinnert, erst seit der Unabhängigkeit der Ukraine entsteht eine neue Gedenkkultur der Shoah im Land. Während des Kommunismus wurde die Erinnerung an den Holocaust in der Ukraine unterdrückt oder verfälscht. In Babyn Jar, wo die Deutschen nach ihrem Einmarsch in Kiew über 30.000 Juden erschossen, erinnerte ein sozialistisches Denkmal an den Nazi-Terror, ohne die jüdischen Opfer zu erwähnen. Heute entstehen dort ein neuer Gedenkpark und ein Museum. Doch ukrainische Aktivisten befürchten, dass Russland das Gedenken in seinem Sinn manipulieren könnte. In Lwiw informiert seit 2018 das Museum „Territory of Terror“ über das ehemalige KZ Janowska und die Opfer des Stalinismus, in der Altstadt hat man am Platz der zerstörten Synagogen ein Mahnmal geschaffen. In der nahe gelegenen Stadt Schowkwa, wo die Nazis alle Juden des Schtetl ermordeten, ist die Synagoge dagegen noch immer eine Ruine, und der ehemalige jüdische Friedhof wird für einen Wochenmarkt genutzt. Überall im Land engagieren sich Bürger für die Aufarbeitung der traumatischen Geschichte des Landes, dazu gehört auch die Thematisierung der Kollaboration mit den Deutschen. Der Kampf gegen die historische Amnesie führt die Ukraine auf den langen Weg nach Westen.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

Zum 10. Todestag von John Barry

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Es geschah in Berlin
Teppichhändler (490)
Der Tresor (491)
Eine Sendereihe in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei
Von Werner Brink
RIAS Berlin 1971
Vorgestellt von Michael Groth

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Ulrike Greim, Weimar
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Weniger Sozialkontakte - weniger Hirn?
Gespräch mit Alexander Stahn

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Wut" von Harald Martenstein
Rezensiert von Jörg Magenau

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Büro, Homeoffice, Produktion - Arbeitsschutz in Corona-Zeiten

Gäste: Dr. Nicole Grünewald, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer zu Köln - und
Annika Wörsdörfer, Referatsleiterin Arbeits- und Gesundheitsschutz beim Deutschen Gewerkschaftsbund
Moderation: Gisela Steinhauer

Live mit Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de

Homeoffice: Seit dieser Woche sind Arbeitgeber verpflichtet, dies zu ermöglichen, zunächst befristet bis zum 15. März. Wie aber werden diejenigen geschützt, die in diesen Corona-Zeiten nicht von zu Hause aus arbeiten können? Diskutieren Sie mit!

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Christian Rabhansl

Ingrid Brodnig: "Einspruch!"
Wie kontere ich Verschwörungstheorien?
Gespräch mit der Autorin

Widergelesen:
"Wie man mit Fundamentalisten diskutiert -" von Hubert Schleichert
Rezensiert von Sieglinde Geisel

„Die Logik der anderen"
Gespräch mit Klaus Doppler

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Zafer Senocak, Autor
Moderation: Julius Stucke

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Teresa Sickert und Tim Wiese

Lagebericht über Factchecking und Co. in Sozialen Medien
Von Matthias Finger

Birdwatch: Twitter setzt auf Crowd-Factchecking
Gespräch mit Edda Humprecht

Bluesky und API-Zugang: Twitter öffnet den Walled Garden
Gespräch mit Luca Hammer

Doomscrolling: Die Leidspirale in Sozialen Netzen
Von Felix Wessel

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

Von Beirut nach Lyon
Choreograf Omar Rajeh über Abschied und Neubeginn
Gespräch mit dem Choreografen

Fokus Film?
Schauspielschule Ernst-Busch unter neuer Leitung
Von Ute Büsing

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Corona-Ticker:
Streamingplattformen als Verleih und Schnittstelle zum Kino
Von Christian Berndt

Die Memoiren des Mr. Berlinale
Dieter Kosslicks "Immer auf dem Teppich bleiben"
Gespräch mit Patrick Wellinski

Sundance 2021
Corona und die Independent-Filmszene
Von Katharina Wilhelm

Bilder aus den Krankenhäusern von Wuhan im Lockdown: "76 Days"
Gespräch mit Hao Wu, Regisseur

Top Five:
Der Blick auf die Tür in Pandemiezeiten
Von Hartwig Tegeler

Jetzt auch auf Französisch
Das Erfolgskonzept "In Therapie"
Gespräch mit Jörg Taszman

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Marietta Schwarz

Eröffnungskolumne
Von David Tschöpe

Live on Tape:
Einatmen, ausatmen und ab ins Eis
Kälte ertragen mit der Wim Hof-Methode
Von Ulrike Jährling

Grüne Kältekünstler
Frisches Gemüse wächst auch im Winter
Von Stefan Oszvath

Die Decke ist weg
Skiorte ohne Schnee
Gespräch mit dem Fotografen Olaf Unverzart

Vermummungsmode
Die Vollmütze ist wieder da
Von Katja Bigalke

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

17:30 Uhr

Tacheles

Schule und Corona: Schülerinnen und Schüler enststressen

Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer*innen-Verbandes, stellt sich den Fragen von Annette Riedel

„Distanzunterricht sind keine Ferien“, sagt Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayrischen Lehrer*innen-Verbandes. Dieses "nicht normale“ Schuljahr bedeute für alle mehr Stress. Vor allem schwächere Kinder müssten jetzt besonders gefördert werden.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Wirklichkeit im Radio
King George
Bilder aus einer Rockerkneipe
Von Gotthard Schmidt
Regie: Peter Leonhard Braun
Mit: Uwe Friedrichsen
Ton: Manfred Hock
Produktion: SFB/NDR/SR 1976
Länge: 43'01

Eine Parallelgesellschaft im Jahr 1976. In der Rockerkneipe ist ein Mikrofon undenkbar, nur Beobachtungen sind möglich. Der Autor liefert ein Genrebild, das mit Flipper- und Motorradsounds aus dem Studio elektrifiziert wird.

Im Rockermilieu entwickelt sich eine rechte Szene. Der Autor will sich ein Bild von ihr machen und besucht die Szenekneipe „King George“. An Interviews mit dem Mikrofon ist in der feindseligen Atmosphäre nicht zu denken. Gotthard Schmidt verlegt sich auf das Handwerk der genauen Beobachtung und der geschriebenen Reportage. In Szenen und Sittenbildern hält er die Geschehnisse um Kalle, Hühnchen und die anderen einschlägigen Besucher fest. Und Peter Leonhard Braun, Urgestein des Features, betreibt als Regisseur enormen Inszenierungsaufwand, lässt Motoräder durchs Studio fahren und zerlegt einen Flipper in seine akustischen Einzelteile. „King George“ aus dem Jahr 1976 ist Teil unserer Reihe „Wirklichkeit im Radio“ zur Geschichte des Features.

Gotthard Schmidt, 1943 geboren in Eisenach, 2014 gestorben in Moers, war Journalist, Feature-Autor, Übersetzer, Bearbeiter und Hörfunkregisseur. Seine Familie - der Vater war Pfarrer - ging nach Kriegsende aus der damaligen Ostzone in den Westen. In Essen machte Gotthard Schmidt Abitur, studierte erst Theologie, dann Germanistik und ging vor dem Abschluss als Freier Mitarbeiter zur Westdeutschen Allgemeinen Zeitung nach Moers. Nach einem Praktikum 1967 beim Hessischen Rundfunk begann er, Sendungen fürs Radio zu schreiben. Weiteres Features: „Stille Nacht, kalte Nacht - Weihnachten auf Spitzbergen“ (SFB 1976) und „Stundenbuch des Todes - ein anatomischer Bericht“ (BR 1998).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Staatstheater Mainz
Aufzeichnung vom 23.01.2021

Haukur Tómasson
"Gudruns Lied"
Musiktheater nach der Edda-Dichtung mit Zwischentexten von Hannah Dübgen

Gudrun - Nadja Stefanoff, Sopran
Brynhild - Verena Tönjes, Mezzosopran
Atli - Brett Carter, Bariton
Knefrodur, Norne - Alin Deleanu, Altus
Kostbera, Norne - Dorin Rahardja, Sopran
Glaumvör, Norne - Lucie Ceralová, Mezzosopran
Grimhild - Monika Dortschy, Sprechrolle
Guttorm - Vincent Doddema, Sprechrolle
Svanhild - Leandra Enders, Sprechrolle
Knabensolisten des Mainzer Domchores
Herrenchor des Staatstheaters Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Leitung: Robert Houssart

Gräueltaten, Rache und Mord - das sind die blutgetränkten Koordinaten, zwischen denen sich Gudruns Leben bewegt. Doch nicht sie selbst ist der Motor, der die Spirale aus Tat und Vergeltung in Gang setzt. Vielmehr ist es ein tief in ihrer Familie verankertes Streben nach Macht, das mit Gewalt durchgesetzt wird. Diese immerwährende Struktur durchdringt auch Gudruns Leben, und so pflastern viele Leichen ihren Weg, ohne dass sie Schuld daran trägt: die ihres Geliebten Sigurd, der von Gudruns Brüdern ermordet wird, die von Brynhild, der ersten Frau Sigurds, die aus Schmach über das Verlassenwerden seine Ermordung anstachelt und sich danach selbst umbringt, und die ihrer Brüder Gunnar und Högni, die von ihrem neuen Gatten, dem Bruder Brynhilds, als Vergeltung für den Tod der Schwester getötet werden. Ein Netz an Gräueltaten, durch das Gudrun am Ende selbst zur Täterin wird.
In seinem Werk "Gudruns Lied" entfesselt der isländische Komponist Haukur Tómasson die wohl bekannteste Heldensage der Kulturgeschichte: die Nibelungensage. Seine Komposition basiert auf Texten der altisländischen Edda-Dichtung und beleuchtet schlaglichtartig die Lebensstationen der Protagonistin sowie der mit ihr verbundenen Figuren, die sich zu einem gordischen Knoten verwirren und schließlich in der Katastrophe kulminieren. Verbunden werden diese einzelnen Stationen mit eigens für die Mainzer Inszenierung verfassten Zwischentexten von Hannah Dübgen.
Für dieses Werk, das die Seelenwelten der Figuren mit all ihren Abgründen und Gegensätzen auslotet, erhielt der Komponist den renommierten Nordic Council Music Prize. Nach der Uraufführung 1996 in Kopenhagen wird "Gudruns Lied" nun erstmals in Deutschland zu erleben sein.

20:45 Uhr

Die besondere Aufnahme

Julius Zarebski
Klavierquintett op. 34

Johannes Brahms
Klavierquintett f-Moll op. 34

Krzysztof Polonek, Violine
Maciej Buczkowski, Violine
Ignacy Miecznikowski, Viola
Katarzyna Polonek, Violoncello
Marcin Sikorski, Klavier

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
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Eine Stunde Theater
Ziviler Ungehorsam in Südfrankreich
Gespräch mit Eberhard Spreng

Lessingtage Hamburg
Sehnsucht nach lebendigem Theater
Von Michael Laages

Zementierter Antisemitismus bei arabischen Intellektuellen?
Eine Entgegnung
Gespräch mit Stefan Weidner

Ehe in 10 Sitzungen
Gefeierte britische Serien "State of the Union" in der ARD
Von Jörg Taszman

Schauspielschule Ernst-Busch in Berlin bald mit neuer Leitung
Von Ute Büsing

23:30 Kulturnachrichten

Von Thomas Jaedicke

23:50 Kulturpresseschau

Wochenrückblick
Von Arno Orzessek

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