Seit 01:05 Uhr Tonart

Mittwoch, 18.09.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Samstag, 9. Januar 2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

"Lass uns niemals erwachsen werden"
Die Lange Nacht des Dylan Thomas
Von Kerstin Kilanowski
Regie: die Autorin

Ein Künstler, wie er im Buche steht. Schon mit 18 Jahren widmet sich Dylan Thomas mit großer Ernsthaftigkeit der Erschaffung einer Lyrik, wie man sie zuvor nicht gehört hatte. Schulabbrecher, gescheiterter Jungreporter, ohne Berufsausbildung aber die literarische Welt Großbritanniens erkennt auf Anhieb das großartige Talent des unbekannten jungen Mannes aus der walisischen Provinz. Bis heute gilt Dylan Thomas als einer der wichtigsten und anspruchsvollsten Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine schwer übersetzbaren Gedichte spielen mit metaphysischen Bildern aus der Natur, handeln von der Stellung des Menschen in einem unbegreiflichen Kosmos, der Vergänglichkeit von Liebe. Gewürzt mit prallem Humor sind dagegen seine Essays und Kurzgeschichten, die den absurd-komischen Alltag der kleinen Leute aus Südwales wiedergeben. Da wimmelt es von griesgrämigen Kapitänen, religiösen Eiferern und tratschenden Dorfweibern. Über dem allzu menschlichen Miniatur-Welttheater schwebt die Meeresatmosphäre von Ebbe und Flut, voller Seevögel, die sich im brechenden Licht spiegeln. Das Hörspiel 'Unter dem Milchwald' mit seinen über 60 Stimmen gehört zu den großen Klassikern der Radiokunst. An ein Leben zwischen Sauftouren in den Dorfkneipen und der stürmischen Ehe mit seiner ebenso unkonventionellen Frau Caitlin erinnern Dylan Thomas' Briefe und die Memoiren von Zeitgenossen. Welche Spuren das literarische Werk bis heute hinterlassen hat, erfuhr die Autorin dieser 'Langen Nacht' auch in spannenden Interviews: Die Enkelin von Dylan Thomas verwaltet den Nachlass ihres berühmten Großvaters; ein Bauer aus Thomas' Heimatdorf hat auf seinem Grundstück einen Poesiespaziergang angelegt; ein Pensionär verwandelte Thomas' Geburtshaus mit viel Liebe in ein lebendes Museum. Und Elke Heidenreich, Literaturkritikerin und Fan des walisischen Dichters, wirft mit großer Leidenschaft einen verständnisvollen Blick auf die Schattenseiten von Dylan Thomas.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

25 Jahre RIAS
Aus der ZDF-Reihe 'Drüben'
(Wdh. v. 31.01.1971)

Der Schwarze Kanal
Zum 25. Geburtstag des RIAS
(Wdh. v. 18.02.1971)

25 Jahre ARD
Eine Würdigung des RIAS
(Auszüge vom 12.06.1975)
Vorgestellt von Michael Groth

Vor rund 70 Jahren, Anfang 1946, nahm der RIAS sein Programm auf. Grund genug, an dieses Jubiläum zu erinnern. Der Rundfunk im amerikanischen Sektor wurde gegründet, um Menschen in West- und Ostberlin sowie in weiten Teilen der DDR mit Informationen und Unterhaltung zu versorgen. Anfang 1971 feierte man schon einmal: Zum 25. Geburtstag widmete sich die ZDF-Sendung 'Drüben' dem RIAS. Wenig später zog der sogenannte Klassenfeind nach: Auch die DDR-Fernsehsendung 'Der Schwarze Kanal' befasste sich mit dem Westberliner Programm. Beide Sendungen wurden vom RIAS übernommen. Ergänzt werden sie mit einem vorgezogenen weiteren Geburtstagsgruß aus dem Jahr 1975. Diesmal für die 1950 gegründete ARD, die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Pastor Diederich Lüken
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Wenig Fakten, viele Meinungen - Die Kölner Silvesternacht
Von Dr. Moritz Küpper

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Die Stimmung kippt nicht, wird aber rauer - Pro Asyl nach Köln
Gespräch mit Karl Kopp, Europa-Beauftragter von Pro Asyl

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

"Ingeborg Bachmanns Wien 1946 - 1953" von Joseph McVeigh

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Kann Aufräumen das Leben verändern?
Klaus Pokatzky im Gespräch mit Werner Tiki Küstenmacher, Theologe, Karikaturist, Bestsellerautor "Simplify yor life"

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch

Shlomo Avineri: "Herzl" (Jüdischer Verlag)

Doron Rabinovici, Natan Sznaider: "Herzl reloaded" (Jüdischer Verlag)

John Connelly: "Juden - vom Feind zum Bruder"

Anton Pelinka: "Israel. Ausnahme- oder Normalstaat?" (Braumüller Verlag)

Dor Guez: "Pre-Israeli Orientalism: A Photographic Portrait"

Gesicht zeigen!: "Mein Kampf gegen rechts"

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Sonja Gerth

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Heidrun Wimmersberg

Glosse: Allerlei Kreuthereien
Von Peter Zudeick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation:André Mumot

"Flammende Reden, brennende Plätze"
Ana Zirner bringt Aktivisten ins Theater

Kroetz-Renaissance in München?
Ein Probenbesuch im Residenztheater

Die geniale Stelle: Daniel Wetzel (Rimini-Protokoll) über Peng!

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

"Legend" - Tom Hardys Doppelrolle als Gangster-Zwillinge Kray
Gespräch mit Brian Helgeland, Regisseur

Vorgespult: "Creed", "Suite Française", "Die Dunkle Seite des Mondes"
Von Christian Berndt

Wer wählt eigentlich die Golden Globes?
Von Kerstin Zilm

"Janis - Little Girl Blue" - über das kurze Leben von Janis Joplin
Gespräch mit Amy Berg, Regisseurin

Die Finanzkrise als Farce "The Big Short"
Von Andreas Busche

"Iraqi Odyssey" - Über ein Land und eine verstreute Familie
Gespräch mit dem Filmemacher Samir

Top Five: Die Mainstream-Charts

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Istanbul
Moderation: Tanja Runow

Als "coole Metropole" wurde Istanbul erstmals im Jahr 2005 bezeichnet. Einen Titel, den die Stadt teilt mit Berlin, Barcelona oder etwa New York. Kunst, Musik, Fashion, Clubs und Cafés - der Mix, der dazugehört, den gibt es in der Tat auch in Istanbul. Im Verlauf der Gezi-Proteste wurde aber ziemlich deutlich: Istanbul ist hinter seiner coolen Fassade längst zu einem Experimentierfeld der AKP geworden. Hier entsteht keine Stadt für alle, sondern eine zunehmend gentrifizierte, neoliberale Vorzeigesiedlung, in der die Fassade alles ist. Anstelle der Basars werden Shoppingmalls hochgezogen - mit einem Touch Nostalgie für die Erinnerung. Die alte Geheimsprache Lubunca, die Trans*Sexarbeiter*innen einst schützte, verflacht im Hipsterslang von Beyoglu. Nur wenige scheinen noch zu glauben, dem Kurs der Stadtentwicklung etwas entgegensetzen zu können. Unter anderem ein paar wagemutige Fahrradfahrer.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Tacheles

Nach den Übergriffen in Köln
„Vielleicht eine Zäsur in der gesamtgesellschaftlichen Debatte“
Geert Mackenroth (CDU), Sächsischer Ausländerbeauftragter, stellt sich den Fragen von Martin Steinhage

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Vaterhunger
Ein Rückwärtsgesang
Von Manuel Gogos
Regie: Philippe Bruehl
Mit: Bernhard Schütz u.a.
Ton: Dirk Hülsenbusch
Produktion: WDR 2015

Der Sohn reist in die griechische Heimatstadt des verstorbenen Vaters.

Die schwarzen Fische haben den Vater gefressen, erzählt ein griechisches Volkslied. So muss der Sohn ins Meer hinabtauchen und den Vater retten. Der Sohn reist in die Hafenstadt Kavala, von wo der Vater einst mit einem Koffer voll Oliven nach Deutschland zog. In der alten Wohnung am Meer betreibt der Sohn seine 'RePAPAraturen': mit dem Geschmack von Dörrfleisch auf der Zunge; beim Lesen von Psalmen; mit Klagegesängen, die die Toten herbeirufen können. Die Spurensuche führt den Autor, der heute selbst Vater ist, auch zu dem Trauerforscher Jorgos Canacakis, der ihn lehrt: Trauer ist das Echo der eigenen Vergänglichkeit.

Manuel Gogos, geboren 1970 in Gummersbach, Kurator und Feature-Autor. Zuletzt: 'Das Damaskus-Erlebnis - Motive der Islam-Konversion' (Deutschlandfunk 2015).

19:00 Uhr

Oper

Live aus der Metropolitan Opera New York

Gaetano Donizetti
"Anna Bolena" Tragedia lirica in zwei Akten
Libretto: Felice Romani

Anna Boleyn - Sondra Radvanovsky, Sopran
Heinrich VIII. - Ildar Adradzakov, Bass
Johanna Seymour - Jamie Barton, Mezzosopran
Lord Richard Percy - Stephen Costello, Tenor
Smeton - Tamara Mumford, Alt
Chor und Orchester der Metropolitan Opera New York
Leitung: Marco Amiliato

ca. 20.30 Opernpause
"Ich protegiere keine von euch beiden"
Donizetti und seine Primadonnen  
Von Uwe Friedrich

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke

Flammende Reden, brennende Plätze:
Ana Zirners neues Stück in St. Pölten

Pärchen-Betrug:
Roland Schimmelpfennigs Stück "An und aus" in Mannheim

Bestseller "1984" (1):
Russland - Orwell-Klassiker Blaupause für jede Position

Bestseller "1984" (2):
Ägypten - selbst Salafisten lesen Orwell-Klassiker

Wer wählt eigentlich die Golden Globes?

Januar 2016
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