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Samstag, 20.06.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Literatur schlägt Leben
    Eine Lange Nacht über Ingeborg Bachmann
    Von Helmut Böttiger
    Regie: Vera Teichmann
    (Wdh. v. 17.06.2023)

    Ingeborg Bachmann, die vor 100 Jahren am 25. Juni 1926 geboren wurde, gilt als eine der größten Schriftstellerinnen ihrer Zeit, und sie eignete sich schon sehr früh als Projektionsfläche. Die Porträts von ihr widersprechen sich oft. Für viele ist sie, etwa durch ihren Roman „Malina“ von 1971, eine feministische Ikone, andere wiederum sehen in ihr eher eine haltlose, drogenabhängige Frau. Je nach dem jeweiligen Zeitgeist wechseln die Zuschreibungen, zwischen Heiligenlegende und Boulevardmelodram. Vor allem ihr früher Tod 1973 im Alter von 47 Jahren scheint das zu befeuern: Sie war nach der Einnahme von Tabletten im Bett mit einer brennenden Zigarette in der Hand eingeschlafen.

    Die Lange Nacht zeigt Ingeborg Bachmann vor allem als eine Frau, die zu früh kam. Ihre Gedichte waren in den 50er-Jahren aufsehenerregend, und sie versuchte, als freie Schriftstellerin ein emanzipiertes Leben zu führen - in einer Zeit, als das noch nicht vorgesehen war. Das ist das Zentralmotiv ihrer Biografie und erklärt auch ihre spätere Lebenskatastrophe. Der Vergleich mit Gottfried Benn wirkt dabei sehr erhellend: Benns viele Altersaffären verstärken heute eher seine Aura, bei Bachmann hingegen wird wieder von „Sich jedem an den Hals werfen“ gesprochen, von „Selbstzerstörung“. Die Literatur diente Ingeborg Bachmann bereits früh zur Selbstdefinition. Sie inszenierte ihr Leben als Spiel, als Theater - aber im Lauf der Zeit wurde das zu einer Überforderung. Für eine Radionacht ist ihr Verhältnis zur Musik besonders ergiebig. Einmal schrieb sie über Maria Callas - und insgeheim über sich selbst: Die Callas habe „auf der Rasierklinge gelebt“, sie sei „das letzte Märchen“ gewesen, „die letzte Wirklichkeit“. Und sie fasst zusammen: „Die Callas - ja, wann hat sie gelebt, wann wird sie sterben? - ist groß, ist ein Mensch, ist unvertraut in einer Welt der Mediokrität und der Perfektion.“

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    Kraftwerk Berlin
    Aufzeichnung vom 08.05.2026

    "Mit den Vögeln singen"

    Werke von
    Clément Janequin
    Judith Bingham
    Charles Villiers Stanford
    Thomas Vautour
    Edward Elgar
    Edward Cowie
    Orlando Gibbons
    Jacques Arcadelt
    Maurice Ravel
    Ralph Vaughan Williams
    Áine Mallon
    Felix Mendelssohn Bartholdy
    William Byrd
    Gerald Finzi
    Manning Sherwin

    Uwe Westphal, Vogelstimmenimitation
    RIAS Kammerchor Berlin
    Leitung: Justin Doyle
    (Wdh. v. 12.05.2026)

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Die Westernserie Bonanza
    Fernsehkult der Sixties
    Von Dieter Koch
    RIAS 1969
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    Bonanza ist eine der bekanntesten US-amerikanischen Fernsehserien der 1960er-Jahre. Sie spielt im Western-Milieu der 1860er-Jahre. Mit 431 Folgen ist sie nach Rauchende Colts (635 Folgen) die zweitlängste Westernserie der Welt.

    Der Wilde Westen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Stars dieser legendären Westernserie sind der Witwer Ben Cartwright (Lorne Greene) und seine drei Söhne Adam (Pernell Roberts), Hoss (Dan Blocker) und Little Joe (Michael Landon), die auf der ‚Ponderosa‘-Ranch in Nevada leben. Im Unterschied zu zahlreichen Filmen des Genres stehen hier keine wilden Schießereien im Vordergrund, sondern die Alltagsprobleme einer Familie im amerikanischen Westen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, deren Lösung meist mit tiefen moralischen Aspekten zusammenhängt.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Cordula Klenk, Burgsalach
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • EU-Asylrechtsverschärfung: Konsequent oder inhuman?

    Gäste: Karl Kopp, Geschäfstführer bei PRO ASYL e.V.
    - und Christoph Schiltz, Brüssel-Korrespondent der WELT

    Moderation: Katrin Heise

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) ist in Kraft. Sie soll Migration in der EU besser steuern und den Streit zwischen den Mitgliedstaaten entschärfen. Für Asylsuchende bringt sie weitreichende Änderungen. Rückführungszentren außerhalb der EU sind zudem geplant. Ist das alles ein Fortschritt für Europa oder ein Risiko für den Flüchtlingsschutz? Diskutieren Sie mit!

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    250 Jahre USA: Bücher, die die Welt verändert haben
    Moderation: Christian Rabhansl

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Hajo Schumacher, Publizist
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Marcus Richter

    KI-Exportverbot: USA wollen Claude für sich behalten
    Gespräch mit Benedict Wenck

    Urteil gegen Google: Anbieter haften für KI-Antworten
    Gespräch mit Christopher Unseld

    Selbstbedienungskassen: Zwischen Komfort und Überwachung
    Gespräch mit Pia Behme

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Vom Theaterfestival Theater der Welt, Chemnitz
    Moderation: Susanne Burkhardt

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Susanne Burg

    Ingeborg Bachmann im Kino: Wie verfilmt man eine innere Welt?
    Gespräch mit Dr. Andrea Stoll

    Sandra Hüller auf den Spuren Ingeborg Bachmanns
    Gespräch mit der Schauspielerin

    Sommerkino im Schatten der Fußball-WM
    Von Christian Berndt

    Zwischen Zensur und Zuschauerschwund: Chinas Kino
    Gespräch mit Anke Leweke

    Chinas Jahrhundert im Spiegel des Kinos: "Resurrection" von Bi Gan

    John Carney und die Sehnsucht nach dem Lied, das alles verändert
    Von Anne Wollner

    Tahar Rahim in "Prisoner“ - Meister der Metamorphose
    Gespräch mit Patrick Heidmann

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Susanne Balthasar

    Sommerglück im Freibad

    Live on Tape:
    Ein Dorf baut sich ein Schwimmbad
    Gespräch mit Jörn Schaar

    Wenn die ganze Stadt zum Freibad wird - Sommer in Basel
    Von Stefan Mueller-Frank

    Wohnen im Freibad: Die Kabanesen von Bad Vöslau
    Gespräch mit Carina Hochebner

    Pommes und Dinkelschnitten - Zum Frühstück ins Prinzenbad
    Von Ismael Berrazouane

    Klassik drastisch #75: Ferruccio Busoni

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Beamte - unverzichtbar oder einfach unbezahlbar?
    Rechtswissenschaftler Jan Ziekow im Gespräch mit Jonas Kyora

    Haben deutsche Beamte zu viele Privilegien? Die Reformdebatte macht vor den Staatsdienern nicht halt. Einzelne Sparmaßnahmen könnten sinnvoll sein. Aber überholt ist das Beamtentum nicht, findet Rechtswissenschaftler Jan Ziekow.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Utopia und Lost Places
    Probewohnen im Osten Deutschlands
    Von Alexa Hennings
    Regie: Giuseppe Maio
    Mit: Katharina Merschel
    Ton: Michael Kube
    Dramaturgie: Julia Illmer und Katrin Moll
    Deutschlandfunk 2026
    (Wdh. am 21.06.2026, Deutschlandfunk, 20.05 Uhr)

    Zu DDR-Zeiten gehörten sie zu den sozialistischen Vorzeigestädten: Eisenhüttenstadt und Guben. Doch seit der Wende ist die Hälfte der jeweiligen Einwohner weggezogen. Mit Probewohn-Programmen wollen die Städte das Schrumpfen aufhalten.

    2.000 Menschen aus aller Welt haben sich beworben, sie möchten in Eisenhüttenstadt auf Probe wohnen. Von der Stadt im äußersten Osten Deutschlands hatten viele noch nie etwas gehört - bis ein CNN-Bericht viral ging. Die schrumpfende Stadt braucht dringend neue Einwohner. Die Hälfte von ihnen ist weg, ebenso in der benachbarten Stadt Guben, die ebenfalls Menschen zum Probewohnen einlädt. Und nun sind sie da, aus dem Westen der Republik und aus Berlin, das aus allen Nähten platzt: die Erzieherin, die Verwaltungsangestellte, der Frühpensionär, die Lehrerfamilie. Was suchen und was finden sie hier, an der polnischen Grenze? Was braucht es, um vom Probewohner zum Einwohner zu werden? Oder ist das Ganze doch nur ein Marketing-Ballon, aus dem bald die Luft entweicht?

    Alexa Hennings, 1961 in Dresden geboren, studierte Journalismus in Leipzig und an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Sie arbeitete als Redakteurin und Journalistin und ist seit 1992 freie Autorin für den Hörfunk.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Prinzregententheater München
    Aufzeichnung vom 26.04.2026

    Giuseppe Verdi
    "Simon Boccanegra"
    Oper in einem Prolog und drei Akten
    Libretto: Francesco Maria Piave

    Simon Boccanegra - George Petean, Bariton
    Maria Boccanegra - Eleonora Buratto, Sopran
    Gabriele Adorno - Freddie de Tommaso, Tenor
    Paolo Albiani - Ljubomir Puškarić, Bariton
    Pietro - Miklós Sebestyén, Bass
    Jacopo Fiesco / Andrea - Alexander Vinogradov, Bass

    Chor des Bayerischen Rundfunks
    Münchner Rundfunkorchester
    Leitung: Ivan Repušić

  • "Schubert 2028"
    The String Quartet Project IV

    Franz Schubert
    Streichquartett Nr. 3 B-Dur D 36
    Streichquartett d-Moll D 810 "Der Tod und das Mädchen"

    Marc Migo
    Streichquartett Nr. 2 "Sardana Quodlibet" (Homage to Schubert)

    Hänssler Classics / Deutschlandfunk Kultur 2025

    Sämtliche Streichquartette Franz Schuberts - neu eingespielt vom Alinde Quartett. Zum Schubert-Gedenkjahr wird dieses Großprojekt seinen Abschluss gefunden haben.
    Die vier Musikerinnen und Musiker aus Italien bringen jeweils ein frühes und ein spätes Streichquartett in Dialog mit einem Auftragswerk.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Schwerpunkt: Eröffnung der Manifesta 16 Ruhr
    u.a. mit Berichten vom Gelände der Zeche Zollverein, Essen
    Moderation: Marietta Schwarz

    Uraufführung "Wunderland" bei der Tanztriennale in Hamburg
    Von Elisabeth Nehring

    Finale bei den AutorInnen-Theater-Tagen: Lange Nacht der Autor:innen
    Von Barbara Behrendt