Programm
Dienstag, 18.08.2026
-
00:00 Uhr
Nachrichten
-
00:05 Uhr
Neue Musik
Alles, was ein Künstler spuckt, ist Kunst
Kurt Schwitters‘ "Ursonate"
Von Thomas Groetz
Produktion: Dlf Kultur 2021
1921 begann der Künstler Kurt Schwitters an seiner "Ursonate" zu arbeiten, die eine ganz eigene Verbindung zur Musik aufweist.Nachdem Kurt Schwitters am 06.09.1921 der Rezitation eines sogenannten Plakatgedichts seines Künstlerfreundes Raoul Hausmann beigewohnt hatte, ging ihm das abstrakte Buchstabenpoem „fmsbwtözäupggiv?mü“ nicht mehr aus dem Kopf. Aus der Übernahme und Weiterführung des Gehörten entstand die „Ursonate“, ein wichtiges Lautgedicht der frühen Moderne. Schwitters trug seine Kreation, dessen Material er in Form einer klassischen Sonate arrangiert hatte, mit großem Erfolg vor und überlieferte sie als visuelle Partitur. Darüber hinaus arbeitete er bis an sein Lebensende an dem Versuch, eine passende musikalische „Harmonisierung“ für das für ihn zentrale Werk zu finden. Die Abwesenheit einer definitiven Form der Lautsonate bestimmt sie als Work in Progress, die zwischen Tradition und Avantgarde oszilliert.
-
01:00 Uhr
Nachrichten
-
01:05 Uhr
Tonart
Jazz
Moderation: Katrin Wilke
Jede größere Stadt in Deutschland hat ihre Big Band(s). Das musikalische und strukturelle Spektrum ist groß, reicht von den Jugendensembles der Musikschulen und Universitäten bis hin zu den weltoffenen radioeigenen Formationen, wie denen des NDR oder HR. Abseits der relativ klassischen Big-Band-Klangpfade lustwandeln seit Jahren Large Ensembles wie The Dorf aus dem Ruhrgebiet und das Andromeda Mega Express Orchestra aus Berlin. Dort gibt es mit The Omniversal Earkestra noch eine weitere, in ihrer Eigenwilligkeit und auch noch nach Jahren zu spürenden Underground-Anmutung äußerst beliebte Band. Der Verbund aus wichtigen Jazzern der Szene hat jetzt mit dem Album "Le Mali 70 Vol. II" ein weiteres Kapitel einer wichtigen Musikkultur- und Reiseerfahrung veröffentlicht. Um diesen besonderen Klangkörper und seine Zusammenarbeit mit malischen Musiker*innen wird es gehen in dieser Nacht, wie auch z.B. um die neue Trio-Veröffentlichung des Gitarristen Jon Madof, eine feste Größe in der New Yorker Downtown- und Radical-Jewish-Culture-Szene.02:00 UhrNachrichten03:00 UhrNachrichten04:00 UhrNachrichten -
05:00 Uhr
Nachrichten
-
05:05 Uhr
Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
Mit Buchkritik
Moderation: Julia Bamberg05:50 Uhr Aus den Feuilletons06:00 UhrNachrichten06:20 Uhr Wort zum TagePfarrer Eberhard Hadem, Roth
Evangelische Kirche06:30 UhrNachrichten07:00 UhrNachrichten07:20 Uhr Politisches Feuilleton07:30 UhrNachrichten07:40 Uhr Interview08:00 UhrNachrichten08:30 UhrNachrichten08:50 Uhr 1001 NachtNacht 70/121: Die verhängnisvolle Sirbadscha
Das Herz des jungen Manns in der Kiste pocht laut. Doch die Diener verhindern, dass er auffliegt. Der Kalif winkt sie durch, Subeida erlaubt die Hochzeit. Am Ende der langen Feier gibt es eine Schüssel köstliche Sirbadscha. Der Mann langt kräftig zu.
Nach der Neuübersetzung von Claudia Ott
Auswahl der Geschichten: Safiye Can
Hörspielbearbeitung und Storytelling: Judith Lorentz, Roxana Samadi
Mit Roxana Samadi, Jasmin Shakeri, Susana AbdulMajid
Besetzung: Kathi Bonjour
Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt, Delia Lang
Expertin für Arabisch: Heba Tebakhi
Übersetzung und philologische Beratung: Claudia Ott
Copyright der Übersetzung: Verlag C. H. Beck
Nach der arabischen Edition von Muhsin Mahdi
Redaktionelle Mitarbeit: Matthias Karow
Komposition und Musik: Philipp Johann Thimm
Weitere Musik: Roshanak Rafani an Daf und Tombak, Bendir und Nabil Arbaain an der Oud
Ton: Andreas Stoffels, Alexander Brennecke, Susanne Beyer
Disposition: Dagmar Goyk
Regie: Judith Lorentz
Dramaturgie: Sabine Küchler, Julia Tieke
Deutschlandfunk 2026Schahrasad erzählt um ihr Leben - und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.
Alle Folgen, Informationen und Gespräche unter:
deutschlandfunk.de/tausendundeinenacht -
09:00 Uhr
Nachrichten
-
09:05 Uhr
Im Gespräch
Künstler Florian Havemann im Gespräch mit Britta Bürger
-
10:00 Uhr
Nachrichten
-
10:05 Uhr
Lesart
Das Literaturmagazin
Moderation: Miriam Zeh
"Ich ertrinke in den Wassern meiner eigenen Liebe" - Rilkes letzte Geliebte
Gespräch mit Julia Franck
Literaturtipps
Von Ilka Lorenzen-Butzmann
Buchkritik:
"Der Krieg ist anderswo. Russland von innen" von Åsne Seierstad
Rezensiert von Andrea Gerk
Joachim Lottmanns Langweiliges Tagebuch
Gespräch mit Prof. Moritz Baßler -
11:00 Uhr
Nachrichten
-
11:05 Uhr
Tonart
Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Carsten Beyer
Album der Woche: Mina Richman "Different Flavours of Being Happy"
Back for Good? Vom Verschwinden und Zurückkehren im Pop (2/5)
Von Laura Aha
"Lost In Another World" - das neue Album von Produzent James Ellis Ford
Von Dirk Schneider11:30 Uhr Musiktipps11:40 Uhr Chor der WocheLemgo Voices
Von Nicolas Hansen -
12:00 Uhr
Nachrichten
-
12:05 Uhr
Studio 9 - Der Tag mit ...
Valerie Höhne, Journalistin
Moderation: Nicole Dittmer -
13:00 Uhr
Nachrichten
-
13:05 Uhr
Länderreport
Moderation: Doris Simon
Erster muslimischer Friedhof - Baubeginn in Wuppertal
Von Jonas Panning
Für Dezember: Sozialwohnungen - Kinderreiche Familien in Bremen sollen profitier
Von Mirjam Steger -
14:00 Uhr
Nachrichten
-
14:05 Uhr
Kompressor
Das Popkulturmagazin
Moderation. Gesa Ufer14:30 Uhr Kulturnachrichten -
15:00 Uhr
Nachrichten
-
15:05 Uhr
Tonart
Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Martin Böttcher
Keb Mo - neues Album
Von Martin Risel
Back for Good? Vom Verschwinden und Zurückkehren im Pop (2/5)
Von Laura Aha
"Lost In Another World" - das neue Album von Produzent James Ellis Ford
Von Dirk Schneider15:30 Uhr Musiktipps15:40 Uhr Live SessionRon Sexsmith
16:00 UhrNachrichten16:30 Uhr Kulturnachrichten -
17:00 Uhr
Nachrichten
-
17:05 Uhr
Studio 9
Kultur und Politik am Abend
Moderation: Axel Rahmlow17:30 Uhr Kulturnachrichten18:00 UhrNachrichten -
18:30 Uhr
Weltzeit
Moderation: Andre Zantow
Islands 4-Tage-Woche
Höhere Zufriedenheit und Produktivität
Von Jessica Sturmberg2015 bis 2019 wurde im öffentlichen Dienst in Island die 4-Tage-Woche ohne Lohnkürzungen getestet. Nach positiven Rückmeldungen schlossen Gewerkschaften ab 2021 neue Tarifverträge ab, die Arbeitnehmerinnen das Recht geben auf eine Arbeitszeit von 35 Stunden an vier Arbeitstagen bei vollem Lohn. Das nutzen inzwischen bis zu 90 Prozent der Arbeitnehmer. Diesem Modell bescheinigen Studien eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei ähnlicher oder sogar höhrer Produktivität. Islands Wirtschaftswachstum liegt in diesem Jahr vorraussichtlich bei 1,9 Prozent. Gleichzeitig laufen im Land Diskussionen, ob Island wieder EU-Beitrittsverhandlungen führen sollte. Am 29. August gibt es ein Referendum.
-
19:00 Uhr
Nachrichten
-
19:05 Uhr
Zeitfragen
Wirtschaft und Umwelt - Magazin
Moderation: Yana Adu -
19:30 Uhr
Zeitfragen. Feature
Ein Jahr Digitalministerium
Probleme erkannt, aber nicht gebannt
Von Marie Zinkann und Johannes ZuberMit der neuen schwarz-roten Regierung wollte Bundeskanzler Friedrich Merz vor allem in der Wirtschaftspolitik Akzente setzen. Ein zentraler Baustein ist das neue Digitalministerium. Erstmals hat Deutschland mit Karsten Wildberger seit Mai 2025 einen Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung. Zu seinen wichtigsten Aufgabenbereichen gehört die Modernisierung der digitalen Infrastruktur, denn noch immer haben viele Regionen in Deutschland kein schnelles Internet. Außerdem die Verwaltungsdigitalisierung: Im Gegensatz zu Ländern wie Estland oder Dänemark sind Verwaltungsdienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger oft noch personalintensiv und mit Papier verbunden. Das kostet Geld und Zeit. Großer Handlungsbedarf herrscht auch beim Stichwort digitale Souveränität, weil Deutschland nicht nur bei Software und Cloud-Speichern oft von den USA abhängig ist. Aber einige Open-Source-Projekte sind bereits angestoßen. Doch was hat das neue Ministerium bisher wirklich gebracht?
-
20:00 Uhr
Konzert
Sommerliche Musiktage Hitzacker
Konzertsaal VERDO
Aufzeichnung vom 29.07.2026
Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate D-Dur KV 448
György Kurtág
Ausschnitte aus "Játékok":
"Blumen die Menschen… "
"Einige flüchtige Gedanken über den Alberti Bass"
"Hommage à Jeney (Rufnummern unserer Liebsten 1)"
"Eine Blume für Márta"
Hans Werner Henze
Divertimenti
Joseph Haydn
Divertimento "Il maestro e lo scolare"
Maurice Ravel
Menuet sur le nom d’Haydn
Claude Debussy
Hommage à Haydn
Maurice Ravel
Rapsodie espagnole
GrauSchumacher Piano Duo:
Andreas Grau, Klavier
Götz Schumacher, Klavier -
22:00 Uhr
Nachrichten
-
22:05 Uhr
Feature
Geschlecht - Braucht Mensch das? (1+2/4)
Von Teresa Schomburg
Regie: Hanna Steger
Deutschlandfunk 2023
(Wdh. v. 14.08.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)
Der Entschluss (1/4)
Die deutsche Gegenwart ist binär. Zumindest in Sachen Geschlecht: Männer hier, Frauen dort. Die Autorin fühlt sich damit unwohl. Sie will nicht länger in die Kategorie "Frau" gepresst werden. Aber da rauszukommen, ist schwerer als gedacht.
Einsortiert (2/4)
Schon vor der Geburt scheinen die Weichen gestellt: Penis oder Vulva, blau oder rosa, rational oder emotional. Genitalien sollen darüber entscheiden, wer wir sind. Ist das sinnvoll? Eine Gynäkologin und ein Historiker geben Antworten.Teil 1
Rat holt sich Teresa Schomburg bei der nicht binären Person Ravna Siever, die sich auch beruflich mit Geschlechterstereotypen beschäftigt. Zusammen treffen sie Eltern, die ihr Kind vor gesellschaftlichen Zuschreibungen schützen wollen, und die Autorin fasst einen Entschluss: Sie möchte die offizielle Kategorie „Frau“ loswerden.
Teil 2
Für die Ärztin Ute Riegelsberger ist es Teil ihrer Arbeit, das Geschlecht von Ungeborenen zu bestimmen. Ist für sie immer alles klar? Und: Wer Kinder bekommt, ist eine Frau, oder? Ravna Siever meint: Nicht unbedingt. Ravna hat Kinder geboren und ist doch keine Frau. Und der Historiker Martin Lücke weiß: Das Bild, das wir heute von Männern und Frauen haben, ist nicht einmal 200 Jahre alt.
Teresa Schomburg ist 1975 in Hamburg geboren. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Musikwissenschaften in Rostock, Glasgow und Berlin. Seit 2004 arbeitet sie als freie Autorin in Berlin u.a. für die Berliner Stadtmagazine zitty und tip, rbb, Deutschlandfunk, WDR und SWR. 2022 gewann sie den Juliane-Barthel-Preis für das Feature „There Will Be Blood“. -
23:00 Uhr
Nachrichten
-
23:05 Uhr
Fazit
Kultur vom Tage
Moderation: André Mumot23:30 Uhr Kulturnachrichten23:50 Uhr KulturpresseschauVon Arno Orzessek
