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Samstag, 24.01.2026

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    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    „Unter seinem Hut ist Utopia“
    Eine Lange Nacht über Joseph Beuys
    Von Berit Hempel
    Regie: Burkhard Reinartz
    (Wdh.v. 08./09.05.2021)

    Schamane, Scharlatan, Vordenker? Der Zeichner, Bildhauer und Aktionskünstler Joseph Beuys erklärte einem toten Hasen Bilder, teilte sich mit einem Kojoten mehrere Tage einen Galerieraum, arbeitete mit ungewöhnlichen Materialien wie Fett, Filz und Honig. Mit wenigen Zeichenstrichen und einzelnen Wörtern öffnete er neue Gedankenräume. Beuys sah den Menschen in seiner Gesamtheit als Künstler und wollte das politische System und die Gesellschaft verändern. Durch seinen allumfassenden Ansatz veränderte er die Kunst. Joseph Beuys, am 12. Mai 1921 geboren, gilt als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts mit seinem erweiterten Kunstbegriff und der Theorie der „sozialen Plastik“. Dabei polarisierte der Mann mit Hut und Weste wie kaum ein anderer, wurde verehrt und war umstritten. Sein Credo „jeder Mensch ist ein Künstler“ verstanden viele Menschen falsch. Als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie öffnete er seine Klasse für alle Studienbewerber, als Aktionskünstler bezog er Schläge, als Zeichner von Hirschen schuf er einen Kosmos, der tief in die Evolution reicht. Mit der Pflanzung von 7000 Eichen forderte der Mitbegründer der Grünen 1982 auf der documenta 7 „Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“. „Unter seinem Hut steckt Utopia“ - mit diesen Worten wurde Beuys 1986 der Wilhelm-Lehmbruck-Preis überreicht. Wenige Tage später, am 23. Januar, starb der Künstler in seinem Düsseldorfer Atelier, vor 40 Jahren. Die Lange Nacht versucht dieses Utopia zu ergründen, mit den Worten des Künstlers und in Interviews mit Wegbereitern, Weggefährten und Kunstbewahrern. Sie zeichnet den Lebensweg eines Menschen, der künstlerische Grenzen überschritt und an die Fähigkeit des Menschen glaubte: „Die Welt ist voller Rätsel und Aufgabenstellung, voller Rätsel. Für diese Rätsel ist aber der Mensch die Lösung.“

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
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  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    Pierre Boulez Saal
    Aufzeichnung vom 24.10.2025

    Ein Festival für Emilie Mayer

    Emilie Mayer
    Ouvertüre d-Moll
    Sinfonie Nr. 1 c-Moll
    Ouvertüre C-Dur
    Sinfonie Nr. 2 e-Moll

    Akademie für Alte Musik Berlin
    Leitung: Bernhard Forck
    (Wdg. v. 07.01.2026)

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Ich war glücklich, ich habe gelebt"
    Das schwierige Schreiben der DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann
    Von Angelika Grunenberg
    Deutschlandfunk 1996
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    "Wir waren alle ein wenig verliebt in sie" - sagen Zeitgenossen über Brigitte Reimann. Sie war eine lebhafte, auffällige Erscheinung, beseelt von großer Anteilnahme an allem, was sie umgab. 1933 geboren und früh gestorben wurde sie schon zu Lebzeiten zur Legende, die bis heute fasziniert. Warum?

    Brigitte Reimann ist zu ihren Lebzeiten eine der schillerndsten Schriftstellerinnen der DDR. 1933 geboren in Burg bei Magdeburg, lebt sie später in Hoyerswerda und Neubrandenburg. Als sie 1973 mit nur 39 Jahren an Krebs stirbt, hat sie einige wichtige Romane geschrieben, in deren Mittelpunkt oft Frauen und deren Drang nach Emanzipation stehen. Ihr bekanntester Roman "Franziska Linkerhand" bleibt leider unvollendet. Die erstaunlich moderne und kompromisslose Frau glaubt an die sozialistische Utopie, was sie nicht daran hindert, Kritik am politischen System der DDR zu üben.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Pfarrerin Kathrin Oxen, Berlin
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Unsere Ernährung: regional - international?

    Moderation: Vladimir Balzer

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Christian Rabhansl

    Mächtig reich: Wenn Milliardäre Politik machen

    Buchkritik:
    "Reichensteuer. Aber richtig!" von Gabriel Zucman
    Rezensiert von Nils Schniederjann

    Buchkritik:
    "Opernball. Zu Besuch bei der Hautevolee" von Stefanie Sargnagel
    Rezensiert von Andrea Gerk

    Interview:
    Jannis Brühl: „Disruption. Die Ideologie der Tech-Oligarchen und das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen"
    Gespräch mit dem Autor

    Buchkritik:
    "Kapitalismus. Geschichte einer Weltrevolution" von Sven Beckert
    Rezensiert von Martin Hubert

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Anne Rabe, Autorin
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Marcus Richter

    Superwahljahr: Welche Regeln gelten für politische Werbung im Internet?
    Gespräch mit Aida Baghernejad

    Klick-Farmen: Was Streaming-Betrug für den Musikmarkt bedeutet
    Gespräch mit Hagen Terschüren

    Streams, Views, Engagement: Wie glaubwürdig sind Kennzahlen für Erfolg im Netz?
    Gespräch mit Amelie Duckwitz

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Susanne Burkhardt

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Live vom 47. Filmfestival Max Ophüls Preis, Saarbrücken
    Moderation: Patrick Wellinski

    Einsamkeit, Begehren, Belarus: Wie "White Snail" Zärtlichkeit neu denkt
    Gespräch mit Elsa Kremser

    Marcel Ophüls und das Gewissen des Kinos: "Memory of Justice“ neu gesehen
    Von Jana Bohlmann

    Zwischen Aufbruch und Sparzwang: Svenja Böttger über zehn Jahre Festivalarbeit

    "Noah“: Regisseur Ali Tamim über Würde, Polizeigewalt und filmische Haltung
    Gespräch mit Ali Tamim

    Berlin, Wendepunkt, Explosion: Warum "Gropiusstadt - Supernova“ elektrisiert
    Gespräch mit Ben Volt

    Zwischen Damaskus und deutschem Kino: Die Geschichten des Husam Chadat

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    "Wer bis zum Ende bleibt" - Gaza
    Erfahrungsberichte aus dem Krieg im Gazastreifen
    Von Dörte Fiedler und Gianmarco Bresadola
    Regie: die Autoren
    Mit: Veronika Bachfischer, Pegah Ferydoni, Jenny König, Laurenz Laufenberg, Patrick Wengenroth
    Ton: Jean Szymczak
    Übersetzung aus dem Arabischen: Amal Khayal und Salam Said
    SWR/Deutschlandfunk 2025
    Länge: 54’30
    (Ursendung)

    In diesem Feature wird die humanitäre Lage in Gaza aus Sicht derer beschrieben, die versuchen, medizinisch, psychologisch und mit Lebensmitteln zu helfen. Ihre Erfahrungsberichte zeichnen ein düsteres Bild.

    Über zwei Millionen Palästinenser versuchen seit 2023, einen erbarmungslosen Krieg und dessen Folgen zu überleben. Die Auswirkungen der Bombardements, der Vertreibung, der Blockade von Hilfslieferungen erleben aber nicht nur sie. Auch UN-Mitarbeiter*innen, Pflegepersonal, Mediziner*innen und andere Mitarbeiter*innen von NGOs sind davon betroffen. Jeden Tag müssen sie neue Prozeduren ersinnen, um den Mangel an lebensnotwendigen Materialien auszugleichen. Welche Prozeduren sind das? Was erleben sie? Was sehen sie? Das Feature von Dörte Fiedler und Gianmarco Bresadola gibt den Erfahrungsberichten der Zeug*innen Raum, es dokumentiert einige aus der Not geborene Verfahren und sammelt Beobachtungen aus der Zeit vor dem Waffenstillstand. Offiziell ist der Krieg vorbei, dennoch bleibt die Lage in Gaza unvorstellbar dramatisch.

    Danksagung von Dörte Fiedler und Gianmarco Bresadola:
    Unser ganz besonderer Dank geht an
    das Team von Emercency
    Claudia Aggrestino, Rafaela Baiocchi, Andrea Bona, Eleonora Colpo und Alessandro Migliorati
    das Team von CISS Cooperazione internazionale Sud sud
    Amal Khayal, Mohammed Abeed, Gabriel Illescas Alvarez, Muneer Elbaz, Hanin al Omar und Valentina Venditti
    das Eduard Said Konservatorium Gaza
    Achmad Abu Amsha und Manal Awwad
    das Team von CADUS
    Amar Mardini und Jonas Grünwald
    das Team von Ärzte ohne Grenzen
    Katrin Glatz-Brubakk, Katja Storck, Merle Tilk und Holger Vieth
    an Ibrahim al-Ashi, Diana Nazzal und Feroze Sidwah
    an Erik Fosse von NORWAC
    an Rosalia Bollen von UNICEF
    an Luke Irving von UNMAS
    das Team von UNOSAT
    Samir Belabbes, Manuel Fiol und Vanessa Guglielmi
    an Jamon Van Den Hoek und He Yin von der Decentralized Damage Mapping Groupund an Hani Almadhoun von Gaza Soup Kitchen

    Dörte Fiedler, 1979 in Leipzig geboren, arbeitet als freie Hörfunkautorin und -regisseurin für verschiedene Sender. Sie lebt in Berlin.

    Gianmarco Bresadola arbeitet als Fotograf unter anderem für zahlreiche Tanz-, Theater- und Opernproduktionen, unter anderem die Schaubühne Berlin.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Metropolitan Opera, New York
    Aufzeichnung vom 17.01.2026

    Georges Bizet
    "Carmen", Opéra comique in vier Akten
    Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée

    Carmen - Aigul Akhmetshina, Mezzosopran
    Micaëla - Janai Brugger, Sopran
    Don José - Michael Fabiano, Tenor
    Escamillo - Christian Van Horn, Bassbariton
    Frasquita - Susanne Burgess, Sopran
    Mercédès - Briana Hunter, Mezzosopran
    Chor und Orchester der Metropolitan Opera
    Leitung: Pier Giorgio Morandi

  • Zygmunt Noskowski (1846 - 1909)

    Sinfonie Nr. 3 "Von Frühling zu Frühling"
    "Die Steppe" - Sinfonisches Poem

    Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
    Leitung: Antoni Wit

    Capriccio / Deutschlandfunk Kultur 2025

    Zu Lebzeiten verehrt, heute fast vergessen: Zygmunt Noskowski. Wenige prägten das polnische Musikleben der Spätromantik wie er, Noskowski gründete u.a. die Warschauer Philharmonie und brachte polnische Klänge in große Sinfonien und Tondichtungen.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Gabi Wuttke

    Volker Lösch inszeniert in Dresden Voltaires "Candide oder der Optimismus"
    Gespräch mit Georg Kasch

    Nurkan Erpulat inszeniert am Gorki Berlin Katerina Poladjans "Zukunftsmusik"
    Gespräch mit Barbara Behrendt

    Verrückte Ausgrabung: Uraufführung der Oper "Chronoplan" von Julia Kerr in Mainz
    Gespräch mit Jörn Florian Fuchs

    Buchkritik:
    "Opernball. Zu Besuch bei der Hautevolee" von Stefanie Sargnagel
    Rezensiert von Andrea Gerk