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Sonntag, 11.01.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    Ein sorbischer Avantgardist
    Auf den Spuren des Komponisten Juro Mětšk
    Von Jens Schubbe
    (Wdh. v. 06.01.2026)

    2022 starb der sorbische Komponist Juro Mětšk. In Foren der zeitgenössischen Musik bekam und bekommt man seine Musik nur selten zu hören. Zu Unrecht.

    Juro Mětšk ist das, was man einen Geheimtipp nennt. Seit er Mitte der 1970er Jahre als Komponist an die Öffentlichkeit trat, ist er - unbeirrt von den Moden des Tages - seinen Weg gegangen. Orientierung fand er vor allem bei Arnold Schönberg und Anton Webern, sicher auch bei seinem Lehrer Reiner Bredemeyer. Expressive Gestik und Konstruktion sind in seiner Musik perfekt ausbalanciert. Sein OEuvre ist nicht übermäßig groß aber von höchster Qualität und Originalität. Grund genug, diesem Komponisten ein Portrait zu widmen und seine Musik im historischen Kontext zu beleuchten.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Macht des Stärkeren - Wie behauptet sich Europa gegen Trump?

    Es diskutieren: 
    - Claudia Zilla, Lateinamerika-Expertin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
    - Ulrike Herrmann, Wirtschaftsredakteurin der "taz"
    - Thomas Silberhorn, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss

    Moderation: Axel Rahmlow
    (Wdh. vom 09.01.2026)

    Nach dem Sturz des venezolanischen Präsidenten hält Europa sich auffallend zurück - aus Sorge vor Trumps Reaktionen. Doch die US-Machtpolitik rückt näher: Auch Grönland gerät ins Visier. Wie kann Europa als Partner der USA seine Interessen wahren?

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: Der Jazzpianist Martin Tingvall
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Mit seinem Trio möchte er für magische Momente sorgen. Welche Musik liebt der zugewandte Jazzmusiker?

    1974 in Tomelilla, einem kleinen Dorf in Südschweden, geboren, ging Martin Tingvall anfangs zu einem Freund, um Klavier spielen zu können. In seiner Heimat gründete er auch seine erste Band. Später hat er Jazzklavier, Komposition und Improvisation in Malmö studiert. Später in Hamburg war er zunächst Mitglied der Bands von Inga Rumpf und Udo Lindenberg. Seit 2003 schreibt er die eigenen Stücke für sein Tingvall Trio mit dem Bassisten Omar Rodriguez Calvo und dem Schlagzeuger Jürgen Spiegel. Das aktuelle Album „Pax“ ist ein Statement. In Klassik-Pop-et cetera erzählt der Pianist, warum Prince ein Teil seines Lebens ist und warum Jazz genauso viel Energie versprühen kann wie Rockmusik.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Carsten Rochow

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Gemeinde der Berliner Moschee Ahmadiyya Lahore

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Der Orgel-Rebell aus dem Osten
    Wie Nico Wieditz die Kirchen füllt
    Von Uwe Birnstein, Garbsen
    Evangelische Kirche

  • Was bedeutet Inklusion?
    Von Philip Wegmann
    Moderation: Tim Wiese

    Jedes Kind soll gleichberechtigt und selbstbestimmt leben können - Kinder mit Behinderungen stoßen aber leider oft noch auf Barrieren, wo das nicht funktioniert. Alle in der Gesellschaft müssen dafür sorgen, dass diese Barrieren abgebaut werden, so dass alle mitmachen können: Inklusion nennt man das. Um genau zu verstehen, was sich hinter dem Begriff Inklusion verbirgt, hat unser Kakadu viele Kinder in einem inklusiven Jugendhaus besucht: Was klappt gut, wo gibt es noch Probleme? Kinder mit und ohne Behinderungen zeigen uns, was sie und andere dafür tun, damit eben jedes Kind immer und überall dabei sein kann.

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Commander Jannis
    Von Thilo Reffert
    Ab 7 Jahre
    Regie: Beatrix Ackers
    Komposition: Michael Rodach
    Mit: Lyonel Holländer, Cathlen Gawlich, Boris Aljinovic, Marek Harloff, Britta Steffenhagen, Jens Wawrczeck, Hugo Kempter, Jak Rollhäuser, Victor Rühl, Christin König
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011
    Länge: 52'21
    Moderation: Tim Wiese

    Commander Jannis und sein Meerschweinchen George retten die Welt.

    Commander Jannis fliegt jeden Morgen mit seinem Fahrrad zur Schule. Doch dort läuft es schlecht, Jannis soll eine Klasse zurückversetzt werden. Das ist kein Weltuntergang, meinen seine Eltern, aber was wissen die schon! Als eine Projektwoche zum Thema Mensch und Umwelt beginnt, vergisst Jannis seine Probleme, denn jetzt kann er - Commander Jannis - die ganze Welt vor einer ökologischen Katastrophe retten. Den Anfang macht er bei seiner eigenen Familie, die er mitten im Winter zu einem Leben ohne Strom verdonnert. Dabei hilft ihm sein Meerschweinchen George, das in Wahrheit ein Alien ist und Jannis die Sache mit dem ökologischen Fußabdruck erklärt: „Ich mache kleine Fußabdrücke, du große. Ich bin ökologisch, du nicht.“ Was anfangs ein Spaß war, wird rasch zu einem Abenteuer, an dessen Ende die Welt - vorläufig - nicht untergeht und Jannis in seiner Klasse bleiben darf.

    Thilo Reffert, geboren 1970 in Magdeburg, arbeitete als Lehrer und an verschiedenen Theatern als Dramaturg und Theaterpädagoge, lebt heute als freischaffender Autor am Stadtrand von Berlin, schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa für Kinder und Erwachsene. "Commander Jannis" wurde mit dem Kinderhörspielpreis des MDR-Rundfunkrates 2012 ausgezeichnet.

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Tim Wiese
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    Theater & Demenz
    „Mit Text, das kann man natürlich vergessen“
    Moderation: Sonja Koppitz

    Die Regisseurin Christine Vogt arbeitet mit Menschen, die sich nicht mehr merken können, wie sie heißt. “Ist auch egal”, findet sie. Als Künstlerin interessiert sie sich für das “Sein zwischen Präsenz und Abwesenheit”. Ihr geht es ums Spiel mit Erinnerungen und echten Gefühlen.

    Adoptionserfahrung
    „Ich war ein Alien“
    Sonja Koppitz im Gespräch mit Sandra Löhr

    Karin wird als Kind in den 1970er Jahren adoptiert. Über ihre leiblichen Eltern weiß sie nichts. Erst als sie selbst Mutter wird, macht sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln - und ihrer eigenen Identität.
    (WDH vom 29.09.2024)

    11:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Vera Linß

  • Fußball-Liga der Übergewichtigen
    Wo jedes Pfund willkommen ist
    Von Tom Noga

    Die Vereine heißen Heavy Kickers, Schwere Schwerter oder Rhinos Rüttenscheid. Wer hier mitspielen will, muss einen Body-Mass-Index von mindestens 31 mitbringen, also übergewichtig sein. Sie treten in der 1. ÜFL gegeneinander an - der ersten Übergewichtigen-Fußball-Liga Deutschlands. Da es für viele Spielerinnen und Spieler schwierig war, in regulären Mannschaften mit Normalgewichtigen mitzuhalten, haben sie in Nordrhein-Westfalen eigene Clubs gegründet. Es ist eine Liga, in der man eigentlich nur gewinnen kann.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Catherine Newmark

    Soziologe Hartmut Rosa: Über den schwindenden Spielraum
    Gespräch mit Prof. Dr. Hartmut Rosa

    Brandanschlag der "Vulkangruppen" in Berlin: Reaktionäre Technikkritik?
    Von Nils Schiederjann

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Anne Françoise Weber

    Wetter

    Kältehilfe trotz Brandanschlag: Die Busse der Berliner Stadtmission im Einsatz
    Von Dieter Wulf

    Sonnengott, Regenmeister und Blitzmutter: Wie religiöse Objekte Wetterphänomene deuten
    Von Christian Röther

    Regen als Zeichen für Gottes Zorn
    Konrad Klek, Professor für Kirchenmusik, erklärt, wie Paul Gerhardts Liedtexte mit seiner Theologie und seinem Leben verflochten sind.

    Dem Menschen nicht untertan
    Eine Glosse übers Wetter von Ingrid Wenzel

    Wetterhähne: Windanzeiger und Weckrufer
    Von Simon Schomäcker

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Rausch ohne Rückkehr
    Die "Symphonie fantastique" von Hector Berlioz
    Gast: Michael Stegemann, Musikwissenschaftler
    Moderation: Olaf Wilhelmer

    Natur und Liebe, Traum und Rausch: Dieses Werk bietet hemmungslose Selbstdarstellung ebenso wie hehre Sinfonik, es ist ein Gründungsdokument der musikalischen Romantik.

    Hector Berlioz hat seine "Symphonie fantastique" mit vollem Recht so genannt: Sie ist ein fantastisches Werk und prägte nach ihrer Uraufführung im Epochenjahr der französischen Romantik, 1830, ein ganzes Zeitalter. Und auch heute noch löst sie in Konzertsälen Jubelstürme aus - überdies sorgen regelmäßig neue Aufnahmen für Diskussionsstoff, zuletzt die Einspielung des Orchestre de Paris unter der Leitung von Klaus Mäkelä. Die musikalische Erzählung dieser unkonventionellen Sinfonie pendelt zwischen Traum und Wirklichkeit und macht in einem finalen Drogentrip vergessen, dass Berlioz in einer späteren Komposition auch das Erwachen am "Tag danach" gestaltet hat. Allerdings sind Rausch und Sünde ja auch attraktiver als Reue und Sühne.

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Vera Linß

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    Auf Österreichs Ski-Pisten - Braucht es einen anderen Umgang mit Alkohol?
    Von David Freches

    Schalke 0 Bier - Im Fußballstadion ohne Alkohol
    Von Ronny Blaschke

    Fanartikel aus dem Untergrund - Ultras trotzen der Merchandise-Industrie
    Von Daniel Theweleit

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
    18:05 Uhr   Nachspiel. Feature

    Die "Golden underDogs"
    Ein Bobteam aus Nigeria auf Olympiakurs
    Von Thomas Wheeler

    Anfang bis Mitte der 2000er war Sandra Kiriasis erfolgreiche deutsche Bobpilotin. Olympiasiegerin, mehrfache Welt- und Europameisterin. Nach ihrer aktiven Karriere trainierte die gebürtige Dresdnerin das Frauen-Bob-Team von Jamaika und führte die Mannschaft zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang. Im vergangenen Jahr hatte Sandra Kiriasis die Idee zum Projekt „Golden underDogs“. Gemeinsam mit einem Team aus Mechanikern und Physiotherapeuten möchte sie Sportlerinnen und Sportlern aus Bobsport-Entwicklungsnationen unterstützen, sich ihren Traum von Olympia zu erfüllen. Aktuell betreut sie zwei Athletinnen aus Nigeria, die zu den Olympischen Winterspielen im Februar nach Milano Cortina wollen. Außerdem will sie deutsche Talente fördern und ihnen die Chance geben sich weiterzuentwickeln auf dem Weg vom Junior- zum Profisportler.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Der Gebrauch des Menschen (1/2)
    Nach dem Roman von Aleksandar Tišma
    Übersetzung aus dem Serbischen: Barbara Antkowiak
    Bearbeitung und Regie: Stefan Kanis
    Mit: Jördis Trauer, Oscar Hoppe, Birte Schnöink, Werner Wölbern, Franz Hartwig, André Kaczmarcyk, Alexander Khuon und Max Hegewald
    Komposition: Tommy Neuwirth, Mario Weise
    Bearbeitung (Musik): Michael Hinze
    Ton und Technik: André Lüer, Christian Grund
    MDR / NDR 2025
    Länge: 75'37
    Teil 2 am 18.01.2026, 18.30 Uhr

    Aleksandar Tišmas Roman beschreibt die Verheerungen des Nationalsozialismus im multiethnischen Novi Sad. Die junge Vera Kroner wird seit dem Einmarsch der Wehrmacht verfolgt und schließlich nach Auschwitz deportiert.

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Herkulessaal München
    Aufzeichnung vom 19.12.2025

    Maurice Ravel
    "Le Tombeau de Couperin"

    Anders Hillborg
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 ("The Max Concerto")

    Hector Berlioz
    "Symphonie fantastique. Épisode de la vie d’un artiste" op. 14 a

    Emanuel Ax, Klavier
    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
    Leitung: Esa-Pekka Salonen

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Wörtlich betäubt
    Wenn die Literatur zum Zahnarzt geht
    Von Florian Felix Weyh
    (Wdh. v. 16.07.2023)

    Damit Sie morgen wieder kräftig zubeißen können! Der Zahnarztroman und die Schmerzen der Lektüre.

    Der zurückgefahrene Stuhl, das schrille Bohrersirren, die einseitige Kommunikation - als Patient gerät man beim Zahnarzt in eine erschreckend schiefe Lage. Zahnarztepisoden prägen wie Schulerfahrungen, sind allerdings in der Regel weniger erheiternd. Kaum einer kommt drum herum. Meist ist der Termin beim Zahnarzt mit Schmerz, Angst, Ekel, Übelkeit verbunden - doch kann er auch als Zielfläche für erotische Projektionen dienen. Die Literatur hat diesen Topos immer wieder in Romanen aufgegriffen, von Grass‘ „Örtlich betäubt“ über Christoph Peters‘ „Stadt, Land, Fluss“ bis zu Corinna T. Sievers „Vor der Flut“. Die Lektüre beschert oft ein immersives Lese­erlebnis: Schon die Schilderung einer ja fiktiven Zahnbehandlung kann reale Schmerzen hervorrufen. Ist also der Zahnarztroman nichts für sensible Naturen? Und: Wer sind diese Figuren, die in weißen Kitteln anderen Qualen zufügen?

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    Opernuraufführung in der Berliner Staatsoper: Pintschers "Das kalte Herz"
    Gespräch mit Jörn Florian Fuchs