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Samstag, 12.07.2014

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Tanz schneller, Genosse, und vergiss das Weinen nicht!
    Die Lange Nacht der sowjetischen Popmusik
    Von Uli Hufen
    (Wdh. v. 15./16.02.2012)

    Ob man’s glaubt oder nicht - in der Sowjetunion war es nicht verboten, sich zu amüsieren. Sicher - der Kommunismus musste aufgebaut werden, und das war hart genug. Doch spätestens seit den 50er-Jahren hatte die Partei begriffen, dass etwas Ablenkung und Unterhaltung nicht schaden konnten. Es gab Restaurants, es gab Bars, es gab Konzerte. Die Menschen hörten Radio, schauten Fernsehen und kauften Schallplatten. Sie kleideten sich modisch, sie gingen tanzen und sie verehrten ihre Stars. Diese trugen klangvolle Namen wie Iosif Kobson, Edita Pecha, Valeri Meladse, Anna German oder Alla Pugatschowa und sie verkauften Hunderte Millionen Schallplatten zwischen Brest und Wladiwostock, Murmansk und Taschkent. Sprachbarriere und Kalter Krieg sorgten in unheiliger Allianz dafür, dass von all dem im Westen wenig ankam. Auch in der DDR waren die Stars schlecht gelitten. Doch damit soll nun Schluss sein! Uli Hufen spielt drei Stunden lang Liebeslieder, Balladen und Tanzmusik aus dem real existierenden Sozialismus und erzählt die Geschichte des sowjetischen Pop: von den Aufbau- und Marschliedern der Stalinjahre zu den barocken Tränendrückern der zerfallenden, späten Sowjetunion.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20 Jahre Deutschlandradio
    HörenSagen im Gespräch
    Geräuschmacher Joo Fürst
    Vorgestellt von Margarete Wohlan

    Das hatte Moderator Herbert A. Gornik bisher noch nicht erlebt: Sein Studiogast ritt am 10. Januar 1995 auf einem Pferd ins Studio, mit einem Metallkoffer in der Hand. Der Inhalt war höchst zweifelhaft: eine Gabel, ein Gummihandschuh, ein Locher und eine Schreckschusspistole. Joo Fürst hieß der Gast, von Beruf Geräuschmacher - und die Hörbeispiele seines Könnens klingen wirklich vielversprechend: ein bremsender Zug, der mit einer Gabel imitiert wird. Oder Feuergeräusche durch ein Tonband hergestellt, und Stille, die hörbar gemacht wird. Auch den Klang der Filme wie „Stalingrad“, „Schlafes Bruder“ und „Keiner liebt mich“ hat Joo Fürst erschaffen. „ Jedes Ding hat ein individuelles Geräusch“, findet Joo Fürst und überzeugt davon mindestens den Moderator der Sendung.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen

    06:23 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrer i.R. Rainer Stuhlmann
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar der Woche

    Eskalation in Nahost
    Von Shelly Kupferberg

    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    FIFA - Die dunkle Seite des WM?
    Gespräch mit Klaus Blume, freier Sportjournalist, Experte beim Thema FIFA und DFB

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    "Kunst. Schule. Leipzig." - "Herz, Reiz und Gefühl"
    Von Barbara Wiegand

    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    George Saunders: Zehnter Dezember, Stories, aus dem amerikanischen Englisch von Frank Heibert , Luchterhand Verlag, München
    Rezensiert von Gabriele von Arnim

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörern
    0 08 00.22 54 22 54
    gespraech@deutschlandradiokultur.de

    Der Hörertalk zur Programmreform mit Andreas-Peter Weber, Programmdirektor des Deutschlandradios

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    u.a.
    Uwe-Karsten Heye: Die Benjamins. Eine deutsche Familie, Aufbau Verlag, Berlin 2014
    Rezensiert von Susanne Schädlich

    Studiogespräch mit Silke Kettelhake, Autorin von "Sonja: negativ-dekadent"

    Peter Bohley "Erlebte DDR-Geschichte" Zeitzeugen berichten, Ch. Links Verlag Berlin, 2014
    Rezensiert von Holger Heimann

    Andreas Franke/ Detlev Steinberg: Wünsdorf. Eine russische Stadt in der DDR -20 Jahre nach dem Abzug der Sowjetarmee
    Mit einem Nachwort von Dr. Helmut Domke in Deutsch/Russisch, Mitteldeutscher Verlag, 2014
    Rezensiert von Heike Tauch

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  

  • Der Wochenrückblick
    Glosse: Klaus Pokatzky
    Studiogast: Günter Bannas

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    u.a.
    "Conversion": Ein Theaterprojekt in Heidelberg zum Abzug des US-Militärs
    Gespräch mit dem Projektleiter Felix Christian-Meyer

    Überall Neustarts: Eine kritische Bilanz der Neu-Intendanzen
    Von Michael Laages

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    u.a.
    Mistaken For Strangers: Das Konservative der Popmusik
    Gespräch mit Tom Berninger

    Vorgespult: "Wie der Wind sich hebt"; "Schmetterlingsjäger"; "Wir sind die Neuen"
    Gespräch mit Susanne Burg

    Heimkino: The Samaritans
    Von Christian Berndt

    We were Rebels: Ophüls-Preisträgerin porträtiert Kindersoldaten
    Von Moritz Behrendt

    Film im Netz: Österreichisches Filmmuseum stellt Videoarchiv online
    Gespräch mit Alexander Horwath. Filmmuseum Wien

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Katja Bigalke

    In der Echtzeit beschäftigen wir uns heute mit Dilettanten. Dieser Begriff war ja nicht immer negativ belegt. Im Gegenteil, er bezeichnet im Wortsinne, dass man etwas tut, um sich daran zu erfreuen, also eine rein leidenschaftliche Angelegenheit im Gegensatz zur professionellen. Trotzdem: die negative Konnotation bleibt, als Dilettant gilt, wer nicht beherrscht, was er tut. Wann kam es eigentlich zu dieser Deutungsverschiebung? Was kann der Dilettant vielleicht sogar besser als der Profi? Und müssen wir vielleicht sogar den Begriff der Perfektion neu überdenken? Fragen dazu an die Kunsthistorikerin Christine Heidemann, die über das Dilettieren promoviert hat. Wir betrachten das Phänomen Do-it-yourself mal unter dem dilettantischen Aspekt - wer kann hier eigentlich noch was richtig? Und ist das Selbermachen nicht eigentlich auch ein kultureller Rückschritt? Auch ein Rundgang durch britische Gärten kann Aufschluss über Dilettantismus geben. Eine Hobbyforscherin hat den Schlüssel zur Schneckenplage gefunden. Lob des Dilettantismus!

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    "Ich bin denen auf dem Schlips rumgetreten, die keinen tragen"
    Mit Zivilcourage gegen Rechtsextremismus
    Patrick Dahlemann (SPD), Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern, stellt sich den Fragen von Martin Steinhage und Andre Zantow

    Ein couragierter Auftritt machte einen Nachwuchs-Politiker aus dem beschaulichen Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern über Nacht bundesweit bekannt: Mehrere hunderttausend User haben in einem YouTube-Video gesehen, wie Patrick Dahlemann, 25 Jahre, damals Kreistagsabgeordneter, bei einer NPD-Veranstaltung im vorigen Jahr das Wort ergriff und den Rechtsextremen in einer improvisierten Rede gründlich die Leviten las. Wofür seine Partei, die SPD, ihn kürzlich mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis ausgezeichnet hat.

    Wie viel Mut braucht es, um inmitten von Rechtsextremen Flagge zu zeigen für die Demokratie? Wie stark ist rechtsextremes Gedankengut in der Gesellschaft verbreitet, gerade in den Neuen Bundesländern? Oder ist das gar kein spezifisches Ost-Problem? Und was ist zu tun, um Neo-Nazis Einhalt zu gebieten, im Alltag, aber auch politisch? Ist ein NPD-Verbot sinnvoll? Und wie kann man die sozialen Ursachen für das Abdriften nach rechts gerade vieler junger Menschen bekämpfen?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Kriegsverbrecher im falschen Krieg
    Der Fall Charles Taylor
    Von David Hecht
    Ton und Regie: der Autor
    Mit: Nikolai Frank, Uwe Westphal Stefan Eiche, Anja Schlögel
    Autorenproduktion für den SWR 2013
    Länge: 54’27

    Wie kann ein internationaler Strafgerichtshof Gerechtigkeit schaffen - in den engen Grenzen, die Justiz und Politik vorgeben?

    In Liberia tobte in den 90er-Jahren ein brutaler Bürgerkrieg, für den Charles Taylor als Rebellenführer und später als Präsident mitverantwortlich war. Er wurde verhaftet und vor einen internationalen Gerichtshof gestellt. 50 Jahre Haft lautete 2012 das Urteil für den 65-jährigen Taylor - doch nicht für die Gräueltaten, die in seinem Land verübt wurden, sondern wegen „Beihilfe“ zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit im benachbarten Sierra Leone. Alle Prozessbeteiligten hatten Berufung eingelegt, doch 2013 wurde das Urteil bestätigt. Der Autor dieses Features war der erste Pressesprecher des Sondergerichtshofs für Sierra Leone.

    David Hecht, geboren 1957 in Melbourne/Australien, studierte Politikwissenschaften. Er arbeitete in New York für die UNO und als Korrespondent in Afrika für BBC und US Public Radio. Seit vier Jahren produziert er deutschsprachige Features aus Berlin.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Oper in deutschen Ländern
    Nationaltheater Weimar
    Aufzeichnung vom 29.05.2014

    Ernst Krenek
    "Jonny spielt auf"

    Der Komponist Max - Alexander Günther
    Die Sängerin Anita - Larissa Krokhina
    Der Jazzband-Geiger Jonny - Krister St. Hill
    Der Violinvirtuose Daniello - Bjørn Waag
    Das Stubenmädchen Yvonne - Steffi Lehmann
    Der Manager - Sebastian Campione
    Der Hoteldirektor - Artjom Korotkov
    Ein Bahnangestellter - Detlef Koball
    1. Polizist - Günter Moderegger
    2. Polizist - Chong Ken Kim
    3. Polizist - Oliver Luhn
    Staatskapelle Weimar
    Leitung: Martin Hoff

    Jazzoper als Zeitporträt: Wie kein anderes Werk gilt Ernst Kreneks vierte Oper „Jonny spielt auf“, die 1927 in Leipzig uraufgeführt wurde, als Prototyp der Zeitoper. Sie atmet das Lebensgefühl der 20er-Jahre, den Zweifel, den Umbruch, aber gleichzeitig auch die Faszination für alles Neue, das unaufhaltsame Tempo des Maschinenzeitalters. Alles erscheint in Bewegung, die Zeit steht nie still. Auch auf Kosten der Protagonisten, die erst lernen müssen, sich in ihrer neuen Gegenwart zu orientieren. So der Komponist Max, der wie ein Relikt einer vergangenen Zeit in die Einsamkeit flüchtet. Die Sängerin Anita vermag ihn durch ihre Liebe wieder an das Leben zu binden. Doch das dünne Fundament ihrer Beziehung droht zu brechen, als Anita verspätet von einer Gastspielreise aus Paris zurückkehrt. In Paris, dem europäischen Ort der Freiheit, hat Anita den Geigenvirtuosen Daniello kennen gelernt und eine romantische Nacht mit ihm verbracht. Jonny, der farbige Jazzmusiker der Pariser Hotelband, nutzt diese Gelegenheit, um Daniellos kostbare Amati-Geige zu stehlen. Eine groteske Jagd nach der Geige beginnt, an deren Ende Jonny und sein Jazz triumphieren: Er spielt mit der Amati-Geige auf einer in eine Weltkugel verwandelten Bahnhofsuhr zum Tanz auf - zum Zeichen dafür, dass tatsächlich eine neue Zeit herangebrochen ist.

  • Bach-Bearbeitungen von Ferruccio Busoni
    Holger Groschopp, Klavier
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011

  • 22:30 Uhr

    Lesung

    Ingeborg-Bachmann-Preis 2014
    Lesung des Preisträgertextes von Tex Rubinowitz

    Am vergangenen Sonntag wurde dieser Text bei den 38.Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt ausgezeichnet.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    u.a.
    Der Fussball und der liebe Gott
    Von Jochen Stöckmann

    Chefarzt kritisiert Bühnenverein
    Gespräch mit Christoph Eingartner, Chefarzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

    Damage Control - Art and Destruction since 1950
    Von Carsten Probst

    Youssou N'Dour in Vienne: Senegals Kulturminister, einziges Konzert in Europa
    Gespräch mit der Journalistin Martina Zimmermann

    Kulturpresseschau-Wochenrückblick
    Von Arno Orzessek