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Freitag, 05.05.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Klangkunst

    documenta 14: Every Time A Ear di Soun
    Future Tense
    Von Aslı Çavuşoğlu
    Komposition: İsmail Genç (Havantepe)
    Mit: Karoly Alliotti, Özkan Cangüven, Sinan Okan Çavuş, Aslı Çavuşoğlu und Selin Murat
    Mischung: İsmail Genç (Havantepe) im Circuit Room, Istanbul
    Produktion: documenta 14/Deutschlandfunk Kultur 2017
    Länge: 50'00
    (Ursendung)

    Was bringt die Zukunft der Türkei? Aslı Çavuşoğlu hat eine Reihe von Wahrsagerinnen und Wahrsagern befragt.

    Die Radiosendung beruht auf dem Zeitungsformat Future Tense, einer Auftragsarbeit für das Pinchuk Art Centre.

    Angesichts zunehmender Zensur in der Türkei nimmt die Zahl der Wahrsager und Astrologinnen zu. Diese genießen den Status von Autoritäten. Sie warnen ihre Kunden abhängig von den Positionen der Sterne vor Bomben und sagen das Datum eines Volksaufstands ausgehend von Planetenkonstellationen voraus. Während Populismus, zwischenmenschliche Härte und Diskriminierung nicht nur in der Türkei, sondern in aller Welt ein nie gekanntes Ausmaß erreichen, fragt sich jeder, was als Nächstes passieren wird. Das Projekt "Future Tense" verfremdet unseren gewohnten Informationskonsum, indem es Propaganda, Nachrichten und Wahrsagerei durcheinanderrührt. Wie Freud einmal feststellte, ist Wahrsagerei der Ausdruck des Wunsches, ein persönliches Trauma möge sich auflösen. "Future Tense" beleuchtet die Frage, was genau wir eigentlich glauben wollen.

    Aslı Çavuşoğlu, wurde 1982 in Istanbul geboren. Film- und Fernsehstudium an der Marmara Universität, Istanbul. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, unter anderem im Arabischen Museum für moderne Kunst, Katar, auf der 14. Istanbul Biennale, der Performa Biennale 11, im Witte de With - Center for Contemporary Art in Rotterdam und im MAK Museum in Wien.

    "Every Time A Ear di Soun" ist eine gemeinsame Radiokunst-Ausstellung von documenta 14 und Deutschlandfunk Kultur. Sie zeigt 30 neue Hörstücke von internationalen Künstlerinnen und Künstlern.
    Diese Klänge werden von acht Rundfunksendern auf der ganzen Welt ausgestrahlt - und sie erscheinen im Klangkunstprogramm von Deutschlandfunk Kultur während des documenta-Zeitraums vom 8. April bis 17. September.
    Der Titel der Ausstellung ist einem Song des jamaikanischen Dub-Poeten Mutabaruka entlehnt. Er bedeutet "Immer wenn ich den Klang höre".

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Weltmusik
    Moderation: Olga Hochweis

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Liane von Billerbeck

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:50 Uhr
    Interview

    Werden wir eine Gesellschaft der Angst?
    Gespräch mit Arno Deister, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Neue Krimis

    Die Krimibestenliste für den Monat Mai
    Vorgestellt von Tobias Gohlis

    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Plötzlich Gänsevater" von Michael Quetting
    Von Johannes Kaiser

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Mein Rom ist überall"
    Susanne Führer im Gespräch mit Sabina Magnani von Petersdorff

    Die Kunsthistorikerin Sabina Magnani von Petersdorff ist Römerin mit Leib und Seele: "Rom ist mein Vater- und Mutterland." Als Stipendiatin des DAAD kam sie in den 80er Jahren nach West-Berlin und wollte danach schnell wieder weg, nach Rom, versteht sich. Inzwischen lebt Sabina Magnani von Petersdorff seit 35 Jahren in Berlin, glücklich verheiratet mit einem Deutschen und Mutter von drei Berliner Kindern. Das Grenzüberschreitende wurde ihr schon im Elternhaus vermittelt: Ihre Mutter, die Journalistin Franca Magnani, war jahrelang für die deutschen Fernsehzuschauer Gesicht und Stimme Italiens; ihr Vater, der Politiker Valdo Magnani, war Antistalinist und Eurokommunist, lange bevor seine Partei, die KPI, diesen Kurs einschlug. Sabina Magnani promovierte über August Kopisch, deutscher Schriftsteller und Maler, der 1826 die Blaue Grotte auf Capri entdeckte. Und wenn ihr heute Berliner Schnauze und Berliner Wetter zu sehr zusetzen, dann tröstet sie sich: "Mein Rom ist überall."

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:07 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Carsten Hueck

    Delicious Ella rührt weiter
    Von Jule Eikmann

    Roman eines Lebenssturzes:
    "Ein Mann, der fällt" - und querschnittsgelähmt landet
    Gespräch mit der Autorin Ulrike Edschmid

    Macrons "Revolution"
    Gespräch mit Burkhard Birke

    Straßenkritik: "Persepolis" von Marjane Satrapi

    Ihr Buchhändler empfiehlt:
    Gespräch mit Mike Altwicker,
    Buchhandlung Hansen & Kröger, Wiehl

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:07 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Mascha Drost

    Nightclubbing, Daywalking, Springsteening:
    Mike Hadreas alias Perfume Genius
    Von Difiam Hoffmann

    Das muss man gehört haben - oder auch nicht
    Von Oliver Schwesig

    11:35 Uhr
    Tonart

    Luft sortieren oder auch Musik organisieren?
    Peter Gülkes Dirigenten-Essays
    Von Uwe Friedrich

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Mittag
    Moderation: Anke Schaefer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: André Hatting

    Bürgen für Menschen in Not
    Berliner Paten helfen syrischen Flüchtlingen
    Von Anja Nehls

    Werbung hautnah:
    Firmenlogos auf die Haut tätowiert
    Von Thilo Körting

    Bauliche Eingriffe am Meeresboden -
    Ökologischer Ausgleich nur an Land?
    Von Silke Hasselmann

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:07 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    Moderation: Max Oppel

    Hintern-Trend auf Instagram: Die neue Offenheit?
    Gespräch mit Rainer Langhans

    Thomas Struth - Werkschau in München
    Gespräch mit dem Fotografen

    Stargaze: Rap meets Klassik
    Von Azadê Peşmen

    Analogsynthie-Spielen mit vollem Körpereinsatz - Thomas Lehn im Porträt
    Von Hartwig Vens

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Kakadu

    Die Zigarre fliegt nicht mehr
    Der Absturz des Zeppelins „Hindenburg“ vor 80 Jahren
    Von Niels Kaiser
    Moderation: Tim Wiese

    Sie war die größte Flugmaschine, die jemals gebaut wurde, größer als jeder Jumbo-Jet oder Airbus: die Hindenburg. Wie eine riesige fliegende Zigarre konnte sie völlig lautlos durch die Lüfte gleiten. Die Passagiere saßen in ihr nicht zusammengequetscht wie in einem Flugzeug, sondern dinierten in einem feinen Restaurant und ließen sich nachts in exquisite Betten fallen. Zeppeline überquerten den Atlantik schon im ganz normalen Linienverkehr, lange bevor die ersten Passagierflugzeuge zwischen Europa und Amerika verkehrten. Und wenn nicht alles so fürchterlich schief gegangen wäre, dann würde man vielleicht auch heute noch in gemütlichen Zeppelinen durch die Luft reisen statt in krachmachenden Flugzeugen, die zu allem Überfluss auch noch zum Klimawandel beitragen. Aber als am 6. Mai 1937 die Hindenburg aus ungeklärter Ursache abstürzte, war das Zeppelinzeitalter schlagartig beendet.

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Vivian Perkovic

    Zwischen Eisbären, Iglus und iPads
    The Jerry Cans machen Inuit-Pop aus Nunavut
    Von Martin Risel

    Das muss man gehört haben - oder auch nicht
    Von Oliver Schwesig

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:07 Uhr

    Wortwechsel

    Skandale in der Bundeswehr - Welche Führung braucht die Truppe?

    Es diskutieren:
    Egon Ramms, General a. D. des Heeres der Bundeswehr
    Reinhold Robbe, SPD, ehemaliger Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages
    Oberstleutnant a.D. Thomas Sohst, Bundeswehrverband, Landesvorsitzender West
    Rolf Clement, Korrespondent für Sicherheitspolitik bei den Programmen des Deutschlandfunks
    Moderation: Elke Durak

    Welche Führung braucht die Bundeswehr? Wer trägt die Verantwortung, wenn es um die Bekämpfung von Gewalt und rechtsextremen Gedanken in der Truppe geht? Und welche Bundeswehr-Rituale können noch akzeptiert, welche müssen sofort unterbunden werden?

    Jahrelang wird Franco A., ein Offizier mit rechtsextremer Gesinnung, bei der Bundeswehr geduldet. In der Kaserne in Pfullendorf berichten Soldaten von demütigenden Aufnahmeritualen. Bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall kommt es zu sexuellen Übergriffen. Nur eine Auswahl der Bundeswehr-Skandale der letzten Zeit. Die Truppe sei schon lange "kein Spiegel der Gesellschaft mehr", sie ziehe vielmehr "überproportional extremistische Kräfte an", sagt der Historiker Michael Wolffsohn. Die Bundeswehr, ein Sammelbecken für Gewalttäter und rechtes Gedankengut? Ursula von der Leyen prescht in die Offensive und spricht vom "Wegschauen aus falsch verstandenem Korpsgeist". Schuld haben also nur die militärischen Führungskräfte? Bei den Soldaten reagiert man verärgert auf die Verteidigungsministerin. "Es ist viel Vertrauen zerstört worden", sagt der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes André Wüstner. Die Opposition zeigt sich empört. "Eine Ministerin ist verantwortlich für das, was in der Bundeswehr passiert", meint Agnieszka Brugger von den Grünen.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Wir feiern den Sieg"
    Über die Erinnerungskultur der jüdischen Rotarmisten in Deutschland
    Von Julia Smilga

    Jüdische Almosenempfänger
    Altersarmut bei Zuwanderern aus der Ex-Sowjetunion
    Von Jens Rosbach

    Wissenschaftler als Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel
    Ein neues Kapitel in der deutsch-israelischen Wissenschaftskooperation: Weizmann-Institut und Helmholtz-Zentrum Dresden werden zu "Whelmi“
    Von Evelyn Bartolmai

    Zum Schabbat: Baruch Finkelstein aus der Großen Synagoge St. Petersburg

    Moderation: Mirjam Reusch-Helfrich

  • 19:30 Uhr

    Zeitfragen

    „Ich kaufe ein in diesem Laden“
    Texte der Klage, gewidmet den Opfern des NSU-Terrors
    Von Esther Dischereit
    (Wdh. v. 03.09.2013)

    Der Prozess gegen die Mitglieder des NSU jährt sich zum vierten Mal. Zehn Morde geschahen zwischen 2000 und 2007, ohne dass Polizei und Justiz den rassistischen Hintergrund erkannten und gegen die Gewalttäter ermittelten. Der NSU-Untersuchungsausschuss zeigte, dass die Aufklärung behindert, Akten vernichtet wurden und Dokumente in Tresoren verschwanden.
    Die Mehrzahl der Getöteten gehören zu eingewanderten Familien. Ihre Angehörigen wurden zunächst verdächtigt, selbst in kriminelle Milieus verstrickt zu sein. Diesen Menschen - den Opfern wie den zu unrecht Geschmähten und Alleingelassenen gelten die Texte, die die Schriftstellerin Esther Dischereit geschrieben hat. Sie nennt sie „Klagelieder“ - als Zeichen des Mitgefühls und als Anklage der unterbliebenen Aufklärung.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Live aus dem Konzerthaus Berlin

    Mauricio Kagel
    "10 Märsche um den Sieg zu verfehlen“ für Blechbläserensemble und Schlagzeug (Auszüge)

    Ludwig van Beethoven
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
    Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

    Bernd Alois Zimmermann
    "Musique pour les soupers du Roi Ubu“, Ballet noir für Orchester

    Kit Armstrong, Klavier
    Konzerthausorchester Berlin
    Leitung: Iván Fischer

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Berichte von anderswo: Mitglieder im Gespräch in der AdK
    Gespräch mit dem Dokumentarfilmer Andreas Veiel

    documenta in Kassel nimmt Formen an: Über den Parthenon der Bücher
    Von Ludger Fittkau

    Kulturpresseschau
    Von Ulrike Timm