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Sonntag, 31.03.2019

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Der Genosse, der sich um uns kümmert
    Die kubanische Dissidentenliteratur
    Von Peter B. Schumann

    Fidel Castro ist tot, die Dissidentenliteratur Kubas aber lebt.

    Gesellschaftskritik konnten die kubanischen Schriftsteller nach der Revolution fast nur im Rahmen des offiziellen Dogmas üben. Wer sich außerhalb des Spiels bewegte, fiel rasch in Ungnade. Als einen der Ersten traf sie Ende der 1960er-Jahre den Poeten Heberto Padilla. Die Repression gegen unbotmäßige Schriftstellerinnen und Schriftsteller dauert bis heute an, mitunter werden sie gar kriminalisiert wie zuletzt Angel Santiesteban. Er galt in den 1990er-Jahren als große literarische Hoffnung, seine Erzählungen erhielten offizielle Preise. Als sich Santiesteban aber in Blogs kritisch mit der politischen Situation auseinanderzusetzen begann, wurde er zunehmend schikaniert und schließlich wegen angeblicher häuslicher Gewalt zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Nach internationalem Druck kam er vorzeitig frei, wollte jedoch unbedingt in Kuba bleiben. Andere kritische Autoren seiner Generation wie Amir Valle, Enrique del Risco oder Antonio José Ponte entzogen sich dagegen den staatlichen Repressionen durch die Emigration. Die Dissidentenliteratur Kubas entsteht unter dramatischen Umständen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jutta Petermann

    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Böttcher

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Islamische Gemeinschaft

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • „Und heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“
    Von der Liebe zur Schöpfung in Zeiten des Klimawandels
    Pfarrerin Annette Bassler
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag für Kinder
    Aprilfische
    Von Mario Göpfert
    Gelesen von Andreas Erfurth
    Ab 5 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2006
    Moderation: Tim Wiese

    Robert mag keine Aprilscherze. Doch dieser erste April ist ein Alptraum, denn plötzlich werden die Aprilscherze auch noch wahr.

    In der Nacht vor dem 1. April schläft Robert schlecht. Jedes Jahr diese dämlichen Aprilscherze, das müsste verboten werden! Sie bringen nur Ärger und Robert ist immer der Dumme. Und heute werden alle Aprilscherze auch noch wahr. Robert kann es kaum glauben. Auf dem Weg zur Schule trifft er Keule und Brille aus seiner Klasse, sie wollen Aprilfische angeln. Diese seltenen Fische sollen außen ganz pelzig sein und innen golden. Hätte Robert geahnt, worauf er sich da einlässt, wäre er nicht mit Angeln gegangen.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kakadus Reisen
    Nach Leipzig in das Gondwanaland
    Ab 6 Jahre
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
    Länge: 55'
    (Wdh. v. 24.06.2012)
    Moderation: Tim Wiese

    Tropisches Paradies und exotische Tierwelt

    Wo und was ist Gondwana? Vor Millionen von Jahren bezeichnete man mit Gondwana einen Großkontinent auf der südlichen Halbkugel, der große Landmassen des heutigen Südamerikas, Afrikas, Australiens und Indiens umfasste. Dieses Gondwana gibt es nicht mehr. Aber seit einigen Jahren kann man im Leipziger Zoo eine besondere, einzigartige Tropenhalle besuchen, eben das neue ‚Gondwanaland‘. Es beherbergt einen Regenwald, in dem es Pflanzen und Tiere zu beobachten gibt, die in Asien, Südamerika und Afrika beheimatet und z.T. in der freien Natur vom Aussterben bedroht sind. Wie in einem tropischen Dschungel wächst die Vegetation in Schichten. Deshalb ist es besonders spannend, diese Ebenen auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Das kann man im Boot, zu ebener Erde, aber auch aus den Wipfeln der Bäume tun. Faszinierende Bambushaine, Sumpf- und Wassergebiete, riesige Bäume sind der Lebensraum u.a. für ein Zwergflusspferd, einen Schabrackentapir oder die Totenkopfäffchen. Dieses Gondwanaland wollen wir euch vorstellen - und wollen auf unserer Reise auch erkunden, ob es dort im Gondwanaland Freunde unseres Kakadus gibt.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Oliver Schwesig
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Auferstanden aus Ruinen
    Die 'Fürther Straße' in Nürnberg als Seismograf des Wandels
    Von Michael Frantzen

    Berlin hat Unter den Linden - als Prachtboulevard. München die Leopoldstraße. Und Nürnberg? Die Fürther Straße. Zum Flanieren lädt die fränkische Magistrale allerdings nicht ein. Mehr als vier Kilometer lang ist sie, acht Meter breit - und schnurgerade. Alles ziemlich unprätentiös - wie Nürnberg selbst. Dabei hat die ‚Fürther‘ Geschichte geschrieben. An ihr fuhr im 19. Jahrhundert die erste Eisenbahn Deutschlands entlang. In Hausnummer 110 wurden Kriegsverbrecher des Dritten Reiches verurteilt. Vor allem aber erzählt die Straße vom Wandel.
    AEG, Quelle, Triumph: Hier schlug lange das industrielle Herz Bayerns. Bis die Firmenbosse feststellten, dass sich Motorräder und Geschirrspüler billiger in Osteuropa und Fernost herstellen lassen. Sieben Wochen dauerte im Winter 2006 der Arbeitskampf der Beschäftigten des AEG-Hausgerätewerks. Geschlossen wurde das Werk trotzdem. Die Zeit war hinweggerannt über die Ikonen des deutschen Wirtschaftswunders. Doch allen Unkenrufen zum Trotz hat sich die 'Fürther' berappelt. Wo früher Arbeiter im Akkord schufteten, tüfteln heute IT-Spezialisten an der neusten Software; anstelle von Zügen ziehen Foodtrucks ihre Runden. Im denkmalgeschützten Quelle-Versandhaus sollen bald tausend neue Wohnungen entstehen. Teure Wohnungen. Und so erweist sich die ‚Fürther‘ mal wieder als das, was sie immer schon war: als Seismograf des Wandels.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • Wir sind die Stadt!
    Unser Haus vor dem Ausverkauf
    Von Sarah Stern
    (Wdh. v. 29.07.2018)

    Anfangs traf es die Armen, inzwischen ist auch der Durchschnittsverdiener nicht mehr erwünscht. In den Städten dieser Welt ist das Wohnen zur Ware geworden ist. Berlin gehört dazu. Die Autorin lebt seit 2003 in einem Altbau im Bezirk Prenzlauer Berg. Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde das Haus verkauft, seither herrscht Psychoterror und die Bewohner - weder reich noch arm - bangen um ihr Zuhause. Sie wissen, sie sollen raus, denn sie stehen dem Profit im Wege. Angst macht sich breit und nimmt Menschen gefangen, die vorher frei und unbeschwert gelebt haben. Sie wissen: Wenn sie ausziehen müssen, dann ändert sich alles für sie. Denn etwas Vergleichbares und Bezahlbares in der Innenstadt zu finden, ist quasi unmöglich.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: René Aguigah

    Vergesst die „Netzgemeinde“!
    Kommentar von Wolfram Eilenberger

    Eine bessere Gesellschaft braucht ein anderes Wirtschaftssystem
    Gespräch mit Prof. Dr. Frank Adloff

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Reise ins Ungewisse
    Benjamin Brittens Oper "The Turn of the Screw"
    Moderation: Jürgen Otten

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Thomas Wheeler

    Turnschuhpendler
    In Laufschuhen zur Arbeit
    Von Elmar Krämer

    Plogger
    Joggen und Müll sammeln
    ´Von Eduard Hoffmann

    Ein Mann - ein Board
    Mit dem SUP auf der Donau unterwegs
    Gespräch mit Timm Kruse

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Bedroht, bestraft, verprügelt
    Amed SK, ein Fußballteam aus der Kurdenstadt Diyarbakir
    Von Susanne Güsten

    Fast vier Jahre ist es her, dass sich der Fußballverein der kurdischen Millionenstadt einen neuen Namen gab. Auf dem Höhepunkt des Friedensprozesses zwischen Kurdenrebellen und türkischer Regierung wurde Diyarbakir BB umbenannt in Amedspor, später in Amed SK. Nach dem kurdischen Namen der Stadt Diyarbakir: Amed. Der Friedensprozess brach kurz darauf zusammen, und der Verein wird seither mit Strafen, Schmähungen und Prügel überzogen.
    Vom türkischen Fußballverband, von Behörden und Justiz kann der Drittligist keine Unterstützung erwarten. Im Gegenteil. Dafür ist der Club zuhause populärer denn je.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Let Them Eat Money. Welche Zukunft?!
    Von Andres Veiel
    Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Andres Veiel und Jutta Doberstein
    Regie: Ulrich Lampen
    Mit: Inka Löwendorf, Florian Lukas, Vanessa Loibl, Bettina Hoppe, Christian Schmidt, Bernhard Schütz, Ulrich Noethen, Gunther Schoß, Leon Stiehl, Alexandra Marisa Wilcke, Patrizia Carlucci
    Ton: Peter Avar
    Produktion: Rundfunk Berlin-Brandenburg / Deutschlandfunk Kultur 2019
    Länge: 80'56
    (Ursendung)

    Mit Dank an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Theaterlabors "Welche Zukunft?" vom 16. September 2017 am Deutschen Theater Berlin.

    Unter dem Motto "Welche Zukunft?" fanden 2018 in Berlin Symposien und Workshops mit Experten und Publikum statt.

    2018 ist Europa von Krisen geschüttelt. Die vielen Flüchtlinge, der Brexit, die Folgen der Finanzkrise, ein politisches Abdriften der Gesellschaften nach rechts. Was wird die Zukunft bringen? Ein Szenario, das in Expertenkreisen für möglich gehalten wird: der Austritt Italiens aus der EU, das Entstehen exterritorialer Staaten, das bedingungslose Grundeinkommen, der ökonomische Crash der Rest-EU. Das Hörspiel entstand nach dem Theaterstück, für das Andres Veiel die Ergebnisse von Symposien mit BürgerInnen und ExpertInnen am Deutschen Theater Berlin 2017/2018 verarbeitete.

    Andres Veiel, geboren 1959 in Stuttgart, Dokumentarfilmer, Sachbuchautor und Essayist, Dozent, Film- und Theaterregisseur, kommt aus traditionell konservativen Elternhaus mit militärischem Hintergrund. Während des Psychologiestudiums in Berlin erste Filmarbeiten und parallel Ausbildung in Regie- und Dramaturgie. Jeder seiner dokumentarisch angelegten Filme beförderte Diskussionen und forderte zugleich die Kritik heraus: "Balagan" (1993), "Blackbox BRD" (Europäischer Dokumentarfilmpreis und Deutscher Filmpreis (2001), "Der Kick" (2005, gemeinsam mit Gesine Schmidt), "Wer wenn nicht wir" (Spielfilm, 2011 Bronzene Lola), "Das Himbeerreich" (2013), Porträtfilm "Beuys" (2017). Andres Veiel ist seit 2007 Mitglied der Berliner Akademie der Künste. 2017 zeichnet ihn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Live aus dem Konzerthaus Berlin

    Johannes Brahms
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83

    Gustav Mahler
    Sinfonie Nr. 1 D-Dur (Fassung in fünf Sätzen, mit „Blumine“)

    Nicholas Angelich, Klavier
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Vladimir Jurowski

    Sie spukt durch die sekundäre Musikliteratur als Titan, die Sinfonie Nr. 1 von Gustav Mahler. Tatsächlich nannte Mahler seine mehrsätzige, später umgearbeitete und als Sinfonie Nr. 1 veröffentlichte Komposition 1893 noch ‚Titan‘ - nach dem vierbändigen Roman von Jean Paul. ‚Blumine‘, ein Andante-Satz mit einem Zitat aus dem Roman als Titel, gehörte fünf Jahre lang (1889-1894) der Tondichtung in Symphonieform an, bevor Mahler sich im Zuge mehrfacher Umarbeitungen des Werkes entschied, den Satz wegzulassen. Vladimir Jurowski nimmt ihn nun - mit aller gebotenen Vorsicht - wieder hinein. Warum? Sie werden es im Konzert hören.
    Auch das erste Klavierkonzert von Johannes Brahms hat eine lange und schwere Geburt erlebt. Von einer Sonate für zwei Klaviere über den Versuch einer Sinfonie bis hin zum sinfonischen Konzert für Klavier und Orchester reichen die Zwischenstufen. Heute zählt es zu den wertvollsten Exemplaren seiner Gattung.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Vladimir Balzer

    Ukraine-Wahl
    Warum ein Satiriker die 1. Runde gewinnt
    Gespräch mit Kateryna Mishchenko

    Reich und leer?
    Hamburger Ausstellung über Superreiche in aller Welt
    Von Peter Helling

    Gruselmärchen
    E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann" am Resi München
    Gespräch mit Christoph Leibold

    Unendliche Möglichkeiten
    Bühnenräume revisited an der Akademie der Künste Berlin
    Gespräch mit Janis E-Bira

    Komponist auf der Suche
    Schrekers Oper "Der ferne Klang" in Frankfurt
    Gespräch mit Natascha Pflaumbaum

    Kulturpresseschau
    Von Tobias Wenzel