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Sonntag, 08.03.2015

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    "Who the fuck is Kafka?"
    Israelische Autoren suchen ihr Land
    Von Mirko Schwanitz und Uwe Stolzmann

    70 Jahre nach dem Holocaust ist Israel 2015 Gastland der Leipziger Buchmesse

    Was erzählen uns seine Autoren? Uns, den Deutschen, die ihre Vorfahren ausgelöscht haben. Jenen Deutschen, von denen die Mehrheit mit den Palästinensern sympathisiert, die mit Unruhe nach Jerusalem blicken, wo extremistische Juden, darunter auch Knesset-Abgeordnete, den Status quo aufheben wollen und ebenso extremistische Palästinenser mit Mord und Gewalt antworten. Mirko Schwanitz und Uwe Stolzmann begaben sich im Heiligen Land auf die Spurensuche. Mit Büchern im Gepäck waren sie unterwegs zu den Autoren, flanierten mit ihnen durch ihre Städte, ließen sich Orangenhaine zeigen oder Bibliotheken im Schutzbunker. Und allen stellten sie Fragen. Dem Autor Eshkol Nevo etwa nach Jerusalem. "Eine erotische Stadt, ein heiliger Ort. Manche Besucher flippen aus. Sie glauben, sie seien der Messias. Wir könnten wirklich einen brauchen." Dass der nicht kommen wird, davon ist Meir Zhalev überzeugt, seit er im Sechstagekrieg aus den eigenen Reihen beschossen wurde. "Wenn ich im Kibbuz durchs offene Fenster den Imam des Nachbardorfs höre, glaube ich manchmal an den Frieden", sagt er. "Aber solange wir hier die Demokratie und dort die Apartheid pflegen, ist das wie mit dem Glauben an den Messias." Israels Autoren erkunden ihr Land. Ihre Figuren taumeln durch die Hölle und bitten um Erbarmen. So wie in Yftach Ashkenazis leisen Erzählungen und oft mit derselben Ironie. "Ich kümmere mich nicht um Politik. Ich kümmere mich lieber um meinen Hund. Der hat nur drei Beine und ist ein Versehrter, wie wir alle." Manche gehen noch weiter. Wie Lizzie Doron. Ein Jahr lang unternahm die Autorin und Tochter einer Holocaustüberlebenden den Versuch, in einer palästinensischen Familie zu leben und fragt am Ende "Who the fuck is Kafka?". Feature mit Stimmen von Eshkol Nevo, Yftach Askenazi, Meir Zhalev, Lizzie Doron, Yoshua Sobol, Nir Baram, Yehuda Bauer, Aaron Appelfeld, Mira Magen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Starke Frauen
    Moderation: Jürgen Liebing

    Der 8.März ist der internationale Frauentag, und so gehören die ersten Stunden dieses Tages ihnen. Edith Piaf und Melína Merkoúri, Miriam Makeba und Joan Baez, Marlene Dietrich und Hildegard Knef, Barbra Streisand und Esther Ofarim, Ulla Meinecke und Erika Pluhar sowie viele andere starke Frauen präsentiert Jürgen Liebing.

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Mathias Mauersberger

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Hindu-Gemeinde

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Schlichten statt Richten
    Für eine Kultur der Aussöhnung
    Von Harald Schwillus
    Katholische Kirche

    Streit und Auseinandersetzungen gibt es seit Menschengedenken. Doch wie geht man damit um? Wie schafft man es, dass sich die Beteiligten am Ende wieder in die Augen schauen und miteinander neu anfangen können? Letztlich geht es um eine Kultur des Streits und seiner Beendigung, nicht um Bestrafung und Sühne. Dazu haben Bibel und christliche Tradition etwas zu sagen.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Staffellauf
    Eine Erzählung von Maraike Wittbrodt,
    Ab 7 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
    Moderation: Ulrike Jährling

    Die Klasse 4b möchte den Staffellauf gewinnen, aber eine Schülerin kann weder schnell laufen noch den Stab richtig weitergeben. Wie soll das gehen?

    Am Freitag wird es einen Staffellauf geben, die Klassen 4a und 4b kämpfen um den Sieg. Es winkt eine tolle Belohnung: Herr Polenz, der Sportlehrer, unternimmt mit den Siegern eine Nachtwanderung. Die 4b hat gute Chancen, im letzten Jahr haben sie nur verloren, weil Merle weder schnell laufen noch den Stab richtig weitergeben konnte. Merle ist seit zwei Wochen krank, also könnte es klappen. Doch pünktlich zum Sportfest ist sie wieder am Start. Was nun?

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Eulenspiegel, der Seeräuber
    Von Holger Teschke
    Ab 7 Jahren
    Regie: Wolfgang Rindfleich
    Komposition: Frank Merfort
    Mit: Lars Eidinger, Shorty Scheumann, Kai Maertens, Udo Kroschwald, Falk Rockstroh, Jennipher Antoni, Stefan Konarske, Horst Lebinsky, Klaus Manchen
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
    Länge: ca. 46'32
    (Wdh. v. 10.02.2013)
    Moderation: Ulrike Jährling

    Till Eulenspiegel trifft auf hoher See den Seeräuber Klaus Störtebeker.

    Till Eulenspiegel hat sich zur Fastnacht über Wulf Wulflam, den mächtigen Bürgermeister von Stralsund lustig gemacht. Dafür hat man ihn im Kerker ausgepeitscht und nun auf dem Marktplatz an den Pranger gestellt. Sein Affe Meerkatz sitzt auf seiner Schulter und weiß auch keinen Rat. Da kommt Nele, eine junge Frau, und befreit die beiden in der Nacht. Eulenspiegel soll helfen, ihren Bruder Malte aus dem Kerker zu holen. Doch zunächst müssen sie vor den Wachen fliehen. Ein Boot steht bereit, und damit rudern sie hinaus auf das wilde Meer, geradewegs in die Arme von argwöhnischen Seeräubern. Klaus Störtebeker ist ihr Anführer.

    Holger Teschke, geboren 1958 in Bergen/Rügen, er ist Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Prosa, Essays und Gedichte, für seine Hörspielbearbeitung "20 000 Meilen unter dem Meer" bekam er den Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe 2008.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Mit Renate Schönfelder und dem Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, durch Jena

    Seit März 2011 ist Roland Jahn Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Mit der Stasi kennt er sich aus. 1983 wurde der gebürtige Jenaer festgenommen. Die Stasi schloss ihn in einem Abteil im letzten Wagon des Interzonenzuges nach Bayern ein und schickte ihn auf die Reise in den Westen. Freiwillig wäre er nie gegangen. Das wusste die Stasi vermutlich. Ins Gefängnis sperren konnten sie ihn nicht, das hatten sie bereits versucht. Westdeutsche Medien liefen anschließend Sturm. Also wurde er, wie andere Oppositionelle aus Jena damals auch, aus der DDR au sgewiesen. Jena war Anfang der 80er Jahre das Zentrum der Opposition in der DDR. Seine Eltern hatten sich bemüht, ihren Sohn unpolitisch zu erziehen. Roland Jahn besuchte das heutige Angergymnasium im Osten Jenas, wo ihm seine Lehrerin aber schon früh attestierte, er habe eine Neigung zur Opposition. Mit seinem Gerechtigkeitsempfinden eckte er immer wieder an. Der Lesekreis in der Jungen Gemeinde wurde ihm für seine Vorstellung von Freiheit schnell zu klein. Er protestierte gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, wurde anschließend von der Universität, wo er Wirtschaftswissenschaften studierte, exmatrikuliert und arbeitete bei Carl-Zeiss-Jena als Transportarbeiter. Im Westen arbeitete er als Journalist und setzte sich weiter für die Opposition in der DDR ein.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Sonja Gerth

  • Willkommen in Wittstock!?
    Von Gerhard Richter

    Im letzten Herbst kamen vier Flüchtlingsfamilien nach Wittstock, darunter zwei Familien aus Syrien. Der unbarmherzige Krieg hat sie aus ihrer Heimat vertrieben, in der nordbrandenburgischen Kleinstadt hoffen sie auf Frieden, unterstützt von engagierten Bürgern. Sie versuchen ihren Alltag in der neuen Umgebung zu bewältigen, mit Kindergarten, Schule und Deutschkurs. Aber die rechte Szene macht mobil. Erst mit Mahnwachen auf dem Marktplatz, dann mit einem Fackelmarsch direkt zu den Wohnungen der Flüchtlinge. Die rechten Organisatoren geben sich martialisch, agieren als „Terrorcrew“ und „nationaler Widerstand“. Wie gehen die syrischen Familien damit um? Sie haben die Schrecken des Krieges im Rücken und sehen vor sich eine neue, vage und unbekannte Bedrohung. Gerhard Richter hat die Familien durch Höhen und Tiefen begleitet.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Catherine Newmark

    Kleine Leute, große Fragen: Können Pflanzen Schmerzen empfinden?
    Von Clarisse Cossais

    Heidegger: Ein unverbesserlicher Nazi und Antisemit? Diese Woche ist ein weiterer Band der Schwarzen Hefte erschienen
    Gespräch mit Prof. Dr. Peter Trawny, Leiter des Martin-Heidegger-Instituts

    Philosophie auf der Bühne: Adorno-Monolog am Schauspiel Frankfurt
    Von Ursula May

    Drei Fragen an Linus Reichlin

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Heilt sich der Markt wirklich selbst?
    Zum 125. Geburtstag von Oswald von Nell-Breuning: Was von der katholischen Soziallehre geblieben ist
    Von Burkhard Schäfers

    Die Wirtschaft nicht verteufeln
    Ein Interview mit Peter Barrenstein, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer und Mitglied der EKD-Synode, über Neoliberalismus und die Soziale Marktwirtschaft
    Von Philipp Gessler

    Die Kranke, die die Kirche heilt
    Die tansanische Pastorin Melania Mrema ist HIV-positiv - und engagiert sich in der Aufklärung über die Immunschwächekrankheit in Afrika
    Von Dorothee Adrian

    Teil des jüdischen Volkes werden
    Der Belfaster Robin Linstrom konvertiert zum Judentum. Antisemitische Anwürfe können ihn nicht abschrecken
    Von Robert Fishman

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Gesänge der Versöhnung
    Ludwig van Beethovens drei letzte Klaviersonaten:
    Die Sonate in As-Dur op. 110
    Gast: Friedrich Dieckmann
    Moderation: Michael Dasche
    (Wdh. v. 14.10.2012)

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Sonja Gerth

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Inklusive Probleme (1/2)
    Handicap kein Hindernis?
    Über Behinderte im Spitzensport
    Von Thomas Jaedicke
    (Teil 2 am 15.03.2015)

    In zwei Halbzeiten spiegelt das Nachspiel-Feature die Chancen, aber auch die Stolpersteine des Sporttreibens für Menschen mit Behinderung. Im ersten Teil geht es um die „Profis“, am darauffolgenden Sonntag um den sportlichen Alltag jener, die beim Kräftemessen zunächst ihr Handicap meistern müssen. Sport verbindet, soll gelebte Vielfalt sein. Aber bei den Olympischen Spielen, dem größten Sportfest der Welt, ist das verheißungsvolle Versprechen - "Dabei sein ist alles!" - längst nicht für jeden einlösbar. Der exklusive Leistungsgedanke schließt Athleten mit Handicaps aus. Seit Jahrzehnten schwelt der Streit, ob es sinnvoll ist, behinderten und nichtbehinderten Sportlern bei Olympia eine gemeinsame Bühne zu bieten. Aber macht es überhaupt Sinn, einen Prothesenläufer gegen einen unversehrten Starter antreten zu lassen? Oder können wir mit neuen Regeln für eine größere Gerechtigkeit sorgen?

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Kunststücke
    Anselm Kiefer - Die Schöpfung und ihre Elemente
    Von Klaus Dermutz
    Regie: Oliver Sturm
    Mit: Uta Hallant, Christin König, Sebastian Blomberg, Gerd Wameling
    Ton: Venke Decker, Martin Seelig
    Produktion: RBB/Deutschandradio Kultur/WDR 2015
    Länge: 67'40
    (Ursendung)

    In einer gleichsam faustischen Reflexion der Schöpfung wendet sich der Maler Anselm Kiefer den Elementen zu, um zu ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält.

    Anschließend: "Prolog?" von Elfriede Jelinek
    (DKultur, TT-Stückemarkt der Berliner Festspiele 2013 - Länge: 19'04)
    (Wdh. v. 09.05.2013)

    In diesem Hörstück wird ein Porträt des international renommierten Künstlers Anselm Kiefer entworfen. In einer gleichsam faustischen Reflexion der Schöpfung wendet sich der Maler den Elementen zu, um zu ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Zu Feuer, Wasser, Erde und Luft gesellt sich bei Anselm Kiefer das Blei, das von Kindheit an Kiefers Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Eine akustische Collage mit Texten und Selbstreflexionen des Künstlers sowie Äußerungen von Autoren, Kuratoren und Wissenschaftlern. Anselm Kiefer wurde am 8. März 1945 in Donaueschingen geboren.

    Klaus Dermutz, geboren 1960 in Judenburg (Österreich), Studium der Theologie, Philosophie und Soziologie. Buchpublikationen über die Theaterarbeit von Otto Sander, Peter Zadek, Christoph Marthaler, Andrea Breth u.a. 2010 Publikation des Gesprächsbandes mit Anselm Kiefer 'Die Kunst geht knapp nicht unter'.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Musikverein Wien, Brahms-Saal
    Aufzeichnung vom 15.02.2015

    "Klingende Kathedralen"
    Komponistenporträt Jacob Obrecht (ca. 1458-1505)

    Missa "sub tuum presidium confugimus, vocum septem"
    und andere Werke

    Clemencic Consort
    Leitung und Orgelpositiv: René Clemencic

  • "Neulich bei Winnie zu einem Konzert"
    Winnaretta Polignac-Singer, eine Mäzenin der Moderne
    Von Richard Schroetter

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Miriam Rossius

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    Aufbruchstimmung in Dresden: Das Kunstgewerbemuseum setzt unter seiner neuen Direktroin neue Akzente
    Gespräch mit der Direktorin des Kunstgewerbemuseums Tulga Beyerle

    Meister deutscher Mythen: Anselm Kiefer zum Kiefer zum 70. Geburtstag
    Gespräch mit dem Kunsthistoriker Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Spies

    Kulturpresseschau
    Von Tobias Wenzel