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Samstag, 08.03.2014

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Der Lexikograf des Teufels
    Eine Lange Nacht über Ambrose Bierce
    Von Wiard Raveling
    Regie: Rita Höhne

    Ambrose Bierce (1842-1913/14) war der einzige bedeutende amerikanische Schriftsteller, der den Bürgerkrieg (1861-65) als aktiver Soldat von Anfang bis Ende miterlebte. Die Erlebnisse während dieser Zeit prägten seinen Charakter und seine literarischen Werke auf nachhaltige Weise. Das Thema Tod quälte
    und faszinierte ihn bis zu seinem eigenen mysteriösen Ende. Obwohl Bierce eine nur sehr rudimentäre Schulbildung genoss und nie ein College oder eine Universität von innen sah, war er als 30-Jähriger einer der bekanntesten Schriftsteller der Westküste und wurde dort im literarischen Leben bald so etwas wie der Kritiker-Papst, der Schriftstellerschicksale befördern oder zerstören konnte. Was von seinem umfangreichen Werk heute noch mit Gewinn gelesen
    werden kann, sind vor allem seine Kurzgeschichten, einige Berichte über Erlebnisse während des Bürgerkriegs und sein "Devil’ Dictionary". In seinen Kriegs- und Horrorgeschichten geht es so gut wie immer um einen sinnlosen, schrecklichen und jämmerlichen Tod. Am deutlichsten wird Bierces Einstellung zum Leben und zu den Menschen in seinem "Devil’ Dictionary". Hier gibt er seinem grenzenlosen Pessimismus, seinem Sarkasmus und Zynismus allen Raum. In ihm zeigt sich aber auch sein Talent zum geschliffenen witzigen Aphorismus und zur gnadenlosen Entlarvung menschlicher Schwächen wie Dummheit, Heuchelei, Eigennutz, Bigotterie und Selbsttäuschung. Bierce war auch einer der ersten bedeutenden "muckraker" (Enthüllungsjournalisten).

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Musical Time
    Alan Zachary & Michael Weiner
    "First Date"
    Liedtexte: Alan Zachary & Michael Weiner
    Buch: Austin Winsberg
    Orchestrierungen: August Eriksmoen
    Leitung: Dominick Amendum
    Mit Zachary Levi, Krysta Rodriguez, Bryce Ryness, Kristoffer Cusick,
    Blake Hammond, Sara Chase, Kate Loprest u.a.
    Moderation: Birgit Kahle

    Der urbane Mensch wird immer weltläufiger und ebenso auch immer einsamer. Die Bemühungen einen Partner fürs Leben zu finden, oder auch nur für eine gewisse Zeit, sind oft von Frustration geprägt, es sei denn man reißt die Mauern ein, die man selbst um sich herum errichtet hat. Zachary Levis’ und Michael Weiners kammermusikalisch gehaltene Show „First Date“ ist ein liebenswerter Einakter, in dem die beiden Broadway-Debütanten uns eine Geschichte erzählen (mit unverfälschtem Witz in den Liedtexten und einem melodiösen Stilmix) von dem Horror, den Entwürdigungen und den gelegentlichen glücklichen Überraschungen von Blind Dates, aufgezeigt an einem einzigen, - und das quasi in Echtzeit. Das Buch dieses originären Musicals schrieb Austin Winsberg, angeregt durch Lebenserfahrungen, die er selbst gemacht und bei anderen beobachtet hat.

    Die zweite Stunde von „Musical Time“ erweist anlässlich des Weltfrauentages den starken weiblichen Stimmen und Charakteren der Musicalbühne die Ehre.

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages

    05:50 Uhr
    Presseschau
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:15 Uhr
    Länderreport

    Norderney sucht Fachkräfte
    Von Hans-Otto Reintsch

    06:23 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit
    Evangelische Kirche

    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar

    Die Ukraine und die Rolle Europas
    Adam Krzeminski, polnischer Journalist und Publizist

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Reportage

    Men at work
    Kochkurs für Machos in Mozambik
    Von Leonie March

    Heute: Internationaler Frauentag

    Frauen gehören an den Herd - Männer haben in der Küche nichts zu suchen. Diese traditionelle Rollenverteilung gehört in vielen afrikanischen Ländern noch zum Alltag. Zum Beispiel in Mosambik. Vor allem in der Provinz ist die Gesellschaft noch patriarchalisch geprägt. In der Hauptstadt Maputo brechen die alten Muster jedoch zunehmend auf. Junge Mosambikaner beginnen sich für Gleichberechtigung und Emanzipation zu interessieren. Und zwar nicht nur die Frauen. Eine kleine Nichtregierungs-Organisation veranstaltet dort Kochkurse für Männer - bei denen es um viel mehr als nur Rezepte geht. Leonie March hat einen Mann dorthin begleitet.

    08:50 Uhr
    Kulturtipp

    "The Ukulele Orchestra of Great Britain", Tournee durch deutsche Städte

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörern
    0 08 00.22 54 22 54
    gespraech@deutschlandradiokultur.de
    Sanfter Tourismus - eine Illusion?
    Prof. Dr. Dirk Reiser, Sustainable Tourism Management an der Cologne Business School
    Wolfgang Rössig, Reiseautor

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Langzeitastronaut Alexander Gerst vor seiner ISS-Mission

    11:15 Uhr
    Radiofeuilleton

    Sanft, weich, schön: die stimmverliebten neuen Alben von Whomadewho und Metronomy

    11:40 Uhr
    Radiofeuilleton

    Original und Fälschung: der Surf-Sound von Kid Simius und Dick Dale

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Ortszeit

  • Der Wochenrückblick

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Tacheles

    Der Hauptstadtflughafen aus Piratensicht: "Falsche Hoffnungen, Dilettantismus, Kontrollversagen"
    Patrick Garber und Martin Steinhage im Gespräch mit Martin Delius, Piratenpartei, Vorsitzender des Flughafen-Untersuchungsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus

    "Das Projekt Großflughafen war von Anfang an geprägt von falschen Hoffnungen, Dilettantismus, Kontrollversagen und möglicherweise betrügerischen Vorgängen." Niemand findet beim Thema Willy-Brandt-Flughafen (BER) so klare Worte wie die Berliner Piratenpartei und deren BER-Experte Martin Delius. Seit eineinhalb Jahren leitet Delius den Flughafen-Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Was glaubt er: Wann wird der Berliner Großflughafen BER endlich fertig, wird er überhaupt jemals startklar sein? Ist das BER-Projekt noch zu retten, und zu welchem Preis? Oder muss eine Exit-Strategie her, muss der Hauptstadtflughafen ganz neu gedacht werden?

  • 13:30 Uhr

    Kakadu

    Entdeckertag für Kinder
    Koscheres Fleisch oder freitags Fisch?
    Göttliche Speisepläne
    Von Magdalene Melchers
    Moderation: Johannes Nichelmann

    Nicht zu viel Süßigkeiten, lieber mehr Obst, das sind Tipps für eine gesunde Ernährung. Freitags Fisch zu essen ist hingegen ein christliches Speisegebot und Juden dürfen nur koscheres Fleisch essen. Das bedeutet, dass kein Blut mehr im Fleisch sein darf, denn im Blut sei die Seele der Tiere beheimatet, heißt es in der jüdischen Religion. Während Ramadan gilt es für Muslime zu fasten und Christen verzichten auf Genüssliches in der Fastenzeit vor Ostern. Die Gründe dafür sind nicht nur in der Ernährungslehre zu finden, da geht es auch um geistige Nahrung. Unser täglich Brot dient nicht nur dazu satt zu werden, auch wenn das hierzulande ein alltäglicher Luxus ist. Zu viel Schokolade ist ungesund und nicht sonderlich figurfreundlich, aber es ist keine Sünde, oder doch?

    Magdalene Melchers kam 1967 in Soest/Westfalen zur Welt, die sie seither erkundet. Das Zusammenspiel von Musik und Religion interessiert die
    freischaffende Hörfunk Autorin (DLR Kultur, DLF, SWR, WDR, NDR u.a.) mit Weitblick und Liebe zum Detail aus immer neuen Perspektiven

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Breitband

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Norderney im Winter
    Die ostfriesische Insel in der Nordsee
    Von Hans-Otto Reintsch

    Der Winter verändert das Leben auf der Insel Norderney. Die Menschen, die Natur, die ganze Insel kommt zur Ruhe. Wenn die Touristen weg sind, fällt der Ostfriesischen Insel in der Nordsee wieder ein, was Abgeschiedenheit ist. Andere Probleme, andere Träume, Erinnerungen, andere Wünsche - ein anderes Lebensgefühl. Was macht der Ausrufer Bernd Krüger, der den ganzen Sommer auf den Beinen war, um wie eine sprechende Zeitung für die Urlauber da zu sein? Was plant Surfweltmeister Bernd Flessner, der gern auch mal nach Sylt surft, wenn die Küste unter Eis liegt? Was erklärt die Pächterin des Leuchtturms Else Johanni, wenn niemand mehr den Turm besteigen will? Und was treibt die Schamanin und Kartenlegerin Katharina Lerch nach Norderney im Winter? Urlaubsinseln sind Durchgangsstationen, Transitorte. Auch ein wenig Heile-Welt-Kulisse. Doch die Kulisse fällt, wenn der Schnee kommt.

  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Religionen

    Dauernd Stadtgespräch
    Wie die Römerinnen und Römer nach einem Jahr ihren Papst Franziskus sehen
    Von Thomas Migge

    Eine Revolution
    Ein Gespräch mit dem renommierten Vatikanexperten Marco Politi zu „Ein Jahr Papst Franziskus“
    Von Philipp Gessler

    Die armen Schwestern brauchen Geld
    Einst Ort einer Bluttat, heute ein Kloster, das verfällt - der Karmel Mayerling bei Wien
    Von Alexander Musik

    33 Knöpfe und ein Glaubenskrieg
    Die Priestersoutane ist im katholischen Polen in der öffentlichen Diskussion
    Von Marta Kupiec

    Menstrualblut in der Praline
    Eine Rezension von Gabriele Amorths „Memoiren eines Exorzisten“
    Von Stefanie Oswalt

    Einmalig in Deutschland
    Eine Reportage aus Zittau - der „Stadt der Fastentücher“
    Von Rocco Thiede

    Moderation: Philipp Gessler

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Lesung

    Adelbert-von-Chamisso-Preis 2014
    Preisträgerlesung
    Aus "Der schaudernde Fächer" von Ann Cotten
    Gelesen von der Autorin

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Volle Geschichten im leeren Territorium
    Serhij Zhadan rappt und schreibt aus der Ukraine
    Von Bernd Kempker
    Regie und Ton: der Autor
    Mit: Thomas Wehling
    Produktion: WDR 2013
    Länge: 54‘30

    Serhij Zhadan verewigt - als erster Dichter in ukrainischer Sprache - Dike Pole, das "wilde Feld" entlang der russischen Grenze.

    Dike Pole, das "wilde Feld" entlang der russischen Grenze, ist der imaginäre Raum aller Romane und Erzählungen von Serhij Zhadan. Schmuggler, Freikirchler, Menschenhändler und normale postsowjetische Menschen erleben hier unwahrscheinlich wahre Geschichten. Serhij Zhadan liebt sein heimatliches Territorium zwischen Charkiv und dem Kohlerevier im Südosten. Als erster Dichter verewigt er es in ukrainischer Sprache. Das ist Teil seiner
    Utopie gegen alle nationalen Mythen und aktuellen politischen Strömungen. "Die Erfindung des Jazz im Donbass" ist ein Roman voller skurriler Begebenheiten. Ein Archäologe sucht deutsche Panzer und Held Hermann im Wildwest-Kapitalismus das richtige Leben. Mit seinen Lesungen oder seiner Band "Hunde im Kosmos" füllt Serhij Zhadan ganze Stadien mit jungen Menschen.

    Bernd Kempker, geboren 1959 in Wuppertal, Kurator und Hörfunkautor, 2009 Hörspiel des Monats Februar "Krieg der Manifeste - Futurismus erobert Europa" (WDR). Lebt in Berlin.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Oper Stuttgart
    Aufzeichnung vom 02.03.2014

    Mark Andre
    „wunderzaichen“, Oper
    Uraufführung

    Johannes - André Jung
    Der Polizist / Arzt / Erzengel - Matthias Klink
    Maria - Claudia Barainsky
    1. Beamtin - Kora Pavelic
    2. Beamtin - Maria Theresa Ullrich
    Staatsopernchor Stuttgart
    Staatsorchester Stuttgart
    Experimentalstudio des SWR
    Klangregie: Joachim Haas
    Leitung: Sylvain Cambreling

    nach Ende der Oper ca. 21.12 Nachrichten

  • Carl Philipp Emanuel Bach zum 300. Geburtstag

    Konzerthaus Berlin
    Aufzeichnung vom 08.03.2014, 20 Uhr

    Carl Philipp Emanuel Bach
    "Die letzten Leiden des Erlösers"
    Passionskantate für Soli, Chor und Orchester Wq 233

    Christiane Oelze, Sopran
    Christina Landshamer, Sopran
    Anke Vondung, Mezzosopran
    Maximilian Schmitt, Tenor
    Roman Trekel, Bariton
    RIAS Kammerchor
    Kammerorchester "C.P.E. Bach"
    Leitung: Hartmut Haenchen

    Am 8. März 2014 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Sebastian Bachs zweitältestem Sohn. Er ist der Hauptvertreter der musikalischen Empfindsamkeit - jener Stilepoche, die den Übergang vom Barock in die Wiener Klassik markiert. Und er war zu Lebzeiten berühmter als sein Vater. Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart sahen in ihm ihr großes Vorbild, auf dessen musikalischem Schaffen sie aufbauen konnten. Das Kammerorchester "Carl Philipp Emanuel Bach" musiziert im Sinne des Namensgebers: lebendig und dramatisch, verliert sich dabei aber nicht in historisierenden Aufführungspraxen. In diesem Festkonzert präsentiert es gemeinsam mit seinem künstlerischen Leiter Hartmut Haenchen, dem RIAS Kammerchor und weiteren Gesangssolisten C. P. E. Bachs großartige Passions-Kantate "Die letzten Leiden des Erlösers".

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    u.a.
    Rebell, Genie und Sohn - Zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach
    Geschwister Pfister in der Komischen Oper: In Nico Dostals wilder Jazz-Operette "Clivia", R: Stefan Huber, ML Stephan Prattes
    Neue Akzente? Die Bundeskunsthalle Bonn zeigt "Kasimir Malewitsch und die Russische Avantgarde", 8.3.-22.6.14
    Paare im Tauchurlaub: Juli Zehs Krimi "Nullzeit" als Uraufführung am Bonner Schauspiel, Regie: Sebastian Kreyer