Programm

Kalender
Mon
Tue
Wed
Thu
Fri
Sat
Sun

Samstag, 21.10.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Das Wirtschaftswunder der Literatur
    Eine Lange Nacht über die Gruppe 47
    Von Helmut Böttiger
    Regie: Beate Ziegs

    Die Gruppe 47 ist ein Mythos geworden. Autoren wie Günter Grass oder Hans Magnus Enzensberger wurden durch sie berühmt und bestimmten die gesellschaftspolitische Diskussion. Als sich am 6./7. September 1947 ein kleines Häuflein versprengter Schriftsteller bei der Surrealistin Ilse Schneider-Lengyel am bayrischen Bannwaldsee traf, war von dieser zukünftigen Bedeutung aber nichts zu ahnen. Alle waren noch relativ jung und unbekannt. Das literarische Milieu in Westdeutschland wurde von älteren Kulturfunktionären beherrscht, die schon in der NS-Zeit aktiv gewesen waren und sich jetzt als innere Emigranten gerierten. Die Gruppe 47 wurde anfangs zwar ignoriert, aber sie entwickelte sich mit Autoren wie Günter Eich oder Heinrich Böll zu einer atmosphärischen Opposition in der Adenauer-Ära. Dichter wie Ingeborg Bachmann und Paul Celan wurden hier entdeckt. Man suchte Kontakt zu DDR-Schriftstellern. Und mit der fulminanten Lesung aus der ‚Blechtrommel‘ von Günter Grass 1958 begann die Gruppe 47 dann, den bundesdeutschen Literaturbetrieb zu beherrschen. Aus einem Werkstattgespräch unter Kollegen entwickelte sich schlagartig ein literarischer Jahrmarkt. An diesen inneren Widersprüchen zerbrach die Gruppe. Der junge Peter Handke und die Studentenbewegung trugen während der letzten Tagungen 1966 und 1967 ihren Teil dazu bei. Die ‚Lange Nacht‘ über die Gruppe 47 verdichtet auf spannende Weise die Kulturgeschichte der ehemaligen Bundesrepublik mit vielen O-Tönen und Zeitzeugen.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Miklós Rózsa
    Desert Fury - Liebe gewinnt

    Aaron Copland
    The Red Pony (Galiban, mein bester Freund)

    Leigh Harline
    Warlock
    Leitung: Lionel Newman
    Moderation: Birgit Kahle

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Greens - Manfred Krug im Gespräch mit Isa Karfunkelstein
    Rundfunk der DDR 1974
    Vorgestellt von Michael Groth

    In einem launigen "Zwiegespräch" erfand der vor einem Jahr gestorbene Sänger und Schauspieler die Interviewerin Isa Karfunkelstein. Die Fragen werden von einer Sprecherin vorgetragen, Krug glänzt auf allen Ebenen.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Ute Welty

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörern
    Wirkungslose Helfer - Was tun gegen Antibiotikaresistenz?
    Moderation: Gisela Steinhauer
    Katja de With, Leiterin der Klinischen Infektiologie am Universitätsklinikum Dresden, Apothekerin, Fachärztin für Innere Medizin
    Tim Eckmanns, Leiter der Kommission Antiinfektiva, Resistenz und Therapie (ART) beim Robert Koch Insitut in Berlin

    Telefonnummer 0 08 00.22 54 22 54
    Email unter gespraech@deutschlandfunkkultur.de
    sowie auf Facebook und Twitter

    Sie sind die wichtigste Waffe gegen gefährliche Bakterien: Antibiotika. Doch diese Waffe droht unwirksam zu werden. Immer mehr Erreger sprechen nicht mehr auf die Behandlung an, sie sind Antibiotika-resistent. Offiziellen Schätzungen zufolge sterben in Deutschland jährlich 7.500 bis 15.000 Menschen an Infektionen, die überwiegend durch Antibiotika-resistente Erreger verursacht wurden. "Das Problem ist so ernst, dass es die Errungenschaften der modernen Medizin bedroht", warnt die Weltgesundheitsorganisation. Das Weltwirtschaftsforum zählt Antibiotikaresistenz mittlerweile zu den größten Risiken für die Weltwirtschaft.

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Gaby Wuttke

  • Der Wochenrückblick
    Marc Brost, Wirtschaftsredakteur Die ZEIT
    Moderation: Vera Linß

    Sondierungsgespräche, Jamaika-Koalition

    Journalistenmord in Malta

    Situation in Katalonien

    Brilliant oder Bullshit
    Von Christian Rabhansl

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur
    Moderation: Teresa Sickert und Tim Wiese

    "Werden wir sie lieben?" Wächst die emotionale Nähe zu künstlichen Helfern?
    Gespräch mit Dietrich Dörner, Psychologe, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

    "Pepper" als Familienmitglied - Mensch-Roboter-Beziehungen
    Von Lydia Heller

    Wlan-Sicherheit und die Konsequenzen
    Von Jochen Dreier

    Europäische Netzpolitik: ePrivacy und Privacyshield
    Gespräch mit Thomas Otto

    Metalepsen in Computerspielen
    Von Yannic Hannebohn

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Susanne Burkhardt

    "Ich bin ein Zeitmillionär"
    Gespräch mit dem Schriftsteller und Dramatiker Oliver Kluck

    Männer oben - Frauen unten? Warum es jetzt auch Pro Quote Bühne gibt
    Von Natascha Pflaumbaum

    Die geniale Stelle
    Constanze Becker über die Schauspielerin Hilke Altefrohne

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Susanne Burg

    Ist das Kunst oder kann das weg?
    Der Cannes-Gewinner "The Square"
    Gespräch mit dem Regisseur Ruben Östlund

    Vorgespult:
    "Django", "Untitled", "Die Unsichtbaren"
    Vorgestellt von Christian Berndt

    Akte-Weinstein: Ein Update
    Von Nicole Markwald

    Der letzte Tycoon
    Der Fall Weinstein und Hollywood
    Gespräch mit Patrick Wellinski

    Im Lügennetz des Verbrechens
    Hans-Christian Schmids Serie "Das Verschwinden"
    Gespräch mit dem Regisseur

    Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea beim Filmfestival in Busan
    Gespräch mit Anke Leweke

    Italien hat eine Quote für italienische Filme eingeführt
    Von Thomas Migge

    Top Five: Musikerbiografien
    Von Hartwig Tegeler

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Martin Böttcher

    Das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit im urbanen Raum

    Leben hinter Festungsmauern - die niederländische Wohnsiedlung Haverleij
    Von Kerstin Schweighöfer

    Hurra, schon wieder eine Absperrung!
    Von Julius Stucke

    Eine Schnur für mehr Freiheit - unterwegs mit dem Hüter des Eruvs in Manhattan
    Kai Klement

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Gaby Wuttke

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Braucht die Demokratie eine große Erzählung?
    Der Philosoph Dieter Thomä, stellt sich den Fragen von Susanne Führer

    Der französische Präsident Macron ist nur der jüngste in einer längeren Reihe von Politikern und Publizisten, die in letzter Zeit eine neue große Erzählung für Europa, für unsere Demokratien einfordern. Dafür bräuchten wir "politisches Heldentum“, meint Macron im Interview mit dem "Spiegel". Die aufgeklärte, postmodern geprägte Bürgerin reibt sich verwundert die Augen: Hatten wir nicht gerade gelernt, den großen Geschichten - wie zum Beispiel dem Kommunismus - zu misstrauen? Waren es nicht "Helden“, die im vergangenen Jahrhundert die Nationen in zwei Weltkriege gestürzt haben? Ist nicht kritisches Hinterfragen erste Bürgerpflicht? - Vielleicht aber haben die modernen Demokratien hier tatsächlich eine Leerstelle, die der Erfolg der Brexit-Kampagne wie der Rechtspopulisten in Europa sichtbar gemacht hat. Auch die "citoyens" träumen offenbar von einer gemeinsamen Idee, einer Vision für unsere Gesellschaft, die von den herkömmlichen Parteien aber nicht mehr geliefert wird.

    Über Demokratie, große Geschichten und die Frage, was einen demokratischen Helden ausmache, spricht Susanne Führer mit dem Philosophen Dieter Thomä von der Universität St. Gallen.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Black America
    Von Tom Schimmeck
    Regie: Giuseppe Maio
    Mit: Hans Löw, Achim Buch, Thilo Werner, Idil Üner, Sandra Borgmann
    Ton: Christian Alpen
    Produktion: NDR 2017
    Länge: 51'47

    "Es gibt keine Gleichheit".

    Bei seiner Wahl begrüßte das schwarze Amerika Barack Obama wie einen lang ersehnten Heilsbringer. Die Tode der Teenager Trayvon Martin und Michael Brown, von einem Wachmann und einem Polizisten erschossen, die Rassenunruhen von Ferguson und die tödlichen Schüsse auf einen Schwarzen in Charlotte fielen in die Amtszeit des ersten afroamerikanischen Präsidenten. Auf einer ehemaligen Sklavenplantage in Georgetown und in der Chicagoer South Side geht der Autor der Frage nach: Hat sich in der Obama-Zeit etwas verändert oder nicht?

    "Amerika hat die Rassenfragen so lange verdrängt, bis die Wunde eiterte und faulte."

    Tom Schimmeck, geboren 1959 in Hamburg, Autor, Reporter und Mitbegründer der taz. Redakteur bei taz und Spiegel. 1989 Umzug nach Südafrika, Berichte für GEO, Merian u.v.a. Rückkehr nach Hamburg 1993. Sein Buch "Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache" erschien 2010. Zahlreiche Radiofeatures: Ernst-Schneider-Preis für "Tonfänger" (MDR 2007), Deutscher Sozialpreis und Bremer Rüdi für "Koma-Kicks" (NDR 2008) und RIAS-Radiopreis für "Vier Schüsse in Missoula" (NDR/DKultur 2015). Weitere Stücke: "Kinder kandiert" (NDR/DKultur 2014), "Femme fatale fürs Kapital" (DLF 2016), "Panzer, Pferde, Partrioten" (DLF 2016), "Terrorwarnung" (NDR 2017) und "Glashütte - Das tickende Tal" (MDR 2017).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Live aus dem Staatstheater Kassel

    Otto Nicolai
    "Die lustigen Weiber von Windsor", komisch-fantastische Oper in drei Akten von Otto Nicolai
    Libretto: Salomon Hermann Ritter von Mosenthal nach dem gleichnamigen Lustspiel von William Shakespeare

    Florian Spiess - Sir John Falstaff
    Sebastian Noack - Herr Fluth, Bürger von Windsor
    Lin Lin Fan - Frau Fluth
    Marc-Olivier Oetterli - Herr Reich, Bürger von Windsor
    Marie-Luise Dreßen - Frau Reich
    Ani Yorentz - Anna Reich
    Daniel Jenz - Fenton
    Younggi Moses Do - Junker Spärlich
    Hee Saup Yoon - Dr. Cajus
    Bernhard Modes - Der Wirt
    Chor des Staatstheaters Kassel
    Staatsorchester Kassel
    Leitung: Anja Bihlmaier

    Nach der Oper ca. 22.20
    Die besondere Aufnahme
    Paul Hindemith
    Konzert für Violine und Orchester

    Arabella Steinbacher, Violine
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Vladimir Jurowski
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Der Regisseur Alvis Hermanis ist zurück an der Wiener Burg mit "Schlechte Partie“
    Gespräch mit Reinhard Karger

    Das Floß
    Jan Fabre kuratiert die Kunst-Triennale in Oostende
    Von Kerstin Schweighöfer

    Landwirtschaft der Gifte
    Über die Wirksamkeit von Fotoreportagen
    Von Jochen Stöckmann

    Ersan Mondtag macht weiter mit Tragödie
    "Die Orestie" im Thalia Theater Hamburg
    Gespräch mit Michael Laages

    Indie-Rock im Großen Saal
    The National in der Elbphilharmonie Hamburg
    Gespräch mit Juliane Reil