Politisches Feuilleton 

Auf der Suche nach dem SinnOhne die Kirchen geht es nicht

Restaurant und Event-Location "Glück und Seligkeit" in der ehemaligen evangelischen Martini-Kirche in Bielefeld (dpa / Robert B. Fishman)

Jedes Jahr verlieren die beiden großen christlichen Kirchen Hunderttausende Mitglieder. Doch wer füllt das ethische Vakuum, dass dadurch entsteht? Der Schriftsteller Martin Ahrends glaubt nicht, dass sich so schnell Ersatz für die Kirchen findet.

AfghanistanMorde an Journalisten bedrohen die Pressefreiheit

Zwischen einer Gruppe von Männern tragen einige Männer einen Sarg auf ihren Schultern. (picture alliance / AA / Wali Sabawoon)

Mindestens acht ermordete Journalisten allein im letzten Jahr: In Afghanistan wird regelmäßig Jagd auf Medienschaffende gemacht. Nach den Tätern fragt niemand. Emran Feroz fordert die internationale Gemeinschaft auf, hier nicht tatenlos zuzusehen.

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Greta Thunbergs ErfolgsgeheimnisDie politische Kraft des Autismus

Porträt der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg mit Mund-Nasen-Schutz und gelber Regenmantel-Kapuze. (imago / TT / Jessica Gow)

Unkonventionell, mit starkem Rückgrat und immer das Wesentliche im Blick: Greta Thunbergs politische Haltung sei vorbildlich, findet der Journalist Ralf Hutter. Möglich geworden sei sie durch Thunbergs Autismus. Mehr davon täte der Gesellschaft gut.

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Leben nach CoronaEin Sommertagstraum

In einem Garten sitzen Menschen zum Essen an einem langen Tisch. (Unsplash / David Todd McCarty)

Man wird ja noch träumen dürfen: zum Beispiel von einem unbeschwerten Sommertag mit Schwimmbad und Biergarten in einer coronafreien Zukunft. Die Schauspielerin Nicola Schubert malt sich einen Tag in Himmelblau.

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Gayle Tufts über Joe BidenYes, he can!

Porträt von Joe Biden vor einer US-Flagge. (AFP / Olivier Douliery)

Ein monumentaler Job liegt vor dem neuen US-Präsidenten Joe Biden: Er soll ein von Hass und Spaltung zerfressenes Land befrieden, und nicht alle trauen dem 78-Jährigen das zu. Gayle Tufts schon: Sie setzt auf die Erfahrung von "Everybody's Opa".

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Infodemie als Seuche der ZukunftRebellische Halbbildung

Plakat mit einer Zeichnung von Donald Trump, der Desinfektionsmittel trinkt. (Unsplash / Mika Baumeister)

Corona hat das Virus der Verschwörungstheorie voll zum Ausbruch gebracht. Medienwissenschaftler Roberto Simanowski sieht dahinter die Sehnsucht nach einer Geschichte – im Gegensatz zu reiner Informiertheit. So wird das Unglaublichste glaubhaft.

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Zustände im Flüchtlingslager Kara TepeUnsere verlorene Unschuld

Menschen im Flüchtlingslager Kara Tepe auf Lesbos in Griechenland säubern ihre Zelte nach einem starken Regensturm, aufgenommen am 14. Oktober 2020 (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Panagiotis Balaskas)

Washington und Pandemie - das sind die Themen dieser Tage. Die katastrophale Situation in Flüchtlingslagern gerät aus dem Blick. Zumal die Berichterstattung behindert wird. Doch sage keiner, er habe nichts gewusst, mahnt Publizistin Sieglinde Geisel.

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CDU-ParteitagDie Körpersprache der drei Kandidaten

Die drei Kandidaten für den Vorsitz der CDU Deutschlands, Friedrich Merz (l-r), Norbert Röttgen und Armin Laschet, werden für ein Online-Video-Talkformat, in dem live aus dem Konrad-Adenauer-Haus Fragen der CDU-Mitglieder beantwortet werden, vorbereitet (picture alliance/dpa/dpa-Pool / Bernd von Jutrczenka)

Ausleuchtung des Gesichts, Höhe des Pults, Nähe zur Kamera: Diese Aspekte gewinnen auf dem CDU-Videoparteitag gegenüber den Inhalten an Gewicht. Vorab hat sich der Verhaltenscoach Peter Modler die Eignung der drei Kandidaten für das Event angeschaut.

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TransmenschenDas Ende der "natürlichen" Ordnung

Ein junger Mensch im Anzug mit einer Fliege in Regenbogenfarben. (imago images / Arnulf Hettrich)

Die Aufmerksamkeit für Transmenschen und geschlechtliche Vielfalt ist gewachsen. Doch betrifft das nicht nur sehr wenige? Es gehe nicht um Prozentzahlen, meint Genderforscherin Andrea Geier. Der Zustand von Demokratien zeige sich im Umgang mit Minderheiten.

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Freiheit oder StaatBrauchen wir ein Grundrecht auf Sicherheit?

Polizisten stehen in einem Gang des des Landgerichts Berlin. (picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Paul Zinken)

Wenn Corona-Kritiker notorisch auf ihre Freiheitsrechte pochen, könnten ihre Gegner nicht ebenso berechtigt ein „Grundrecht auf Sicherheit“ einfordern? Der Jurist Matthias Buth gibt darauf eine Antwort und meint: Beide Vorstellungen berühren sich.

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Kosmische Anti-Demokraten?Das Politische an der Esoterik

Eine Hand hält eine Glaskugel gegen den Himmel. (Unsplash / Hudson Hintze)

Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit kosmischen Kräften oder der Welt der Geister erschien überflüssig: Lange wurde Esoterik wie bunte Folklore betrachtet, meint der Historiker Tillmann Bendikowski. Aber was tun, wenn das Ganze politisch wird?

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Auf der Suche nach dem WirComputerspiele ermöglichen neue Netzwerke

Ein Mann sitzt in einem abgedunkelten Raum mit Kopfhörern vor einem Computer. (Unsplash / Sean Do)

Freie Information für alle! Trotz dieser Ur-Hoffnung ist das Internet eher zum digitalen Marktplatz geworden, beherrscht von Konzernen. Ein kleines Refugium der Wir-Utopie hat der Politologe Adrian Lobe dennoch entdeckt: Computerspiele.

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ArtenvielfaltWie Natur uns glücklich macht

Ein Bergfink (Fringilla montifringilla) sitzt auf einem Ast. (picture alliance / blickwinkel / AGAMI / R. Armada)

Die Naturschutzorganisation WWF warnt: Weltweit sind Tierbestände dramatisch geschrumpft. Eine schlechte Nachricht auch für die Menschen, meint der Publizist Stephan Börnecke, denn die Artenvielfalt steigere auch unsere Zufriedenheit.

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Analog und digitalStoppt die Meinungsinflation!

Eine Illustration zeigt zwei sich gegenüberstehe Gruppen mit Megafonen und Transparenten. (imago images / Ikon Images / Harry Haysom)

Sie ist nicht selbstverständlich: Wer in Diktaturen auf Meinungsfreiheit pocht, kann für Jahre in Haft kommen. Dafür werde in westlichen Demokratien so viel Meinung geäußert wie nie, meint der Publizist Arno Frank – ein Phänomen mit Schattenseiten.

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Astrologie-BegeisterungOpium für die Millennials

Während ein junger Mann auf sein Smartphone schaut, beleuchtet das Display sein Gesicht. (Unsplash / Eddy Billard )

Was bringt 2021? Um das zu erfahren, studieren jetzt manche ihr Horoskop. In der digitalen Welt findet geradezu ein Sternzeichen-Boom statt. Besonders junge Menschen nutzen regelmäßig ihre Astrologie-Apps, auch die Journalistin Ann-Kristin Tlusty.

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Auf Kosten von Hund und KatzeTierliebe ist heimliche Selbstliebe

Ein West Highland Terrier in einem Anzug (picture alliance / empics / PA Wire / Danny Lawson)

Was wir an unseren Haustieren lieben, sind vor allem ihre menschlichen Wesenszüge: Wir nutzen sie als Abbild unserer selbst, meint der Autor Gerhard Staguhn. Das Wohl des Tieres gerate dabei aus dem Blick.

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Neues KlassenbewusstseinHabitus schafft Identität

Illustration eines Mannes, der seinen Schatten betrachtet, der eine Krone trägt. (Getty Images / Malte Mueller)

Früher waren Haus, Auto oder Doktortitel Statussymbole. Heute entscheiden subtilere Kriterien: Soziale Distinktion hänge vom individuellen Selbstverständnis ab, meint der Publizist Konstantin Sakkas.

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Wende-Erinnerungen umgekehrtWessis im Osten sind zum Schweigen verurteilt

Karikatur zwei aneinandergenähter Zwillinge mit einer Deutschlandfahne auf dem Bauch. Ein Arzt sagt ihnen: "Wenn das so weitergeht, muss ich euch wieder trennen." (Picture Alliance / dieKLEINERT.de / Leopold Maurer)

Im Wendeerinnerungsjahr wurden die Berichte von Westdeutschen, die in den Osten zogen, wenig beachtet. Pauschal wurden sie als Glücksritter, Krisengewinnler und Schnäppchenjäger dargestellt. Das ärgert die Therapeutin Astrid von Friesen.

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Rückkehr der PrüderieAuch kein Körperkontakt im Kinofilm

Junge Frau bei Ellenbogen-Begrüßung (imago images / Westend61)

Ellenbogen-Begrüßung statt Handschlag: Der Schutz gegen Corona hat unsere Umgangsformen verändert. Und nicht nur die, wie der Autor und Journalist Uwe Bork bemerkt. Er sieht sogar im Kino eine neue Biederkeit auf uns zukommen.

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Weihnachten im LockdownBitte keine erziehlichen Besinnungsbefehle!

Weihnachtsmann am Baum mit Maske (Symbolfoto) (imago images / Political-Moments)

Angesichts von Corona sind Politikerinnen und Politiker öfter emotional geworden. Die Theologin Gesine Palmer versteht das, mag sich mit der Übergriffigkeit der Emotionalität aber nicht anfreunden. Sie verärgern belehrende Worte und "Gefühlskitsch".

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Krisenprävention bei CoronaHinterher ist man immer schlauer

In einen Ganzkörper-Schutzanzug gekleidet ist ein Mitarbeiter eines Corona-Testzentrums auf dem Messegelände in Marburg. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)

Die Krisenmaßnahmen nach dem Corona-Ausbruch wirkten oft erratisch und wenig effektiv. Der Sozialforscher Nils Zurawski fragt, ob sich das bei der nächsten Krise besser machen lässt. Wie gut können wir uns überhaupt auf Katastrophen vorbereiten?

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WeihnachtsgeschenkeDie Kraft der Dinge

Geschenkekartons mit Geschenken darin (Illustration) (imago images / Westend61)

Vielleicht wird der Gabenrausch dieses Weihnachten etwas gemäßigter ausfallen. Konsumkritiker mögen das begrüßen. Doch Dinge, sagt die Ethnologin Petra Beck, sind mit uns ganz besonders verbunden: Wir sollten sie achten.

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Corona-ImpfungImpft Pfleger zuerst – um der Alten willen

Eine Vintage Illustration einer Hand, die eine Spritze hält. (Getty Images Plus/ iStock / channaron)

Wer erhält den Corona-Impfstoff zuerst? Von der Antwort darauf hängt ab, wie effektiv die Impfstrategie tatsächlich wirkt. Der Medizinjournalist Nikolaus Nützel rät daher zu kühlem Nachdenken: Die naheliegendste Antwort ist nicht unbedingt die beste.

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StatistikenDie Leitplanken in der Unsicherheit

Illustration einer Wirtschaftsstatistik, die mit Coronavirus-Symbolen durchsetzt ist. Durch die Grafen der Statistik geht ein Mann mit Regenschirm. (imago/Science Photo Library/Gary Waters)

Seit Corona stehen Statistiken hoch im Kurs. Wer sie liest, fühlt sich bestens orientiert. Aber das kann trügerisch sein, warnt die Statistikerin Katharina Schüller: Nicht selten zeichnen Statistiken ein unzureichendes Bild der Wirklichkeit.

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