Politisches Feuilleton 

Lob der EinsamkeitWir sind jetzt alle ein Bild von Edward Hopper

Eine junge Frau sitzt auf einem Bett und blickt melancholisch aus dem Fenster. (picture alliance/akg-images/Edward Hopper)

Viele haben sich eine Auszeit vom stressigen Alltag gewünscht. Jetzt ist sie da – doch unter dem Vorzeichen des Coronavirus wird Zeithaben zur Einsamkeit. Für den Philosophen Hans Rusinek zeigt sich: Das Einsamsein gehört zum Menschsein.

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Corona und die NachrichtenVom Leben mit der Infodemie

Eine digitale Karte zeigt Zahlen und Ausmaß der Corona-Epidemie. (imago/xim.gs)

Noch nie in der Mediengeschichte hat sich ein globales Publikum so konzentriert um ein Thema herum gebildet wie momentan in der Coronakrise. Souveräne Mediennutzung wird da zur Bürgerpflicht. Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen gibt Tipps.

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MobilitätswendeDie Stadt der Zukunft ist flexibel

Abstrakte Illustration eines Verkehrsstaus in urbaner Umgebung (imago/Ikon Images/Guido Rosa )

Für die Klimawende sind neue Formen der Mobilität nötig - insbesondere in den Städten. Doch mit emissionsfreien Fahrzeugen allein ist es nicht getan, meint der Journalist Klaus Englert. Auch die städtische Infrastruktur muss sich grundlegend wandeln.

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Corona im KriegsgebietHilfe für die Menschen von Idlib

Panoramablick über ein Flüchtlingslager in Idlib. (imago/ZUMA Wire/Juma Mohammad )

Sollte die Corona-Pandemie das nordsyrische Idlib erreichen, droht eine Katastrophe, sagt der Journalist Andreas Zumach. Er fordert ein sofortiges Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region. Ohne politischen Druck wird das nicht gehen.

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Das Coronavirus und die IsolationDie Crux mit dem Abstand halten

Draufsicht auf einen jungen Mann, der entspannt auf einer Couch sitzt und vor sich einen Tisch stehen hat, auf dem sich eine Schale Chips befindet. (imago/Spectral Panthermedia)

Hinaus ins Freie - ein Wunsch, der selbst passionierteste Stubenhocker dieser Tage unbändig umzutreiben scheint. Warum fällt es in Corona-Zeiten so schwer, die Richtlinien des Abstandhaltens umzusetzen, fragt sich der Journalist Uwe Bork.

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ReaktionsmusterWie Organisationen mit Krisen umgehen

Ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Infektionsgefahr" ist an einem Zelt zur Untersuchung von Corona-Verdachtsfällen an der Einfahrt zum Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen in Brandenburg angebracht, aufgenommen am 15. März 2020. (picture alliance/Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa)

Unternehmen, Institute, Großprojekte - viele Organisationen kennen schwere Zeiten. Manchmal scheitern sie, das ist normal. Was aber, wenn alle gleichzeitig in eine Krise geraten? Der Soziologe Stefan Kühl weiß, auf was es dann besonders ankommt.

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Schutz für Geflüchtete vor CoronaEs darf kein Recht zweiter Klasse geben

Zwei Männer im Regenponcho gehen durch ein notdürftiges Zeltlager von Flüchtlingen. (picture alliance/dpa/NurPhoto/Belal Khaled)

Geflüchtete an der griechisch-türkischen Grenze brauchen dringend Schutz vor der Coronagefahr. Nur humanitäre Hilfe könne die Folgen des menschenverachtenden EU-Türkei-Deals entschärfen, meint Journalist Martin Gerner. Das Recht auf Asyl stehe auf dem Spiel.

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Volkskammerwahl vor 30 JahrenDer kurze Sommer der freien DDR

Im Wahllokal der Juri Gagarin POS werden am 18. März 1990 die Stimmzettel der Wahl zur letztenVolkskammer der DDR ausgezählt. (picture-alliance/ZB/Stefan Sauer)

Am 18. März 1990 fanden in der DDR die ersten und letzten freien Wahlen zur Volkskammer statt. Den Bürgern im Osten blieben nur wenige Monate bis zur Wiedervereinigung. Zu wenig Zeit, um einen eigenen Weg zu finden, meint Publizist Markus Ziener.

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DiskriminierungWarum ich nicht Niels Ullrich heiße

Ein Mann mit verspiegelter Maske steht auf einem Platz mit Hochhäusern. (Unsplash / Alex Iby)

"Nomen est Omen", heißt es einerseits. "Name ist Schall und Rauch", andererseits. Der Publizist Hasnain Kazim weiß aus eigener Erfahrung, dass Letzteres nicht stimmt – und will aber seinen Namen trotzdem nicht ändern.

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SchönheitsidealEin geistloses und reaktionäres Frauenbild

Durch ein Loch in einer rosa Pappe ist ein pink geschminkter Mund und die Nase einer Frau zu sehen. (Unsplash / Ian Dooley)

Die aktuelle "Miss Germany" ist mit 35 Jahren quasi uralt. Bei der Begründung ihrer Wahl wurde die Jury unverschämt, und bemerkte es nicht mal, kritisiert die Autorin Kerstin Hensel: Weil immer noch ein überkommenes Frauenbild herrsche.

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Corona und die FolgenVor einem Virus sind alle Menschen gleich

Eine Illustration zeigt Gruppe Menschen, die in einem Schraubstock zusammengedrückt werden.  (imago images / Ikon Images / Gary Waters)

Ein Virus ist unpolitisch, aber es verändert den politischen Raum. Covid-19 erinnert alle egoistischen Teilnehmer der Gesellschaft unweigerlich daran, dass sie einer Herde angehören, meint Sieglinde Geisel. Das könne auch positive Folgen haben.

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Das Ende des LebensEin Weg, den jeder allein geht

Fußspuren im Sand (imago images / Mint Images)

Das Bundesverfassungsgericht hat deutlich geurteilt: Der Wunsch, das eigene Leben zu beenden, ist legitim und darf vom Staat nicht behindert werden. Aber wie sehen Sterbende eigentlich ihr Ende? Die Soziologin Irmhild Saake hat darüber geforscht.

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Digitales DetoxingBitte lasst die Bilder weg

Bildrauschen (Illustration / Deutschlandfunk Kultur)

Am "Day of Unplugging" wird zu einer Internetpause aufgerufen. Medienwissenschaftler Roberto Simanowski würde lieber einen Tag lang an die Anfänge des Internets erinnern: als das Netz noch frei von Kommerz und Fake News war und ohne Bilder auskam.

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USA-Taliban-AbkommenKaum Hoffnung für die afghanische Bevölkerung

Schattenriss: Jugendliche auf einem zurückgelassenen sowjetischen Panzer. (picture alliance / Epa / jawad Jalali)

Nach langen Verhandlungen haben die Taliban ein Abkommen mit den USA unterzeichnet. Afghanistan ist zum Friedhof eines Imperiums geworden, schreiben Beobachter. Dabei ist das Land vor allem ein Friedhof für die Bevölkerung, meint Journalist Emran Feroz.

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Das Getöse der ZwanzigerjahreKeine Angst vor lautstarken Zeiten

Kind hört Radio (circa 1922)  (picture alliance / imageBroker / Rosseforp)

Steht uns eine ähnlich krisenhafte und turbulente Zeit bevor, wie in den 1920ern? Nein, damals röhrte und dröhnte es weit mehr als heute, klanglich wie politisch, meint der Kulturhistoriker Bodo Mrozek.

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Weinstein-VerfahrenEin Prozess, der alle beschädigte

auf einen Rollator gestützt verlässt Harvey Weinstein mit seinen Anwälten und ein paar Sicherheitsbeamten das Gerichtsgebäude in Manhattan. (imago / ZUMA Press / Kristin Callahan)

Das Wahrheitsfindung im Prozess gegen Harvey Weinstein war kompliziert, ist aber am Ende gelungen, meint die Schriftstellerin Eva Sichelschmidt. Auch wenn das Verfahren inbesondere für die Opfer des Sexualstraftäters eine Qual war.

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Frauenrollen in Film und FernsehenDas Klischee lebt

Eine, als Leiche auf dem Boden liegende Darstellerin, erhält Anweisungen vom Regisseur. (imago images / Becker & Bredel)

"Wird sie ermordet oder ist sie eine Prostituierte?" Abgesehen von ein paar Leuchtturmprojekten der Frauenförderung sieht die Frauenrealität in Film und Fernsehen trist aus, kritisiert Belinde Ruth Stieve: Jung soll Frau sein, hübsch, schweigsam - oder tot.

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KapitalismusKlimawandel und Klassenkampf

Der Bildhauer Laurence Bradshaw bei der Arbeit an einer Büste für das Grabmal von Karl Marx auf dem Friedhof Highgate in London, 1955. Karl Marx (1818–1883) war Philosoph und Nationalökonom und der Begründer des Marxismus. (akg-images)

Der Kampf um Produktionsmittel - für Karl Marx die Triebkraft jeder gesellschaftlichen Entwicklung. Doch in Zeiten von Klimawandel und Digitalisierung gilt das vielleicht bald nicht mehr, glaubt Markus Ziener. Weil Markt und Besitz an Bedeutung verlieren.

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