Nr. 3091: Ein sehr alter feministischer Zukunftsort?

    29:50 Minuten
    Auf dem Bild ist eine Holztafel abgebildet, auf der die Preise für folgende Leistungen aufgelistet sind: Handlesen, Engelsflüstern und Wahrsagerei
    Eine Tafel zum Verborgenen – Handlesen, Engelsflüstern und Wahrsagerei, als ließen sich die Geheimnisse des Unsichtbaren in Gold aufwiegen. © IMAGO / Rolf Poss
    Moderation: Ralf bei der Kellen |
    Am 18. Oktober 1752 wurde die Mini-Oper „Le devin du village“, „Der Dorfwahrsager“ von Jean-Jacques Rousseau uraufgeführt. Deshalb stehen Wahrsagerinnen und Wahrsager im Mittelpunkt dieser Rätselausgabe.

    Gesucht wird: ein Substantiv bzw. ein Name mit sechs Buchstaben und zwei Silben

    1. Frage

    Den Auftakt macht das Lied „A wand'ring gypsy, Sirs, am I“. Das Wort „Gypsy“ entspricht dem französisch „Gitan“ und ist abgeleitet von dem Begriff „Ägypter“. So bezeichnete man früher abwertend Sinti und Roma. Neben vielen anderen Dingen wurde ihnen auch die Wahrsagerei, vor allem das Handlesen zugeschrieben. Eben das bietet auch die Sängerin des Liedes an. Es ist die No. 23 aus den „25 Irish Songs“, die ein deutscher Komponist zwischen 1810 und 1813 im Auftrag seines schottischen Verlegers schrieb.

    Gefunden und notiert werden soll: der dritte Buchstabe aus dem Vornamen dieses Komponisten.

    2. Frage

    1962 schrieb Allen Toussaint unter dem Pseudonym „Naomi Neville“ das Lied „Fortune Teller“. In ihm geht ein junger Mann zu einer Handleserin und befragt sie nach seiner großen Liebe – die sich (Überraschung!) als die Handleserin selbst entpuppt. Viele Bands der British Invasion nahmen das Lied auf – eine von Ihnen gleich mehrfach, u.a. für ihr bahnbrechendes Album „Live At Leeds“. Ihr Name besteht aus zwei Wörtern; jedes hat drei Buchstaben.

    Zielführend ist: der letzte Buchstabe des ersten Wortes.

    3. Frage

    1947 besang ein französischer Schauspieler „Irma La Voyante“, also Irma, die Hellseherin. Dieser Mime war im komischen Fach zuhause; unsterblich machte ihn die Hauptrolle in den Don Camillo-Filmen aus den 1950er Jahren. 1966 spielte er in dem Film „Geld oder Leben“ an der Seite von Heinz Rühmann.

    Sein Künstlername besteht aus einem einzigen Wort – und von dem ist zielführend: der letzte Buchstabe.

    Wenn Sie mitmachen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail an sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de oder per Post an Deutschlandfunk Kultur – Sonntagsrätsel – Postfach 10819 Berlin, oder senden Sie uns ein Fax an die Nummer: 030 – 8503 29 5608

    4. Frage

    In der griechischen Mythologie ist für Blicke in die Zukunft das Orakel zuständig. Eine der schlimmsten Weissagungen legte es dem späteren König von Theben in die Wiege: er würde seinen Vater ermorden und seine Mutter heiraten. Und wie heißt dieser Mann?

    Den benötigten Buchstaben finden Sie in der deutschen Schreibweise seines Namens an vierter Position. (Akustisch illustriert wird diese Frage in der Sendung mit dem Lied „Orakel-Queen aus Neuruppin“ von Annamateur und Außensaiter.)

    5. Frage

    Musik No. fünf trägt den Titel „Taliesins Weissagung“. Taliesin war ein britischer Barde, dem weise Sprüche über die Zukunft des keltischen Volkes zugeschrieben werden. Wir suchen: den Komponisten, der hier ein Gedicht für seine 1901 erschienenen „Zwölf walisischen Lieder“ vertonte. Sein bekanntestes Werk dürfte das Violoinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26 sein; sein Orchesterwerk „Schottische Fantasie“, op. 46 ist ebenfalls nicht ganz unbekannt.

    Aus seinem Familiennamen mit fünf Buchstaben ist zielführend: der letzte.

    6. Frage

    Zum Schluss suchen wir eine britische Band, die 2022 die wohl bekannteste aller Wahrsagerinnen besang, nämlich Kassandra (respektive „Cassandra“). Der Name dieser nach ihrer Frontfrau und ihrer wichitigsten Mitmusikerin benannten Gruppe besteht aus vier Wörtern bzw. aus drei Wörtern und einem Zeichen.

    Der fünfte Buchstabe des letzten Wortes beschließt das diesmal gesuchte Ratewort.
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