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Breitband | Beitrag vom 25.07.2020

Breitband SendungsüberblickDer digitale Spiegel der Gesellschaft

Moderation: Teresa Sickert und Tim Wiese

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Auf der Messe CEBIT steht ein SoftBank Roboter in einer Gruppe von Menschen.  (picture alliance/ Jochen Tack)
Welche Aufgaben können in Zukunft Roboter übernehmen? (picture alliance/ Jochen Tack)

Pflegeroboter und Gesundheits-Apps: zwei Technologien, die in Coronazeiten große Bedeutung bekommen haben und die Frage nach dem Vorrang zwischen Gemeinwohl und Einzelinteressen stellen. Außerdem: Sind Streamingdienste Vorreiter in Sachen Diversity?

Corona hat in der Technikwelt viele Veränderungen angestoßen, zum Beispiel in der Pflege: Maschinen können sich nicht mit einem Virus infizieren und so wurde viel über Pflegeroboter gesprochen.

Welche Aufgaben können in Zukunft von Maschinen übernommen werden und bei welchen sollten Menschen nicht ersetzt werden? Darüber sprechen wir mit der Philosphin Eva Weber-Guskar.

Aber auch in Bezug auf Überwachung hat die Pandemie neue Entwicklungen gebracht: Weltweit wurden verschiedene Apps entwickelt, die die Verbreitung des Virus eindämmen sollen. Zum Schutz der Bevölkerung greifen die Anwendungen unterschiedlich stark in die Privatsphäre der einzelnen Bürger ein.

Die Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann sieht in den Apps einen Spiegel der politischen Strategien der verschiedenen Staaten. Mit ihr sprechen wir über Gesundheitsüberwachung und Politik.

Vielfalt im Programm der Streamingdienste

Die Bewegung Black Lives Matter ist in der Unterhaltungsbranche angekommen: Netflix hat eine gleichnamige Rubrik eingeführt, unter der die Nutzer Filme und Serien finden, die Geschichten über Schwarze erzählen und von Menschen of Color produziert wurden.

"Mit dieser Sammlung von Filmen und Dokus über Rassismus in den USA und die täglichen Erfahrungen von Afroamerikanern erhalten Sie Einblick in dieses wichtige Thema", heißt es auf der Seite. Die Anbieter Disney+ und Amazon Prime führten ähnliche Rubriken ein.

Schon in den letzten Jahren spielte Diversität in vielen Produktionen der Streamingdienste eine Rolle, beispielsweise auch in Bezug auf sexuelle Identität wie in der Serie "Orange is The New Black" oder dem Reality-Format "Queer Eye". Auch Produktionen wie "Transparent", "Unorthodox" oder "When They See Us" zeigen ein deutlich diverseres Gesellschaftsbild, als wir es aus dem klassischen Fernsehen gewohnt sind.

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Treiben die Streamingdienste gesellschaftliche Vielfalt voran? Steckt hinter den Produktionen und kuratierten Seiten ein politisches Anliegen oder geht es vor allem um wirtschaftliche Interessen der Unternehmen? Haben Medienangebote mit mehr Diversität gesellschaftliche Auswirkungen und wie sollte mit alten Produktionen umgegangen werden, die Stereotype bedienen? Darüber sprechen wir mit Thomas Lückerath, dem Chefredakteur des Medienmagazins dwdl.de und Mathias Kauff, Professor für Sozialpsychologie an der Medical School Hamburg.

Team

Moderation: Teresa Sickert und Tim Wiese
Redaktion: Teresa Sickert, Tim Wiese und Jochen Dreier
Webredaktion: Nora Gohlke

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