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Programm: Vor- und Rückschau

Seit 04:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

Tagesprogramm Mittwoch, 4. Oktober 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Feature

Bella
Mit einem Esel quer durch Deutschland
Von Lorenz Schröter
Regie: Nikolai von Koslowski
Mit: Matthias Matschke
Ton: Martin Seelig
Produktion: SFB/ORB 2000
Länge: 54'15

Von Stall zu Stall: Die Provinz aus der Eselsperspektive.

Es ist die Poitou-Eselin Bella, die den Rhythmus der vierwöchigen Reise vom Rhein an die Elbe bestimmt: Sie mag keine Brücken, keinen Asphalt, sie liebt überreife Äpfel und Maisfelder. Der den Esel ziehende Autor weiß nie, wer hier die Reise bestimmt, das Ziel ist keine Sehenswürdigkeit, sondern der nächste Ort hinter dem Wald, in dem es hoffentlich einen Stall gibt. In dieser Reisereportage mit vielen kleinen Abenteuern erlebt man die deutsche Provinz aus einer ganz ungewöhnlichen Perspektive.

Lorenz Schröter, 1960 in München geboren, radelte um die Welt, veranstaltete eine Literaturreihe, lief Triathlon und ritt mit seinem Esel durch Deutschland. Sein Buch "Mein Esel Bella" kam auf Platz 7 der Zeit-Bestsellerliste. Der Autor lebt in Berlin, er verfasste rund 50 Features und Hörspiele, u a. Wurfsendungen für Deutschlandradio Kultur. Stücke: "This not a love song. Die Geschichte von Nora Foster und Ari Up" (BR 2014), "Der verwegene Baron - Flucht aus Sibirien und Dschihad für den Kaiser" (Mitautor Nikolai von Koslowski, MDR/WDR/BR 2016), "Angst - Das Gefühl nach dem Terror" (NDR 2016).

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Americana
Moderation: Carsten Rochow

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

u.a. Kalenderblatt
Vor 100 Jahren: Die chilenische Sängerin Violetta Parra geboren

05:30 Nachrichten

05:50 Aus den Feuilletons

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Guido Erbrich
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Finanzsystem 4.0: Die Idee der sozialen Währung
Von Dirk Helbing

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Deutschland - wie weiter? Bildung als Rezept oder Provokation?
Gespräch mit Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, Wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Liv" von Kevin Kuhn
Rezensiert von Carsten Hueck

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Der poetische Dauer-Anarchist
Katrin Heise im Gespräch mit dem Liedermacher Konstantin Wecker

Bei inzwischen 600 Liedern, Filmmusicals und Gedichten verliert er schon einmal den Überblick: Konstantin Wecker. Der Musiker, Schauspieler und Autor steht inzwischen mehr als sein halbes Leben auf der Bühne und füllt auch mit 70 Jahren noch die Konzertsäle. Derzeit ist er mit seinem Programm „Poesie und
Widerstand“ auf Tournee. Der gebürtige Münchner gilt früh als musikalisches Wunderkind. Der Durchbruch kommt für ihn Ende der 1970er-Jahre mit dem Album
„Genug ist nicht genug“. Darauf findet sich auch der Titel „Willy“: die Ballade über seinen von Rechtsradikalen erschlagenen Freund; Ein Titel, der bis heute aktuell ist. Trennungen, Exzesse, Drogen, Gefängnis - Konstantin Wecker durchlebt Höhen und Tiefen und reflektiert diese in zwei Autobiografien.
Ob er immer noch Anarchist ist, wie schwer Genießen sein kann und wie politisch Kunst sein soll - darüber unterhält sich Katrin Heise mit Konstantin Wecker.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Joachim Scholl

"Ich so du so" - Bilder und Geschichten gegen das Normalsein
Von Anke Kuhl

"Losfahren" - Die Freiheit der Frauen in Saudi-Arabien
Von Tobias Wenzel

"Deutsche Landschaften" von Hansjörg Küster
Rezensiert von Johannes Kaiser

Straßenkritik: "Timbuktu" von Paul Auster
Von Maria Bonifer

Buchempfehlungen Oktober:
"Die Kieferninseln" von Marion Poschmann
Gespräch mit Kolja Mensing und Jörg Plath

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Mascha Drost

Das muss man gehört haben... Klassik
Von Rainer Pöllmann

11:30 Chor der Woche

Junge Chöre München

Die Jungen Chöre München bestehen aus einem Knaben- und einem Mädchenchor. Gemeinsam waren die gut hundert Kinder und Jugendlichen gerade auf einer Tournee durch Belgien und die Niederlande. Auf ihren Reisen, die sie auch schon nach Asien, Australien, Amerika und in verschiedene europäische Länder führten verstehen sie sich als Botschafter der bayerischen Landeshauptstadt. Auch wenn sie sich als konfessionell unabhängiger Chor verstehen, war der Besuch beim Papst in Rom ein besonderes Erlebnis. Das Repertoire besteht vorwiegend aus klassischer Chorliteratur, aber auch Musical Songs und Pop gehören dazu.

11:45 Rubrik: Folk

Die Zukunft des schottischen Folk ist weiblich
Gespräch mit Kerstin Poppendieck

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Ulrich Greiner, Feuilletonchef "Die Zeit"
Moderation: Anke Schaefer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Länderreport

Spurensuche: Lenin-Denkmäler in Berlin
Von Anja Nehls

Vaterland Russland - Kinder von Rotarmisten in Berlin
Von Philipp Buder und Thomas Klug

Ein Mini-Airport, der funktioniert: Verkehrslandeplatz Schönhagen
Von Vanja Budde

Moderation: André Hatting

Vaterland Russland - Kinder von Rotarmisten in Berlin
Zwischen 1945 und 1990 wurden in Berlin und Ostdeutschland geschätzt mehr als 100 000 Babys geboren, deren Mütter Deutsche und deren Väter Rotarmisten waren. Kinder aus deutsch-sowjetischen Beziehungen waren zu DDR-Zeiten unerwünscht, selbst wenn diese aus einer Liebesbeziehung hervorgingen. Was ist aus diesen „vaterlosen“ Töchtern und Söhnen, den sogenannten Russenkindern, geworden?

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Max Oppel

Wann ist der Mensch noch ein Mensch?
"Blade Runner" und "Blade Runner 2049"
Gespräch mit Hartwig Tegeler

Stroke
Messe für "Newcomer-Kunst jenseits Akademischer Tempel"
Von Tobias Krone

Wa(h)re Angst-Ausstellung in der AfD-Hochburg Pforzheim
Gespräch mit dem Kurator Janusch Tschech

Vorgespult: "Félicité", "Blood Simple" und "Unter deutschen Betten"
Vorgestellt von Christian Berndt

14:30 Kulturnachrichten

Von Ben Ebeling

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Musiktag

Moderation: Ulrike Jährling

Klangohr CD-Test
Von Rüdiger Bischoff

Musikreise: Tadschikistan
Von Brigitte Jünger

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Vivian Perkovic

Meister der Melancholie:
Scott Matthew auf Tour mit Rodrigo Leao
Von Carsten Beyer

Violeta Parra zum 100:
Wirkung und Echo der großen Sängerin Südamerikas
Von Katrin Wilke

Newcomer der Woche: Kelela mit "Take me apart"
Gespräch mit Jenni Zylka

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Nicole Dittmer und Julius Stucke

17:30 Kulturnachrichten

Von Cora Knoblauch

18:00 Nachrichten

18:30 Uhr

Weltzeit

Tradition statt Moderne - KanadasUreinwohner entdecken ihre Wurzeln
Von Oranus Mahmoodi

Kampf um Land und Rechte - die Mapuche in Chile
Gespräch mit Ivo Marusczyk, Korrespondent Buenos-Aires

Moderation: Susanne Arlt

Tradition statt Moderne - KanadasUreinwohner entdecken ihre Wurzeln
Kanada und seine Ureinwohner - als Europäer denkt man, dass die Kanadier fairer mit ihren Natives umgegangen sind, anders als die USA. Doch leider wurden die Ureinwohner Kanadas bis in die 1970er Jahre aus ihren Familien gerissen, man verbat ihnen das Singen ihrer Lieder, ihre Sprachen und Tänze - überhaupt die Ausübung ihrer Kultur. Die heute über 50-Jährigen haben also selten ihre Sprache, Lieder oder Tänze gelernt. 150 Jahre nach dem Verlust von Land und Identität legen vor allem die jungen "First Nations" ihre kulturellen Wurzeln wieder frei.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Zeitfragen. Kultur und Geschichte

Magazin

Bilderstreit next level: Livestream vom Aufbau der Garnisonkirche
Von Matthias Dell

25 Jahre ZZF: DDR-Historiographie
Von Winfried Sträter

19:30 Zeitfragen. Feature

"Russenbalg!"
Besatzungskinder im Nachkriegsdeutschland
Von Karoline Knappe

Irgendwann hatten sie das Gefühl: Mit mir stimmt etwas nicht. Es gibt ein Geheimnis um meine Existenz...

Besatzungskinder, also Kinder, die einheimische Frauen mit eigentlich feindlichen Soldaten bekommen, entstehen in jedem Krieg. In früheren wie in heutigen. Und sie leiden: unter Ausgrenzung und Stigmatisierung und nicht zuletzt darunter, den leiblichen Vater nur selten kennen zu lernen, denn oft wissen sie noch nicht einmal, wer ihr Vater ist. Nach 1945 haben amerikanische, britische, französische und russische Besatzungssoldaten ca. 400.000 Kinder, so schätzen Forscher heute, mit deutschen Frauen bekommen. Entstanden sind Kinder aus Liebesbeziehungen, die natürlich nicht gern gesehen waren, aber auch aus Vergewaltigungen. Erst in den letzten Jahren haben Forscher begonnen, sich intensiver mit den Schicksalen von Besatzungskindern zu beschäftigen.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

National Concert Hall, Dublin
Aufzeichnung vom 29.09.2017

Johannes Brahms
Violinkonzert D-Dur op. 77

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Sergej Prokofjew
Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 („Symphonie classique“)

Veronika Eberle, Violine
RTÉ National Symphony Orchestra
Leitung: Nathalie Stutzmann

21:30 Uhr

Hörspiel

Hörspielraum
Von Eisläufern und Wortanglern
Die Hörspiel-Adaption von Per Pettersons Roman "Nicht mit mir"
Vorgestellt von Sylvia Rauer
Regie: die Autorin
Mit: Steffen Moratz und Stefanie Hoster
Ton: Jean Szymczak
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
Länge: 56'18
(Wdh. v. 23.09.2015)

Sylvia Rauer begleitet seit Jahren immer wieder besondere Hörspielproduktionen von Deutschlandradio Kultur. Im Juli 2015 galt ihr Interesse dem Wandlungsprozess, den Per Pettersons Roman ‚Nicht mit mir‘ auf seinem Weg vom gedruckten Wort bis zum Radioklang erfuhr. Sie sprach mit dem Autor Petterson und dem Bearbeiter und Regisseur Steffen Moratz, der dem 300-Seiten-Roman eine neue Form gegeben hat. Sylvia Rauer beobachtete die Aufnahmen im Studio und interviewte die Dramaturgin Stefanie Hoster und den Komponisten Andreas Bick.

Sylvia Rauer, geboren 1959, lebt als Autorin und Regisseurin in Berlin. Weitere Hörspielräume für Deutschlandradio Kultur von Sylvia Rauer: 2001: "Verzichte niemals auf deine Träume" zu "Mein erster Sony" von Benny Barbasch (Bearbeitung und Regie: Barbara Liebster), 2004: "Radio-Botschaften von Liebe und Restauration" zu "Rot und Schwarz" nach Stendhal (Bearbeitung: Helmut Peschina, Regie: Marguerite Gateau), 2008: "Ein einziges Kommen und Gehen" zu "Nothing to know but coffee to go" von Esther Dischereit, 2008: "Stimmen über der Elbe" zu "Mutter Hamburg" von Adolf Schröder, 2009: "pips und paps surround" zu "Vater, Mutter, Zuckerstreuer" von Patricia Görg (Regie: Christiane Ohaus), 2011: "Das fünfte Element" zu "Voodoo Child" von Susanne Amatosero, 2012: "Erzähl von Ruanda! " zu "Personalausweis/Carte d’identité" von Diogène Ntarindwa (Regie: Marguerite Gateau), 2013: "Einmal Chile und zurück" zu "Aus der Ferne: Drei Schwestern" von Sara M. Schüller (Regie: Anouschka Trocker), 2016: "Herr C. hat immer in Stimmen gedacht" zur Radiofassung von Elias Canettis "Buch gegen den Tod" (Bearbeitung und Regie: Hans Gerd Krogmann).

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Kirsten Lemke

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Andrea Gerk

Ärger um Netflix-Serie Narcos: Fluch oder Segen für Kolumbien?
Gespräch mikt Burkhard Birke

Filme der Woche: "Félicité" und "Tom of Finland"
Vorgestellt von Hannelore Heider

Wiederentdeckt: Die Künstlerin Jeanne Mammen in der Berlinischen Galerie
Von Barbara Wiegand

Kulturpresseschau
Von Hans von Trotha

23:30 Kulturnachrichten

Von Jule Hoffmann

Oktober 2017
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