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Programm: Vor- und Rückschau

Seit 14:30 Uhr

Vollbildaufnehmen

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Ist das Kunst oder kann das weg?
Der Cannes-Gewinner "The Square"
Gespräch mit dem Regisseur Ruben Östlund

Vorgespult:
"Django", "Untitled", "Die Unsichtbaren"
Vorgestellt von Christian Berndt

Akte-Weinstein: Ein Update
Von Nicole Markwald

Der letzte Tycoon
Der Fall Weinstein und Hollywood
Gespräch mit Patrick Wellinski

Im Lügennetz des Verbrechens
Hans-Christian Schmids Serie "Das Verschwinden"
Gespräch mit dem Regisseur

Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea beim Filmfestival in Busan
Gespräch mit Anke Leweke

Italien hat eine Quote für italienische Filme eingeführt
Von Thomas Migge

Top Five: Musikerbiografien
Von Hartwig Tegeler

Tagesprogramm Samstag, 21. Oktober 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Das Wirtschaftswunder der Literatur
Eine Lange Nacht über die Gruppe 47
Von Helmut Böttiger
Regie: Beate Ziegs

Die Gruppe 47 ist ein Mythos geworden. Autoren wie Günter Grass oder Hans Magnus Enzensberger wurden durch sie berühmt und bestimmten die gesellschaftspolitische Diskussion. Als sich am 6./7. September 1947 ein kleines Häuflein versprengter Schriftsteller bei der Surrealistin Ilse Schneider-Lengyel am bayrischen Bannwaldsee traf, war von dieser zukünftigen Bedeutung aber nichts zu ahnen. Alle waren noch relativ jung und unbekannt. Das literarische Milieu in Westdeutschland wurde von älteren Kulturfunktionären beherrscht, die schon in der NS-Zeit aktiv gewesen waren und sich jetzt als innere Emigranten gerierten. Die Gruppe 47 wurde anfangs zwar ignoriert, aber sie entwickelte sich mit Autoren wie Günter Eich oder Heinrich Böll zu einer atmosphärischen Opposition in der Adenauer-Ära. Dichter wie Ingeborg Bachmann und Paul Celan wurden hier entdeckt. Man suchte Kontakt zu DDR-Schriftstellern. Und mit der fulminanten Lesung aus der ‚Blechtrommel‘ von Günter Grass 1958 begann die Gruppe 47 dann, den bundesdeutschen Literaturbetrieb zu beherrschen. Aus einem Werkstattgespräch unter Kollegen entwickelte sich schlagartig ein literarischer Jahrmarkt. An diesen inneren Widersprüchen zerbrach die Gruppe. Der junge Peter Handke und die Studentenbewegung trugen während der letzten Tagungen 1966 und 1967 ihren Teil dazu bei. Die ‚Lange Nacht‘ über die Gruppe 47 verdichtet auf spannende Weise die Kulturgeschichte der ehemaligen Bundesrepublik mit vielen O-Tönen und Zeitzeugen.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Miklós Rózsa
Desert Fury - Liebe gewinnt

Aaron Copland
The Red Pony (Galiban, mein bester Freund)

Leigh Harline
Warlock
Leitung: Lionel Newman
Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Greens - Manfred Krug im Gespräch mit Isa Karfunkelstein
Rundfunk der DDR 1974
Vorgestellt von Michael Groth

In einem launigen "Zwiegespräch" erfand der vor einem Jahr gestorbene Sänger und Schauspieler die Interviewerin Isa Karfunkelstein. Die Fragen werden von einer Sprecherin vorgetragen, Krug glänzt auf allen Ebenen.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:20 Wort zum Tage

Markus Potthoff
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Nach der Wahlschlappe - Wohin driftet die CDU?
Von Volker Finthammer

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Cyber-Attacke auf das Internet vor 15 Jahren - und die Sicherheitslage heute
Gespräch mit Sandro Gaycken, Direktor des Digital Society Institute an der European School of Management and Technology in Berlin (ESMT)

08:00 Nachrichten

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Aufleuchtende Details" von Péter Nádas
Rezensiert von Jörg Plath

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
Wirkungslose Helfer - Was tun gegen Antibiotikaresistenz?
Moderation: Gisela Steinhauer
Katja de With, Leiterin der Klinischen Infektiologie am Universitätsklinikum Dresden, Apothekerin, Fachärztin für Innere Medizin
Tim Eckmanns, Leiter der Kommission Antiinfektiva, Resistenz und Therapie (ART) beim Robert Koch Insitut in Berlin

Telefonnummer 0 08 00.22 54 22 54
Email unter gespraech@deutschlandfunkkultur.de
sowie auf Facebook und Twitter

Sie sind die wichtigste Waffe gegen gefährliche Bakterien: Antibiotika. Doch diese Waffe droht unwirksam zu werden. Immer mehr Erreger sprechen nicht mehr auf die Behandlung an, sie sind Antibiotika-resistent. Offiziellen Schätzungen zufolge sterben in Deutschland jährlich 7.500 bis 15.000 Menschen an Infektionen, die überwiegend durch Antibiotika-resistente Erreger verursacht wurden. "Das Problem ist so ernst, dass es die Errungenschaften der modernen Medizin bedroht", warnt die Weltgesundheitsorganisation. Das Weltwirtschaftsforum zählt Antibiotikaresistenz mittlerweile zu den größten Risiken für die Weltwirtschaft.

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Gaby Wuttke

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Marc Brost, Wirtschaftsredakteur Die ZEIT
Moderation: Vera Linß

Sondierungsgespräche, Jamaika-Koalition

Journalistenmord in Malta

Situation in Katalonien

Brilliant oder Bullshit
Von Christian Rabhansl

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur
Moderation: Teresa Sickert und Tim Wiese

"Werden wir sie lieben?" Wächst die emotionale Nähe zu künstlichen Helfern?
Gespräch mit Dietrich Dörner, Psychologe, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

"Pepper" als Familienmitglied - Mensch-Roboter-Beziehungen
Von Lydia Heller

Wlan-Sicherheit und die Konsequenzen
Von Jochen Dreier

Europäische Netzpolitik: ePrivacy und Privacyshield
Gespräch mit Thomas Otto

Metalepsen in Computerspielen
Von Yannic Hannebohn

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

"Ich bin ein Zeitmillionär"
Gespräch mit dem Schriftsteller und Dramatiker Oliver Kluck

Männer oben - Frauen unten? Warum es jetzt auch Pro Quote Bühne gibt
Von Natascha Pflaumbaum

Die geniale Stelle
Constanze Becker über die Schauspielerin Hilke Altefrohne

14:30 Uhr

Vollbildaufnehmen

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Ist das Kunst oder kann das weg?
Der Cannes-Gewinner "The Square"
Gespräch mit dem Regisseur Ruben Östlund

Vorgespult:
"Django", "Untitled", "Die Unsichtbaren"
Vorgestellt von Christian Berndt

Akte-Weinstein: Ein Update
Von Nicole Markwald

Der letzte Tycoon
Der Fall Weinstein und Hollywood
Gespräch mit Patrick Wellinski

Im Lügennetz des Verbrechens
Hans-Christian Schmids Serie "Das Verschwinden"
Gespräch mit dem Regisseur

Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea beim Filmfestival in Busan
Gespräch mit Anke Leweke

Italien hat eine Quote für italienische Filme eingeführt
Von Thomas Migge

Top Five: Musikerbiografien
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:05 Uhr

Echtzeitaufnehmen

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Martin Böttcher

Das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit im urbanen Raum

Leben hinter Festungsmauern - die niederländische Wohnsiedlung Haverleij
Von Kerstin Schweighöfer

Hurra, schon wieder eine Absperrung!
Von Julius Stucke

Eine Schnur für mehr Freiheit - unterwegs mit dem Hüter des Eruvs in Manhattan
Kai Klement

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Studio 9 kompaktaufnehmen

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Gaby Wuttke

17:30 Uhr

Tachelesaufnehmen

Braucht die Demokratie eine große Erzählung?
Der Philosoph Dieter Thomä, stellt sich den Fragen von Susanne Führer

Der französische Präsident Macron ist nur der jüngste in einer längeren Reihe von Politikern und Publizisten, die in letzter Zeit eine neue große Erzählung für Europa, für unsere Demokratien einfordern. Dafür bräuchten wir "politisches Heldentum“, meint Macron im Interview mit dem "Spiegel". Die aufgeklärte, postmodern geprägte Bürgerin reibt sich verwundert die Augen: Hatten wir nicht gerade gelernt, den großen Geschichten - wie zum Beispiel dem Kommunismus - zu misstrauen? Waren es nicht "Helden“, die im vergangenen Jahrhundert die Nationen in zwei Weltkriege gestürzt haben? Ist nicht kritisches Hinterfragen erste Bürgerpflicht? - Vielleicht aber haben die modernen Demokratien hier tatsächlich eine Leerstelle, die der Erfolg der Brexit-Kampagne wie der Rechtspopulisten in Europa sichtbar gemacht hat. Auch die "citoyens" träumen offenbar von einer gemeinsamen Idee, einer Vision für unsere Gesellschaft, die von den herkömmlichen Parteien aber nicht mehr geliefert wird.

Über Demokratie, große Geschichten und die Frage, was einen demokratischen Helden ausmache, spricht Susanne Führer mit dem Philosophen Dieter Thomä von der Universität St. Gallen.

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:05 Uhr

Featureaufnehmen

Black America
Von Tom Schimmeck
Regie: Giuseppe Maio
Mit: Hans Löw, Achim Buch, Thilo Werner, Idil Üner, Sandra Borgmann
Ton: Christian Alpen
Produktion: NDR 2017
Länge: 51'47

"Es gibt keine Gleichheit".

Bei seiner Wahl begrüßte das schwarze Amerika Barack Obama wie einen lang ersehnten Heilsbringer. Die Tode der Teenager Trayvon Martin und Michael Brown, von einem Wachmann und einem Polizisten erschossen, die Rassenunruhen von Ferguson und die tödlichen Schüsse auf einen Schwarzen in Charlotte fielen in die Amtszeit des ersten afroamerikanischen Präsidenten. Auf einer ehemaligen Sklavenplantage in Georgetown und in der Chicagoer South Side geht der Autor der Frage nach: Hat sich in der Obama-Zeit etwas verändert oder nicht?

"Amerika hat die Rassenfragen so lange verdrängt, bis die Wunde eiterte und faulte."

Tom Schimmeck, geboren 1959 in Hamburg, Autor, Reporter und Mitbegründer der taz. Redakteur bei taz und Spiegel. 1989 Umzug nach Südafrika, Berichte für GEO, Merian u.v.a. Rückkehr nach Hamburg 1993. Sein Buch "Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache" erschien 2010. Zahlreiche Radiofeatures: Ernst-Schneider-Preis für "Tonfänger" (MDR 2007), Deutscher Sozialpreis und Bremer Rüdi für "Koma-Kicks" (NDR 2008) und RIAS-Radiopreis für "Vier Schüsse in Missoula" (NDR/DKultur 2015). Weitere Stücke: "Kinder kandiert" (NDR/DKultur 2014), "Femme fatale fürs Kapital" (DLF 2016), "Panzer, Pferde, Partrioten" (DLF 2016), "Terrorwarnung" (NDR 2017) und "Glashütte - Das tickende Tal" (MDR 2017).

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Operaufnehmen

Live aus dem Staatstheater Kassel

Otto Nicolai
"Die lustigen Weiber von Windsor", komisch-fantastische Oper in drei Akten von Otto Nicolai
Libretto: Salomon Hermann Ritter von Mosenthal nach dem gleichnamigen Lustspiel von William Shakespeare

Florian Spiess - Sir John Falstaff
Sebastian Noack - Herr Fluth, Bürger von Windsor
Lin Lin Fan - Frau Fluth
Marc-Olivier Oetterli - Herr Reich, Bürger von Windsor
Marie-Luise Dreßen - Frau Reich
Ani Yorentz - Anna Reich
Daniel Jenz - Fenton
Younggi Moses Do - Junker Spärlich
Hee Saup Yoon - Dr. Cajus
Bernhard Modes - Der Wirt
Chor des Staatstheaters Kassel
Staatsorchester Kassel
Leitung: Anja Bihlmaier

Nach der Oper ca. 22.20
Die besondere Aufnahme
Paul Hindemith
Konzert für Violine und Orchester

Arabella Steinbacher, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Vladimir Jurowski
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Fazitaufnehmen

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Der Regisseur Alvis Hermanis ist zurück an der Wiener Burg mit "Schlechte Partie“
Gespräch mit Reinhard Karger

Das Floß
Jan Fabre kuratiert die Kunst-Triennale in Oostende
Von Kerstin Schweighöfer

Landwirtschaft der Gifte
Über die Wirksamkeit von Fotoreportagen
Von Jochen Stöckmann

Ersan Mondtag macht weiter mit Tragödie
"Die Orestie" im Thalia Theater Hamburg
Gespräch mit Michael Laages

Indie-Rock im Großen Saal
The National in der Elbphilharmonie Hamburg
Gespräch mit Juliane Reil

Oktober 2017
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