Vertrauen

    Über ein riskantes Gefühl

    31:08 Minuten
    Grafische Darstellung wie mehrere Menschen in einem Kreis stehen und sich an den Schultern fassen.
    Kann man den Mitmenschen vertrauen? Diese Frage beantwortet in einer Studie nur ein schwaches Drittel eindeutig mit ja. © imago images / fStop Images / Malte Müller
    Von Constanze Lehmann · 05.07.2021
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    Vertrauen in die Mitmenschen, in die Politik, in ein politisches System: Ohne Vertrauen funktioniert eine Gesellschaft nicht. Doch wer vertraut, macht sich auch verletzlich. Wie gut ist es also um das Gefühl insgesamt bestellt?
    Vertrauen Sie mir? Vielleicht haben Sie mich schon einmal erwischt: Eine Zahl war falsch, eine Beobachtung, die ich gemacht und geteilt habe, war weit entfernt von der Ihren? Zweifel schleichen sich bei Ihnen ein.
    "Misstrauen ist erst einmal kein Gegenteil von Vertrauen."
    Vorige Woche dann wurde Ihnen das teure E-Bike geklaut. Sie haben 2000 hart erarbeitete Euro verloren und müssen Zeit und Geld investieren, um wieder mobil zu werden. Sie sind wütend. Ich berichte tags darauf, dass die Zahl der Fahrraddiebstähle in Deutschland zurückgegangen ist. Die regionalen Unterschiede werden erläutert, aber da hören Sie vor lauter Ärger schon nicht mehr zu.
    Vielleicht schicken Sie mir eine Mail. Ich bitte um Entschuldigung für die falsche Zahl, versuche, das mit dem subjektiven Erlebnis und den Fahrraddiebstählen im Allgemeinen zu erklären. Vielleicht hören Sie mir wieder zu, aber Ihr Misstrauen ist erwacht. Sie kontrollieren nun nicht nur mehrfach, ob Sie ihr neues Fahrrad auch wirklich angeschlossen haben, sondern auch so manches, was Sie im Radio hören.
    "Wir würden als Gesellschaft betrogen und belogen von unseren Politikern, wenn wir ein ganz naives, vertrauensseliges Volk wären."

    Werden Erwartungen häufig enttäuscht, kommt es zu einem schleichenden Vertrauensverlust. Der Glaube an das Machbare schrumpft, das Kontrollbedürfnis wächst.
    "Da geht es eigentlich um Vertrauen als soziales Schmiermittel, was einfach Dinge ermöglicht, die sonst nicht möglich wären, wenn man eben alles kontrollieren müsste."
    Wie aber ist es um dieses Schmiermittel bestellt, haben wir eine Vertrauenskrise?
    "Mein Name ist Jan Wetzel. Ich bin Soziologe und arbeite als wissenschaftlicher Mitarbeiter hier am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung."

    Es gibt keine allgemeine Vertrauenskrise

    Es ist immer noch Pandemie, also findet das Interview an der frischen Luft statt, im Innenhof des Wissenschaftszentrums Berlin. Ein vertrauter Ort für den Wissenschaftler.
    "Ja, das ist tatsächlich so, wenn man so ein paar Jahre eben an einem bestimmten Platz gearbeitet hat, dann verbindet man mit den ganzen kleinen Details so ein Vertrautheitsgefühl. Die Kontinuität der Arbeit, das Gebäude, es sind auch die Kollegen. Deswegen arbeite ich hier, glaube ich, auch ganz gern."
    Jan Wetzel hat damit schon etwas angesprochen, das für das Entstehen von Vertrauen elementar ist: Beziehungen und Zeit. Der Soziologe unterscheidet zwei Ebenen: die Familie, Freunde, Nachbarn und enge Kollegen. Da findet man noch Vertrauen, im kleinsten Kreis. Und dann das generalisierte Vertrauen zu Menschen, die man nicht oder kaum kennt, zu Institutionen und Gruppen. Das große Wir – dessen Zerfall seit einigen Jahren beklagt wird.
    "Von so einer allgemeinen Vertrauenskrise, das wäre falsch, davon zu sprechen."

    Gemeinsam mit Jutta Allmendinger hat Jan Wetzel ein Buch über das Vertrauen geschrieben. "Die Vertrauensfrage" haben sie es genannt, nicht die Vertrauenskrise, obwohl in der Unterzeile "Für eine neue Politik des Zusammenhalts" so etwas mitschwingt.
    Gewerkschaften verlieren an Einfluss, Parteien und Kirchen an Zuspruch …
    "Auf dieser Ebene hat sich einfach unheimlich viel verändert."
    Der Wissenschaftler sieht krisenhafte Entwicklungen, aber keine Katastrophe.
    "Es ist nicht dieser große Vertrauensverlust. Es bilden sich auch neue Institutionen, die Demokratie entwickelt auch allein so was wie Bürgerbewegungen, wie NGOs, neue Ebenen, auf denen sie sich organisiert. Aber, es sind bestimmte Risiken mit diesem Neuarrangement verbunden. Das sind eben Sachen wie soziale Ungleichheit, die in dem Fall gar nicht mehr notwendigerweise nur was damit zu tun hat, wer hat mehr, wer hat weniger, sondern auch wirklich damit: Wie ist man eingebunden? Ist man überhaupt sozusagen politisch ansprechbar durch das Gemeinwesen."
    Porträt von Jan Wetzel.
    Einen großen Vertrauensverlust gebe es nicht, sagt Jan Wetzel, weil es neben der Politik noch andere gesellschaftliche Akteure gibt. © David Ausserhofer

    Wenig Vertrauen in die anderen

    Die Forscher haben in zwei großen Befragungen viele Daten erhoben. Demnach sind knapp 70 Prozent der Befragten überzeugt, dass der Verlauf ihres Lebens von ihnen selbst abhängt. Sie sehen sich nicht als Spielball fremder Kräfte. Sie haben Selbstvertrauen. Und: Wer anderen vertraut, ist optimistischer, dass seine Zukunftswünsche in Erfüllung gehen.
    Aber kann man den Mitmenschen vertrauen? – Diese Frage beantwortet nur ein schwaches Drittel eindeutig mit ja. Einen durchgängigen Vertrauensverlust stellen die Wissenschaftler nicht fest, aber in einigen Bereichen misstrauen wir unseren Mitmenschen stärker. Über den Wert der Arbeit zum Beispiel sind sich die Befragten im Großen und Ganzen einig. Den anderen wird aber seltener zugestanden, mehr als nur einen Gelderwerb in der Arbeit zu sehen.
    "Arbeit als etwas, was ich auch tun würde, wenn ich das Geld überhaupt gar nicht bräuchte, würde ich dann trotzdem auf Arbeit gehen. Und dort sehen wir dann das, was wir Vertrauensfrage nennen. Die kommt an der Stelle rein, weil man eben das Gefühl hat: Ja, klar, ich würde das machen. Ich weiß, wie wichtig die Beziehungen sind, die ich auf Arbeit habe, da würde mir richtig was fehlen. Aber bei den anderen ist das, glaube ich, nicht so, die würden dann nicht mehr auf Arbeit gehen."

    Misstrauen blockiert gemeinsames Handeln

    Eigentlich teilen wir noch viele Werte, denken von anderen Personen aber, dass sie diese nicht teilen oder sich nicht entsprechend verhalten.
    "Genau, also das war eine der großen Erkenntnisse dieser Studie, dass da wie so eine Lücke ist."
    Ein gegenseitiges Unverständnis oder Misstrauen.
    "Die Interpretation, die daraus folgt, ist, dass diese Differenzen zum Teil völlig überschätzt werden."
    Die Menschen machen sich gegenseitig klein.
    "Man denkt an sich, fragt sich, wie würde ich das machen, und merkt, na ja, ich versuche das schon so gut wie möglich, schaffe es vielleicht nicht ganz, aber ich versuche es immerhin. Aber die anderen: Da ist Hopfen und Malz verloren. Und dann entsteht so ein Grundkonflikt. Na ja, wenn die anderen nicht anfangen, dann wird es noch viel schwerer gemacht. Und wenn das eben alle gegenseitig denken, dann blockieren sich alle gegenseitig und machen sich klein."

    Der Staat misstraut uns

    Doch nicht nur Bürgerinnen und Bürger misstrauen einander, auch der Staat misstraut uns.
    "Und wenn wir eben an das sozialstaatliche Regime denken, auch so, wie die Arbeitslosenhilfe ist, Arbeitslosengeld konzipiert ist, dann sind das natürlich Misstrauens-Regime."
    Die die Betroffenen immer wieder mit dem staatlichen Misstrauen konfrontieren. Die Gesellschaft vergibt hier Chancen, meint Jan Wetzel.
    "Aber in dem Fall kann nur der Staat eigentlich den ersten Schritt machen, weil der Staat in dem Fall der Stärkere ist."
    Es geht um einen Vertrauensvorschuss. So wie ihn sich auch Politiker und Politikerinnen bei der Wahl erhoffen.
    "Das Wuhletal und auch der Wuhlewanderweg hat mich von Anfang an begleitet. Eine meiner ersten politischen Aktionen war damals die Frage der Renaturierung der Wuhle."
    Die Vögel zwitschern, auf einer Bank stillt eine Mutter ihr Kind, Radler und Fußgänger sind hier unterwegs, ab und zu ist die S-Bahn zu hören. Eine grüne Idylle.
    "Mein Name ist Stefan Ziller, ich bin jetzt 40 Jahre, bin hier in Biesdorf großgeworden, war auf dem Otto-Nagel-Gymnasium, habe Politik in der Jugend-BVV angefangen, hier im Bezirk also tatsächlich über so ein Jugendbeteiligungsprojekt und bin dann bei den Grünen reingeschliddert und habe immer mehr gemacht."

    Der grüne Parlamentarier kandidiert wieder für das Berliner Abgeordnetenhaus, mein Wohnort gehört zu seinem Wahlkreis. Die grüne Idylle täuscht übrigens, zumindest politisch. Seit 2006 holte die CDU in diesem Wahlkreis das Direktmandat.
    "Das stimmt. Für die Grünen ist es ein hartes Pflaster, aber Marzahn-Hellersdorf selber ist ein durch und durch grüner Bezirk. Und trotzdem ist es, was unsere Wahlergebnisse angeht und die politischen Themen immer schwierig. Sowohl die Großsiedlung als auch das Siedlungsgebiet sind für Autos gebaut, und das sind dann nicht die Menschen, die dahinziehen, die dann automatisch Grün wählen. Und wenn man dann kommt mit, man könnte ja weniger Auto fahren, spricht das nicht jedem aus dem Herzen. Sagen wir mal so."
    Spürt der junge Politiker eine Vertrauenskrise in der Gesellschaft. Er stöhnt ein wenig, eine komplexe Frage sei das.
    "Ich erlebe das auch, die Leute glauben nicht mehr viel. Es braucht Ergebnisse von Politik. Und die Menschen haben einfach zu viele politische Versprechen in Wahlkämpfen und Nicht-Wahlkämpfen gehört, die gebrochen wurden. Und das stärkt Vertrauen nicht."
    Eine Straße mit Einfamilienhäusern im Bezirk Marzahn-Hellersdorf in Berlin.
    In Biesdorf im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist Grünenpolitiker Stefan Ziller aufgewachsen.© Deutschlandradio

    "Das politische Geschäft ist nicht das freundlichste"

    Stefan Ziller hat in der Vergangenheit schon einige Wahlkämpfe geführt, hat sich mit Tisch, Stuhl und einer Kanne Kaffee in die Kieze gesetzt und sich einiges anhören müssen. Über kaputte Gehsteige, zu wenig Radwege und Schulplätze, zu viele Migranten.
    "Und das ist schon spannend, wenn die Menschen ihre Lebensgeschichte oder ihren Eindruck von ihrer Umgebung erzählen und dann auch herleiten, warum sie so frustriert sind, dass sie einfach AfD wählen, nicht, weil sie glauben, dass es ein Problem löst, sondern dass sie eben kein Vertrauen haben, dass es anders passiert. Und das ist schon erschreckend. Und dann ist man mit jemanden, mit dem man sehr nah beieinander ist in der Analyse und auch in manchen Grundwerten an manchen Stellen, an einer Gabelung. Wo dann der eine sagt, ich bin jetzt so frustriert, ich wähle AfD und der andere oder ich dann sage: Nein, wir schaffen das so ungefähr."

    Spätestens seit Hartz IV wird den Grünen in der Sozialpolitik nicht mehr vertraut. Da lässt sich nichts beschönigen, sagt Stefan Ziller. Aber inzwischen hätte sich die Partei in diesem Punkt gut aufgestellt.
    "Insofern glaube ich, dass das nicht mehr stimmt. Der öffentliche Eindruck, das ist schwer sozusagen aus den Köpfen raus zu kriegen. Wir Grünen haben mit dem Grundsatzprogramm gesagt, dass wir in Richtung Grundeinkommen gehen wollen. Das war ein großer Erfolg für mich. Da habe ich viele Jahre für gearbeitet."

    Vertrauen kann man, wenn man nicht das Gefühl hat, Politik hält Informationen zurück, sagt Stefan Ziller. Wir reden über Transparenz, die wichtig ist, aber auch immer eine Gratwanderung zwischen Vertrauen und Missbrauch.
    Welche Erfahrungen hat er selbst mit Vertrauensbrüchen?
    "Das politische Geschäft ist ja nicht das freundlichste. Insofern gibt es da immer wieder Situationen, wo Vertrauen missbraucht wird."
    Und wie wirbt er bei den Wählerinnen und Wählern um Vertrauen?
    "Klar, es ist immer so einfach und verlockend, den Leuten das zu erzählen, was sie hören wollen. Aber es bringt nichts. Ich lade alle ein: Suchen Sie das Gespräch. Reden Sie mit mir, messen sie mich im Zweifel daran. Bewerten Sie ein Jahr später, was von dem, was man gesagt hat, irgendwie stimmt."
    Stefan Ziller. Ein Mann sitzt auf einer Holzbank in einem Park.
    "Klar, es ist immer so einfach und verlockend, den Leuten das zu erzählen, was sie hören wollen. Aber es bringt nichts", sagt Stefan Ziller.© Deutschlandradio

    Der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist in der Krise

    "Mein Name ist Tobias Rothmund. Ich bin Professor für Kommunikations- und Medienpsychologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena."
    Ich treffe den Psychologen auf mir vertrautem und zugleich fremden Gelände: im Zentrum von Leipzig. Vor 40 Jahren habe ich hier meinen Studienabschluss gemacht. Da hatte die Innenstadt noch sichtbare Kriegswunden, heute ist vieles anders und schick. Tobias Rothmund wohnt in Leipzig und pendelt, wenn nicht gerade Corona ist, nach Jena.
    "Wir nehmen eine Krise des Vertrauens wahr, eine Krise im Zusammenhalt der Gesellschaft, und das hat viel mit Vertrauen zu tun."
    Ist es eine Vertrauenskrise oder eine Krise des Vertrauens? Denn alle wollen unser Vertrauen, sind vielleicht sogar vertrauenswürdig, aber wir wollen es nicht geben. Sind wir verletzlicher geworden?
    "Ich brauche Vertrauen, um mich in einer Situation zu öffnen, um auch meine eigene Verletzlichkeit zu akzeptieren."

    Zugleich muss ich darauf vertrauen, dass ich in meiner Verletzlichkeit nicht zu sehr beschädigt werde.
    "Ich würde denken, dass das möglicherweise ein wichtiger Punkt deswegen ist, weil wir in einer Zeit leben, in der wir viel Bedrohung erleben. Bedrohung von althergebrachten Überzeugungen, Bedrohungen im Sinne des Klimawandels, viele Veränderungen, deswegen möglicherweise auch eine höhere Verletzlichkeit haben, also mehr Vertrauen benötigen, um mit dieser Verletzlichkeit umgehen zu können."
    Die Bereitschaft, zu vertrauen oder nicht, wird nicht nur aus der eigenen Erfahrung gespeist, sondern auch aus den Medien. Und die wirken wie Verstärker.
    "Betrug, Lüge, der Hass, der in Teilen der Gesellschaft existiert, der wird auch sehr stark in den Medien diskutiert und transportiert. Und möglicherweise entsteht dadurch auch der Eindruck für den Großteil der Bevölkerung, dass es sich nicht lohnt, zu vertrauen oder dass es möglicherweise gefährlicher wäre zu vertrauen, als es eigentlich ist. Das ist sicherlich dieser Negativitätsbias in den Medien, wie wir sagen würden, der trägt auch dazu bei, dass die Vertrauensbereitschaft sinkt."
    Tobias Rothmund. Ein Mann mit kurzen dunklen Haaren und Bart steht auf einem belebten Platz.
    "Betrug, Lüge, der Hass, der in Teilen der Gesellschaft existiert, der wird auch sehr stark in den Medien diskutiert und transportiert“, erklärt Tobias Rothmund.© Deutschlandradio

    Wir leiden an der Sorge, Selbstwirksamkeit zu verlieren

    Im öffentlichen Leben, sagt der Psychologe Tobias Rothmund, ist der Vertrauensbegriff aber gar nicht so geeignet.
    "Im öffentlichen Leben brauchen wir aber Selbstwirksamkeitsüberzeugung, vor allem auch im politischen Kontext. Das heißt, wir müssen überzeugt sein, dass wir mit dem, was wir tun, etwas bewirken können. Und ich glaube, die Krise des Vertrauens, über die wir reden, ist auch in Teilen eine Krise in der Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Wir leiden im Prinzip an einer Sorge, dass uns diese Selbstwirksamkeitsüberzeugungen verloren gehen, dass wir hier das Gefühl der Steuerung, der Steuerungsmöglichkeiten verloren haben und auch nicht mehr darin vertrauen, dass unsere Politikerinnen diese Steuerungsmacht besitzen.
    In autokratischen Systemen wird die Handlungsmacht allein den Führern zugeschrieben. Anders in Demokratien.
    "In einer demokratischen Gesellschaft, in der wir mit der Legitimation ausgestattet sind, mit der formalen Legitimation, die Geschicke zu bestimmen, entsteht eine größere Diskrepanz. Das heißt, die Enttäuschung ist größer, und ich glaube, das ist ein Problem, mit dem Demokratie im Moment kämpft und in dem Dilemma, in dem demokratische Gesellschaften stecken."

    Vertrauenswürdigkeit und Vertrauensneigung

    Politiker und Politikerinnen gehören zu den Berufsgruppen, denen wenig Vertrauen entgegengebracht wird. Wovon hängt es überhaupt ab, ob wir ihnen vertrauen? Es geht um Wärme und Kompetenz, erklärt Tobias Rothmund:
    "Die Wärmedimension drückt sich in dem Wohlwollen aus, das Menschen in Politikerinnen wahrnehmen, wie integer sie wahrgenommen werden. Kompetenz auf der anderen Seite, fachliche Kompetenz, aber auch Durchsetzungsvermögen von Politikerinnen. Und das sind so zwei zentrale Dimensionen, die durchaus auch unterschiedlich ausfallen können. Bestimmten Personen wird viel Vertrauen gegenüber gebracht, weil sie eben als besonders fachlich kompetent wahrgenommen werden, vielleicht ein bisschen hölzern, das macht dann vielleicht auch nicht so viel aus. Anderen wird viel Wärme zugeschrieben."
    Ist die Vertrauenswürdigkeit einmal verspielt, kann sie nur schwer wiedergewonnen werden. Denn das braucht Zeit, und die gestehen wir meist nicht zu, vor allem nicht der Politik.
    "Auf der anderen Seite haben wir aber auch eine Vertrauensneigung. Es ist eine Art Persönlichkeitsmerkmal. Menschen unterscheiden sich darin, wie bereitwillig sie Vertrauen geben. Und ich denke, das ist eine Perspektive, die wir auch im Moment sehr deutlich sehen, dass es in unserer Gesellschaft auch hier eine starke Gruppe von Menschen gibt, die in sehr geringem Maße bereit sind, Vertrauen aufzubringen."
    Es ist paradox: So viele Gewissheiten lösen sich auf. Da brauchen wir eigentlich Vertrauen, um das Chaos gelassen zu sortieren, aber wir geizen damit. Doch die Kontrolle überfordert uns – denken Sie nur an Finanzprodukte und Datenschutz. Vertrauen als Alternative! Das wäre nicht nur naiv, damit würden wir diese Ressource auch überstrapazieren. Ein Dilemma.
    "Unsere Gesellschaft ist so verwoben, wir sind so vernetzt und abhängig von anderen, die wir noch nicht mal kennen, insofern müssen wir vertrauen. Wir können gar nicht anders. Und das ist auch so ein motivationaler Aspekt. Vertrauen ist praktisch fast schon ein Bedürfnis oder eine Notwendigkeit. Das macht es umso schwieriger, wenn wir dann mal erleben, dass das Vertrauen nicht bestätigt wird, dass, bis hin zu Abwehrreaktionen, dass wir das nicht glauben wollen, dass es Betrug gibt, dass bestimmten Personen nicht vertraut werden kann, weil unser Bedürfnis, zu vertrauen, so groß ist, dass wir daran festhalten, selbst, wenn wir jetzt, ich sag mal, widersprüchliche Erfahrungen machen würden."

    Wie Politik Vertrauen verspielt

    Berlin-Kreuzberg, auf der Admiralbrücke. Die Sonne scheint, Menschen sitzen auf den Brückenpollern, liegen auf ausgedörrten Wiesen am Landwehrkanal, genießen die Lockerung der Coronaregeln. Die Luft ist Cannabis-geschwängert, als gäbe es um die Ecke eine Hanfplantage.
    "Ich bin Hannah Pirot. Ich bin 17 Jahre alt, und ich bin Pressesprecherin von Fridays for Future Berlin. Ich gehe noch zur Schule, mache jetzt Abitur. Ich mache aber auch ganz viel anderes. Zum Beispiel Obdachlosenhilfe. Ich bin auch Tänzerin."
    Auch mit Hannah will ich über Vertrauen reden.
    "Vertrauen bedeutet für mich, wenn ich merke, dass ich nicht mehr darüber nachdenken muss, ob jemand bleibt oder geht, sondern wenn ich einfach weiß, jemand bleibt zum Beispiel, das merke ich ganz oft bei guten Freunden. Das kann man natürlich auch übertragen auf Politik. Aber Vertrauen ist erst mal so ein Grundsicherheitsgefühl und einfach auch eine Art von Freiheit."

    Hat jemand, der freitags, statt zur Schule zu gehen, für das Klima streikt, der sich zu zivilem Ungehorsam und Widerstand bekennt, noch Vertrauen in die Politik?
    "Ich würde sagen, Vertrauen kann auch sein, dass Fehler gemacht werden und man offen über Fehler sprechen kann und auf die Fehler dann auch reagiert wird und Fehler ausgebessert werden. Und ich finde, solange wir bei der Politik was anmerken können und darauf wird reagiert, angemessen reagiert und logisch reagiert, so lange kann ich der Politik auch vertrauen."
    Nach zwei Jahren Fridays for Future hat Hannah viel von diesem Vertrauen verloren.
    "In der Klimapolitik, aber auch in verschiedenen anderen Bereichen. Vor allem, weil wir einfach schon Ewigkeiten Dinge fordern, die schon seit 30 Jahren bekannt sind und um die es gar keine Diskussion mehr geben sollte. Und dass nichts passiert, hat für mich keinen logischen Grund mehr, sondern es ist einfach Egoismus, Verdrängung und vor allem auch, dass einfach alle nur kurzfristig denken und nicht in die Zukunft denken."
    Hannah Pirot. Eine junge Frau mit langen braunen Haaren und einem Megafon in der Hand steht auf einer Straße.
    "Bei unseren Forderungen ist natürlich ganz klar, dass alle Dinge sozusagen sozial gerecht umgesetzt werden müssen", sagt Hannah Pirot.© Deutschlandradio

    Leere Versprechen erzeugen Frust

    Hannah ist überzeugt, vieles könnte schnell geändert werden. Stattdessen: quälend langsame Veränderungen und leere Versprechen – wie der Kohleausstieg 2038.
    "Und es ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass wir damit das 1,5-Grad-Ziel in Deutschland auf gar keinen Fall mehr einhalten können. Und das muss man sich einfach mal langsam verdeutlichen, dass die Politik Entscheidungen trifft, wo klar ist, dass wir unsere Ziele verfehlen, dass die Politik ihre eigenen Ziele verfehlt, die sie sich schon lange festgeschrieben hat. Und das nimmt Vertrauen, dass die Politik sagt, wir haben große Fortschritte gemacht. Und das ist so traurig und frustrierend."
    Es sind bildungsstarke, sozial kompetente, oft privilegierte junge Menschen, die sich bei Fridays for Future engagieren. Das macht besonders jene misstrauisch, die die Kosten der Energiewende fürchten.
    "Bei unseren Forderungen ist natürlich ganz klar, dass alle Dinge sozusagen sozial gerecht umgesetzt werden müssen. Das, was richtig und nachhaltig und gut für uns ist, das sollte billig und einfach sein. Und das geht mit Subventionen. Das Problem ist nur, dass nach Corona zum Beispiel der deutsche Staat seine Subventionen in Lufthansa und VW gepumpt hat, hat mich auch sehr frustriert."
    Empathielosigkeit sei das größte Problem, meint Hannah. Sie hat sich gerade ein Buch über Klassismus gekauft, denkt viel über Ungleichheit in der Gesellschaft nach.
    Wir sind uns bewusst, dass unsere Bewegung weiß und privilegiert ist, sagt sie.
    "Und wir öffnen uns, so gut es geht. Aber es ist natürlich auch schwierig, in einer Gesellschaft, die auf Privilegien und Unterschieden basiert, eine Bewegung zu formen, die uneingeschränkt vielfältig ist."
    Hannah Pirot hat ein Umfeld, das ihr vertraut. Das gibt Kraft. Die braucht man auch, wenn es heißt: versetzungsgefährdet! Eine Folge des Schulschwänzens fürs Klima.
    "Klar, das ist erst mal nicht gern gesehen, wenn man sozusagen ein Sandkorn im Getriebe ist. Was ich schade finde: Viele Lehrer sagen, privat würde ich Euch total unterstützen, aber ich muss Dir jetzt einen Tadel geben."

    Vertrauen in die Selbstwirksamkeit

    Die Politik steht beim Klimaschutz weiter auf der Bremse, hat Hannah Vertrauen in die Zukunft?
    "Ich habe Vertrauen in die Menschen und in unseren Widerstand und in unsere gemeinsame Kraft. Und das reicht mir, weil ich weiß, wenn wir genug sind, und wir sind genug, dann können wir das noch schaffen. Und es ist auch total wichtig, diese Hoffnung nicht zu verlieren. Ich habe auch mal gelesen, dass Hoffnung eigentlich nicht einfach eine positive Grundeinstellung ist, sondern Hoffnung ist sozusagen auch dieses Gefühl von ‚ich kann etwas ändern‘, diese Selbstermächtigung. Und die haben wir ganz klar."
    Wie groß das Vertrauen einer Person wirklich ist, zeigt sich in Situationen, die jenseits des Normalen und Erwartbaren verlaufen. Denn dann habe ich die Wahl, vertraue ich weiter oder nicht. Aber Ereignisse, die mit Gewalt verbunden sind, beschädigen das Vertrauen oft nachhaltig.
    "Ich bin am 12.8.2015 zur Krankengymnastik gegangen, und auf dem Weg dahin, das ist nur bei mir um die Ecke, das ist nicht weit, ein paar Minuten."
    Doris Berthold wohnt in Berlin-Rudow, in einer ruhigen Gegend. Ein paar Straßenzüge mit vielen Einfamilienhäusern. Hier kennt man sich. Ein Nachbar schaut neugierig-skeptisch, wie ich das Auto vor seinem Gartenzaun parke.
    Es ist ein heißer Corona-Sommertag, als ich die 83-Jährige in ihrem Haus treffe – alle Fenster sind auf. Die Vögel zwitschern.
    "Und auf einmal sehe ich aus dem Haus einen Mann aus der Haustür kommen, der ein Messer in der Hand hat und so wie im Film auf die Straße zukommt."

    Prügel und Tritte

    Der Mann geht auf eine andere Passantin zu, greift sie mit dem Messer an. Die wehrt die Attacken mit ihrer Tasche ab, die Messerklinge bricht, die Frau flieht.
    "Wie ich das gesehen habe, habe ich geschrien. Das haben viele Leute gehört, aber es tat sich nichts, es kam ja niemand."
    Der Täter wendet sich Doris Berthold zu.
    "Dann hat er mir die eine Gehhilfe aus der Hand gerissen und mir die zweimal über den Kopf gezogen, dann bin ich gefallen."
    Er tritt auf die am Boden liegende Frau ein.
    "Meine Tochter hat Fotos gemacht. Ich war verletzt, erst mal am Kopf, die Narben sind sehr gut verheilt. Hier nicht nur das blaue Auge, Hals. Finger gebrochen, der bleibt steif, Ohr blau, Seite blau. Hier, das ist am Bein, das ist ja der Fußabdruck."

    Nachbarn stehen hinter der Gardine

    Die Tat ist jetzt fast sechs Jahre her, aber aus vielen Gründen kann die 83-Jährige damit nicht abschließen. Ihre Retter, drei junge Männer, die aus weiter Entfernung ihre Schreie hören und den Täter schließlich stellen, sieht sie nicht wieder.
    "Das tut mir heute noch weh, das war im August und im Dezember wurden die ausgewiesen, die hatten hier kein Bleiberecht."
    Doris Berthold versucht, über ihren Anwalt zu erreichen, dass die drei wenigstens ein paar Monate länger bleiben können. Vergebens. Sie kann sich nicht einmal persönlich bedanken, sagt sie.
    "Det belastet mich immer noch."
    Ihr Verhältnis zur Nachbarschaft ist ein anderes geworden. Ich habe Verständnis, meint Doris Berthold, doch man merkt ihr an, dass ihr Vertrauen gelitten hat.
    "Ich weiß, dass die hinter der Gardine gestanden haben."
    Es ist nicht nur die unterlassene Hilfe, auch Ärger über das Gerücht, sie hätte eine Entschädigung vom Täter erhalten, nagt an ihr.
    Und dann das Hin- und Her zwischen den Versicherungsträgern nach der Tat. Vor ihr auf dem Tisch liegt gestapelt der Schriftverkehr.
    "Man ist doch da neben der Spur."

    Hilfe vom Weißen Ring

    Sie ist eine selbstbewusste Frau, aber das überfordert sie.
    "Alle, ob das Polizei oder Schwestern waren, haben gesagt, ich soll mich an den Weißen Ring wenden."
    Sie bekommt über den Weißen Ring einen Anwalt, wird zu den Prozesstagen ins Gericht gefahren und von einem ehemaligen Polizisten begleitet. Mit ihm kann sie reden. Und so Situationen, wie die unfreiwillige Konfrontation mit den Eltern des Täters, überstehen.
    "Ich kam da in den Gerichtssaal und war so bedeppert. Wenn der nicht neben mir gesessen hätte, wäre ich hilflos gewesen."
    Der Täter ist psychisch krank. Mit Therapie- und Bewährungsauflagen verlässt er den Gerichtssaal. Die Paragrafen sind so, sagt die 83-Jährige enttäuscht. Der Richter hat dennoch ihr Vertrauen. Da sind manchmal kleine Gesten entscheidend. In der Pause geht Frau Berthold zur Toilette, sie ist auf Gehhilfen angewiesen, es dauert alles etwas länger.
    "Da haben sie mit der Verhandlung gewartet, bis ich reinkam. Das sind so besondere Sachen, daran mess‘ ich det."
    Sie hätte sich vor allem gewünscht, dass der Täter die Auflage bekommt, umzuziehen. Denn sie muss ein- bis zweimal in der Woche auf dem Weg zur Krankengymnastik an seinem Wohnhaus vorbei.
    "Ich bin ängstlicher geworden, ich bin sehr misstrauisch und sehr vorsichtig."
    Damit Menschen nach einer Straftat nicht das Vertrauen in die Gesellschaft verlieren, braucht es neben staatlichen Institutionen offensichtlich noch unabhängige Bindeglieder, die kontrollieren und ausgleichen, was diese Institutionen nicht leisten können oder wollen.
    "Ja, schönen guten Tag, ich bin Christine Burck, und ich bin ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Weißen Ring, und ich leite eine Außenstelle für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und habe dort noch weitere elf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und wir betreuen Opfer nach Straftaten."

    "Zuhören und nicht infrage stellen"

    Wie baut man Vertrauen zu Menschen auf, die vielleicht das Gefühl haben, gerade die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren?
    "Indem ich einfach ruhig bin, zuhören kann, keine Vorwürfe mache, indem ich einfach da bin für denjenigen und vor allen Dingen, das nie infrage stelle, sondern glaube, was derjenige mir sagt."
    Manche Menschen, sagt Christine Burck, wollen gleich ganz, ganz viel loswerden, auch schon am Telefon.
    "Und ein Opfer weiß oft nicht, was es eigentlich gibt, wo es Ansprüche hat, was es eigentlich noch machen kann."
    Die Mitarbeiterinnen und ehrenamtlichen Helfer vermitteln psychologische und rechtliche Hilfe und geben finanzielle Unterstützung.
    "Andere Institutionen können finanziell Opfer nicht unterstützen."
    Diese Hilfe wird gern angenommen. Natürlich wird die Bedürftigkeit geprüft. Die liegt weit über der Sozialhilfegrenze, sagt Christine Burck.
    "Und dann haben wir das, was wir nennen Opferhilfe unter Vorbehalt, wo eigentlich ein anderer Leistungsträger, nämlich die Krankenkasse beispielsweise oder die Berufsgenossenschaft oder irgendjemand dafür aufkommen müsste für diese Leistung und das nicht tut. Die Antragsverfahren dazu sind sehr umständlich, sehr langwierig. Und bei diesen Antragsverfahren unterstützen wir und wir gehen in Vorleistung."

    Opfer werden nicht sensibel behandelt

    Vor allem aber können alle, die sich an den Weißen Ring wenden, darauf vertrauen, dass keine Informationen weitergegeben werden.
    "Was bei uns besprochen wird, ist vertraulich, bleibt vertraulich. Es werden auch keine Daten weitergegeben. Gar nichts."
    Über die unmittelbare Opferhilfe hinaus ist der Weiße Ring auch als politischer Lobbyist aktiv, setzt sich für rechtliche und soziale Veränderungen ein.
    "Letztendlich ist es so, dass viele Menschen, die auch einen herben finanziellen Verlust haben, die bleiben darauf sitzen. Und es bleibt auch dabei, dass das Opfer letztendlich auch im Gerichtsverfahren als solches nicht immer sehr sensibel behandelt wird. Letztendlich ist es ein Beweismittel im Gerichtsverfahren."
    Theoretisch, sagt Christine Burck, kommen Hilfesuchende aus allen sozialen Schichten.

    "Es kommen vielleicht ein paar weniger, die sozial schwächer gestellt sind. Aber da müssen Sie natürlich auch eine gewisse soziale Kompetenz haben, um jemanden zu finden, der ihnen noch helfen kann."
    Der Weiße Ring finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Bußgelder.
    "Ansonsten kriegen wir vermehrt in den letzten so knapp zehn Jahren Nachlässe. Und die Nachlässe sind bisher der erheblichste Teil von den Einnahmen praktisch, die der Weiße Ring hat."
    Ein Vertrauensbeweis für die Organisation, die es seit 45 Jahren gibt.
    Christine Burck. Eine Frau mit Brille und kurzen blonden Haaren sitzt an einem Schreibtisch in einem Büro und telefoniert.
    Manche Menschen, sagt Christine Burck vom Weißen Ring, wollen auch schon am Telefon ganz viel loswerden. © Deutschlandradio

    Durch Misstrauen entsteht Kontrolle

    Ohne solches Vertrauen geht es in der Gesellschaft nicht. Selbst im Schneckenhaus braucht man es, denn irgendwann muss man die Fühler wieder rausstrecken. Ohne Misstrauen aber geht es auch nicht. Tobias Rothmund, Professor für Psychologie:
    "Ja, Misstrauen ist sehr wichtig. Auch wenn wir immer hoffen, dass alle Vertrauen haben. Aber, wir brauchen Misstrauen, wir brauchen Menschen, die auch staatlichen Stellen misstrauen, weil durch dieses Misstrauen entsteht Kontrolle."
    Die parlamentarische Demokratie funktioniert, weil Wählerinnen und Wähler alle paar Jahre die Macht haben, ihr Misstrauen auszudrücken. Und die Gesellschaft funktioniert, wenn misstrauische Menschen den Finger in die Wunden legen.

    "Wenn diese Gruppe aber zu groß wird, dann ist das nicht mehr funktional, weil dann die Prozesse nicht mehr aufrechterhalten werden können. Das Miteinander braucht Unterstützung und diese Unterstützung, wenn die nicht mehr da ist, dann funktionieren die gesellschaftlichen Systeme nicht mehr."

    Regie: Stefanie Lazai
    Technik: Thomas Monnerjahn
    Redaktion: Carsten Burtke
    Sprecherin: Ilka Teichmüller

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