Seit 17:05 Uhr Studio 9
Mittwoch, 12.05.2021
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Freitag, 2. April 2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Klangkunst

DYSTOPIE
Von Thom Kubli, Chico Mello und Fernanda Farah
Konzertmitschnitt vom DYSTOPIE sound art festival am 25. Oktober 2020 in der Alten Münze Berlin
Mit:
Ensemble Adapter:
Kristjana Helgadóttir, Flöte
Ingólfur Vilhjálmsson, Klarinette
Gunnhildur Einarsdóttir, Harfe
Matthias Engler, Perkussion
Ton: Christian Fischer und Jean Szymczak
Produktion: Deutschlandfunk Kultur / DYSTOPIE sound art festival 2020/2021
Länge: 54'30
(Ursendung)

Die Zukunft Brasiliens klingt bedrohlich. Das gilt zumindest für die künstlerischen Positionen beim DYSTOPIE sound art festival 2020. Wir senden Konzertmitschnitte von Chico Mello und Fernanda Farah und Thom Kubli.

De-consolation
Von Chico Mello und Fernanda Farah

BRAZIL NOW
Von Thom Kubli

Nicht nur in der Fiktion haben Dystopien in den letzten Jahren immens an Bedeutung gewonnen. Auch in der Realität häufen sich Anzeichen dystopischer Szenarien, ob in autoritär geführten Staaten oder durch die immer drastischeren klimatischen Entwicklungen - und nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie. Gleichzeitig trägt gerade die fiktionale, künstlerische Dystopie immer auch den Keim der Utopie in sich. So zu hören beim DYSTOPIE sound art festival, dessen dritte Ausgabe 2020 dem Gastland Brasilien gewidmet war. Brazil Now: Field Recordings von sozialen Unruhen in den Straßen der Megastadt São Paulo werden mittels künstlicher Intelligenz analysiert. Die Software sucht nach akustischen Memes, Texturen und Rhythmen, tastet die Symptome des Turbokapitalismus ab. Die Ergebnisse werden zur Grundlage für eine Partitur und deren Interpretation durch ein Musikensemble. De-consolation: De-consolation basiert auf Textfragmenten des zeitgenössischen brasilianischen Schriftstellers André Sant‘Anna: eine Mischung aus Witz, Ironie und Zynismus. Menschlich verarmte Figuren werden den grausamen Wucherungen unserer hypermedial-geldgierigen Welt gegenübergestellt. Kompositorisch orientiert sich das Stück an den Vokalen: Sie generieren die Abfolge der Tonhöhen, wodurch die starke Musikalität der Texte hörbar wird. In Kooperation mit dem Ensemble Adapter.

Thom Kubli, geboren 1969, lebt als Künstler und Komponist in Berlin. Seine Installationen und Performances sind multidisziplinär und verbinden Elemente von Skulptur, Klang und Konzeptkunst. In seinen Arbeiten nutzt er häufig analytische Technologien, um kulturelle und politische Prozesse zu hinterfragen.

Chico Mello ist Komponist, Performer, promovierter Musikwissenschaftler und Musikpädagoge. Internationale und interkulturelle Arbeit im Bereich der experimentellen, improvisierten Musik sowie des Musiktheaters und der brasilianischen Popularmusik.

Fernanda Farah absolvierte Ausbildungen in Schauspiel, Musik, Tanz und Gesang in Brasilien, Chile, Nicaragua und Berlin. Seit 2000 entwickelt sie eigene Projekte. Sie ist Ko-Kuratorin der Serie „Labor Sonor“ im Kunsthaus KuLe, Berlin.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Weltmusik
Moderation: Olga Hochweis

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Foxtrotts und andere Tänze von Leopold Krauß-Elka, Walter Gieseking, Paul Hindemith u.a.
Kammermusik von Juliusz Zarebski, Engelbert Humperdinck, Josef Labor und Jean Rivier

Schumann Quartett
Mandelring Quartett
Krzysztof Polonek, Violine
Maciej Buczkowski, Violine
Nina Karmon, Violine
Ignacy Miecznikowski, Viola
Pauline Sachse, Viola
Katarzyna Polonek, Violoncello
Justus Grimm, Violoncello
Gottlieb Wallisch, Klavier
Marcin Sikorski, Klavier
Oliver Triendl, Klavier

Moderation: Stefan Lang

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Christliche Wissenschaft

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Planke, die uns rettet aus dem Schiffbruch dieser Welt
Das Geheimnis des Kreuzes Jesu
Von Andreas Brauns, Schellerten
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Juli und die Raupen
Von Anna Luise Böhm
Gelesen von Ilka Teichmüller
Ab 6 Jahre
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
Moderation: Tim Wiese

Als die Schmetterlingslarven aus dem Klassenprojekt entführt werden, sorgt Juli für die Rettung der Schmetterlingsbabys.

Die Klasse 3A züchtet in diesem Frühling Schmetterlinge. Die schüchterne Juli liebt ihre kleine Raupe, die sie Valentin genannt hat, sehr und beobachtet, wie sie sich verpuppt. Doch dann sind plötzlich alle Kokons verschwunden und die Klasse erhält ein Erpresserschreiben: Die Schmetterlingslarven wurden entführt und nur gegen Zahlung eines hohen Lösegeldes sollen sie zurückgegeben werden. Bis die Schmetterlinge schlüpfen, bleiben nur noch wenige Stunden. Zum Glück hat Juli eine Idee.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Kinderhörspiel
Das Gespenst von Canterville
Von Henry Schneider nach der gleichnamigen Erzählung von Oskar Wilde
Ab 8 Jahre
Regie: Gerda Zschiedrich
Komposition: Hermann Naehring
Mit: Käte Reichel, Klaus Piontek, Klaus Manchen, Heide Kipp, Ulrike Krumbiegel, Peter Sturm, Paul Sturm, Daniel Minetti, Friedo Solter u.a.
Produktion: DS Kultur 1992
Moderation: Tim Wiese

Sir Simon, das berühmt-berüchtigte Gespenst von Canterville, ist verstört. Eine amerikanische Familie ist ins Familienschloss gezogen, und ihr Verhältnis zu Gespenstern ist mehr als robust.

Obwohl Mr. Otis, amerikanischer Gesandter in England, beim Kauf des Schlosses Canterville Chase vor dem dort seit Generationen hausenden Gespenst gewarnt wird, zieht er furchtlos mit seiner ganzen Familie ein. Das verstimmt das Gespenst. Immerhin wurde es bisher für diverse Nervenzusammenbrüche, ja sogar für den Tod einiger früherer Schlossbewohner verantwortlich gemacht. Aber die amerikanische Familie stört sich nicht an seinem Treiben. Die Eltern begegnen dem traditionell eingestellten Gespenst mit der Unbekümmertheit moderner, aufgeklärter Menschen. Welche Schmach! Und die Kinder treiben das Gespenst zunehmend zur Verzweiflung: Unermüdlich entfernen sie sein Markenzeichen, den immer wieder auf dem Fußboden erscheinenden Blutfleck, mit Spezialreinigern! Sie spannen Schnüre, um es zum Stolpern zu bringen, und sie erschrecken es mit gespensterähnlichen Attrappen. Wäre da nicht die zauberhafte Virginia, Sir Simon wäre in der Tat verloren.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kakadu

Magazin
Moderation: Tim Wiese

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Im Gespräch

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck im Gespräch mit Britta Bürger

Kapitänssohn, Pfarrer, Stasi-Aufklärer, Bundespräsident. Die Biographie von Joachim Gauck spiegelt auch deutsch-deutsche Geschichte. Was treibt den „reisenden Demokratie-Lehrer“ bis heute an? Und warum ist Toleranz für ihn „einfach schwer“?

11:00 Nachrichten

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages

12:30 Uhr

Die Reportage

Moderation: Ellen Häring

Erinnerung ohne Zeitzeugen
Wie Geschichte weiterlebt
Von Elin Hinrichsen

Es sind Gänsehaut-Momente, wenn Holocaust-Überlebende in Schulen ihre Geschichten erzählen. Aber die Zeitzeugen sind inzwischen sehr alt und bald wird es keine mehr geben, die aus erster Hand berichten könnten. Hier knüpft der Verein Zweitzeugen e.V. - Heimatsucher heute aus Essen an: Der Verein sammelt die Biografien von Holocaust-Überlebenden und junge Leute erzählen sie weiter. Sie werden zu sogenannten „Zweitzeugen“ ausgebildet. Als solche beschäftigen sie sich intensiv mit dem Lebensweg „ihrer“ Zeitzeugen und tragen deren Schicksal in Schulklassen. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler selbst zu „Zweitzeugen“ zu machen, so dass sie Verantwortung übernehmen gegen das Vergessen und ihrerseits das Erfahrene weitergeben.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Literatur

„Der dichter ist wie jener fürst der wolke“
Lyriker über Stefan George
Von Norbert Hummelt
(Wdh. v. 08.07.2018)

Anrüchiger Verächter der Moderne, ästhetischer Absolutist, Dichterkönig - Stefan George erregt und regt an, noch heute.

„Komm in den totgesagten park und schau …“ Nicht wenige kennen von Stefan George nur sein bekanntestes Gedicht. Für manche ist er ein Ärgernis, ein Antimoderner und Verächter der Masse. Andere sehen in ihm eine schillernde Figur, einen unbürgerlich lebenden Ästheten, der einen obskuren Kreis junger Männer um sich scharte. Vor allem aber erschrieb sich George, vor 150 Jahren in Bingen geboren, nur aus Gedichten ein ganzes Werk, das er bis in die letzte formale Einzelheit hinein gestaltete. Als Meister des Dichtens und radikaler Erneuerer der deutschen Lyrik um 1900 ist er auch für heutige Lyriker noch eine Herausforderung. Der Lyriker Norbert Hummelt hat mit Kollegen gesprochen: mit dem Büchner-Preisträger Jan Wagner, der bei aller Distanz zum Kult um George dessen handwerkliche Meisterschaft bewundert, und mit Uwe Kolbe, der in der DDR zum Leser des verbotenen, anrüchigen Autors wurde.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Musik im Gespräch

15:00 Nachrichten

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Birgit Kolkmann

17:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 09.02.1996

Igor Strawinsky
"Psalmensinfonie" für Chor und Orchester

Rundfunkchor Berlin
Berliner Philharmoniker
Leitung: Pierre Boulez

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

Moderation: Miron Tenenberg

Als die Israeliten ein Volk wurden
Von Ruth Kinet

Neues Buch von Dan Diner „Ein anderer Krieg“
Von Carsten Dippel

18:30 Uhr

Hörspiel

Jakob von Gunten
Nach dem Roman von Robert Walser
Bearbeitung und Regie: Kai Grehn
Mit: Alexander Fehling, Andreas Leupold, Jule Böwe, Jens Wawrczeck, Mudasar Ahmad Rana, Kira Dobrogorska, Dennis Gröhn, Paol Groß, Seda Grüner, Malia König, Leo Köpke, Johannes Neumann, Dengeba Traoré, Svenja Vaupel
Komposition: Kai-Uwe Kohlschmidt
Ton und Technik: Rudolf Grosser, Kerstin Heikamp
Produktion: NDR 2007
Länge: 84'10

Der junge Jakob von Gunten ist auf einer Dienerschule. Er lernt dort vor allem eines: Entsagung und Unterwerfung. Walsers Tagebuchroman über Entfremdung ist zugleich heiter und beunruhigend.

Jakob von Gunten, von aristokratischen Eltern abstammend, besucht eine Dienerschule: das heruntergekommene „Institut Benjamenta“ im Hinterhaus einer Großstadt. Den wenigen Schülern stehen Lehrkräfte gegenüber, die sich im Tiefschlaf zu befinden scheinen. Nur Fräulein Benjamenta, die Schwester des Institutsleiters, unterrichtet anstelle der scheintoten Lehrer die Zöglinge. Das perfekte „Sich-Kleinmachen“ und „Dienen“ ist das ausgemachte Erziehungsziel der seltsamen Anstalt. Die Zöglinge sollen wenig, aber gründlich lernen. Jakobs Zukunftshoffnungen konzentrieren sich darauf, eine reizende, kugelrunde Null zu werden, eine Person sechsten Ranges im Weltleben. Das an skurriler Komik reiche „Tagebuch“ eines Internatszöglings schrieb Walser 1908 in Berlin. Es ist der dritte und avantgardistischste Roman des Schweizer Autors, der drei Jahre zuvor selber eine Dienerschule besucht hatte. In seinem Roman - einer radikalen Apologie des Dienens als Überlebensstrategie - formulierte Walser sein tiefes Unbehagen an den gesellschaftlichen Verwerfungen seiner Zeit.

Robert Walser, 1878 in Biel in der Schweiz geboren, war Verfasser von Lyrik und Erzählprosa. Von 1906 bis 1912 lebte er in Berlin, 1913 kehrte er in die Schweiz zurück. Er verbrachte die letzten 27 Jahre seines Lebens in verschiedenen Nervenheilanstalten, seit 1933 in Herisau, wo er 1956 starb. Sein herausragender Rang als Schriftsteller wurde erst nach seinem Tod erkannt.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Concertgebouw Amsterdam
Aufzeichnung vom 13.04.2014

Johann Sebastian Bach
Matthäuspassion BWV 244

Evangelist, Maximilian Schmitt, Tenor
Christus, Thomas E. Bauer, Bass
Carolyn Sampson, Sopran
Damien Guillon, Countertenor
Benjamin Hulett, Tenor
Peter Kooij, Bariton
Nationaal Kinderkoor
Collegium Vocale Ghent
Koninklijk Concertgebouworkest
Leitung: Philippe Herreweghe

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Schloßplatz im Wandel
Gemaltes Tagebuch über die Veränderungen in Berlins Mitte
Gespräch mit Christopher Lehmpfuhl

Das MoMA muss sein Verhältnis zum Museumsgründer Philip Johnson klären
Gespräch mit Sebastian Moll

Der Kirchenmaler. Michael Triegel und der Glaube in der Malerei
Gespräch mit dem Künstler

Michael Hanekes Trilogie der emotionalen Vergletscherung als Mediabox
Von Anke Leweke

Liebhaber der Nischenkunst
Zum Tod des Filmkritikers Hans Schifferle
Gespräch mit Ulrich Mannes

23:30 Kulturnachrichten

Von Thomas Jaedicke

23:50 Kulturpresseschau

Von Klaus Pokatzky

April 2021
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