Seit 01:05 Uhr Tonart
Donnerstag, 15.04.2021
 
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Tagesprogramm Samstag, 8. August 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Die neue Stadt die alte
Eine Lange Nacht über Le Grand Paris
Von Ruth Jung und Günter Liehr
Regie: Sabine Fringes
(Wdh. v. 16./17.03.2013)

„Frankreich allein hat ein Paris, eine Stadt, in der die europäische Civilisation zu ihrer vollsten Blüte sich entfaltet hat und von der in gemessenen Zeiträumen die elektrischen Schläge ausgehn, unter denen eine ganze Welt erbebt“, schrieb Friedrich Engels. Paris galt lange Zeit als die rebellische Stadt schlechthin. Ausgangsort und Schauplatz von Revolten und Revolutionen war bis Mitte des 19. Jahrhunderts oft genug „La Rue“, die Straße. Das änderte sich mit dem Umbau von Paris, der mit dem Namen des Präfekten Haussmann verbunden wird. Embellissement stratégique: eine Verschönerung auch in strategischer Absicht. Die wie Schneisen angelegten Boulevards sollten den Barrikadenbau verhindern und der Artillerie freies Schussfeld bieten. Haussmann war es auch, der 1860 die letzte Erweiterung der Pariser Stadtgrenzen vornahm. Seither wurde daran nie mehr gerührt. Was die Ausmaße betrifft, ist Paris neunmal kleiner als Berlin: intra muros leben 2,2 Millionen Menschen, in der Banlieue, den Vorstädten jenseits des Boulevard Périphérique, einer ringförmigen Stadtautobahn, sind es zehn Millionen. Ein Zustand, der Paris zu einer Ausnahme unter den Weltstädten macht und der sich heute als dysfunktional erweist. Nun endlich soll eine „Fusion“ erfolgen, ein Groß-Paris geschaffen werden. Le Grand Paris, ein überfälliger Bruch mit der Abgrenzung, oder nur ein weiterer Versuch, die einstige Hauptstadt der Revolution zu „schleifen“, die Unerwünschten und Überflüssigen der spätkapitalistischen Gesellschaft noch weiter an den Rand zu drängen?! Eine Lange Nacht über alte und neue öffentliche Räume in der einstigen Hauptstadt der Revolution.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Der unzeitgemäße Graf
Harry Graf Kessler - ein früher Europäer und „biederer Demokrat“
Von Achim von Borries
RIAS 1980
Vorgestellt von Michael Groth

Harry Graf Kessler: ein Leben zwischen Diplomatie und Kultur. Seine Tagebuchaufzeichnungen zwischen 1918 und 1937 bieten Momentaufnahmen auf die gesellschaftliche Entwicklung jener nicht nur für Deutschland entscheidenden Jahre.

Harry Kessler wächst in Frankreich, England und Deutschland auf. 1879 erhebt Wilhelm I. den Vater zum Grafen. Harry Graf Kessler studiert Jura und Kunstgeschichte. Er leitet ein Museum in Weimar, im Ersten Weltkrieg arbeitet er in der Kulturabteilung der deutschen Botschaft in der Schweiz. In der Weimarer Republik profiliert er sich als Freund der Künste sowie als Politiker und Diplomat. Seine die Jahre 1918 bis 1937 umfassenden Tagebücher gelten als eine wichtige Quelle zur Erforschung jener Zeit. 1933 emigriert Kessler nach Frankreich, wo er 1937 stirbt. Das am 05.08.1980 im RIAS gesendete Feature von Achim von Borries, 'Der unzeitgemäße Graf', stellt Harry Graf Kessler als frühen Europäer und "biederen Demokraten" vor.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Ute Welty

06:23 Wort zum Tage

Pfarrerin Melitta Müller-Hansen
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Landesverrat? Wird die Affäre Netzpolitik eine Affäre Maas?
Von Sabine Adler

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Ebola-Notstand in Westafrika: Ein Jahr danach
Gespräch mit Dr. Sung-Joon Park, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethnologie der Universität Leipzig

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

"Der Staat gegen Fritz Bauer" - Filmpremiere am 07.08. in Locarno
Von Jörg Tazsman

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Ich werde niemals schön genug sein, um mit dir schön sein zu können" von Mira Gonzales
Rezensiert von Claudia Kramatschek

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Wie kann Wohnen bezahlbar bleiben?
Matthias Hanselmann im Gespräch mit Prof. Dr. Robert Göötz, Leiter des Studiengangs Immobilienwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und Lukas Siebenkotten, Jurist und Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Ernst Rommeney

Matthias Fink
Srebrenica. Chronologie eines Völkermords
oder: Was geschah mit Mirnes Osmanoviæ
Hamburger Edition
Rezensiert von Beate Ziegs

Gespräch über
Chryssoula Kambas, Marilisa Mitsou (Hg)
Die Okkupation Griechenlands im Zweiten Weltkrieg
Griechische und deutsche Erinnerungskultur
Böhlau Verlag Wien Köln Weimar

Johannes Koll
Arthur Seyss-Inquart
und die Deutsche Besatzungspolitik in den Niederlanden (1940-1945)
Böhlau Verlag Wien Köln Weimar
Rezensiert von Ulrich Baron

Maren Röger
Kriegsbeziehungen
Intimität, Gewalt und Prostitution im besetzten Polen 1939 bis 1945
S. Fischer Verlag Frankfurt
Rezensiert von Margarete Wohlan

kurz und kritisch:
Erich Später
Der dritte Weltkrieg. Die Ostfront 1941-45
Conte Verlag St. Ingbert
und
Klaus Scherer
Nagasaki. Der Mythos der entscheidenden Bombe
Verlag Hanser Berlin

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Birgit Kolkmann

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: André Mumot

Theater Online: Wie diskutierte das Netz die Themen der letzten Spielzeit?
Gespräch mit dem Kritiker Matthias Dell

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Patrick Wellinski

Vorgespult: "Codename U.N.C.L.E", "Himmelverbot" und "Manuscripts don't burn"
Vorgestellt von Noemi Schneider

"Coconut Hero": Über die Sinnlosigkeit, sein Leben zu planen...
Gespräch mit dem Regisseur Florian Cossen

Weltpremiere auf der Piazza: "Der Staat gegen Fritz Bauer"
Gespräch mit dem Regisseur Lars Krause

Retro in Locarno: Der heutige Blick auf Sam Peckinpah
Gespräch mit Anke Leweke

Am Set: Continuity , nicht mehr Scriptgirl
Von Christian Berndt

Kinocharts : Mainstream
Von Hartwig Tegeler

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart
Moderation: Katja Bigalke

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Birgit Kolkmann

17:30 Uhr

Tacheles

"Wertschöpfung entsteht durch Wertschätzung"
In "Tacheles" stellt sich der Sozialpsychologe Prof. Dieter Frey den Fragen von Martin Steinhage.

Nach Überzeugung des Sozialpsychologen Prof. Dieter Frey kommen in deutschen Firmen und Konzernen sehr oft die Falschen in Führungsverantwortung, jede zweite Führungskraft ist eine Fehlbesetzung: Viele Chefs sind herrschsüchtig, egoistisch und selbstverliebt. Weder besitzen sie ausreichende soziale Kompetenz noch die Fähigkeit zur Kommunikation. Das gilt für Männer wie für Frauen in gleicher Weise.
Auf diese Weise geht in großen wie in kleinen Betrieben viel Potential und Energie verloren: "Wertschöpfung entsteht durch Wertschätzung", sagt Wissenschaftler Frey - und wenn sich Mitarbeiter nicht anerkannt fühlen, reagieren sie in vielen Fällen mit "Dienst nach Vorschrift" oder "innerer Kündigung". Untersuchungen besagen, dass hierzulande lediglich 15 Prozent aller Angestellten am Arbeitsplatz hochmotiviert sind.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Bangkoks Engel
Ein Frisörsalon in Patpong
Von Beatrice Möller
Produktion: Fabian Kühlein für SWR 2014
Länge: 23’15

In Paos Hair Salon in Patpong wird geföhnt, geschminkt und gelacht. Hier stylen sich Nui und Tao für ihre Nachtschicht in Bangkoks bekanntestem Rotlichtviertel.

100 Jahre
Von Stella Luncke und Josef Maria Schäfers
Produktion: RBB 2015
Länge: 29’29

Aki ist fünf und damit genau 100 Jahre jünger als ihr Uropa. Aki versteht nicht was Krieg ist, Uropa versteht nicht was ein Kinderladen ist.

Bangkoks Engel
Gegen 19 Uhr herrscht reges Treiben in Paos Hair Salon in Patpong, dem bekannten Sexviertel Bangkoks. Abseits der Straßenbars wird geföhnt, gestylt, literweise Haarspray aufgetragen, geschminkt und gelacht. Jeden Abend kommen Nui, Aple und Tao, um sich für die kommende Arbeitsnacht vorzubereiten.

Beatrice Möller, geboren 1979 in Düsseldorf, aufgewachsen in Südafrika, Autorin und Filmemacherin.

100 Jahre
Uropa ist 105, seine Urenkelin Aki genau 100 Jahre jünger. Sie haben im gleichen Monat Geburtstag und freuen sich schon sehr darauf. Der 105-Jährige bekommt Besuch vom Bürgermeister, Aki lädt ihre Freunde vom Kinderladen ein.

Stella Luncke, geboren 1974 und Josef Maria Schäfers, geboren 1968, schreiben und produzieren Radiofeatures und Hörspiele. Zuletzt: 'Schluss mit dem Spießerleben' (DLF 2014).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Händelfestspiele Göttingen 2015
Deutsches Theater
Aufzeichnung vom 15.05.2015

Georg Friedrich Händel
"Agrippina"
Oper in drei Akten
Libretto: Vincenzo Grimani

Agrippina - Ulrike Schneider, Mezzosopran
Ottone - Christopher Ainslie, Countertenor
Nerone - Jake Arditti, Countertenor
Poppea - Ida Falk Winland, Sopran
Claudio - Joao Fernandes, Bass
Narciso - Owen Willetts, Countertenor
Pallante - Ross Ramgobin, Bariton
Lesbo - Ronaldo Steiner, Bariton
Festspielorchester Göttingen
Leitung: Laurence Cummings

Rom im Jahre 54 n. Chr.: Nero muss Kaiser werden! Ohne Rücksicht auf Verluste verfolgt Agrippina das Ziel, ihren Sohn im Zentrum der Macht zu installieren. Als sie das Gerücht erreicht, Kaiser Claudius - ihr Mann - sei bei einem Schiffbruch ums Leben gekommen, schlägt ihre Stunde. Selbst als sich die Todesnachricht als falsch herausstellt, lässt sie nicht von ihrem Vorhaben ab. Sie verleumdet Otto, der Claudius aus den Fluten rettete, und sät Zwietracht zwischen ihm und seiner Geliebten Poppea. Wird sie triumphieren oder gelingt es am Ende ihren Gegnern, das Dickicht aus politischen Winkelzügen zu zerschlagen? Georg Friedrich Händel schuf 1709 in Venedig eine seiner prächtigsten Kompositionen und erzielte mit der Geschichte über Roms große Intrigantin einen ersten überwältigenden Erfolg als Opernkomponist.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
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Inklusion im Museum? Das Trierer Stadtmuseum probt die "Leichte Sprache"
Gespräch mit Dr. Elisabeth Dühr, Direktorin des Stadtmuseums Trier und Vorsitzende des Museumsverbands in Rheinland-Pfalz

Luxus für die Ü30-Generation?- das neue Festival "A Summer's Tale" bei Lüneburg
Von Anke van de Weyer

Kulturnachrichten - Wochenrückblick
Von Tobias Wenzel

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