Seit 13:05 Uhr Länderreport

Donnerstag, 13.08.2020
 
Seit 13:05 Uhr Länderreport
Tagesprogramm Mittwoch, 29. Juli 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Feature

Das Warten hat ein Ende
Ein künftiger Forschungsbericht zu einem gegenwärtig noch nicht gelösten Problem
Von Jochen Dreier und Nora Gohlke
Regie: die Autoren
Mit: Janis Kuhnt, Charlotte Puder, Markus Wechsler u.a.
Produktion: SWR 2015
Länge: 53’26

Warten kosten Zeit und viel Geld. Anderthalb Milliarden Euro verlieren deutsche Verbraucher allein durch das Warten auf Dienstleistungen.

Bitte warten! Auch im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts ist ein wesentliches Problem westlicher Zivilgesellschaften ungelöst: Irgendwer ist immer vorher dran und nichts geht sofort los. Beim Arzt oder an der Supermarktkasse, vor der Ampel oder auf dem Bahnsteig, in der Telefonschleife oder am Computer muss gewartet werden. Bis was da ist, bis wer kommt. Bis was weg ist, bis wer geht, damit man endlich selbst an der Reihe ist. Was das an Zeit kostet. Und wie viel Geld wiederum die Zeit kostet. Anderthalb Milliarden Euro verlieren deutsche Verbraucher allein durch das Warten auf Dienstleistungen. Wann wird das aufhören?

Jochen Dreier, geboren 1984, arbeitet als Sprecher, Autor, Journalist und Redakteur für den Hörfunk.

Nora Gohlke, geboren 1985, arbeitet als Journalistin in den Bereichen Kultur, Technologie und Wirtschaft.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Americana
Moderation: Dirk Schneider

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Nana Brink

05:30 Nachrichten

05:50 Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Der niederländische Maler Vincent van Gogh gestorben

06:00 Nachrichten

06:23 Wort zum Tage

Peter Kottlorz
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

"Homo-Ehe - ein Widerspruch in sich"
Von Günther Lachmann

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Vor 50 Jahren: Dorothee Sölle und ihre "Gott ist tot"-Provokation
Gespräch mit dem Theologen Fulbert Steffensky

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Wim Wenders Reihe auf ARTE
Von Peter Claus.

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

Wie wir sind. Wie wir leiden. Wie wir gesunden von Vincent Deary
Rezenisert von Michael Lange

09:00 Uhr

Nachrichten

09:07 Uhr

Im Gespräch

Soll Ihr Theater ein Störfaktor sein?
Britta Bürger im Gespräch mit Elisabeth Schweeger, österreichische Regisseurin, Kuratorin und derzeit noch Intendantin der Herrenhauser Festspiele in Hannover

10:00 Uhr

Nachrichten

10:07 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Joachim Scholl

Auswanderung und Antisemitismus
Gespräch mit der Journalistin und Autorin Mirna Funk

"Euphoria" von Lily King
Rezensiert von Verena Auffermann

Straßenkritik: "Der Gattopardo" von Giuseppe Tomasi di Lampedusa

11:00 Uhr

Nachrichten

11:07 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Carsten Beyer

Ein erfülltes Sängerleben - Peter Schreier zum 80. Geburtstag
Bettina Volksdorf

11:30 Chor der Woche

Chor "al dente" aus Leuterschach

11:35 Folk

"Heaven Adores You"
Dokumentation über den früh verstorbenen Sänger Elliott Smith
Gespräch mit Mathias Mauersberger

12:00 Uhr

Nachrichten

12:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Mittag
Moderation: Anke Schaefer und Christopher Ricke

13:00 Nachrichten

13:30 Uhr

Länderreport

14:00 Uhr

Nachrichten

14:07 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Gesa Ufer

Frage des Tages: Einreiseverbot für Musiker - Zensur oder gerechtfertigt?
Gespräch mit Klaus Walter, Musikjournalist

"Vocal Fry" - Knarren wie die Kardashians
Gespräch mit dem Stimm- und Sprechwirkungsforscher Walter Sendlmeier von der TU Berlin

Vorgespult: "Margos Spuren", "Still the Water" und "Die getäuschte Frau"
Vorgestellt von Christian Berndt

"Gender Pricing" - Frauen zahlen drauf
Von Nora Hoffbauer

Summer Workout (5):
Über Sommer-Dresscodes und Privilegien
Von Verena Klein

14:30 Kulturnachrichten

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Musiktag

u.a. Live-Klangspiel:
So klingt mein Traum
Von Anne Müller
Moderation: Tim Wiese

Mit Schülern einer Montessori-Schule wird auf einem Bauernhof ein szenisches Live-Klangspiel zum Thema 'So klingt mein Traum' entwickelt. Mit Geräuschen, die direkt auf dem Bauernhof aufgenommen werden, mit Klängen, die echte Musikinstrumente erzeugen, mit Schnipseln aus dem Smartphone, mit kleinen digitalen Verfremdungen, mit Sprache, Bewegung im Raum und einigem mehr sollen die Schüler Klangcollagen zu ihren ganz persönlichen Träumen und Wünschen entwickeln. Das ganze wird dann für ein Publikum, dem die Augen verbunden werden, als Klangerlebnis aufgeführt.

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Martin Böttcher

Mikis Theodorakis zum 90. Geburtstag
Gespräch mit Asteris Koutoulas, Musikproduzent, Publizist und Übersetzer

Die nächste Generation des deutschen Soul: die Hamburger Sängerin MIU

Vor 50 Jahren: Die Beatles schreiben Filmgeschichte mit "Help!"
Von Laf Überland

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Liane von Billerbeck und Hans-Joachim Wiese

17:20 Kommentar

17:30 Kulturnachrichten

18:00 Nachrichten

18:30 Uhr

Weltzeit

Wohnst du noch oder zeltest du schon? - Wohnungsnot im Silicon Valley
Von Nicole Markwald

Der Ausverkauf des fünften Kontinents - Immobilienblase in Australien
Von Andreas Stummer

Moderation: Isabella Kolar

Der Ausverkauf des fünften Kontinents - Immobilienblase in Australien
Sydney, Melbourne, Brisbane - Australiens Großstädte zählen zu den begehrtesten Wohnorten der Welt. Auch Einwanderer, ausländische Investoren und Geschäftsleute legen ihr Geld zusehends in australischen Immobilien an. Wer in Sydney ein Eigenheim kaufen will, muss im Schnitt 680.000 Euro hinblättern. Für Millionen Australier wird der Traum von den eigenen vier Wänden dadurch unerschwinglich. Besonders hart trifft es sozial Schwache. Die Wartelisten für Sozialwohnungen sind lang.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:07 Uhr

Zeitfragen. Kultur und Geschichte

Magazin
Moderation: Stefanie Rohde

19:30 Zeitfragen. Feature

Die Mobilitätsrevolution
Das Fahrrad und seine Geschichte
Von Thomas Doktor und Franziska Schiller
(Wdh. v. 01.10.2014)

Als der badische Forstbeamte und Erfinder Karl Freiherr Drais von Sauerbronn am 12. Juni 1817 seine neueste Erfindung erprobte, eine einspurige, zweirädrige Laufmaschine aus Holz, war nicht abzusehen, welche revolutionären Folgen für die Mobilität der Menschen von diesem Gefährt ausgehen würden. Nach und nach bekam das Laufrad Pedale, Kettenantrieb und Luftreifen und faszinierte als Hochrad zunächst die Adligen und Betuchten. "Besorg Dir ein Fahrrad. Wenn Du lebst, wirst Du es nicht bereuen", schwärmte Mark Twain. Als dann das Niederrad erfunden wurde, eroberte das Rad nach und nach alle Gesellschaftsschichten und verbreitete sich rasch rund um den Globus. Erstmals war eine individuelle Mobilität jenseits von Pferd und Kutsche möglich. Außerdem verhalf das Stahlross Frauen zu emanzipatorischen Freiheiten, die zuvor undenkbar waren. Die industrielle Fertigung, zum Beispiel in der ehemaligen Fahrradhochburg Bielefeld, lieferte Erkenntnisse, die später in den Bau von Automobilen und Flugzeugen eingingen. Mit dem Siegeszug des Autos in den 50er-Jahren schwand die Bedeutung des Fahrrades im Bewusstsein. Doch die Renaissance des Rades ist inzwischen unübersehbar - wenn man sich die Entwicklung bei den Radwegen, Radrouten, der Radnutzung in den Städten und der Fahrradtechnik anschaut.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Themenabend Musik

"Schreib, damit der Tag anbricht!"
Mensch. Bürger. Komponist.
Mikis Theodorakis zum 90. Geburtstag
Von Georg Beck

Er ist zwölf, als er seine ersten Lieder schreibt. Mit 17 wird er von italienischen Besatzungstruppen zum ersten Mal gefoltert. Mit 24 verschleppt man ihn in den Wirren des Bürgerkrieges auf die berüchtigte Gefangeneninsel Makronissos. Erneut schwerste Folterungen. Theodorakis überlebt - vor allem, wie er später bekennt, dank der Kraft, die er aus der Musik schöpft. Seine Freiheitslieder, seine Vertonungen der Gedichte von Jannis Ritsos, vor allem dessen 'Epitaphios', machen ihn berühmt. Im Pariser Exil gehört er zur Kompositionsklasse Olivier Messiaens. Doch es ist nicht die Avantgarde - Theodorakis sucht seinen eigenen Weg. Und gewinnt damit die Herzen, nicht nur der Griechen. Einer der ersten Erlasse der Militärdiktatur ab 1967 ist das Verbot der Musik und Lieder des Komponisten Mikis Theodorakis. Umsonst. Der Geächtete kämpft weiter. Auch in den Jahrzehnten danach. In der DDR hat er einen wichtigen Bündnispartner für seine Musik, doch die fehlende Freiheit dort erschreckt ihn. Als er sich für die griechisch-türkische Aussöhnung einsetzt, weckt dies den Argwohn im eigenen Land. Seine politischen Ansichten und Positionen wechseln. Doch was bleibt, ist ein tiefer Humanismus, auch wenn in späteren Jahren mehr und mehr die Skepsis dazukommt. Heute, am 29. Juli, wird Mikis Theodorakis 90 Jahre alt.

21:30 Uhr

Hörspiel

Irgendwann geht alles kaputt
Von Karl-Heinz Bölling
Regie: Stefanie Hoster
Mit: Steffen Scheumann, Erika Skrotzki, Max von Pufendorf, Barbara Philipp, Peter Kurth, Bernhard Schütz, Bernd Stempel, Martin Engler, Christian Schmidt, Elisabeth R. Hager
Ton und Musik: Jean Szymczak
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
Länge: 52’04
(Ursendung)
(Wdh. am 24.08.2015)

Hier hat alles mit allem zu tun und Gedanken verwandeln sich manchmal in Realität.

Die Zeit macht die Liebe kaputt. Die Uhr soll das Geticke sein lassen. Das Auto streikt. Der Antrieb ist weg. Im Museum ist Scheiße von Dieter Roth in Schachteln ausgestellt. Jetzt ist das teure Kunstwerk zerstört. Ein Mann hat es angefasst und zerdrückt. Ein anderer möchte Radiolärm aus der Nachbarwohnung anzeigen. Aber die Behörde ist schlimmer als das, was man anzeigen möchte. Hier hat alles mit allem zu tun und Gedanken verwandeln sich manchmal in Realität. Nur die Liebe dürfte nicht kaputtgehen. "Ich würde es gern reparieren wollen. Dass es neu beginnt, das ganze Leben."

Karl-Heinz Bölling, 1947 in Dortmund-Aplerbeck geboren, zählt zu den produktivsten deutschen Hörspielautoren. Deutschlandradio Kultur produzierte zahlreiche seiner absurd-fantastischen Stücke, zuletzt 2013: 'Der Verfassungsschutz'.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Christel Blanke

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Mikis Theodorakis - Symbol des Widerstands
Von Eberhard Schade

Keine Stolpersteine für München - Stadt lehnt Gedenk-Initiative ab
Gespräch mit Terry Swartzberg, Vorsitzender der Initiative für Stolpersteine für München

"Der Hund, der Hund" - bei den Tiroler Volksschauspielen Telfs
Gespräch mit dem Theaterkritiker Bernhard Doppler

125 Jahre Volksbühnen-Bewegung
Gespräch mit Prof. Dietger Pforte, Vorstandsvorsitzender der Freien Volksbühne Berlin

Kulturpresseschau
Von Ulrike Timm

23:30 Kulturnachrichten

Juli 2015
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Hörspiel: Umgang mit dem Ungewissennoch nicht
Hinter jeder Oberfläche im öffentlichen Raum könnte ein Geheimfach versteckt sein. (EyeEm / Aksel Garves)

Die Souveränität der Privatsphäre schwindet. Anlass genug, den Begriff Sicherheit in einer praktischen Übung zu überdenken. Hinter jeder Oberfläche könnte ein Hohlraum als Geheimfach genutzt werden. Der öffentliche Raum weist Spuren von Widerstand auf.Mehr

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