Seit 13:05 Uhr Länderreport

Donnerstag, 13.08.2020
 
Seit 13:05 Uhr Länderreport
Tagesprogramm Sonntag, 12. April 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Getrennt vereint
Das deutsch-deutsche Gespräch über russische Literatur
Von Eveline Passet
(Wdh. v. 03.10.2014)

Wie Russischübersetzer den "eisernen Vorhang" durchlöcherten. Eine unbekannte Geschichte.

Die Rezeption der russischen Literatur im deutschsprachigen Raum war von Anfang an mehr durch politische als durch ästhetische Erwägungen geprägt. Mit der Teilung Europas verschärfte sich dies noch einmal. Den Hardlinern in Ost wie West war sie Kampfinstrument in der Konkurrenz der Systeme, den Verfechtern der Entspannungspolitik Transportmittel von Wahrheit an Konvention und Zensur vorbei. Dies - wie jenseits der Mauer sahen die Anhänger eines demokratischen Sozialismus in ihr eine Plattform der gesellschaftlichen Selbstverständigung, an der sich Veränderungen in der UdSSR ablesen ließen. Und je weiter die innerdeutschen politischen Beziehungen voranschritten, desto zahlreicher wurden auch die Verlagskooperationen. Doch wenn die Programmlinien zunehmend übereinstimmten, so mögen die Motive der Herausgeber unterschiedliche gewesen sein, ebenso die zugrundeliegenden Interpretationen. Die Verfasserin, selbst Russischübersetzerin, erkundet im Gespräch mit Kollegen, Verlagslektoren und forschenden Slawisten von einst und heute den deutsch-deutschen Dialog über russische Literatur in Zeiten des Kalten Krieges und fragt, ob mit Perestrojka und Wiedervereinigung nun kunstimmanente Faktoren stärker in den Fokus der Rezipienten gerückt sind.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jürgen Liebing

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Mathias Mauersberger

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Wir waren Papst
Zum zehnten Jahrestag der Wahl von "Papa Ratzinger"
Von Pfarrer Hans-Peter Weigel
Katholische Kirche

Am 19. April vor zehn Jahren wurde Joseph Kardinal Ratzinger zum Papst gewählt. „Wir sind Papst!“ titelte voll Nationalstolz die Bild-Zeitung. Einen Papst aus Deutschland hatte es seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben. Acht Jahre später trat er zurück. Einen derartigen Amtsverzicht hatte es noch nie gegeben. Eine Rückschau auf das bewegte Pontifikat des oft für unbeweglich gehaltenen „Professors auf dem Papstthron“ versucht Pfarrer Hans-Peter Weigel aus Nürnberg.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Olha, ein Stinktier und die große Modenschau
Von Christa Zeuch
Ab 6 Jahren
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
(Ursendung)
Moderation: Tim Wiese

Olha ist neu in der Klasse. In ihrem Heimatland Ukraine wird gekämpft, und deshalb lebt sie nun bei ihrer Großmutter in Deutschland.

Nach den Osterferien sitzt plötzlich ein fremdes Mädchen mit einem langen Pferdeschwanz in der Klasse. Sie hat ein kariertes Kleid und weiße Kniestrümpfe an und ihr Deutsch klingt anders. Sie heißt Olha und kommt aus der Ukraine, erfahren die anderen Kinder von ihrem Klassenlehrer. Und weil in der Ukraine Krieg herrscht, lebt sie nun bei Ihrer Großmutter in Deutschland.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Die Mühle auf dem Meeresgrund
Von Christian Hussel
Nach einem norwegischen Märchen
Ab 8 Jahren
Regie: Rainer Clute
Mit: Gerry Wolff, Sylvester Groth, Christiane Leuchtmann, Wolfgang Condrus, Hans Teuscher u. a.
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1994
Länge: 50'41
(Wdh. v. 03.08.2008)
Moderation: Tim Wiese

Ein armer Bauer wird zum Teufel geschickt und findet dort sein Glück.

"Das ist der letzte Schinken, den ich dir borge. Scher dich damit zum Teufel!" So spricht der reiche Bruder zum armen. Brav läuft der los und findet sein Glück. Der Teufel tauscht ihm den Schinken gegen eine Mühle, die alles mahlen kann, was das Herz begehrt. Unser Held wird durch den plötzlichen Reichtum nicht zu Bosheit und Raffgier verführt. Mit vollen Händen teilt er aus, selbst der Teufel darf an seiner Tafel speisen. Irgendwann ist der Bauer sogar froh, dass er die Mühle weitergeben kann, denn - so hat er erfahren - wer viel besitzt, der muss sich um vieles kümmern, und eigentlich wollte der arme Bruder nur satt werden, seine Frau lieben und Geschichten erzählen.

Christian Hussel, geboren 1957 in Leipzig, studierte Soziologie und Theaterwissenschaft, lebt als freiberuflicher Autor in Leipzig, schreibt Texte für Theater und Rundfunk.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Oliver Schwesig

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Uwe Wohlmacher
sonntagsraetsel@deutschlandradiokultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

An den Rand gedrängt
Die Freie Kunstszene in Berlin
Von Susanne Arlt

Berlin - du bist zwar arm, dafür aber sexy und einfach so wunderbar! In diesem Werbeslogan muss ein Körnchen Wahrheit stecken, denn jedes Jahr besuchen rund zehn Millionen Touristen die Hauptstadt. Das ist vor allem den vielen tausend Kreativen zu verdanken, die aus anderen Metropolen nach Berlin zogen, um hier zu leben und zu arbeiten. Doch seitdem internationale Immobilienfonds den Marktwert der Stadt in die Höhe treiben, treibt es die Künstler immer mehr an die Peripherie von Berlin. 2014 war für die Szene das bislang schlimmste Jahr. Vier traditionelle Atelierstandorte wurden von privaten Eigentümern gekündigt. 150 Künstler verloren dadurch ihre Arbeitsgrundlage. Wie schützt man den Standortfaktor Subkultur, der Berlin auszeichnet? Was passiert mit Berlin, wenn ihre Künstler wegziehen? Sie öffnen ihre Werkstätten dem Publikum, veranstalten Ausstellungen, faszinieren und schärfen die Sicht auf die Welt. Und sie waren es schließlich, die Berlin zu dem gemacht haben, was es heute ist: eine lässige Stadt mit vielen Freiräumen - eben: arm aber sexy.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Sonja Gerth

12:30 Uhr

Die Reportage

Flüchtlinge im Ferienparadies
Von Gerd Brendel

Das Mittelmeer zwischen den griechischen Inseln und der Türkei: Ein Sehnsuchtsort für sonnenhungrige Touristen. Von Frühjahr bis Herbst sind sie unterwegs von Nord nach Süd, von West nach Ost, auf den Insel-Fähren, an den Stränden. Aber seit ein paar Jahren sind sie nicht mehr alleine. Die Fähren und die Strände teilen sie mit Menschen, die in die umgekehrte Richtung reisen. Flüchtlinge. Sie erreichen die Strände von Kos, Samos oder Lesbos meist im Morgengrauen, lange vor den Touristen. Für sie ist das Mittelmeer das Meer, das sie vom sicheren Asyl in Europa trennt. Eine Reportage von Gerd Brendel.  

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Anja Höfer

Kleine Leute, große Fragen: Muss der Mensch erzogen werden?

Gespräch mit Otfried Höffe - Kritik der Freiheit

Gesellschaftskritik 2.0
Die Diskussion über Akzeleration in der Philosophie

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Die Schwester und die Müllkinder
Die koptisch-orthodoxe Ordensfrau Takla leitet in Kairo einen Kindergarten in einem Viertel, deren Bewohner vor allem von der Müllverwertung leben
Von Anne Francoise Weber

"Einiges kann untergehen"
Alles nur Krise? Ein Gespräch mit der Benediktinerin, Wirtschaftswissenschaftlerin und promovierten Theologin Manuela Scheiba über das vom Papst ausgerufene "Jahr der Orden"
Von Philipp Gessler

Ein guter Schnitt für mehr Würde
Unter den Kolonnaden des Petersplatzes in Rom schneidet der Trienter Friseur Marco Patton zweimal die Woche Obdachlosen die Haare - ehrenamtlich und auf eigene Kosten
Von Marina Collaci

Den Opfern Heimat zurück geben
Vor 20 Jahren verlegte der Künstler Gunter Demnig erstmals seine "Stolpersteine" in Erinnerung an die Ermordeten des NS-Regimes. Mittlerweile liegen in 17 Ländern Europas rund 50.000 dieser Messingtafeln
Von Jens Rosbach

"Etwas Heiliges"
Sexualität und Spiritualität - Tantra-Kurse für Paare erfreuen sich großer Beliebtheit
Von Ursula Reinsch

Moderation: Philipp Gessler

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

„Ein doppeltes Lenzlied“
Die Sonate Nr. 1 G-Dur für Violine und Klavier, op. 76 von Johannes Brahms
Moderation: Michael Dasche

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Sonja Gerth

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin
Moderation: Thomas Wheeler

Mein Verein
Gespräch mit Steffen Erb, TB Neckarhausen

Matthias Politycki "42,195"
Rezensiert von Katrin Weber-Klüver

Der lange Atem - die Faszination des Laufens
Von Günter Herkel

Queen of Swing
Die 95 Jahre alte Norma Miller tanzt noch immer
Von Bettina Ritter

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Freunde des Abgrunds
Klettern in der Sächsischen Schweiz
Von Alexa Hennings

Ameise und Backenzahn, Dornröschen und Zyklopenmauer, Auguste und Patient, Pionierturm und Wegelagerer - die Namen der Gipfel im Elbsandsteingebirge sind so bizarr wie die Kletterfelsen selbst. Seit 150 Jahren schon klettern die Menschen dort hinauf. Was sie ganz oben hinterließen im Gipfelbuch, wird bis heute gesammelt. Wie die Namen der Felsen zeugen auch die Gipfelbücher vom jeweiligen Zeitgeist. Doch nicht nur das Gipfelbucharchiv ist eine Fundgrube für die sächsischen Kletterer, sondern auch viele ältere Bergsteiger, die Geschichte erlebt haben und sich um Geschichte kümmern. So Falk Arnold in Hohnstein, Kletterlegende seit DDR-Zeiten. Er organisiert in jedem Jahr Bergsommerabende, an denen sich Kunst und Klettern verbinden und man die 'Poeten des Abgrunds' trifft.

18:30 Uhr

Hörspiel

Vom Nachteil, geboren zu sein
Von E. M. Cioran
Aus dem Französischen von François Bondy
Bearbeitung und Regie: Kai Grehn
Komposition: Helmut Oehring
Mit: 101 Schauspielern und dem SWR Vokalensemble
Ton: Daniel Senger
Produktion: SWR 2013
Länge: 68’29

Emile M. Cioran, dem 'Aphoristiker der Verneinung', erscheinen jegliches Streben und Handeln lächerlich und sinnlos. Allein Musik und Poesie behaupten sich im "Rausch der Ausweglosigkeit".

In der griechischen Mythologie foltert König Midas den Satyr Silenos, um endlich in Erfahrung zu bringen, was für des Menschen Wohl das Beste sei. Die Antwort wurde u.a. von Aristoteles überliefert: "Das Allerbeste nämlich ist für dich gänzlich unerreichbar: nicht geboren zu sein, nicht zu sein, nichts zu sein." In seinem Aphorismen- und Traktatband 'Vom Nachteil, geboren zu sein' (1973) nimmt Cioran direkten Bezug auf die "Weisheit des Silenos". Cioran: Skeptiker und Misanthrop, Mystiker, Nihilist, ein 'Aphoristiker der Verneinung', erscheinen jegliches Streben und Handeln lächerlich und sinnlos. Allein Musik und Poesie behaupten sich im "Rausch der Auswegslosigkeit".

Emile M. Cioran (1911-1995), rumänisch-französischer Essayist und Philosoph. Von 1933 bis 1935 in Berlin, Berichterstatter und begeisterter Faschist, ab 1937 in Paris. Radikale Abkehr von politischen Überzeugungen.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

TivoliVredenburg, Utrecht
Aufzeichnung vom 03.04.2015

Edward Elgar
"The Kingdom" Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 51

Edith Haller, Sopran
Elizabeth DeShong, Mezzosopran
John Daszak, Tenor
Mark Stone, Bariton
Niederländischer Rundfunkchor
Mitglieder des Flämischen Rundfunkchors
Niederländische Radiophilharmonie
Leitung: Edward Gardner

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

"Mein Ziel ist die Perfektion"
Der Swingklarinettist Artie Shaw und seine Suche nach dem idealen Klang
Von Nina Josefowicz 

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Jörg Degenhardt

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

23:30 Kulturnachrichten

April 2015
MO DI MI DO FR SA SO
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Hörspiel: Umgang mit dem Ungewissennoch nicht
Hinter jeder Oberfläche im öffentlichen Raum könnte ein Geheimfach versteckt sein. (EyeEm / Aksel Garves)

Die Souveränität der Privatsphäre schwindet. Anlass genug, den Begriff Sicherheit in einer praktischen Übung zu überdenken. Hinter jeder Oberfläche könnte ein Hohlraum als Geheimfach genutzt werden. Der öffentliche Raum weist Spuren von Widerstand auf.Mehr

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