Seit 14:30 Uhr Vollbild

Samstag, 07.12.2019
 
Seit 14:30 Uhr Vollbild
Tagesprogramm Samstag, 21. März 2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Er spielte immer wie zum ersten und zum letzten Mal“
Eine Lange Nacht über Swjatoslaw Richter
Von Beate Bartlewski
Regie: die Autorin

Der Spiegel des Komponisten wolle er sein, weiter nichts, bekannte Swjatoslaw Richter, dabei war er doch der individuellste Spieler von allen. Ein Konzertabend mit ihm, mit unbedingter Wahrhaftigkeit zelebriert, war jedes Mal neu und aufregend. Die erschütternde Traurigkeit der einzelnen Töne und die plötzliche Explosion von Klängen, so eine Ohrenzeugin, könne man sich nicht vorstellen, wenn man sie nicht gehört habe. Swjatoslaw Richter, 1915 im damals russischen Schitomir geboren und in Odessa aufgewachsen, lernte das Klavierspielen mehr oder weniger autodidaktisch. Erst mit 22 Jahren, nachdem er sich bis dahin als Korrepetitor durchgeschlagen hatte, ging er nach Moskau, um beim legendären Heinrich Neuhaus zu studieren. Neuhaus erkannte in Richter ein Genie, dem er eigentlich nichts mehr beibringen könne. Er machte ihn mit Sergej Prokofjew bekannt und mit der Uraufführung dessen '6. Sonate' begann seine russische Karriere. Als sogenannter Volksdeutscher durfte er lange Zeit nicht im Westen auftreten. Erst mit 45 Jahren, nachdem ihm ein legendärer Ruf vorausgeeilt war, gab er in New York sein frenetisch umjubeltes Debüt. In der Folge konzertierte er in allen wichtigen Musikzentren der Welt, er gründete sein eigenes Festival in Frankreich und öffnete sich mehr und mehr auch der Kammermusik. Aber Richter war kein Tastenlöwe, er war eher scheu und introvertiert, zeitweise litt er an Depressionen. So verweigerte er sich nach und nach dem kommerziellen Konzertbetrieb. 1997 ist er auf seiner Datscha in der Nähe von Moskau an einem Herzinfarkt gestorben.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Frederick Hollander
The Verdict - Hier irrte Scotland Yard
Brandenburgische Philharmonie Potsdam
Leitung: William T. Stromberg

Victor Young
For Whom The Bell Tolls
(Wem die Stunde schlägt)
Violine: Louis Kaufman

Franz Waxman
Beloved Infidel (Die Krone des Lebens)

Victor Young
September Affair (Liebesrausch auf Capri)

Moderation: Birgit Kahle

Ein kleiner, leiser „film noir“ aus dem Jahr 1946, in dem Sydney Greenstreet und Peter Lorre glänzen, ist „The Verdict“, mit dem Don Siegel sein Debüt als Spielfilmregisseur gab. Frederick Hollander schuf die melodramatische musikalische Interpunktion für dieses Kriminalstück und intonierte lustvoll die Nebelschwaden, die durch das viktorianische London ziehen. - Am Vorabend des zweiten Weltkrieges spielt das von Sam Wood meisterhaft inszenierte Drama „For Whom the Bell Tolls“, nach dem gleichnamigen Roman von Ernest Hemingway. Gary Cooper und Ingrid Bergman spielen herzzerreißend, - und Victor Young band in seine gefühlsbetonte, farbenreiche Musik spanische Einflüsse elegant ein. - Die von manchem Beteiligten ungeliebte Produktion „Beloved Infidel“ erzählt die Geschichte der Beziehung von F. Scott Fitzgerald und der Radio-Moderatorin Sheilah Graham. Franz Waxmans klug angelegte Musik, die fraglos besser ist als das Drama, für das sie geschrieben wurde, bereichert diesen Film und gleicht einige seiner Schwächen aus. - Willi am Dieterle inszenierte die hübsche, kleine Liebesgeschichte „September Affair“, die Victor Young mit einer pittoresken und berührenden Filmmusik begleitet.

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Aus den Archiven

Palast der Dynastie - Glanz und Elend des Berliner Schlosses
Von Friedhelm Jeismann
RIAS 1993
Vorgestellt von Martin Hartwig

590 Millionen Euro soll es kosten, das neue Gebäude in der Berliner Mitte, das in der Dimensionierung und der Fassadenansicht das alte Stadtschloss nachbildet. Man muss kein Schwarzseher sein, um zu vermuten, dass es 'unterwegs' noch die eine oder andere Kostensteigerung geben wird. Obwohl die Bauarbeiten im Gange sind, wird um die Frage, wie sinnvoll der Nachbau der alten Residenz der Markgrafen, preußischen Könige und deutschen Kaiser ist, immer noch gestritten. Das Projekt war noch nicht absehbar, als sich Friedhelm Jeismann 1993 in einem großen Feature der Geschichte des Schlosses widmete und einen 500-jährigen Bogen von 1443 (erster Bau) bis 1945 (Zerstörung) spannte.

06:00 Uhr

Nachrichten

06:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Miriam Rossius

06:23 Wort zum Tage

Pastor Diederich Lüken
Evangelische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Kommentar der Woche

Wochenkommentar: Nach den Wahlen in Israel
Von Christoph von Marschall

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Nach Lynchmord in Afghanistan - Befriedung mißlungen?
Gespräch mit Thomas Ruttig, Co-Direktor Afghanistan Analysts Network (ANN)

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

ZERO - Die internationale Kunstbewegung der 50er und 60er Jahre
Von Barbara Wiegand

08:30 Nachrichten

08:50 N/A

"Briefwechsel" zwischen Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf
Rezensiert von Michael Opitz

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54
gespraech@deutschlandradiokultur.de

Hauptsache schlau - was ist Intelligenz?
Klaus Pokatzky im Gespräch mit Prof. Aljoscha Neubauer, Prof. für Psychologie an der Universität Graz, Schwerpunkt Intelligenzforschung

10:00 Nachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Lesart

Das politische Buch
Moderation: Sigrid Brinkmann

Gespräch mit Torsten Fricke und Ulrich Novak über:
Die Akte Google
Wie der US-Konzern Daten missbraucht,
die Welt manipuliert und Jobs vernichtet
Herbig-Verlag München

Armin Wertz
Die Weltbeherrscher
Militärische und geheimdienstliche Operationen der USA
Westend-Verlag Frankfurt
rezensiert von Ernst Rommeney

David Rothkopf
National Insecurity
American Leadership in an Age of Fear
Verlag Public Affairs New York
rezensiert von Sabina Matthay

Sudhir Venkatesh
Floating City
Gangster, Dealer, Callgirls und andere
unglaubliche Unternehmer in New Yorks Untergrundökonomie
Murmann Verlag Hamburg
rezensiert von Sieglinde Geisel

Britta Waldschmidt-Nelson
Malcolm X - Eine Biographie
C.H. Beck Verlag München
rezensiert von Margarete Wohlan

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages  
Moderation: Thomas Jaedicke

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Von Marc Brost, Wirtschaftsredakteur Die Zeit

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Rang 1

Das Theatermagazin
Moderation: Susanne Burkhardt

14:30 Uhr

Vollbild

Das Filmmagazin
Moderation: Susanne Burg

Vorgespult: Verfehlung - Zu Ende ist alles erst am Schluß - Das andere Rom
Von Christian Berndt

Eine philippinische Punk-Noir-Oper: der Film "Ruined Heart"
Gespräch mit dem Produzenten Stephan Holl

Wie Filme die Linke darstellen: Roehlers "Tod den Hippies! Es lebe der Punk"
Von Christiane Peitz

Francois Ozon über "Eine neue Freundin"
Von Jörg Taszman

Der neue Berlin-Tatort
Gespräch mit dem Regisseur Stephan Wagner

15:00 Nachrichten

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Echtzeit

Das Magazin für Lebensart

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
Moderation: Thomas Jaedicke

17:30 Uhr

Tacheles

"Wir brauchen ein modernes Einwanderungsrecht"
In "Tacheles" stellt sich Prof. Herbert Brücker (Migrationsforscher) den Fragen von Martin Steinhage.

Seit geraumer Zeit wird hierzulande darüber diskutiert, ob Deutschland ein Einwanderungsgesetz braucht. Die SPD ist dafür, die Union ist uneins, die Kanzlerin hat sich noch nicht festgelegt. Aufgrund der demographischen Entwicklung sind wir bereits heute auf leistungsfähige Zuwanderer angewiesen, sagt der renommierte Migrationsforscher Prof. Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung. Daher empfiehlt auch Brücker die Schaffung eines modernen Einwanderungsrechts. Dieses könne entweder auf den bestehenden gesetzlichen Regelungen aufbauen, oder sich am - von vielen Politikern favorisierten - kanadischen Einwanderungs-Modell orientieren. Entscheidend, so Brücker, seien die Kriterien und deren Umsetzung: Ziel müsse der erleichterte Zugang qualifizierter Migranten auf den deutschen Arbeitsmarkt sein.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Drei Schwestern und ein Downsyndrom
Inszenierung von Familienbeziehungen
Von Annika Erichsen
Regie: Friederike Wigger
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
Länge: 54‘30
(Ursendung)

Christina ist Single, Elisabeth ist arbeitslos und Theresa ist behindert. Alle spielen ihre Rolle - im Leben und auf der Bühne. Doch wie frei können sie ihren Lebensentwurf tatsächlich wählen?

Elisabeth ist arbeitslos, Christina ist Single und Theresa ist behindert. So kann man die drei Schelhas-Schwestern beschreiben. Es geht aber auch anders: Elisabeth will die Größte, Schönste, Stärkste sein, Christina fühlt sich zu kurz gekommen und Theresa steht mit beiden Beinen im Leben. Oder: Erstgeborene, Sandwichkind und Nesthäkchen. Welche Beschreibung ist am Treffendsten? Die drei inzwischen erwachsenen jungen Frauen stehen gemeinsam auf einer Theaterbühne, um herauszufinden, wer welche Rolle im echten Leben spielt. Und wie frei sie ihren Lebensentwurf tatsächlich wählen können.

Annika Erichsen, geboren 1981 in Schwäbisch Hall, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Marseille. Seit 2010 Feature-Autorin und Regisseurin für die ARD, Deutschlandradio und ARTE Radio in Frankreich. Zuletzt: 'Aus dem Tunnel - Begegnungen mit einer Roma-Familie in Brüssel' (SWR 2014).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Oper Magdeburg
Aufzeichnung vom 14.03.2015

Zdenĕk Fibich
"Die Braut von Messina"
Tragische Oper in drei Akten
Libretto: Otakar Hostinský nach Friedrich Schiller

Donna Isabella - Lucia Cervoni, Alt
Don Manuel - Thomas Florio, Bariton
Don Cesar - Richard Samek, Tenor
Beatrice - Noa Danon, Sopran
Diego - Johannes Stermann, Bass
Kajetan - Martin-Jan Nijhof, Bariton
Bohemund - Manfred Wulfert, Tenor
Page - Panoš - Hale Soner, Sopran

Opernchor des Theaters Magdeburg
Magdeburgische Philharmonie
Leitung: Kimbo Ishi

Mit 'Die Braut von Messina' präsentiert das Theater Magdeburg zum ersten Mal in Deutschland eine der bedeutendsten Opern der tschechischen Romantik. Die verwitwete Fürstin Isabella von Messina möchte ihre beiden verfeindeten Söhne Manuel und César versöhnen und ein lang gehütetes Geheimnis lüften: Trotz einer Prophezeiung, ihre Tochter würde das Ende des Fürstengeschlechts verursachen, hatte sie die kleine Beatrice vor dem Tod gerettet und unerkannt in einem Kloster aufziehen lassen. Doch das Schicksal lässt sich nicht aufhalten: Beide Brüder verlieben sich in die schöne Unbekannte, ihr Hass flammt wieder auf, am Ende sind sie tot - und die überlebenden Frauen mit ihren Schuldgefühlen allein.

21:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Gordon Kampe
"Falsche Lieder" für sechs Stimmen

Mischa Käser
"Präludien 1. Buch", Nr. 1-8, für sechs Stimmen

Friedrich Cerha
"2 Szenen" für sieben Stimmen

Neue Vocalsolisten Stuttgart

Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014

22:30 Uhr

Lesung

Aus "Alle Nähe fern" von André Herzberg
Gelesen vom Autor

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Patrick Wellinski

Rheingold in Budapest: Kulturfunktionär G.M. Tóth inszeniert an der Nationaloper
Von Jörn Florian Fuchs

Konzertkritik: Tony Allen in Berlin, HKW
Von Thorsten Bednarz

Nach dem frühen Tod. Ausstellung in Baden Baden (21.03-21.06.15)
Gespräch mit Johan Holten, Leiter der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden

Kulturpresseschau-Wochenrückblick
Von Arno Orzessek

23:30 Kulturnachrichten

März 2015
MO DI MI DO FR SA SO
23 24 25 26 27 28 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5

Unsere Empfehlung heute

Wexford OpernfestivalDer verschleierte Prophet
Der Bariton Szymon Mechlinski (Agentur Tact4Arts)

Der irische Komponist Charles V. Stanford brachte seine orientalistische Oper "Der verschleierte Prophet" 1881 in Hannover heraus. Seitdem wurde sie kaum gespielt, das Wexford Opernfestival in Irland wagte sich jetzt an eine Neuinszenierung.Mehr

weitere Beiträge

Wurfsendung

Wurfsendung (Deutschlandradio)

Wurfsendungen werfen wir werktäglich sechsmal, an Samstagen und Sonntagen dreimal ins Programm. Viele einzelne Sendungen eines Tages können Sie auf der Wurfsendungsseite direkt nachhören.
Mehr

Interview

"German Zero"Wie ein Bürgerrat das Klima retten will
Berber sitzt im Wuestensand, Marokko, Merzouga. (imago images / blickwinkel / M. Woike)

Das Klimapaket der Bundesregierung reicht nicht, um einen entscheidenden Beitrag zur Klimawende zu leisten, sagen Kritiker. Die Bürgerinitiative "German Zero" will ein Gesetz einbringen, dass der Politik höhere Ziele setzt, das Klima zu schützen.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur