Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Montag, 09.12.2019
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch
Tagesprogramm Sonntag, 24. Februar 2019
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Was kann man dem Tod erwidern
Letzte Gedichte
Von Jutta Rosenkranz

Letzte Gedichte gelten oft dem Tod. Sie vermitteln nicht nur Trauer, auch Trost.

„Komm du, du letzter, den ich anerkenne …“, ruft Rainer Maria Rilke in seinem letzten Gedicht dem Tod zu, als er die Krebserkrankung nicht mehr ignorieren kann. Wie gehen Dichterinnen und Dichter mit dem eigenen Sterben um? Nicht unbedingt anders als andere Menschen, jedoch zuweilen in Versen. Ihre letzten Zeilen sind mal schlicht, mal philosophisch. Doch wer in den Tagen, Wochen oder Monaten vor dem Lebensende dichtet wie Hermann Hesse, Marie Luise Kaschnitz, Heiner Müller oder Robert Gernhardt, versucht dem Ende einen Ausdruck, eine Haltung abzuringen: eine gelassene, humorvolle, christliche, sachliche, sarkastische, altersweise. Letzte Gedichte sind beeindruckende Zeugnisse der Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Sie vermitteln nicht nur Trauer, auch Trost.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jürgen Liebing

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Martin Böttcher

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Sikh Gemeinde

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Kirche und Bauhaus
Inspirierende Kontakte vor 100 Jahren
Von Harald Schwillus
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Katz und Maus
Von Beate Dölling
Gelesen von Eva Meckbach
Ab 6 Jahre
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018

Moderation: Fabian Schmitz

Die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen dem Kater Löwenzahn und der Haselmaus Milena.

Eines Tages, als der Kater Löwenzahn sich genüsslich in der Sonne wärmt, sieht er etwas Kleines, Hellbraunes über die Terrasse flitzen, genau auf ihn zu. Es ist eine kleine Haselmaus, auf der Flucht vor Löwenzahns Brüdern Klitschko, Rattlesnake und Rudi. Ohne groß nachzudenken, versteckt Löwenzahn sie unter seinem Bauch, beißt sich auf die Lippe, damit sie ein bisschen blutet und erzählt seinen Brüdern, dass er die Maus gefressen hätte. Mit dieser Rettung beginnt eine wunderschöne Freundschaft.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Kakadus Reisen
Nach Ulm und um Ulm herum
Ab 7 Jahre
Moderation: Tim Wiese
(Wdh. v. 26.10.2014)

Kakadu landet auf dem höchsten Kirchturm der Welt.

Einmal möchte Kakadu auf dem höchsten Kirchturm der Welt landen, also auf nach Ulm und rauf auf den Turm. Von dort oben haben wir einen guten Überblick und können dorthin gehen, wo es Kindern in Ulm gefällt: vielleicht ins Donauaquarium, zu Hechten, Rotaugen und Flussbarschen. Oder ins Kindermuseum, dort ist Anfassen und Ausprobieren ausdrücklich erlaubt. Im Botanischen Garten lädt eine Schokoladenwerkstatt ein. Und zwölf Kilometer südlich von Ulm wollen wir Schüler einer Grundschule besuchen. ‚Fit mit Stil’ war ihr Motto; Lesehelfer und Streitschlichter waren am Start, und so wurden sie als Weltethos-Schule ausgezeichnet. Wir gratulieren und fragen nach, was anders in dieser Schule ist. Zurück in Ulm müssen wir noch unbedingt ins Rathaus. Dort hängt im Treppenhaus eine Kopie des Fluggerätes, mit dem der Schneider von Ulm vor 200 Jahren von der Spitze des Kirchturms das Fliegen üben wollte.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Moderation: Olga Hochweis
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Spaziergänge mit Prominenten
Gisela Steinhauer unterwegs mit der Regisseurin Doris Dörrie in München

Der Film ‚Männer‘ im Jahr 1985 bescherte Doris Dörrie schlagartig bundesweite Bekanntheit. Da war sie gerade 30 Jahre alt. Zuvor hatte sie Dokumentarfilme gedreht sowie Kinder- und Spielfilme fürs Fernsehen produziert. Doch durch die Komödie mit Uwe Ochsenknecht und Heiner Lauterbach änderte sich vieles für Dörrie. In der Folge entstanden nicht nur weitere Filme, sondern auch zahlreiche Bücher. Hinzu kam eine Professur für Drehbuchschreiben an der Filmhochschule München. Außerdem bat Daniel Barenboim sie, die Filmemacherin, in Berlin eine Oper zu inszenieren. Viele weitere an anderen Bühnen in ganz Deutschland folgten.
Geboren wurde die heute 63-Jährige in Hannover als eine von vier Töchtern. Nach dem Abitur ging sie in die USA, studierte dort für zwei Jahre Schauspiel und Film. Zurück in Deutschland ging Dörrie an die Filmhochschule in München. Hier lernte sie auch den Kameramann Helge Weindler kennen. Bei Navajo-Indianern in New Mexico, ohne Hochzeitskleid, aber in Cowboy-Stiefeln heirateten die beiden. Schon 1996 starb Weindler an Krebs. Sein Tod hat Doris Dörrie „zum Optimisten gemacht.“ Durch den Tod zum Optimisten? „Als mein Mann gestorben ist, wurde mir klar, dass es das gibt: die große Liebe bis zum Ende.“
Zumindest Sympathie empfindet die Regisseurin auch für München, wo sie bis heute lebt. Ebenfalls ein Thema, wenn Doris Dörrie mit Deutschlandfunk Kultur durch die bayerische Landeshauptstadt spaziert.

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Axel Flemming

12:30 Uhr

Die Reportage

Glänzendes Comeback 
Der Siegeszug der portugiesischen Sardine
Von Tilo Wagner
(Wdh. v. 04.03.2018)

Die Sardine ist in Portugal viel mehr als nur ein einfacher Speisefisch. Sie ist Teil der portugiesischen Lebensart. Seit ein paar Jahren feiert die Sardine ein unerwartetes kulinarisches Comeback: Eingelegt in Olivenöl gehören Sardinen aus der Dose mittlerweile in den Bars und Kneipen Lissabons zum guten Geschmack. Aus dem ehemaligen Fischgericht für arme Leute ist ein Exportschlager geworden: Die Souvenirläden verkaufen die Fischkonserven als typische Mitbringsel aus Portugal. Für die Fischer entlang der Küste ist die Sardine „das Gold des Atlantiks“, auch wenn die Jagd auf den kleinen Speisefisch von Fangquoten reguliert wird. Die Sardine ist aber auch die letzte Rettung für die portugiesische Konservenindustrie, die mit billigeren Produktionsstätten in Nordafrika konkurrieren muss. Tilo Wagner hat den Weg der Sardine verfolgt: Vom Fangboot im Atlantik über die Konservenfabrik bis hinein in eine hippe Lissabonner Bar.   

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Christian Möller

Reportage aus dem Karl Jaspers Haus in Oldenburg
Von Felicitas Boeselager

Bitte wiederentdecken:
Karl Jaspers, ein fast vergessener Super-Intellektueller
Gespräch mit Matthias Bormuth, Medizinethiker und Kulturwissenschaftler

Jaspers "Grenzsituation" - ein Begriff mit Schattenseite
Von Wolfram Eilenberger

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Schwerpunkt: Macht, Missbrauch und Manipulation in Glaubensgemeinschaften
Moderation: Thorsten Jabs

Krisengipfel zu sexuellem Missbrauch
Wie reagiert die katholische Kirche?

Bei uns doch nicht! Missbrauch jüdisch
Von Thomas Klatt

Nach dem Sturz der Gurus - Neustart für Buddhisten?
Von Mechthild Klein

Die Mormonen ändern ihren Namen - und ihr Image?
Von Stefanie Oswalt (

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

"Musik, wie ich sie gerne höre"
Das Konzert für Orchester von Witold Lutosławski
Moderation: Ulrike Timm

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Axel Flemming

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin
Moderation: Thorsten Jabs

Mythos Premier League
Was der Fußballfan an der Bundesliga hat
Von Stefan Osterhaus

Nach den Spielen von Pyeongchang
Was ist vom olympischen Aufbruch geblieben
Von Fabian Kretschmer

Richtige Opfer, falsche Opfer?
Doping in der DDR und der Umgang mit den Folgen
Gespräch mit Hans-Joachim Teichler

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Verrenkt, verspannt, verkannt  
Die Wirkung der Osteopathie
Von Peter Kolakowski

Immer mehr Leistungs- und Hobbysportler vertrauen bei Schmerzen und Verletzungen der Osteopathie. Der Osteopath untersucht und therapiert ausschließlich mit den Händen und nimmt für sich in Anspruch - statt symptomorientiert - ganzheitlich zu kurieren. Er betrachtet den Patienten als Einheit von Körper, Geist und Seele, der durch Behandlung in die Lage versetzt werden soll, sich selbst zu heilen.
Wenngleich der Osteopathie von konservativen Teilen der Schulmedizin immer noch allenfalls ein Placebo-Effekt zugebilligt wird, sind die Therapieerfolge bei Bewegungseinschränkungen und Erkrankungen des Muskel- und Gelenkapparates der klassischen Physiotherapie oft überlegen und sie findet daher auch außerhalb des Sports immer mehr Befürworter, wie z. B. in der orthopädischen Rehabilitation. Wie erfolgversprechend und nachhaltig ist die Osteopathie, die inzwischen auf eine fast 150-jährige Tradition zurückblicken kann, und weshalb wird der Beruf des Osteopathen in Deutschland - im Gegensatz zu anderen Ländern - bis heute nicht anerkannt?

18:30 Uhr

Hörspiel

Nachruf auf L.S.
Von Gabriel Josipovici
Übersetzung: Hubert von Bechtolsheim
Regie: Robert Matejka
Mit: George Tabori, Bruno Ganz, Jürgen Hentsch, Hanns Zischler, Jutta Hoffmann, Klaus Piontek, Susanne von Borsody, Hans Madin, Peter Fitz, Peter Groeger, Christine Gloger, Robert Welti, Helfrid Koch
Ton: Hans Martin
Produktion: RIAS Berlin 1990
Länge: 88'20 (gekürzte Fassung)
(Wdh. v. 01.03.1991)

Wie kann man einen Menschen beschreiben, der wenig von sich preisgab, ein Sonderling war, sich selbst auf das Notwendigste reduzierte?

Je eindeutiger die Zeugnisse über L.S. und sein Leben erscheinen, desto unschärfer werden die Konturen. Gewiss ist, L.S. hat sein Leben lang Grabmale und Inschriften studiert. Gewiss ist auch, dass seine Idealvorstellung von menschlicher Existenz in einem Bild äußerster Reduktion besteht: Ein Mensch sitzt an einem Tisch. Festgewurzelt wie jene Prinzessin, deren Geschichte kontrapunktisch das Hörspiel durchzieht. Sie sitzt in einem riesigen Palast auf ihrem Thron und wartet auf einen Freier.

Gabriel Josipovici, 1940 in Nizza geboren, Professor für Literatur an der Universität Sussex. Er schrieb zahlreiche Kurzgeschichten, Theaterstücke und Hörspiele, u.a. "Ein kleines persönliches Taschenrequiem" (RIAS Berlin 1992), "Vergil stirbt" (RIAS Berlin 1991).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Brahms-Perspektiven
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 23.02.2019

Johann Sebastian Bach
Präludium E-Dur aus "Das Wohltemperierte Klavier II" BWV 878 für Klavier solo
Konzert für Klavier, Streicher und Basso continuo E-Dur BWV 1053

Aribert Reimann
"Fragments de Rilke" für Sopran und Orchester (Uraufführung)

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Sarah Aristidou, Sopran
Kristian Bezuidenhout, Klavier
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Robin Ticciati

Die vier Sinfonien von Johannes Brahms macht Robin Ticciati, der Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, zum Thema des einwöchigen Festivals „Brahms-Perspektiven“. Begonnen hat das Ganze Mitte des Monats mit einem A-Cappella-Psalm von Heinrich Schütz. Im Finale am letzten Februarwochenende treffen ein Klavierkonzert von Johann Sebastian Bach, dessen Musik auch für Brahms das A und O gewesen ist, die vierte Sinfonie des Festivalmeisters und ein neues Werk von Aribert Reimann aufeinander. Der 82 Jahre alte Berliner Komponist hat „Fragments de Rilke“ für Sopran und Orchester geschrieben - die Sopranistin Sarah Aristidou wird sie singen. Neue Perspektiven möchten Ticciati und sein DSO Berlin aufzeigen: Perspektiven auf die Wurzeln, die die allzeit beliebten Brahms-Sinfonien besitzen, und auf die Nachwirkungen seiner Musik auf die Kreativen von heute.

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

Den Abend umschmeichelnd
Music for Hotel Bars
Von Matthias Nöther

Seit Juni 2018 gibt es in Berlin die Neue-Musik-Reihe ‚Music for Hotel Bars‘, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds. Für jede neue Aufführung in jeweils einem anderen Berliner Hotel hat der Kurator Bastian Zimmermann eine/n andere/n Komponisten/in beauftragt. Zum Teil spielen auch szenische Elemente eine Rolle. Die wechselnde Aufmerksamkeit der zufälligen Zuhörer, die gerade in den Hotelbars anwesend sind, wird selbst zum musikalischen Parameter bzw. zum musikalischen Material. Diese Reihe hat ihre ästhetischen Vorbilder in der ‚Musique d‘ameublement‘ von Erik Satie und der Musik in Transiträumen wie z.B. Flughafenhallen, wie sie Brian Eno Anfang der 1980er-Jahre erfand.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Vera Linß

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

"Ich war das ideale Opfer"
Blick einer Ex-Nonne auf den Anti-Missbrauchgipfel
Gespräch mit Doris Reisinger

Gast aus München:
Christian Stückl inszeniert in Wien „Hiob“ nach Joseph Roth
Von Eberhard Spreng

Selten gespielt:
Smetanas Oper "Dalibor" in der Frankfurter Oper
Von Natascha Pflaumbaum

Same same but different:
"Dekolonialisierungsfestival" in Gent unter Milo Rau
Von Dorothea Marcus

Kulturpresseschau
Von Gregor Sander

Februar 2019
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