Seit 01:05 Uhr Tonart

Donnerstag, 14.11.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Sonntag, 18. Februar 2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Die Erfindung der Kunst
Warum der Satyr Marsyas gehäutet wurde
Von Jörg Magenau

„Kläglich war, sehr kläglich das Schicksal des Satyrs Marsyas.“ So beginnt Ovid in den ‚Metamorphosen’ seine Erzählung. Marsyas ist eine tragische, mythologische Gestalt. Auf einer Doppelflöte spielt er so lustvoll, dass er sich hinreißen lässt, den Gott Apoll zum Wettstreit herauszufordern. Apoll siegt mit unlauteren Tricks und bestraft den mit knapper Not Besiegten, indem er ihm bei lebendigem Leib die Haut abzieht. Der Mythos diente immer wieder als Parabel über das Verhältnis von Schönem und Hässlichem, Ohnmacht und Macht, Körper und Seele. In Marsyas erkannten die Schriftsteller der DDR die eigene prekäre Stellung in der Gesellschaft. Jörg Magenau liest den Mythos als eine Geschichte über die Möglichkeiten der Kunst und geht seiner Wirkungsgeschichte bis in die literarische Gegenwart nach. Wie gefährlich ist es, der Welt etwas Schönes entgegenzusetzen?

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Chansons und Balladen
Moderation: Jutta Petermann

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Clublounge
Moderation: Martin Böttcher

05:00 Nachrichten

06:00 Nachrichten

06:55 Uhr

Wort zum Tage

Moschee-Gemeinde (Ahmadiyya Lahore)

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

"Wir sind euer Gewissen!"
Zum 75. Todestag der Geschwister Scholl
Von Christian Feldmann
Katholische Kirche

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Erzähltag
Hänsel und Knödel
Märchengedichte von Manfred Mai, Michael Ende, Heinz Erhardt und Josef Guggenmos
Von Karin Hahn
Ab 6 Jahren
Gelesen von Gerd Wameling
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
Moderation: Ulrike Jährling

Wenn Dichter über Märchen dichten.

Wenn Dichter beginnen, mit den Worten zu spielen, mit ihnen zu jonglieren und sie zu verdrehen, dann kann so ein Gedicht entstehen. Und wenn die Dichter sich derart mit Märchen beschäftigen, entstehen Märchengedichte. Oder vielleicht doch eher märchenhafte Gedichte? Willkommen in der Welt von Hänsel und Knödel.

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag
Mr. Handicap
Von Thilo Reffert
Ab 8 Jahren
Regie: Beatrix Ackers
Komposition: Michael Rodach
Mit: Axel Wandtke, Luis Simoes, Leo Knizka, Pauline Kröger, Levon Schlegel, Lenz Lengers, Hugo Kempter, Fae Faika, Florian Lukas, Timur Isik u. a.
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
Länge: 49'53'

Moderation: Ulrike Jährling

Mr. Handicap heißt Vincent und geht seit diesem Schuljahr in eine Inklusionsklasse.

Wenn aus einer normalen Schulklasse eine i-Klasse, eine Inklusionsklasse wird, ist es normal, dass alles anders wird. Vincent leidet unter angeborener Gelenksteife und hat noch ein paar andere Handicaps auf Lager. Seit diesem Schuljahr besucht er eine Regelschule, wo sich Lehrer und Kinder alle Mühe mit der Inklusion geben. Jedes Kind war schon einmal Pate für Vincent, jedes Kind - außer Hannes. Doch eines Tages erwischt es auch Hannes und er darf für eine Woche Vincents Pate sein. Anfangs sieht Hannes in Vincent nur die Behinderung. Doch dann entdeckt er an Vincent auch andere Seiten, einen total unbehinderten Humor zum Beispiel. Fast sieht es so aus, als könnten sie ziemlich gute Freunde werden.

Thilo Reffert, geboren 1970 in Magdeburg, arbeitete als Lehrer und an verschiedenen Theatern als Dramaturg und Theaterpädagoge, lebt heute als freischaffender Autor am Stadtrand von Berlin, schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa für Kinder und Erwachsene, für den Kakadu schrieb er zuletzt das Kinderhörspiel "Fünf Gramm Glück", die Lebensgeschichte einer Brotdose.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Sonntagmorgen

Das Rätselmagazin
Feuer
Moderation: Olga Hochweis
sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

10:00 Nachrichten

10:30 Sonntagsrätsel

Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Ein Dorf mit Zukunft?
Giershagen im westfälischen Sauerland
Von Paul Stänner

Jahrhundertelang befand sich das Dorf Giershagen mit seinen 1500 Einwohnern in einem Bergbaugebiet. Bis 1900 wurden die Bergwerke nach und nach stillgelegt - übrig blieben: ein Knappenverein ohne Grube, ein Rundwanderweg um das Bergwerk und eine Ideenschmiede für Neues. Klingt nach Dorf? Ja, aber was heißt das konkret? Den einen gilt das Dorf als in Klinker gemauerte Langeweile. Den anderen als lebenspralles Zukunftsmodel, das die Misere der großen Städte überwinden soll. Und mittendrin liegt Giershagen - ein Dorf mit Zukunft? Jedenfalls eins, das lebt. Wir fragen nach: Wie wichtig sind Kneipen? Was ist dran an der freiwilligen Feuerwehr? Welches Fest geht nicht ohne Dorf? Und wieso erfindet ein Dorf ein eigenes Brettspiel, in dem es um Kuhherden und Landbesitz geht?

11:59 Uhr

Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
u.a. XXIII. Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
Moderation: Oliver Thoma

12:30 Uhr

Die Reportage

12:30 Die Reportage

Gebraucht, gesucht und fast verprellt
Eine ägyptische Ärztin in Deutschland
Von Anna Osius

Im Februar 2017 berichtet der DLF über Judy Ghoniem, eine 38-jährige Ärztin aus Kairo, die perfekt Deutsch spricht und in Deutschland arbeiten will. Der Leiter des Klinikums Braunschweig hört zu und will sie einstellen - Fachärzte werden Hände ringend gesucht. Was dann folgt, ist eine Realityshow aus dem Dschungel der deutschen Bürokratie.

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Sein und Streit

Das Philosophiemagazin
Moderation: Simone Rosa Miller

Think global, act local
Was uns die 68er voraus hatten
Kommentar von Mirjam Schaub

Was schulden wir unseren Eltern?
Von Andi Hörmann

Warum wir unseren Eltern nichts schulden
Gespräch mit Barbara Bleisch

Die philosophische Flaschenpost
Nietzsche - Volker Gerhardt
Von Constantin Hühn

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Religionen

Schwerpunkt: Kino, Heilige und Klöster
Moderation: Anne Françoise Weber

Als die Religion auf die Leinwand fand
Bei der diesjährigen Berlinale sind Religionsthemen besonders in alten Filmen aus den 20er-Jahren zu finden.
Gespräch mit Kirsten Dietrich
 
Als das Fernsehen seine Heilige bekam
Vor 60 Jahren erhob Pius XII. Klara von Assisi zur Schutzheiligen des Fernsehens und seiner Zuschauer. Dahinter stand die Hoffnung, auch mit dem Flimmerkasten
Menschen für den christlichen Glauben zu gewinnen - oder sie zumindest dadurch nicht zu verlieren.
Von Gunnar Lammert-Türk
 
Wo Orishas und Heilige verschmelzen
Die frühere Sklavenreligion Santería verbindet afrikanische Riten und katholische Heiligenverehrung. Auf Kuba findet sie immer mehr Anhänger.
Von Burkhard Birke
 
„Ora et labora“ in Kairo
Benediktiner-Mönche gründen ein neues Kloster in Ägypten - und haben keine Angst vor islamistischen Anschlägen.
Von Cornelia Wegerhoff
 
 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Französische Konversation für Fortgeschrittene
Die Streichquartette von Claude Debussy und Maurice Ravel
Moderation: Mascha Drost

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
u.a. XXIII. Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
Moderation: Oliver Thoma

17:30 Uhr

Nachspiel

Das Sportmagazin
Moderation: Hanns Ostermann

Sport als Integrationsinstrument in NRW-Brennpunkten Essen und Duisburg
Von Heinz Schindler

Gespräch mit Knut Reinhardt, Ex-Fußball-Profi, nun Grundschullehrer in Dortmund

Olympia Kills Us
Skiverleiher kämpfen in Pyeongchang ums Überleben
Von Frank Hollmann

Wie politisch ist die olympische Idee heute?
Dresden-Preis für Tommie Smith
Von Bastian Brandau

18:00 Nachrichten

18:05 Nachspiel

Kufenflitzer auf dem Weissensee
Tausende Eislauf-Fans pilgern alljährlich in die Alpen
Von Alexa Hennings

Einer der letzten großen Seen in Europa, der zuverlässig in jedem Winter zufriert, ist der Weissensee in Kärnten, der höchstgelegene Badesee Österreichs. Das wichtigste sportliche Ereignis dort ist - dank der schlittschuhbegeisterten Holländer - die ‚Alternative holländische 11-Städte-Tour’. Einst fand sie auf Kanälen statt, die elf Städte in den Niederlanden verbinden. Nun treibt der Klimawandel tausende Volkssportler und Eisschnellaufprofis nach Österreich, wo sie auf dem Weissensee das größte Eissportfest der Welt feiern - in diesem Jahr zum 30. Mal.

18:30 Uhr

Hörspiel

Sie werden mir zum Rätsel, mein Vater
Eine burleske Horchkomödie
Von Konrad Bayer und Gerhard Rühm
Regie: Klaus Schöning
Mit: Kurt Lieck, Christoph Quest, Gerhard Rühm
Produktion: WDR 1968
Länge: 38'37

Wanderwörter
Von Christian Geissler
Mit: Christian Redl, Marc Oliver Bögel, Rosemarie Gerstenberg, Hedi Kriegheskotte, Pia Podgornik, Tom Skoruppa, Helmut Wöstmann, Christian Geissler
Ton: Alfred Habelitz
Regie: Ulrich Lampen und Constanze Renner
Produktion: SWR 2001
Länge: 42'10

Dichter nutzen neue akustische Möglichkeiten des Radios.

"Anders als im 'absurden Theater' wird hier die Wirkung nicht aus der Verfremdung psychologischer Situationen bezogen, sondern unmittelbar aus dem sprachlichen Material." (Gerhard Rühm)

Konrad Bayer, 1932 in Wien geboren, wurde mit H. C. Artmann, Gerhard Rühm und Oswald Wiener Mitglied im "wiener artclub". Schrieb Texte für Experimentalfilme. 1958-1959 literarisches Kabarett. 1963 einige Monate in Frankreich. Begegnung mit Friedrich Hundertwasser. 1962 Übernahme der Redaktion der avantgardistischen Zeitschrift "edition 62". In Paris erschien der mit Oswald Wiener erarbeitete Text "Starker Toback". 1963 Uraufführung des Einakters "Bräutigall & Anonymphe" in Wien. 1966 erschien "Der sechste Sinn" (Rowohlt), Texte von Konrad Bayer, herausgegeben von Gerhard Rühm. Am 11.10.1964 nahm Konrad Bayer sich das Leben.

Gerhard Rühm, 1930 in Wien geboren, studierte an der Staatsakademie für Musik Klavier und Komposition. Beschäftigung mit orientalischer Musik in Beirut. Aufführungen von Kompositionen in und außerhalb Österreichs. Ab 1954 vorwiegend literarische Tätigkeit. 1958/59 literarisches Kabarett mit Achleitner, Bayer und Wiener. 1959 erschien in Wien "hosn rosn baa", Dialektdichtung mit Achleitner und Artmann. 1961 in der Schweiz "konstellationen" in "konkrete poesie 4". Buchveröffentlichungen: "Die Wiener Gruppe" (1967), "Fenster" (1968). Publikationen in Zeitschriften und Anthologien. Ausstellungen visueller Poesie. Aufführungen von Theaterstücken in Österreich, Schweden, Deutschland. Lebt seit 1964 in Berlin.


"Ich heiße meine Wörter gehen Wörter wandern wohin wer wandert wer weiß." "Was ich getan habe, so heiße ich. Der da den Schnee abhinkt, der ist alt. Ich bin alt. Auf geht‘s!" (Christian Geissler)

Christian Geissler, geboren am 25. Dezember 1928, gestorben in Hamburg am 26. August 2008, war Schriftsteller, Hörspielautor und Dokumentarfilmer, zudem Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Sein Werk, das Romane, Gedichte, politische Publizistik, Fernsehspiele und Hörspiele umfasst, dokumentiert die Entwicklung eines engagierten Autors vom linkskatholischen Gesellschaftskritiker der frühen Sechzigerjahre zum Kommunisten und Antiimperialisten, der in den 1970er-Jahren einen auch sprachlich äußerst eigenwilligen Weg eingeschlagen hat. Die Veröffentlichungen der Neunzigerjahre bekräftigten mit ihrer zunehmenden Verrätselung Geisslers Stellung als die eines Außenseiters innerhalb der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 2012 Gründung der Christian Geissler Gesellschaft. Sein Hörspiel "Unser Boot nach Bir Ould Brini" (SWF 1993) wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet sowie zum Hörspiel des Jahres gekürt. Postum inszeniert: "Ohren Aufbohren. Monolog der Schurkenfrau" (SWR 2011).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Harpa Konzerthalle Reykjavik
Aufzeichnung vom 15.02.2018

Sergej Prokofjew
Leutnant Kijé, Sinfonische Suite op. 60

Áskell Másson
Klarinettenkonzert "Silverstream"

Dmitrij Schostakowitsch
Symphonie Nr. 6 b-Moll op. 54

Einar Jóhannesson, Klarinette
Island Symphonie-Orchester
Leitung: Osmo Vänskä

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

"Capricho catalan“
Das Paris des Fin de Siècle und die katalanische Musik
Von Richard Schroetter

Katalanische Komponisten in Paris, porträtiert von dem Philosophen Vladimir Jankélévitch.

In seiner legendären Studie über die ‚Gegenwart der Ferne’ hat der französische Musikologe und Philosoph Vladimir Jankélévitch drei Komponisten exemplarisch vorgestellt: Isaac Albeniz, Deodat de Séverac und Federico Mompou. Alle drei verbindet ein enges Verhältnis zu Paris als Zentrum der frühen Moderne und Katalonien als entlegene Provinz der „Stille“. Und das gilt auch für Filipe Pedrell, Enrique Granados, für Ricardo Viñes und Pablo Casals, allesamt Katalanen, die es nach Paris gezogen hat.

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages mit Sport
u.a. XXIII. Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
Moderation: Birgit Kolkmann

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Berlinale
Kritik Wettbewerb
"La Priere" und "Figlia Mia"
Von Anke Lieske

Berlinale
„Figlia Mia"
Mädchen zwischen verschiedenen Mütterrollen
Gespräch mit der italienischen Regisseurin Laura Bispuri

„Wenn wir lieben“ von Maxi Obexer
Uraufführung in Mannheim im Nationaltheater, Bürgerbühne
Gespräch mit Christian Gampert

Februar 2018
MO DI MI DO FR SA SO
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