Seit 23:05 Uhr Fazit

Dienstag, 12.11.2019
 
Seit 23:05 Uhr Fazit
Tagesprogramm Mittwoch, 25. Januar 2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Feature

"Hurra, wir haben nicht versagt!"
Benjamin Ferencz und der Traum vom Weltfrieden
Von Beate Ziegs
Regie: die Autorin
Mit: Tatja Seibt, Felix von Manteuffel, Stefan Kaminski, Maria Hartmann
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
Länge: 53'13
(Wdh. v. 09.05.2015)

Bis heute setzt sich der einstige Chefankläger im Nürnberger Einsatzgruppenprozesses für das Völkerrecht ein.

Kann das Völkerrecht etwas ausrichten gegen Krieg, Folter und Massenmord? Für Benjamin Ferencz ist die Antwort ein klares Ja. Als 27-jähriger war er Chefankläger im Nürnberger Einsatzgruppenprozess. 64 Jahre später hielt er das Schlussplädoyer der Anklage im ersten Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag. Auch mit 95 Jahren kämpft Ferencz unbeirrt weiter - inzwischen mit vielen Gleichgesinnten an seiner Seite wie dem Anwalt Wolfgang Kaleck oder Fatou Bensouda, der Chefanklägerin des IStGH.

Beate Ziegs, geboren 1952 in Iserlohn, lebt seit 1974 in Berlin, wo sie Soziologie und Politologie studierte. Sie war u.a. als leitende Stadtplanerin im Sanierungsgebiet Berlin-Kreuzberg sowie als Fachredakteurin für den Bereich "Energie und Umwelt" tätig, arbeitet als Autorin und Regisseurin überwiegend für den Hörfunk. "Lemkins Gesetz" hieß eine Radiosendung (DLR Berlin/RB/NDR/WDR 1998) über Raphael Lemkin, der maßgeblich zur Annahme der Völkermord-Konvention der UN im Jahr 1948 beitrug. Zuletzt: "Auschwitz ohne Ende. Hintergrund und Bedeutung der vermutlich letzten Prozesse gegen Nazi-Verbrecher" (DKultur 2016).

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Americana
Moderation: Carsten Beyer

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Korbinian Frenzel

05:30 Nachrichten

05:50 Kalenderblatt

Vor 40 Jahren: In den französischen Pyrenäen geht das erste Sonnenkraftwerk der Welt ans Netz

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Peter Kottlorz
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

06:40 Aus den Feuilletons

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Starköche. Kommt die neue Elite aus der Küche?
Von Uwe Bork

07:30 Nachrichten

07:40 Interview

Der Kapitän geht von Bord: Gehört autonomen Schiffen die Zukunft?
Gespräch mit Michael Baldauf

08:00 Nachrichten

08:20 Frühkritik

Zwischen Genialität und Freakshow:
The Flaming Lips gestern im Huxleys in Berlin
Von Christoph Möller

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Der Heimatinstinkt: Das Geheimnis der Tierwanderung" von Bernd Heinrich
Rezensiert von Susanne Billig

09:00 Uhr

Nachrichten

09:07 Uhr

Im Gespräch

Der ehemalige Kommunarde
Klaus Pokatzky im Gespräch mit Ulrich Enzensberger, Autor und Übersetzer

Er sieht sich eher als Erzähler denn als Romancier, sagt Ulrich Enzensberger. Und zu erzählen hat der Schriftsteller einiges: In den 60er Jahren war der heute 72-jährige Mitbegründer der Kommune 1, über die er ein Buch geschrieben hat, und er soll an der Planung des berühmten Puddingattentats auf den damaligen US-Präsidenten Hubert H. Humphrey beteiligt gewesen sein. Er hat in einer Fabrik, als Journalist und Übersetzer gearbeitet und über den Weltumsegler Georg Forster ebenso geschrieben wie über den Begriff des Parasiten - und er ist heute froh, nicht mehr in einer Kommune zu leben.

Warum seine Eltern Verständnis für sein Kommune-Leben hatten, wo sein Interesse für Parasiten herrührt und wieso er sich in klaren Momenten als "Massenvieh" sah - darüber unterhält sich Klaus Pokatzky mit Ulrich Enzensberger.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:07 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Frank Meyer

Buchhändler Martin Schulz als geborener Bundeskanzler?
Gespräch mit Andreas Dumke, Buchhandlung in Würselen

Der Trump-Komplex: US-Survival des Bestsellers "It can't happen here"
Gespräch mit der Autorin Katja Kullmann

Poesie und Gewalt: Gudrun Ensslins Weg in den Terror
Gespräch mit Dr. Ingeborg Gleichauf, Germanistin und Biografin

"Die lachenden Ungeheuer" von Denis Johnson
Rezensiert von Gerrit Bartels

Straßenkritik: "Getrennte Räume" von Pier V. Tondelli
Von Jule Hoffmann

Tolstoi für das 21. Jahrhundert: Die BBC-Verfilmung von "Krieg und Frieden"
Von Noemi Schneider

11:00 Uhr

Nachrichten

11:07 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Olga Hochweis

Plastic People of the Universe: Die Band, die 1977 die ČSSR erschütterte
Von Bernd Gürtler

11:30 Chor der Woche

Jazzica aus Kiel

Seit 27 Jahren ist der Pop- und Jazzchor Jazzica in der Kieler Chorszene aktiv. Der Frauenchor mit seinen 60 Sängerinnen sei der größte Frauenchor Deutschlands, sagen die Damen stolz von sich selbst. Mit Rock-, Pop-, und Jazztiteln hat sich Jazzica auch bei großen Chorwettbewerben einen Namen gemacht. Als gute Netz­werker laden die Kielerinnen immer wieder bundesweit und international bekannte A‑capella-Chöre in die Stadt an der Förde ein.

11:35 Folk

"Drei Engel, ein Teufel":
Seth Lakeman auf der Suche nach dem idealen Folk-Klang
Von Wolfgang Meyering

12:00 Uhr

Nachrichten

12:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Mittag
Moderation: Anke Schaefer

13:00 Nachrichten

13:30 Uhr

Länderreport

Marode Schulen, schlechte Bildung, keine Lehrer
Kaputte Klassen, Personalmangel, keine Schulerfolge - Folgen der verfehlten Bildungspolitik in Berlin
Moderation: Matthias Thiel

Marode Berliner Schulen
Von Verena Kemmna

Verfehlte Bildungspolitik - Berlin auf dem letzten Platz
Von Claudia van Laak

14:00 Uhr

Nachrichten

14:07 Uhr

Kompressor

Das Kulturmagazin
Moderation: Gesa Ufer

Glanz und Kolonnaden? - eine kurze Einführung
Gespräch mit Christiane Hebermalz

Gestalten!: Die Pickelhaube
Von Andreas Baum

Platte vs. Preußisch - die Kulissenstadt Potsdam
Von Sandra Voß

Bildinterpretation: Warhol und der Alte Fritz
Von Christina Landbrecht

Pickelhaube leer! Ein inhaltsfreies Symbol der Popkultur
Gespräch mit Dr. Markus Stiglegger, Akademischer Oberrat für Filmanalyse & Bildanalyse, Privatdozent (PD) an der Uni Mainz

14:30 Kulturnachrichten

Von Gemma Pörzgen

15:00 Uhr

Kakadu

15:00 Nachrichten für Kinder

15:05 Musiktag

Moderation: Patricia Pantel

Klassik für Einsteiger
Das Jahr von Fanny Hensel
Von Ulrike Timm

Drewitzer Opernprojekt

15:30 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Oliver Schwesig

Trainspotting 2 Soundtrack
Beschreibt er auch eine Generation?

Wie komplex Easy Listening ist: Tom Jobim und sein Hit "One Note Samba"
Von Goetz Steeger

Das Ende des amerikanischen Cool
Gespräch mit Andrian Kreye, Feuilletonleiter der Süddeutschen Zeitung

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:07 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Nicole Dittmer und Julius Stucke

17:30 Kulturnachrichten

Von Gemma Pörzgen

18:00 Nachrichten

18:30 Uhr

Weltzeit

19:00 Uhr

Nachrichten

19:07 Uhr

Zeitfragen. Kultur und Geschichte

Magazin

Welchen Gewinn bringt ein 'queere Blick' auf den Holocaust?
Von Stefanie Oswalt

Holocaust-Studies? Warum gab es in Deutschland lange keine Lehrstühle?
Von Tobias Krone

19:30 Zeitfragen. Feature

Black to the Future
Afrofuturismus: Utopie und Popkukltur
Von Jochen Dreier

Aus der Bürgerrechtsbewegung der 50er-Jahre entwickelte sich eine popkulturelle Strömung, die erst in den Neunzigern ihren Namen erhalten sollte: der Afrofuturismus.

Schwarze können keine Zeitmaschine benutzen, sagte einmal der amerikanische Komiker Louis CK, weil vor 1980 so ziemlich jeder Fleck der Erde kein besonders angenehmer Ort für sie gewesen wäre. Mit dieser simplen Aussage zeigte er die ganze grausame Wahrheit über schwarze Geschichte und die Vorherrschaft der Weißen auf: Sklaverei, Diaspora, Kolonialismus und bis heute anhaltender Rassismus. Doch genau diese Diskriminierungen und die Erfahrungen vor allem in den USA schufen eine völlig eigenständige Kultur und in dieser entwickelte sich zu Beginn der Bürgerrechtsbewegung in den 50er-Jahren eine popkulturelle Strömung, die erst in den 90er-Jahren ihren Namen erhalten sollte: der Afrofuturismus. Musik, Malerei, Science-Fiction in der Literatur und im Comic, gemeinsam erträumten sich Künstler eine technisch hochentwickelte schwarze Kultur.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik
Radialsystem V
Aufzeichnung vom 22.01.2017

Pierluigi Billone
"Face" für Frauenstimme und elf Musiker (2015)
Deutsche Erstaufführung

Anna Clare Hauf, Stimme
Ensemble PHACE
Leitung: Leonhard Garms

Mehr als jedes Instrument ist die Stimme Träger individuellen, unverwechselbaren Ausdrucks, und das nicht nur im rein musikalischen Kontext. Seine Stimme zu erheben oder auch jemandem eine Stimme zu geben, bedeutet, sich als autonomes Subjekt zu äußern. Das Festival Ultraschall Berlin, veranstaltet von Deutschlandradio Kultur und kulturradio vom rbb, stellt in diesem Jahr die Stimme in den Mittelpunkt. Durch das Programm zieht sich - in denkbar unterschiedlicher Weise - die Stimme als roter Faden. Sie knüpft als ›schön‹ geführte Stimme an die große Tradition des Liedgesangs an, sie wagt sich weit vor in die experimentelle Stimmbehandlung, die die Übereinkunft des Belcanto zur Disposition stellt.
"Der Titel 'Face' leitet sich vom altitalienischen Wort für 'Licht' bzw. 'Stern' und vom englischen Begriff für 'Gesicht' ab. Die Stimme ist in diesem Stück eine freie und visionäre Partie, welche stellenweise eine pseudo-alte, griechisch-tragische Stimme verkörpert. Neben gesprochenen und gesungenen Momenten zielt sie auf einen nackten und dramatischen Höhepunkt ab, der aus vokalen Akten besteht: aus körperlich-vokalen Urgesten wie Bauch-Impulsen und Kehlkopf-Zittern. […] Die traditionelle expressiv-psychologische oder mechanisch-instrumentale Behandlung der Stimme spielt in diesem Stück keine Rolle mehr. Es geht um die Schwingung des Körpers und den Klang der Stimme, nicht um den musikalischen Ausdruck des Textes. Das Wort kommt zuletzt; die alte Hierarchie wird umgekehrt: der Körper baut, verschlingt, trinkt, spuckt, erbricht oder baut das Wort neu." (Pierluigi Billone)

21:30 Uhr

Hörspiel

Freitag lernt sprechen
Von Dieter Kühn
Regie: Friedhelm Ortmann
Mit: Helmut Lohner und Milo Pavlovic
Produktion: WDR 1972
Länge: 46'02

Sprache als Instrument der Herrschaft

Robinson führt Freitag in seine Sprache ein, bringt ihm Wörter und Redensarten bei. Er genießt die Überlegenheit, spielt sie immer wieder aus gegen Freitag, der kaum etwas versteht. Robinson wählt aus, was er Freitag an Sätzen beibringen will: Freitag darf durch die Sprache nicht lernen, sich zu befreien. Also wird Robinson mit ihm eine Sprache einüben, die das Herrschafts-Verhältnis auf der Insel nicht in Frage stellen oder gar auflösen kann.

Dieter Kühn, geboren 1935 in Köln, gestorben 2015 in Brühl, war ein deutscher Schriftsteller. Sein umfangreiches Werk umfasst Romane, Biografien, Kinderbücher, Essays, Gedichte, Theaterstücke und zahlreiche Hörspiele, bei denen er manchmal auch selbst Regie führte. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. für sein Hörspiel "Goldberg-Variationen" (BR/HR 1974) den Hörspielpreis der Kriegsblinden. Zuletzt: "Der rasende Roland" (WDR 2014).

22:30 Uhr

Studio 9 kompakt

Themen des Tages
Moderation: Sonja Gerth

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Andrea Gerk

Die Geschichte einer glücklosen Adresse in "Sühnhaus" (Max Ophüls Preis)
Gespräch mit der Regisseruin Maya McKechneay

Literatur als Tatsachenbericht?
Das Comeback von Orwells "1984" aus soz. Sicht
Gespräch mit dem Soziologen Dirk Baecker

Schlosskolonnaden oder Einheitsdenkmal?
Nach der Tagung des Kulturausschusses
Von Susan El Kassar

Filme der Woche: "Kundschafter des Friedens" und "Die Feine Gesellschaft"
Vorgestellt von Hannelore Heider

Kulturpresseschau
Von Ulrike Timm

23:30 Kulturnachrichten

Von Katrin Heise

Januar 2017
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