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Sonntag, 27.09.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Studio LCB

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Lesung: Lutz Seiler
    Gesprächspartner: Sandra Kegel und Peter Richter
    Moderation: Maike Albath
    Deutschlandfunk 2026

    Lutz Seiler, 1963 in Gera geboren, Lyriker, Essayist und Romancier, hat eine Vorliebe für Tiere. Füchse, Ziegen oder Kakerlaken treten als Sendboten des Surrealen in Aktion und künden von einem anderen Bezug zur Welt. In seinem neuen Roman „Das tickende Herz“ begegnen wir Dodo, der dämmerungsaktiven, nudelfressenden Ziege aus „Stern 111“, wieder, das Wappentier des Helden. Vor allem aber geht es um die Schamanentochter Aysha aus Kasachstan, die Carl Bischoff fast um den Verstand bringt. Er folgt ihr durch halb Europa, bis die Pilgerschaft in der kasachischen Steppe endet. Ayshas Sippe hat sich ausgerechnet auf einem Atomtestgelände verschanzt, wo sie ein Opfer zur Rettung der Welt bringen will. Carl Bischoff ist in tiefer Verwirrung gefangen, und sein Herz scheint so zu arbeiten, wie der Geigerzähler aus Lutz Seilers preisgekrönter Erzählung „Turksib“: mit melodischem Kratzen, Schnarren und Wispern und überraschenden Ausschlägen. Wie es um diesen Helden bestellt ist, diskutiert der Büchnerpreisträger Lutz Seiler mit der Feuilletonchefin der FAZ, Sandra Kegel, und dem Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung, Peter Richter.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: der Autor und Psychologe Stephan Grünewald
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Er analysiert gesellschaftliche Krisen, erforscht die Sehnsucht nach Gemeinschaft und betont Eigenverantwortung.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Carsten Rochow

    Die Tonart Urban bewegt sich diesmal zwischen experimenteller Elektronik, Jazz und ziemlich eigenwilligem Pop. Wir machen einen kleinen Streifzug durch die jüngsten Veröffentlichungen von International Anthem aus Chicago - einem Label, auf dem sich Jazz und elektronische Experimente auf besonders spannende Weise begegnen. Dazu gibt es einige Neuerscheinungen: The Homesick aus den Niederlanden haben ihre Indie-Rock-Vergangenheit inzwischen fast hinter sich gelassen und Gitarren weitgehend gegen Synthesizer, E-Orgeln und Drumcomputern eingetauscht. Button Masher macht schwindelerregenden elektronischen Jazz. Und wir hören in die neuen Alben von Bonobo und Sylvan Esso rein. Vier Stunden Musik mit Synthesizern - und allem, was sich daraus machen lässt.

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Neuapostolische Kirche

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Jamlitz und das lange Schweigen
    Ein ehemaliges KZ und die Frage, wer erinnert
    Von Victoria Sauter-Servaes, Berlin
    Evangelische Kirche

  • Warum hängen Fledermäuse kopfüber?
    Von Nicole Silbermann
    Moderation: Fabian Schmitz

    Es ist ein merkwürdiger und auch etwas beängstigender Anblick, wenn an der Decke einer Höhle oder an den Ästen der Bäume Unmengen von Fledermäusen hängen. Sie schlafen hängend kopfüber nach unten, doch warum machen sie das nicht auf dem Boden, wie so viele andere Tiere? Ein Grund dafür ist, dass Fledermäuse so Energie sparen. Denn im Gegensatz zu den menschlichen Muskeln, die sich für den Griff anspannen müssen, funktioniert der Griff der Fledermaus umgekehrt. Ihr Körpergewicht zieht an einer Sehne, die die Krallen schließt. Dadurch können sie völlig entspannen, ohne Kraft zu verbrauchen. Doch es gibt noch etliche weitere interessante Gründe für ihr Verhalten.

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel und Geschichten

    E-Mails an Dr. Brot
    Von Wieland Freund
    Gelesen von Max von Pufendorf
    Ab 6 Jahre
    Deutschlandradio Kultur 2010

    Ein Fellknäuel namens Heimweh
    Von Hartmut El Kurdi
    Gelesen vom Autor
    Ab 6 Jahre
    Deutschlandradio Kultur 2011
    Moderation: Fabian Schmitz

    Es sind Sommerferien. Parzival Hübner ist aus dem Internat nach Hause gekommen. Doch schon am ersten Ferientag weckt ihn Baulärm vor seinem Kinderzimmer.
    Und Lilly findet Heimweh doof. Ihre Mama hat gesagt, das beste Mittel dagegen wäre, mit ihrem Heimweh zu reden. Aber was, wenn das Heimweh Lilly antwortet?

    Auf dem gepflegten Rasen im Vorgarten tummeln sich Bagger, Laster und Baukräne. Neben den Rosenbeeten wird ein Schacht ausgehoben, und an der Freitreppe entsteht eine Autobahn. Doch all die Geräte sind klein wie Spielzeugautos und werden von Winzlingen bedient. Es sieht aus, als wollten sie hier im Garten eine ganze Stadt errichten. Und niemand außer Parzival bemerkt sie. Vater und Mutter lächeln nur. Da schreibt Parzival eine E-Mail an seinen Deutschlehrer: Bitte helfen Sie mir! Entweder ist die Welt verrückt oder ich?

    Lilly und ihre Familie können in diesem Jahr nicht zusammen in den Sommerurlaub fahren: Der Umzug und die Wohnungsrenovierung haben einfach zu viel gekostet. Und jetzt ist auch noch die Waschmaschine kaputt gegangen. Also verbringt Lilly ihre Ferien bei ihrer Tante Paula in Hannover. Eigentlich gar nicht so übel: Tante Paula ist zwar außen etwas ruppig, aber innen ziemlich nett. In Hannover gibt es einen tollen Zoo, und man kann Ausflüge machen: zum Beispiel ans Steinhuder Meer, das zwar kein echtes Meer ist, sondern nur ein großer See, aber egal. Man kann Boot fahren, Fischbrötchen essen und dicke Steine ins Wasser schmeißen. Wenn nur dieses doofe Heimweh nicht wäre! Als Lilly sich in der ersten Nacht ins Bett legt und versucht einzuschlafen, erinnert sie sich daran, dass ihre Mutter ihr gesagt hat, sie soll mit ihrem Heimweh reden, wenn sie traurig ist. Das findet Lilly zwar albern, aber sie probiert es trotzdem. Womit sie nicht gerechnet hat, ist, dass das Heimweh ihr antwortet.

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Fabian Schmitz
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • Weg mit den Grünflächen
    Bodenversiegelung in Deutschland 
    Von Anna Marie Goretzki

    Nie zuvor war es im Juni in Deutschland so heiß wie dieses Jahr. Gerade in Städten ist das ein Problem, denn Asphalt und Beton heizen sich richtig auf. Trotzdem wird in Deutschland immer weiter Boden versiegelt. Die Frage ist: Warum?

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa Miller

    Vom Philosophicum Lech: Wo beginnt, wo endet meine Verantwortung?
    Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Gosepath

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Ralf Bei der Kellen & Juna Grossmann

    Zwischen Warnungen und Hoffnungen - Sendungen über jüdisches Leben im RIAS

  • 15:00 Uhr

    Oper

    Live aus der Oper Köln

    Richard Strauss
    "Der Rosenkavalier“, Komödie für Musik in drei Aufzügen op. 59
    Libretto: Hugo von Hofmannsthal

    Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg - Magdalena Hinterdobler, Sopran
    Der Baron Ochs auf Lerchenau - Patrick Zielke, Bass
    Octavian, genannt Quin-Quin, ein junger Herr aus großem Haus - Bianca Andrew, Mezzosopran
    Herr von Faninal, ein reicher Neugeadelter - Christian Miedl, Bariton
    Sophie, seine Tochter - Giulia Montanari, Sopran
    Jungfer Marianne Leitmetzerin, die Duenna - Claudia Rohrbach, Sopran
    Valzacchi, ein Italiener - Martin Koch, Tenor
    Annina, seine Begleiterin - Dalia Schaechter, Alt
    Ein Sänger - Young Woo Kim, Tenor
    Ein Polizei-Unterkommissarius - Lucas Singer, Bass
    Ein Wirt - Paweł Brożek, Tenor
    Chor der Oper Köln
    Knaben und Mädchen der Kölner Dommusik
    Gürzenich-Orchester Köln
    Leitung: Andrés Orozco-Estrada

    "Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding", heißt es im "Rosenkavalier". Sonderbare 14 Jahre hat die Renovierung des Kölner Opernhauses gedauert. Mit dieser Premiere kehrt das Ensemble in sein Stammhaus an den Offenbachplatz zurück.

  • 20:15 Uhr

    Konzert

    Kissinger Sommer
    Max-Littmann-Saal, Bad Kissingen
    Aufzeichnung vom 02.07.2026

    Richard Strauss
    "Don Quixote", Tondichtung für Violoncello, Viola und Orchester

    Antonín Dvořák
    Sinfonie Nr. 8 G-Dur

    Daniel Müller-Schott, Violoncello
    Eva Krestová, Viola
    Tschechische Philharmonie
    Leitung: Dalia Stasevska

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Widerspenstige Anmut
    Das italo-slawische Triest
    Von Maike Albath
    (Wdh. v. 07.07.2019)

    Eine Kreuzung aus Wien, Ljubljana und Zagreb, dazu ein Meer, dessen Wellen an der Piazza lecken - in Triest verschmelzen der Süden, der Osten und der Norden.

    Triest wirkt wie eine Kreuzung aus Wien, Ljubljana und Zagreb - mit einem Meer neben den Boulevards. Slawische, romanische und österreichische Einflüsse überlagern sich auch in der Literatur. Fulvio Tomizza (1935- 1999) kam aus Istrien nach Triest, machte den Verlust der nun zu Jugoslawien gehörenden Dörfer im Hinterland zum Stoff seiner großen Romane und gab Italien einen Teil seiner verdrängten Geschichte zurück. Während Marko Kravos, Jahrgang 1943, die slowenische Lyrik der Grenzstadt prägte und der hochbetagte Romancier Boris Pahor vom Widerstand der Slowenen erzählte, schildert die 1964 in Argentinien geborene Triestinerin Cecilia Prenz, wie sie mit ihrer Familie zuerst Zuflucht in Belgrad fand. Ihr Vater, der Dichter und Romancier Octavio Prenz, war auch dort bald nicht mehr erwünscht und suchte nach einem Ort, wo Süden, Osten und Norden miteinander verschmolzen. Triest, am Rande Italiens gelegen, bildet mit seinen multikulturellen Schichtungen einen Kern Europas.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Vivian Perkovic

    Meistgespielt: Philipp Stölzl inszeniert in München "Die Dreigroschenoper"
    Gespräch mit Christoph Leibold

    "Fremde Sonne": Fortsetzung des Antiken-Projekts am Schauspielhaus Hamburg
    Gespräch mit Michael Laages