Programm
Samstag, 26.09.2026
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Lange Nacht
Als Franz Kafka die Moderne erfand
Eine Lange Nacht über das literarische Prag
Von Lukas Meyer-Blankenburg
Regie: Vera TeichmannZu Beginn des 20. Jahrhunderts war Prag die europäische Hauptstadt der Literatur, ein kultureller Schmelztiegel im Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn mit starken deutschen und jüdischen Minderheiten. Bis heute über allem thronen Name und Werk von Franz Kafka. Seine Texte, wie etwa „Die Verwandlung“ oder „Das Urteil“, gelten als Schlüsselwerke der literarischen Moderne. Doch Kafka war nur einer von vielen Autoren, die sich in den Prager Cafés und bürgerlichen Privatwohnungen trafen und einen künstlerischen Austausch pflegten. Zu den bekanntesten Pragern gehören Rainer Maria Rilke, Franz Werfel und Max Brod. Auch der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch verfasste hier seine Reportagen über das Leben in den dunklen Gassen der Altstadt. Er, so wie viele andere, flohen vor den Nazis, mit denen das multikulturelle Leben der Stadt nachhaltig zerstört wurde. Auch später unter den Kommunisten hatten es die meisten Autoren schwer. Seit 2004 versucht das Prager Literaturhaus die Erinnerung an das literarische Erbe der Stadt zu wecken - und ist damit politisch aktuell. Denn die „Prager Moderne“ stellt auch für die Gegenwart die Bedeutung einer gemeinsamen, multikulturellen europäischen Identität vor Augen.
01:00 UhrNachrichten02:00 UhrNachrichten -
03:00 Uhr
Nachrichten
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03:05 Uhr
Tonart
Klassik reloaded
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05:05 Uhr
Aus den Archiven
Sophie Scholl und die "Weiße Rose"
"Man muss etwas tun und zwar heute noch!"
Von Eva-Maria Bohle
Deutschlandsender Kultur 1991
Vorgestellt von Isabella Kolar
Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl in München von Nationalsozialisten hingerichtet. Die beiden Mitglieder der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" hatten Flugblätter gegen den Nationalsozialismus verteilt. Das Feature zeichnet anhand von Briefen und Tagebucheintragungen das Leben der Sophie Scholl und ihre Entwicklung zur Widerstandkämpferin in der "Weißen Rose" nach.Sophie Scholl studierte seit Mai 1942 in München Biologie und Philosophie. Sie kannte die im Widerstand gegen Hitler aktiven Freunde ihres Bruders bereits vorher, wurde in ihre Aktivitäten dort eingeweiht und gehörte im Januar 1943 gemeinsam mit Hans zum Kern der Gruppe. Die Gestapo bot Sophie Scholl im Verhör an, sie könne der Todesstrafe entgehen, wenn sie sich von ihrem Bruder distanziere. Doch sie lehnte ab: "Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte." Die "Weiße Rose" und die Geschwister Scholl gelten vielen als Vorbilder und starke Symbole. Die Gefahr der Instrumentalisierung der studentischen Widerstandsgruppe im Interesse verschiedener politischen Gruppierungen existiert allerdings bis heute.
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Nachrichten
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06:05 Uhr
Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
Mit Buchkritik06:20 Uhr Wort zum TageBenedikt Anzeneder
Katholische Kirche06:30 UhrNachrichten06:40 Uhr Aus den Feuilletons07:00 UhrNachrichten07:30 UhrNachrichten07:40 Uhr Interview08:00 UhrNachrichten08:30 UhrNachrichten08:50 Uhr 1001 NachtNacht 104/121: Endlich wieder Mensch
Der König kauft dem Jäger den weißen Vogel ab. Seine Frau erkennt König Badr in dem Tier, und mit einem mächtigen Spruch zaubert sie ihn zurück. Überglücklich küsst Badr den König. Der möchte seine ganze Geschichte hören. Badr erzählt.
Nach der Neuübersetzung von Claudia Ott
Auswahl der Geschichten: Safiye Can
Hörspielbearbeitung und Storytelling: Judith Lorentz, Roxana Samadi
Mit Roxana Samadi, Jasmin Shakeri, Susana AbdulMajid
Besetzung: Kathi Bonjour
Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt, Delia Lang
Expertin für Arabisch: Heba Tebakhi
Übersetzung und philologische Beratung: Claudia Ott
Copyright der Übersetzung: Verlag C. H. Beck
Nach der arabischen Edition von Muhsin Mahdi
Redaktionelle Mitarbeit: Matthias Karow
Komposition und Musik: Philipp Johann Thimm
Weitere Musik: Roshanak Rafani an Daf und Tombak, Bendir und Nabil Arbaain an der Oud
Ton: Andreas Stoffels, Alexander Brennecke, Susanne Beyer
Disposition: Dagmar Goyk
Regie: Judith Lorentz
Dramaturgie: Sabine Küchler, Julia Tieke
Deutschlandfunk 2026Schahrasad erzählt um ihr Leben - und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.
Alle Folgen, Informationen und Gespräche unter:
deutschlandfunk.de/tausendundeinenacht -
09:00 Uhr
Nachrichten
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09:05 Uhr
Im Gespräch
Live mit Hörerinnen und Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de10:00 UhrNachrichten -
11:00 Uhr
Nachrichten
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11:05 Uhr
Lesart
Das politische Buch
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12:00 Uhr
Nachrichten
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12:05 Uhr
Studio 9 - Der Tag mit ...
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13:00 Uhr
Nachrichten
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13:05 Uhr
Breitband
Digitales Leben
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14:00 Uhr
Nachrichten
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14:05 Uhr
Rang 1
Das Theatermagazin
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14:30 Uhr
Vollbild
Das Filmmagazin
15:00 UhrNachrichten -
16:00 Uhr
Nachrichten
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16:05 Uhr
Echtzeit
Das Magazin für Lebensart
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17:00 Uhr
Nachrichten
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17:05 Uhr
Studio 9 kompakt
Themen des Tages
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17:30 Uhr
Tacheles
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18:00 Uhr
Nachrichten
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18:05 Uhr
Feature
Zwischen den Sirenen
Die vielen Gesichter des ukrainischen Widerstands
Von Philipp Landauer und Luca Faccio
Regie: Dörte Fiedler
Mit: Benita Sarah Bailey, Martin Engler, Stefanie Heim, Toni Jessen, Bettina Kurth, Philipp Landauer, Flavia Lefevre, Talin Lopez, Falilou Seck
Dramaturgie: Julia Illmer
Deutschlandfunk / WDR 2026
Viele Ukrainer verteidigen ihr Land nicht nur mit Cyberattacken und Waffen. Sie schreiben, malen, musizieren und beraten auch. Denn die Kultur des Landes muss sichtbar und hörbar bleiben, auch um den Menschen Mut und Hoffnung zu schenken.Der Krieg ist in der Ukraine längst zum Grundrauschen geworden: Sirenen in der Nacht, Explosionen in der Ferne, Alltag im Ausnahmezustand. Zwischen den Trümmern begegnet der Journalist und Fotograf Luca Faccio auf seiner Reise durch die Ukraine Menschen, die weitermachen - mit Mut und Kreativität. Sie wollen ihr Land nicht nur mit Waffen verteidigen. Und nutzen die Fähigkeiten, die sie haben. Als Schriftsteller, Musiker oder IT-Experte setzen sie sich für den Frieden ein. Luca Faccio begleitet sie auf Konzerte an der Front, besucht sie im Büro oder fährt mit ihnen durchs Land. Dabei erlebt er hautnah, wie es sich lebt in einem Land im Krieg. Und er spürt, wie wichtig die kleinen Gesten der Menschlichkeit in dieser Situation werden.
Philipp Landauer, geboren 1988, ist ein Innsbrucker Autor, Regisseur und Creative Producer, der in Berlin lebt und für Radio und Fernsehen arbeitet. Nach Studien der Translations- und Medienwissenschaft in Innsbruck, St. Petersburg und Wien, gestaltet er Features, Podcasts und Reportagen für Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur. Zudem arbeitet er an dokumentarischen Film- und Fernsehproduktionen für arte, ZDF und internationale Streamingplattformen.
Luca Faccio, geboren 1969 in Genua, ist ein Journalist, Dokumentarfilmer und Fotograf, der in Wien lebt. Seine Arbeit konzentriert sich auf politische Berichterstattung, Konfliktgebiete, soziale Bewegungen sowie Ostasien - insbesondere Nordkorea. Er berichtete unter anderem aus dem Balkan, Afghanistan, Irak, der Ukraine und Nordkorea für internationale Medien wie ORF, RAI, Der Spiegel und La Repubblica. -
19:00 Uhr
Nachrichten
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19:05 Uhr
Oper
Prinzregentheater München
Aufzeichnung vom 13.07.2026
Georg Friedrich Händel
„Alcina“
Oper in drei Akten
Libretto: Antonio Marchi
Alcina - Jeanine De Bique, Sopran
Morgana - Elsa Benoit,Sopran
Ruggiero - John Holiday, Countertenor
Bradamante - Avery Amereau, Mezzosopran
Oronte - Julian Prégardien, Tenor
Melisso - Gerrit Illenberger, Bass
Orchester der Bayrischen Staatsoper
Leitung: Stefano Montanari -
23:00 Uhr
Nachrichten
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23:05 Uhr
Fazit
Kultur vom Tage
23:50 Uhr KulturpresseschauWochenrückblick