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Dienstag, 08.09.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    Musikalische Chimären
    Die virtuose Methodologie des Komponisten Ming Tsao
    Von Matthias Richard Entreß

    Der Amerikaner Ming Tsao betrachtet das Komponieren fast wie eine spekulative Form der Musikethnologie.

    In seiner Musik vermeidet der amerikanische Komponist Ming Tsao jegliche persönliche Gestaltungsabsicht. Statt sich in seinen Werken auszusingen, verschränkt er bestehende Musik, z.B. von Bach oder Schönberg, mit bedeutsamen Texten in verschiedenen technologisch anmutenden Verfahren. Beeinflußt u.a. durch die Verfremdungstechniken bei Bertolt Brecht oder den Filmen von Daniele Huillet und Jean-Marie Straub liefert er seine Werke vorbehaltlos der Wahrnehmung seines Publikums aus.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Jazz
    Moderation: Katrin Wilke

    Kürzlich verstarb mit Rubén Rada einer der populärsten Künstler der aktuellen Musikszene Uruguays: Der Singer-Songwriter, Perkussionist, Schauspieler und Fernsehmoderator - eine humorbegabte, bis zuletzt überaus vitale, kreative Figur mit internationaler Strahlkraft - zog alle nur denkbaren Register von Funk bis Rock, inklusive diverser Latin/Brasil-Einflüsse. Der Candombe war dabei stets sein Kerngeschäft, diese afrouruguayische, besonders mit dem Karneval assoziierte Tradition. Um diese starke, vielleicht stärkste Afrotradition am Río de la Plata überhaupt wird Uruguay von seinem großen Nachbarn Argentinien insgeheim beneidet. Dabei kommt das kleinste spanischsprachige Land Südamerikas in der Außenwahrnehmung musikalisch leider oft nicht aus dem Schatten Argentiniens heraus. Dass der Candombe längst in den Welten von Fusionjazz und Jazzrock angekommen ist, dafür sorgten schon ab den 1970ern Pionierbands wie Totem oder OPA. Und Rubén Rada stets mitten drin. Er bekommt einen besonderen Platz in dieser Nacht, wie auch der Vibrafonist Lucas Dorado, gebürtiger Schweizer und Halb-Argentinier mit aktuellem Wohnsitz Paris und neuem, seinem allerersten Soloalbum.

    02:00 Uhr  
    Nachrichten
    03:00 Uhr  
    Nachrichten
    04:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Dieter Kassel

    06:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Sebastian Fiebig, Hamburg
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:50 Uhr   1001 Nacht

    Nacht 88/121: Grausame Spiele

    Eine alte Frau will den Bruder verkuppeln. Er lässt sich darauf ein und folgt ihr. Kerzengerade steht er vor einer Schönen. Die spielt mit ihm, bis sie keine Lust mehr hat und verschwindet. Als ein Muskelprotz erscheint, nimmt das Unheil seinen Lauf.

    Nach der Neuübersetzung von Claudia Ott
    Auswahl der Geschichten: Safiye Can
    Hörspielbearbeitung und Storytelling: Judith Lorentz, Roxana Samadi
    Mit Roxana Samadi, Jasmin Shakeri, Susana AbdulMajid
    Besetzung: Kathi Bonjour
    Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt, Delia Lang
    Expertin für Arabisch: Heba Tebakhi
    Übersetzung und philologische Beratung: Claudia Ott
    Copyright der Übersetzung: Verlag C. H. Beck
    Nach der arabischen Edition von Muhsin Mahdi
    Redaktionelle Mitarbeit: Matthias Karow
    Komposition und Musik: Philipp Johann Thimm
    Weitere Musik: Roshanak Rafani an Daf und Tombak, Bendir und Nabil Arbaain an der Oud
    Ton: Andreas Stoffels, Alexander Brennecke, Susanne Beyer
    Disposition: Dagmar Goyk
    Regie: Judith Lorentz
    Dramaturgie: Sabine Küchler, Julia Tieke
    Deutschlandfunk 2026

    Schahrasad erzählt um ihr Leben - und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.

    Alle Folgen, Informationen und Gespräche unter:
    deutschlandfunk.de/tausendundeinenacht

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Weltreisender Philip Mollenkot im Gespräch mit Marco Schreyl

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Andrea Gerk

    Bekanntgabe Shortlist Deutscher Buchpreis
    Gespräch mit Jan Drees

    Manga in Venedig: "Look Back" von Kore-Eda in Venedig
    Gespräch mit Anke Leweke

    Buchkritik:
    Steve Ayan: "Die Revolutionäre des Ich. Und die Erfindung des modernen Selbst"
    Rezensiert von Benjamin Knödler

    Straßenkritik:
    "Das Traumbuch" von Nina George
    Von Andi Hörmann

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Marie König

    Buch: "Die schönsten Anekdoten aus der Oper“
    Gespräch mit Christoph Wagner-Trenkwitz

    Album der Woche: Sofie Royer mit "before/after"

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker
    Moderation: Jana Münkel

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: André Hatting

    Wahl Berlin - Stadtrand gegen Zentrum
    Von Sebastian Engelbrecht

    Haushalt 2027 - KZ-Gedenkstätten brauchen dringend Geld für Sanierungen
    Von Annika Jensen

    Verunreinigtes Trinkwasser Bremen-Farge - Teure Tanklager-Sanierung geht los
    Von Nikolas Golsch

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Popkulturmagazin
    Moderation: Max Oppel

    "They're Here" in Venedig - Laura Poitras über den ICE-Einsatz in Minneapolis
    Gespräch mit Susanne Burg

    KitKatClub im Kino - Mehr als das Porträt eines Sexclubs
    Gespräch mit Linda Schildbach

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Oliver Schwesig

    Junge Stimme aus London: Singer-Songwriterin Matilda Mann mit "Kismet"
    Gespräch mit Philipp Reise

    Gianna Nannini feiert das 50-jährige Jubiläum ihres Debüts
    Gespräch mit Jenni Zylka

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Axel Rahmlow

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Katrin Materna

    25 Jahre 9/11
    Der Terror und die Folgen bis heute
    Von Giselle Ucar und Martin Ganslmeier

    Flugzeuge, die zur Waffe wurden: Zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 ist am Ground Zero eine Gedenkveranstaltung geplant, bei der die Namen der Opfer verlesen werden. Wie in den vergangenen Jahren wird es die traditionellen sechs Schweigeminuten geben, die an die Zeitpunkte der Flugzeugeinschläge, den Angriff auf das Pentagon und die Einstürze der Zwillingstürme erinnern. Als Jack Joyce und sein Team am Gound Zero eintrafen, waren gerade beide Türme eingestürzt. Noch immer leiden er und seine Kollegen unter den physischen und psychischen Spätfolgen. Die New Yorker Gerichtsmedizin forscht bis heute an menschlichen Überresten, um 9/11-Opfer zu identifizieren. Die Anschläge waren eine Zäsur. Sie haben die USA dauerhaft verändert.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Zeitfragen

    Moderation: Carsten Burtke

    Saatgutdatenbank Wakehurst - Eine botanische Archenoah
    Von Susanne Lettenbauer

    Der Störenfried - Georg Sperbers Kampf um Bayerns Wälder
    Von Heiner Kiesel

  • Berufseinstieg für Ärzte
    Frustriert und ausgebrannt
    Von Anja Arp

    Deutschland braucht in vielen ländlichen Regionen dringend neue Ärztinnen und Ärzte. Das Problem wird sich in vielen Bereichen noch verschärfen in den nächsten Jahren, aber besonders der Berufseinstieg gestaltet sich für den Nachwuchs oft schwierig. Die Mediziner berichten über eine extreme Arbeitsdichte, gesetzliche Pausen können kaum eingehalten werden und gleichzeitig haben viele schon früh eine hohe Verantwortung bei gleichzeitiger Überforderung. Dazu kommt der ökonomische Druck in vielen Krankenhäusern und die Arbeit an der Dokumentation. Die Unzufriedenheit steht oft in großem Kontrast zu den Idealen, mit denen viele im Studium gestartet sind. Ein strukturelles Problem, was langsam erkannt wird, um den Berufseinstieg zu verbessern.

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Musikfest Berlin
    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 05.09.2026

    Alex Nante
    "Ein feste Burg“, Komposition für Orchester über den Choral BWV 302 von Johann Sebastian Bach

    Yvonne Loriod
    "La Sainte Face“ für Sopran, zwei Ondes Martenot und Orchester (Uraufführung)

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 ("Reformationssinfonie“)

    Sarah Aristidou, Sopran
    Nathalie Forget, Ondes Martenot
    Imsu Choi, Ondes Martenot
    WDR Sinfonieorchester Köln
    Leitung: Kent Nagano

    Als meisterhafte Pianistin für die Musik von Pierre Boulez oder ihrem Ehemann Olivier Messiaen wurde Yvonne Loriod berühmt. Dass sie auch selbst komponierte, war unbekannt. Gut 80 Jahre nach ihrer Entstehung erlebt Loriods klingende Meditation über das Grabtuch von Turin ihre späte Uraufführung.

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Feature

    There Will Be Blood
    Eine Menstruations-Utopie
    Von Teresa Schomburg
    Regie: Susanne Krings
    Deutschlandfunk 2022
    (Wdh. v. 04.09.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk )

    Der Menstruationszyklus ist eine faszinierende Sache - wäre da nicht das Blut, das viele Menschen abschreckt. Menstruierende gelten als zickig, unrein oder gar furchteinflößend. Die Wenigsten akzeptieren den Zyklus als Taktgeber unseres Lebens - höchste Zeit für eine Utopie.

    Wie wäre es, wenn Bluten nicht eklig, sondern so alltäglich wäre wie Zähneputzen? Wenn junge Frauen und ihr Umfeld die erste Periode feiern würden? Wenn Frauen nicht mehr mit der Pille verhüten würden, die den Zyklus komplett abschaltet?
    Wenn Unternehmen Menstruationsbeauftragte hätten und Zyklus-Wissenschaft ein Studienfach wäre?
    Denn zu erforschen gäbe es noch einiges in puncto Hormone, Psyche und Mythen. Große Galerien würden Bilder aus Menstruationsblut ausstellen, Sportlerinnen durch zyklus-gerechtes Training zu Höhenflügen ansetzen, Vampire sich in Fantasy-Romanen oder Kinofilmen von Menstruationsblut ernähren. Und Frauen vor dem versammelten Kollegium nach einem Tampon fragen, ohne vor Scham in Grund und Boden zu versinken.
    Das Feature geht dieser Vision nach, räumt mit Vorurteilen auf und lässt Aktivistinnen, Unternehmerinnen, Wissenschaftlerinnen und Kunstschaffende zu Wort kommen auf dem Weg in eine zyklutopische Gesellschaft.

    Teresa Schomburg ist 1975 in Hamburg geboren. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Musikwissenschaften in Rostock, Glasgow und Berlin. Seit 2004 arbeitet sie als freie Autorin in Berlin u.a. für die Berliner Stadtmagazine zitty und tip, rbb, Deutschlandfunk, WDR und SWR. 2022 gewann sie den Juliane-Barthel-Preis für das Feature ‚There Will Be Blood‘.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Vladimir Balzer

    "Bunker“ über Tech-Bilionäre und der Ehrenlöwe für Ellen Burstyn in Venedig
    Gespräch mit Anke Leweke

    Alternde Meister - Nackte Promis in der Berliner Gemäldegalerie
    Von Gerd Brendel