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Sonntag, 05.07.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    Mit Widersprüchen leben
    Zum 100. Geburtstag von Hans Werner Henze (1926 - 2012)
    Von Thomas Groetz

    Henzes Musik versucht einen Brückenschlag zwischen Tradition, Avantgarde, Emotion und politischem Anspruch.

    Hans Werner Henze beschritt einen Sonderweg im Kontext der Nachkriegsavantgarde, da er sich nicht dem vorherrschenden, materialorientierten Serialismus anschloss. 1957 verließen Stockhausen, Boulez und Nono während einer Uraufführung des Komponisten bei den Darmstädter Ferienkursen demonstrativ den Saal. Auch Henzes avanciertere Musik, die sich ab den späten 1960er-Jahren dezidiert politisch positionierte, war nicht unumstritten. Trotzdem blieb und bleibt der Komponist, der Deutschland bereits 1953 den Rücken gekehrt hatte, um in Italien zu leben, auf den Spielplänen präsent.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: Breaking-Ikone Vartan Bassil
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Vom Berliner Streetdancer zum visionären Choreografen: Er beweist, dass Breakdance und Klassik perfekt harmonieren können.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Carsten Rochow

    In dieser Ausgabe der Tonart Urban - Musik mit Synthesizern - geht es von der japanischen Environmental- und Healing-Music der 1980er-Jahre über visionären Hip-Hop von Dr. Octagon und Underworlds Elektronik-Klassiker der Neunziger bis zu aktuellen Synth-Pop-Neuerscheinungen. Zum Ausklang begleitet uns wie immer Musik von Willow Skye-Biggs - diesmal mit ihrem Projekt Stag Hare.

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Sufi-Bewegung

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Ich werfe meinen Schatten in den Himmel
    Vom Lob des Schattens - und das Leiden an ihm
    Von Pfarrer Eberhard Hadem, Roth
    Evangelische Kirche

  • Wer bestimmt die Schulfächer?
    Von Lorenz Hoffmann
    Moderation: Tim Wiese

    Mathe, Deutsch, Musik und Sport. Hat jedes Schulkind, ist ja klar. Aber war das eigentlich schon immer so? Musste sich Goethe mit Bruchrechnen quälen? Oder beim Stangenklettern? Und hey, werden wir in der Zukunft überhaupt noch zur Schule gehen? Oder übernimmt das Lernen dann die KI für uns? Der Kakadu kriegt es raus. Und was er echt sensationell findet - es gibt eine Schule, wo Esel als Lehrer arbeiten.

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    MUTA, FATA, KINT
    Von Frauke Angel
    Ab 7 Jahre
    Regie: Friederike Wigger
    Komposition: Andreas Weiser
    Mit: Nuri Koriat-Singer, Rubi Lorentz, Lisa Hrdina, Nina Ernst, Moses Leo, Nele Rosetz, Johanna Gerber, Linou Fraune, Matti Altgeld, Helene Herwig, Martha Eikmann, Danny Beuerbach
    Deutschlandfunk Kultur 2022
    Moderation: Tim Wiese

    Tim möchte eigentlich schon gern nach der Grundschule aufs Gymnasium wechseln. Nur leider ist seine Mutter von dieser Idee wenig begeistert. Warum bloß?

    Tim ist verzweifelt, dabei könnte doch alles so schön sein. Seine Eltern lieben ihn, und seine Klassenlehrerin fördert ihn, denn sie möchte, dass Tim am Ende der Grundschulzeit aufs Gymnasium wechselt. Doch aus unerklärlichen Gründen sträubt sich Tims Mutter gegen die Unterstützung der Lehrerin, und auch sein Vater rückt nicht mit der Sprache heraus, wo eigentlich das Problem liegt. Als Tim dann noch von seiner Mitschülerin gefragt wird, ob sie zum Abschluss der Lesewoche gemeinsam etwas auf der Bühne vortragen wollen, ist sein Gefühlschaos perfekt. Denn Tim findet die selbstbewusste Hülya trotz ihrer Lese-Rechtschreib-Schwäche ganz schön toll und sein Leben auf einmal ganz schön kompliziert.

    Frauke Angel wurde 1974 geboren. Nach einer Schauspielausbildung spielt sie an deutschen Stadt- und Privattheatern sowie in renommierten Off-Theater-Produktionen, schreibt Bücher und Geschichten. Zuletzt wurde ihr Kakadu-Kinderhörspiel „Räuberessen" mit dem MDR Kinderhörspielpreis 2026 ausgezeichnet.

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Tim Wiese
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    Ex-Gangmitglied Muci Tosun
    „Zusammenhalt war für uns immer Schutz“

    Gesa Ufer im Gespräch mit Muzaffer "Muci" Tosun

    Gewalt und Gegengewalt: Mit der Kreuzberger Jugendgang „36 Boys“ hat Muzaffer „Muci“ Tosun in den 1990er Jahren Berlin aufgemischt. Der Profi-Sport veränderte seinen Lebensweg: “Du wirst ganz anders angesehen, anders ernst genommen.” Seinen drei Kindern gibt er heute mit auf den Weg, dass sie alles schaffen können, wenn sie nur wollen.


    Schweinheim und die Flutkatastrophe
    Ein Dorf wächst zusammen

    Gesa Ufer im Gespräch mit Karlotta Ehrenberg

    Schweinheim - ein Dorf zwischen Vor- und Nordeifel, 400 Einwohner:innen, beschaulich schön. Jeder macht seins. Und dann, vor fünf Jahren, kommt die Flut. Diese Erfahrung verändert die Menschen in Schweinheim und lässt Gemeinschaft enstehen, die es so zuvor nicht gab.

    11:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Vera Linß

  • Somalia
    Urlaub im Krisengebiet
    Von Bettina Rühl

    Mogadischu verbindet man mit Bürgerkrieg, Terroranschlägen und politischen Krisen. Trotzdem reisen inzwischen vereinzelt Menschen freiwillig dorthin - nicht aus familiären oder beruflichen Gründen, sondern als Touristen. Unsere Reporterin beobachtet die Entwicklung Somalias seit 25 Jahren und hat lange versucht zu verstehen, was diese Reisenden anzieht. Über die Faszination eines Landes zwischen Aufbruch und anhaltender Unsicherheit.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa Miller

    Das Comeback der starken Männer - was tun gegen toxische Männlichlichkeit?
    Gespräch mit Prof. Dr. Paula-Irene Villa-Braslavsky

    Internationaler Tag des Kusses: Intimität und Öffentlichkeit
    Von Nils Schniederjann

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Anne Françoise Weber

    Religion und Popkultur

    Von Koran und Klöstern inspiriert - Religion ist zurück in der Popmusik
    Von Nabila Abdel Aziz

    Anbetung im Beat:  Wie Lobpreismusik funktioniert
    Gespräch mit dem katholischen Bildungsreferenten für Popularmusik Sebastian Heeß

    Singende und tanzende Frauen unerwünscht: Religiös begründete Zensur im Iran
    Von Amin Farzanefar

    Zwischen Punk und Predigt: Pfarrer Peter Andersen schlägt ungewohnte Brücken
    Von Ralf Bei der Kellen

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Aus vielem eines
    Die "Rhapsody in Blue" von George Gershwin
    Gast: Frank Dupree, Pianist
    Moderation: Elisabeth Hahn

    "What Is American Music?" Zur Beantwortung dieser Frage wurden 1924 in New York neue Werke US-amerikanischer Komponisten präsentiert. Gershwins "Rhapsody in Blue" stellte dabei alles in den Schatten.

    Was Amerika ist und was die Kultur der USA zu dieser Frage beitragen kann, das ist auch 250 Jahre nach der Unabhängigkeit der nordamerikanischen Kolonien vom europäischen Mutterland Ansichtssache. Dass die „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin seit einem guten Jahrhundert zu den Inbegriffen „echt“ amerikanischer Musik zählt - darüber dürfte ein Konsens leichter zu erzielen sein. Aber was macht die Besonderheit dieses Werkes eigentlich aus? Und was ist „das Werk“ in diesem Fall überhaupt, das Gershwin in aller Eile für zwei Klaviere notiert hatte und das in der virtuosen Instrumentation von Ferde Grofé berühmt wurde? Frank Dupree, Pianist und Allroundmusiker verschiedener stilistischer Welten, beschäftigt sich zurzeit intensiv mit Gershwins Schaffen.

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Vera Linß

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    Einwurf: WM26 - "Trotz allem auch Fußball"
    Von Heinz Schindler

    Kulturelle Relevanz von.Sportereignissen: wie Kultur bei WM erlebbar gemacht wird
    Gespräch mit Thomas Jaedicke

    WM26: Wie immer mehr Nationalteams auf Spieler aus der Diaspora setzen
    Von Ronny Blaschke

    Basketball-Boom in Japan - Was Deutschland davon lernen kann
    Von Anja Röbekamp

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
    18:05 Uhr   Nachspiel. Feature

    Mister Fußball - das System Gianni Infantino (5/5)
    Von Matthias Friebe und Maximilian Rieger

    Seit zehn Jahren ist der Schweizer Gianni Infantino Präsident des Weltfußballverbands FIFA. Damals schlitterte die FIFA von einer Krise zur nächsten. Höhepunkt: die Festnahme zahlreicher Spitzenfunktionäre in einem Luxushotel in Zürich. Als Reformer und neuer starker Mann an der Spitze übernahm Infantino und hat seitdem seine Macht gesichert und ausgebaut wie kein FIFA-Präsident zuvor. Vor der anstehenden Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko präsentiert er sich immer wieder in größter Nähe zu US-Präsident Trump. Die Sendung beleuchtet bisher nicht bekannte Hintergründe der WM und blickt tief in das raffinierte System Gianni Infantino.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    P R I N C E - FunkyPurpleAssoziationen
    Von Elisabeth Weilenmann
    Mit: Alina Fritsch, Oskar Weilenmann, Eszter Hollósi
    Ton: Elmar Peinelt
    Schnitt: Elisabeth Weilenmann
    Regie: Elisabeth Weilenmann
    Regieassistenz: Marie-Louise Fürnsinn
    Produktionsleitung: Stefanie Zussner
    Redaktion: Kurt Reissnegger
    ORF/HR 2026
    Länge: 54‘37

    Zum 10. Todestag von Prince nähert sich Elisabeth Weilenmann dem Ausnahmekünstler assoziativ - verwoben mit der Geschichte einer Bewunderin. Ein Hörspiel über musikalisches Genie, radikale Eigenständigkeit und jenen Funk, der sich nicht denken, sondern nur fühlen lässt.

    Die Begründung der Jury:
    „Wir prämieren das Hörspiel P R I N C E - FunkyPurpleAssoziationen. Es ist ein Vergnügen, der Produktion zu folgen, die spielerische Freiheit assoziiert, Klangräume öffnet und mit Witz, großem musikalischem Gespür und einer spürbaren Lust am Improvisieren ein vielschichtiges Porträt des Popstars und seiner Zeit entwirft. Das Besondere an der Produktion ist aber nicht die Biopic-Ebene eines Stars, sondern die parallel erzählte persönliche Ebene der Autorin, die die Songs von Prince in ihren eigenen biografischen Kontext stellt und seine und ihre Biografie miteinander verwebt. Das Ergebnis gibt Einblick in ein Phänomen, das ja in gewisser Weise immer ein bisschen unerklärbar bleibt, erzählt es doch auf sehr berührende Weise, was Popmusik in uns auslösen kann, was wir mit ihr verbinden und warum sie einige von uns ein Leben lang begleitet."

    Die Jury und der gastgebende Sender 2026
    Olga Grjasnowa, Schriftstellerin
    Masha Qrella, Musikerin
    Gastgebender Sender: Deutschlandradio

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 28.06.2026

    Edward Elgar
    Konzert für Violine und Orchester h-Moll op. 61

    Peter Tschaikowsky
    Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 ("Polnische Sinfonie")

    Nicola Benedetti, Violine
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Jonathan Nott

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Die Stunde des Affen
    Franz Kafkas "Ein Bericht für eine Akademie" revisited
    Von Dagmar Just
    (Wdh. v. 12.11.2017)

    In Weltkrieg und Revolution machen Affen Karriere. 1917 lässt Franz Kafka einen Affen in der Akademie einen aufregenden Vortrag halten.

    Frühjahr 1917. In Europa herrscht Krieg. Lenin reist mithilfe des deutschen Generalstabs aus dem Zürcher Exil nach St. Petersburg. In Paris wird die Premiere von Eric Saties Ballett „Parade“ zum Skandal. Und Franz Kafka schreibt in Prag einen hoch musikalischen Text, den er einem Menschenaffen namens Rotpeter in den Mund legt. Wieso? Sein Rotpeter steht zwischen Edgar Rice Burroughs amerikanischem „Tarzan“ (1912) und Wolfgang Köhlers berühmtem Schimpansen Sultan aus der in Berlin veröffentlichten „Intelligenzprüfung an Anthropoiden“ (1917). Die Deutung von Kafkas nur neun Seiten langem „Bericht für eine Akademie“ ist umstritten - seine rhetorischen Qualitäten sind es nicht. Die Rede wird noch vor der Veröffentlichung rezitiert und gehört bis heute zum Repertoire des Theaters. Und wenn die Theoretiker der künstlichen Intelligenz recht haben mit ihrer Vermutung, Menschen würden die neuen Affen sein, könnte sie in Zukunft eine völlig neue praktische Bedeutung erlangen ...

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: André Mumot

    Neubau abgesagt - In Düsseldorf wird das alte Operngebäude saniert
    Von Jonas Panning