Programm
Dienstag, 30.06.2026
-
00:00 Uhr
Nachrichten
-
00:05 Uhr
Neue Musik
Mit Widersprüchen leben
Zum 100. Geburtstag von Hans Werner Henze (1926 - 2012)
Von Thomas Groetz
Henzes Musik versucht einen Brückenschlag zwischen Tradition, Avantgarde, Emotion und politischem Anspruch.Hans Werner Henze beschritt einen Sonderweg im Kontext der Nachkriegsavantgarde, da er sich nicht dem vorherrschenden, materialorientierten Serialismus anschloss. 1957 verließen Stockhausen, Boulez und Nono während einer Uraufführung des Komponisten bei den Donaueschinger Musiktagen demonstrativ den Saal. Auch Henzes avanciertere Musik, die sich ab den späten 1960er-Jahren dezidiert politisch positionierte, war nicht unumstritten. Trotzdem blieb und bleibt der Komponist, der Deutschland bereits 1953 den Rücken gekehrt hatte, um in Italien zu leben, auf den Spielplänen präsent.
-
01:00 Uhr
Nachrichten
-
01:05 Uhr
Tonart
Jazz
Moderation: DJ Swingin' Swanee02:00 UhrNachrichten03:00 UhrNachrichten04:00 UhrNachrichten -
05:00 Uhr
Nachrichten
-
05:05 Uhr
Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
Mit Buchkritik
Moderation: Stephan Karkowsky05:50 Uhr Aus den Feuilletons06:00 UhrNachrichten06:20 Uhr Wort zum TageFrank Seibel, Görlitz
Katholische Kirche06:30 UhrNachrichten07:00 UhrNachrichten07:20 Uhr Politisches Feuilleton07:30 UhrNachrichten07:40 Uhr Interview08:00 UhrNachrichten08:30 UhrNachrichten -
09:00 Uhr
Nachrichten
-
09:05 Uhr
Im Gespräch
Fernsehmoderatorin Bettina Böttinger im Gespräch mit Tim Wiese
(Wdh. vom 06.06.2025) -
10:00 Uhr
Nachrichten
-
10:05 Uhr
Lesart
Das Literaturmagazin
Moderation: Miriam Zeh
Meeresdunkel
Gespräch mit Till Raether
Reihe (7): Stories made in USA - Toni Morrison: "Beloved"
Von Nora Karches
Mops des Monats Juni 2026
Von Hans von Trotha
Buchkritik:
Annabel Abbs: "Schlaflos"
Rezensiert von Susanne Billig
Heute wird in London seltene Erstausgabe von "Sturmhöhe" versteigert
Gespräch mit Christoph Calaminus
Straßenkritik:
"Die Kathedrale des Meeres" von Ildefonso Falcones
Von Andi Hörmann -
11:00 Uhr
Nachrichten
-
11:05 Uhr
Tonart
Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Marie König
100 Jahre Henze: Dirigent Marek Janowski über WERGO-Einspielungen
Gespräch mit Marek Janowski
Album der Woche: JJerome87 mit "The Canyon"
Hören, spüren, hoffen: Jazz-Pianist Nduduzo Makhathini mit „The Myth We Choose“
Von Clarissa Lorenz
Vor 100 Jahren geboren: Unterhaltungskünstler & Sänger Peter Alexander
Von Laf Überland11:30 Uhr Musiktipps11:40 Uhr Chor der WocheChorforum Quakenbrück
Von Nicolas Hansen -
12:00 Uhr
Nachrichten
-
12:05 Uhr
Studio 9 - Der Tag mit ...
Micky Beisenherz
Moderation: Korbinian Frenzel -
13:00 Uhr
Nachrichten
-
13:05 Uhr
Länderreport
Moderation: Susanne Arlt
Mangel an Sozialwohnungen - Böblingen will mit Genossenschaft gegensteuern
Von Moritz Fehrle
Pendlerstadt Görlitz - Viele offene Stellen, hohe Jugendarbeitslosigkeit
Von Alexandra Gerlach
Kaum bezahlbarer Wohnraum - Als Azubi zurück ins Kinderzimmer
Von Livia Hofmann -
14:00 Uhr
Nachrichten
-
14:05 Uhr
Kompressor
Das Popkulturmagazin
Moderation: Max Oppel
Wenn KI-Ekel zur Paranoia wird
Gespräch mit Johannes Franzen
Ungewöhnliche Doku-Serie: "How to with John Wilson" bei HBO Max auf deutsch
Gespräch mit Daniel Eschkötter
Proteinpriester v Gottesnahrung: Wie Ernährungstipps auf Insta inszeniert werden
Gespräch mit Vera Klocke14:30 Uhr Kulturnachrichten -
15:00 Uhr
Nachrichten
-
15:05 Uhr
Tonart
Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Oliver Schwesig
Vor 100 Jahren geboren: Unterhaltungskünstler & Sänger Peter Alexander
Von Laf Überland
Buch: Daniel Haaksman: It began in Ipanema. Rio de Janeiro in 50 Songs
Gespräch mit dem Autor
Hören, spüren, hoffen: Jazz-Pianist Nduduzo Makhathini mit „The Myth We Choose“
Von Clarissa Lorenz -
17:00 Uhr
Nachrichten
-
17:05 Uhr
Studio 9
Kultur und Politik am Abend
Moderation: Axel Rahmlow17:30 Uhr Kulturnachrichten18:00 UhrNachrichten -
18:30 Uhr
Weltzeit
Moderation: Yana Adu
Ebola im Kongo - Wie Verschwörungsmythen den Virus ausbreiten
Von Jonas Gerding und Akilimali ChomachomaSchon wieder ist die Krankheit Ebola im Kongo ausgebrochen - und schon wieder trifft es den von Armut und Krieg gebeutelten Osten des Landes. Was die 17te Epidemie jedoch besonders macht: Der sogenannten „Bundibugyo“-Ebola-Virus ist kaum erforscht. Im Vergleich zu den letzten Ausbrüchen gibt es keine Impfung und keine speziell entwickelten Medikamente. Hinzu kommt: Teile der Bevölkerung glaube nicht an den Virus, widersetzen sich gegen die Helfer. Und so steigen die Fallzahlen täglich an.
-
19:00 Uhr
Nachrichten
-
19:05 Uhr
Zeitfragen
Wirtschaft und Umwelt - Magazin
Moderation: Ulrike Köppchen -
19:30 Uhr
Zeitfragen. Feature
250 Jahre Unabhängigkeitserklärung (2/4)
"... the pursuit of happiness"
Wie die US-Kultur die Welt eroberte
Von Kerstin Zilm, Arndt Peltner und Christoph Drösser
Die US-Kultur war immer geprägt durch Einwanderer aus aller Welt. Unter Trump wird diese Geschichte zu unterdrücken versucht - aber es gibt kreativen Widerstand.
Teil 3 am 01.07.2026Hollywoodfilme, Netflix und Fast Food; Rock 'n' Roll, Blues und Jazz; Meta, Microsoft und Apple - das alles kam aus den USA und eroberte die Welt. Die US-Kultur ist dabei geprägt von Einwanderinnen und Einwanderern aus aller Welt sowie den Nachfahren derer, die versklavt zwangsweise ins Land gebracht wurden. Von der Musik der Priester und Musiker auf Plantagen der Südstaaten über die Kunst jüdischer Filmemacher, die vor dem Naziregime nach Kalifornien flohen, bis zu einem Einwanderer aus Südafrika, der das Design von Elektroautos und die Zukunft der Raumfahrt bestimmt.
Während in jüngsten Jahren auch die indigenen Kulturen, die vor der Ankunft der Siedler aus Europa existierten, Aufmerksamkeit und Anerkennung bekamen, wird die vielfältige Geschichte der US-Kultur durch die Trump-Regierung wieder unterdrückt. Der US-Präsident versucht, Medien und Kulturinstitutionen durch Einschüchterungen auf seine Linie zu bringen und drückt ihnen wortwörtlich seinen Stempel auf. Doch Kulturschaffende zeigen kreativen Widerstand.
Am Beispiel Hollywoods zeigt diese Folge, wie es zur Dominanz der US-Kultur kam, warum sie an Glamour und Einfluss einbüßte und trotzdem weiterhin die Weltkultur bestimmt. -
20:00 Uhr
Konzert
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 26.06.2026
Domenico Scarlatti
"Stabat Mater" a 10 voci
James MacMillan
"Miserere"
Nana Forte
"Miserere mei"
Isabella Leonarda
Sonata duodecima a violino solo e organo op. 16, arrangiert für Violoncello und Basso continuo
Frank Martin
Messe für Doppelchor a cappella
Flóra Júlia Fábri, Orgel
Magnus Andersson, Laute
Philine Lembeck, Violoncello
RIAS Kammerchor Berlin
Leitung: Peter Dijkstra -
22:00 Uhr
Nachrichten
-
22:05 Uhr
Feature
Mama braucht eine Rolle - und jetzt?! (3+4/4)
Von Nava Ebrahimi
Regie: die Autorin
Deutschlandfunk 2026
(Wdh. v. 26.06.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)
Nava will ihrer Mutter etwas zurückgeben. Doch deren Traum von einer Hauptrolle wird auch für Nava zur Bewährungsprobe.Episode 3: Filmkarriere, Absagen und Verlust des Partners
Es geht nichts weiter. Nava hat noch immer keine Rolle für ihre Mutter Bibi gefunden, obwohl sie glaubt, alle Hebel in Bewegung gesetzt zu haben. Ihre Freundin Proschat Madani, etablierte Schauspielerin, macht ihr auch keinen Mut: Selbst sie hat gerade Schwierigkeiten, Engagements zu finden. Und dann, plötzlich, stirbt Bibis Ehemann Ingo. Bibi verliert einen geliebten Menschen und steht mit 70 Jahren vor dem Nichts. Wie soll es weitergehen? Zusätzlich zu Tod, Begräbnis, Entrümpelung und Umzug belasten das Massaker an Protestierenden in Iran und später der Krieg Navas Mutter. Hat sie nach alldem noch die Kraft, ihren Traum zu verfolgen? Nava glaubt fast nicht mehr daran, doch dann gibt ihr eine Produzentin auf einem Filmfestival einen wertvollen Tipp - und pünktlich zum Frühlingsbeginn öffnet sich eine neue Tür. Eine Rolle, Bibi wie auf den Leib geschnitten, rückt zum Greifen nah.
Episode 4: Neuanfang im Alter, Streit und „Wünsch dir was“
Bibi hat eine Rolle! Nava kann ihr Glück nicht fassen. Sie ist überzeugt davon, dass ihrer Mutter nach dem Kurzfilm weitere Rollen angeboten werden, dass ihr Weg ins Scheinwerferlicht nun geebnet ist. Doch Bibis Freude hält sich in Grenzen. Wieso? In einem Gespräch kommt heraus, dass sie ihrer Tochter ein paar Dinge unterstellt, was Nava ungeheuerlich findet. Es kommt zum Streit, der auch ihre Beziehung als Ganzes berührt. Vor dem Dreh nimmt Bibi Schauspielunterricht, um sich auf die Rolle vorzubereiten. Dann ist es so weit: Endlich darf sie zeigen, was sie kann. Am Ende rekapitulieren Nava und Bibi ihr Projekt bei einem Showformat des Schauspielhauses Graz. Das Motto: „Wünsch dir was.“ Sind die Wünsche der beiden wahr geworden?
Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren und in Köln aufgewachsen, studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre. Seit 2012 lebt sie als freie Schriftstellerin in Graz. Ihre Romane wurden u.a. mit dem Österreichischen Buchpreis/Debüt ausgezeichnet, 2021 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis. Sie ist regelmäßige Kolumnistin der Süddeutschen Zeitung und lehrt an der Filmakademie Wien. -
23:00 Uhr
Nachrichten
-
23:05 Uhr
Fazit
Kultur vom Tage
Moderation: Charlotte Oelschlegel23:30 Uhr Kulturnachrichten23:50 Uhr KulturpresseschauVon Gregor Sander