Programm
Samstag, 06.06.2026
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00:00 Uhr
Nachrichten
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00:05 Uhr
Lange Nacht
Junger Wilder der Romantik
Die Lange Nacht des Carl Maria von Weber
Von Jürgen König
Regie: der AutorDen „deutschesten aller Musiker“ nannte ihn später Richard Wagner und hat damit Carl Maria von Weber (1786 - 1826) keinen Gefallen getan. Denn was Wagner als Auszeichnung meinte, machte Weber zum Nationalhelden - und das wollte er nie sein. Wie so viele junge Intellektuelle seiner Generation, wollte er mithelfen, die deutsche Kleinstaaterei zu überwinden - durch Kunst. So wie die gleichaltrigen Brüder Grimm deutsche Märchen und Sagen sammelten, wollte Weber deutsche Geschichten zu deutschen Opern vertonen; wenigstens die Kunst sollte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass die Untertanen der vielen kleinen Staaten auf eine gemeinsame Geschichte zurückblickten. Und tatsächlich: obwohl Weber ein äußerst bewegtes Wanderleben führte - als reisender Klaviervirtuose, als Komponist und Dirigent, Regisseur und Theaterleiter - gelang es ihm, mit seinem „Freischütz“ die erste deutsche Volksoper auf die Bühne zu bringen, die diesen Titel wirklich verdiente und die auch im Ausland sehr schnell große Bewunderer fand. Das Etikett eines Nationalkomponisten hat Weber bei der Reichsgründung und auch im Nationalsozialismus Instrumentalisierungen für nationale politische Ziele beschert und der Verbreitung seiner Musik mehr geschadet als genützt. Große Teile seines Werkes sind unbekannt, allenfalls der „Freischütz“ wird ab und zu aufgeführt, die anderen Opern so gut wie nie. Das umfangreiche Instrumentalwerk und auch nahezu das gesamte Klavierwerk schlummern in den Archiven vor sich hin. Wie schade! Wieder mal wäre also ein deutscher Klassiker neu zu entdecken.
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03:00 Uhr
Nachrichten
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03:05 Uhr
Tonart
Klassik reloaded
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 12.05.2026
Leonard Bernstein
"On the Town", Drei Tanzepisoden
Cindy McTee
Adagio für Streichorchester
Samuel Barber
Toccata festiva für Orgel und Orchester op. 36
Aaron Copland
Sinfonie Nr. 3
Cameron Carpenter, Orgel
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Leonard Slatkin
(Wdh. v. 15.05.2026) -
05:00 Uhr
Nachrichten
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05:05 Uhr
Aus den Archiven
Satire in der DDR
Mit Honecker lachen
Von Peter Boris
RIAS 1986
Vorgestellt von Isabella Kolar
Das gebremste Lachen - der Autor versucht eine Antwort auf die Frage: "Was darf die Satire in der DDR" anhand von Beispielen aus satirischen Zeitschriften, aus staatsoffiziellen Kabaretts, aus den zahlreichen Laienkabaretts und aus der illegalen Kabarettarbeit.Die Erzählformen der Satire umfassen beißenden Spott, mitunter schwarzen Humor, Sarkasmus oder Ironie und gelegentlich bitteren Zynismus. Anders als die Komödie hat die Satire nicht das befreiende oder versöhnende Lachen zum Ziel, sondern die Einsicht des Publikums in die Fehler oder Lächerlichkeiten des Systems. Satire und autoritäre Regimes sind daher auf den ersten Blick klare Gegensätze. Dabei liefern Diktaturen eigentlich unermesslichen Stoff für die Hauptfunktionen von Satire: das Anprangern von Missständen und Aufklärung durch Humor und Überspitzung. Nichts, was die Machthabenden in ihrem Herrschaftsbereich zulassen können. Doch es gab sie auch: die offizielle Satire in der DDR. Was konnte sie leisten? Wie komisch war sie wirklich?
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06:00 Uhr
Nachrichten
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06:05 Uhr
Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
Mit Buchkritik
Moderation: Ute Welty06:20 Uhr Wort zum TageDiakon Paul Lang, Amöneburg
Katholische Kirche06:30 UhrNachrichten06:40 Uhr Aus den Feuilletons07:00 UhrNachrichten07:30 UhrNachrichten07:40 Uhr Interview08:00 UhrNachrichten08:30 UhrNachrichten -
09:00 Uhr
Nachrichten
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09:05 Uhr
Im Gespräch
Fußball-WM 2026 - Zwischen Leidenschaft und Kommerz
Moderation: Vladimir Balzer
Live mit Hörerinnen und Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de10:00 UhrNachrichten -
11:00 Uhr
Nachrichten
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11:05 Uhr
Lesart
Das politische Buch
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12:00 Uhr
Nachrichten
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12:05 Uhr
Studio 9 - Der Tag mit ...
Mathias Greffrath, Journalist
Moderation: Nicole Dittmer -
13:00 Uhr
Nachrichten
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13:05 Uhr
Breitband
Digitales Leben
Moderation: Marcus Richter -
14:00 Uhr
Nachrichten
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14:05 Uhr
Rang 1
Das Theatermagazin
Moderation: André Mumot -
14:30 Uhr
Vollbild
Das Filmmagazin
Moderation: Patrick Wellinski
KI als Alptraum - Black Mirror bekommt ein VR-Erlebnis
Von Dennis Kastrup
100 Jahre Blond: Neue Betrachtungen von Marelin Monroe
Gespräch mit André Mumot15:00 UhrNachrichten -
16:00 Uhr
Nachrichten
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16:05 Uhr
Echtzeit
Das Magazin für Lebensart
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17:00 Uhr
Nachrichten
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17:05 Uhr
Studio 9 kompakt
Themen des Tages
Moderation: Nicole Dittmer -
17:30 Uhr
Tacheles
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18:00 Uhr
Nachrichten
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18:05 Uhr
Feature
Künstliche Nähe
Doku über KI, Vertrauen und Abhängigkeit
Christian Schiffer
Regie: Ron Schickler
Ton: Robin Ault
Dramaturgie: Johannes Berthoud
BR 2025
Länge: 52'33
(Wdh. am 07.06.2026, Deutschlandfunk, 20.05 Uhr)
Chatbots hören zu, spenden Trost und geben Ratschläge. Immer mehr Menschen berichten, dass KI-Systeme ihnen durch Krisen geholfen haben. Aber Nutzer können auch eine bedenkliche emotionale Abhängigkeit entwickeln.Antony chattet intensiv mit einer KI - bis er nicht mehr zwischen der Realität und einer Wahnwelt unterscheiden kann. Für Lina ist Künstliche Intelligenz eine Retterin, die ihr in einem lebensgefährlichen Moment geholfen hat. KI-Chatbots können Menschen stabilisieren und ihnen Hoffnung geben, aber auch ihre Verletzlichkeit verstärken und psychische Probleme verschärfen - bis hin zu Zuständen, die inzwischen als „AI Psychosis“ diskutiert werden. Die Grenze zwischen technischer Simulation und echter emotionaler Beziehung verschwimmt. Und je menschlicher die Maschinen wirken, desto größer wird die Verantwortung der Entwickler. Welche Chancen und Gefahren entstehen, wenn Maschinen zu Freunden und Therapeutinnen werden?
Christian Schiffer, geboren 1979, ist Journalist und Autor. Zu seinen Themenschwerpunkten gehören Politik und Popkultur sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Sein Podcast „In 5 Tagen Mord - Die Krimi-Challenge mit KI“ wurde 2024 mit dem Grimme Online Award (Sonderpreis „Künstliche Intelligenz“) ausgezeichnet. Er ist Co-Autor der Podcast-Serie „Die Peter Thiel Story“ (Deutschlandfunk 2025). -
19:00 Uhr
Nachrichten
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19:05 Uhr
Oper
Konzerthalle Namur
Aufzeichnung vom 10.04.2026
Jean Philippe Rameau
"Castor et Pollux“
Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten
Libretto: Pierre-Joseph-Justin Bernard
Castor - Reinoud Van Mechelen, Tenor
Pollux - Andreas Wolf, Bass
Télaïre - Sophie Junker, Sopran
Phébé - Eve-Maud Hubeaux, Sopran
Namur Kammerchor
Cappella Mediterranea
Leitung: Leonardo Garcia-Alarcón -
23:00 Uhr
Nachrichten
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23:05 Uhr
Fazit
Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger23:50 Uhr KulturpresseschauWochenrückblick
Von Klaus Pokatzky