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Sonntag, 24.05.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    "Wir leben in anderen Zeiten"
    Die Baltic Music Days, ein Festival der nordeuropäischen Avantgarden
    Eine Reportage von Matthias Richard Entreß
    (Wdh. v. 19.05.2026)

    Wie anders sind die neuen Musiken aus dem Baltikum, postsowjetisch befreit, weitgehend abseits von westlichen Diskursen?

    Ein Blick über den Tellerrand: Die jährlichen Baltic Music Days, die im Coronajahr 2021 zum ersten Mal stattfanden, sind das wichtigste Forum der zeitgenössischen Musik dieser Region aus drei Nationen, drei Sprachen, aber einer gemeinsamen Unterdrückungs- und Befreiungsgeschichte. Das Programm 2026 dreht sich um den Begriff „Zeit“, dessen freie Umsetzung in der Gesamtschau eine prägnante Stimmlage im kulturellen Plenum Europas darzustellen verspricht, mit anderen Maßstäben und anderen Ideen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Das neue Heizungsgesetz - Wer zahlt die Kosten?

    Es diskutieren:
    - Vera Fricke, Managerin der Energieberatung in der Verbraucherzentrale Bundesverband
    - Malte Kreutzfeldt, Journalist
    - Klaus Wiener, CDU-Politiker

    Moderation: Axel Rahmlow
    (Wdh. v. 22.05.2026 - Wortwechsel)

    Die Bundesregierung ersetzt das Heizungsgesetz durch ein Gebäudemodernisierungsgesetz mit mehr Technologieoffenheit. Befürworter begrüßen mehr Entscheidungsfreiheit, Kritiker warnen vor Kosten, Komplexität und Rückschritten beim Klimaschutz.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Mikrofon: Dirigentin Anja Bihlmaier
    (Wdh. v. Deutschlandfunk)

    Sie fühlt sich frei, wenn sie dirigiert - und mit dem Rennrad die Alpen überquert.

  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Urban
    Moderation: Martin Böttcher

    04:00 Uhr  
    Nachrichten
    05:00 Uhr  
    Nachrichten
    06:00 Uhr  
    Nachrichten
  • Apostelamt Jesu Christi

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Gast in meinem Herzen
    Gottes Geist in den Liedern von Paul Gerhardt
    Von Pfarrer Thomas Dörken-Kucharz, Frankfurt am Main
    Evangelische Kirche

  • Kakadu - eure Fragen:
    Einschlafrituale - Warum kann ich manchmal nicht einschlafen?
    Von Regina Voss
    Moderation: Fabian Schmitz

    Kennst du das auch - du sollst einschlafen, kannst aber nicht? Was hilft? Brauchst du zum Einschlafen ein Kuscheltier, ein Lied oder eine Geschichte? Muss das Licht an bleiben oder wechselst du heimlich in das Bett deiner Eltern? Wir finden heraus, was wirklich beim Einschlafen hilft und fragen auch gleich mal in der Tierwelt nach, wie Giraffen, Bären oder der Fuchs eigentlich zur Ruhe kommen. Warum ist es oft so schwer, sich vom Tag zu verabschieden und in die Welt der Träume zu wechseln?

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Der Wald steht schwarz und schweiget
    Von Frauke Angel
    Ab 7 Jahre
    Regie: Friederike Wigger
    Komposition: Andreas Weiser
    Mit: Lionel Hesse, Ares Kloß, Voicu Dumitra, Andreas Döhler, Florian Lukas, Matti Altgeld, Franz Röbig, Merle Wasmuth, Nina Ernst, Inka Löwendorf, Frauke Poolman, Finn Bousfield, Frederick Vogt, Moritz Frickel, Charlotte Herwig, Fanny Leuenberger, Thomas Fuchs sowie Kindern der Grundschule Herz Jesu in Berlin
    Besetzung: Jutta Kommnick, Andreja Andris
    Ton und Technik: Andreas Stoffels, Eugenie Kleesattel
    Regieassistenz: Clara Nebel
    Dramaturgie und Redaktion: Thomas Fuchs
    Deutschlandfunk 2026
    (Ursendung)
    Moderation: Fabian Schmitz

    Als der zehnjährige Cobi zum Vortanzen an der Palucca Hochschule eingeladen wird, beginnt für ihn eine bewegende Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.

    In der Schule wird der zehnjährige Cobi von manchen Mitschülern gemobbt, denn er ist still, anders und passt nicht in die gängigen Rollenbilder. Doch eines Tages tauchen Talentscouts der Palucca Hochschule für Tanz im Sportunterricht auf, und ausgerechnet er wird zum Vortanzen eingeladen. Für Cobi beginnt damit eine Reise, die weit über eine Aufnahmeprüfung hinausgeht.
    Zwischen Spott auf dem Schulhof, Unsicherheit zu Hause und der überraschenden Unterstützung seines großen Bruders Connor erzählt das Hörspiel von einem Kind, das sich gegen Zuschreibungen behaupten muss - und dabei langsam entdeckt, was in ihm leuchtet. Es geht um Tanz und Talent, aber vor allem um die Frage: Wer darf man sein, wenn andere einen längst festgelegt haben?
    Mit großer sprachlicher Genauigkeit, feinem Humor und viel emotionaler Wahrhaftigkeit zeichnet Frauke Angel eine Geschichte über Selbstfindung, Männlichkeitsbilder, Freundschaft und das Recht auf Empfindsamkeit. Das Hörspiel zeigt, wie verletzend alltägliche Hänseleien sein können - und wie wichtig Erwachsene sind, die genau hinsehen, ermutigen und Räume öffnen. Ein kluges, warmherziges und hochaktuelles Stück über Mut, Mobbing, Geschwisterliebe und die Freiheit, man selbst zu sein.

    Frauke Angel wurde 1974 geboren. Nach einer Schauspielausbildung spielt sie an deutschen Stadt- und Privattheatern sowie in renommierten Off-Theater-Produktionen, schreibt Bücher und Geschichten. Ihre Kakadu-Kinderhörspiele wurden mit vielen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem MDR Kinderhörspielpreis für „Räuberessen“.

  • 09:04 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Fabian Schmitz
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    Seelische Gesundheit - Hilfe beginnt, wenn das Schweigen endet

    Sonja Kopiitz im Gespräch mit Michelle Kunin

    Michelle ist 18, lebt in einer betreuten WG und will sich zurückholen, was in schweren Jahren zu kurz kam: Unbeschwertheit, Nähe, ein Stück Jugend. Lange waren Gedanken und Gefühle in ihrem Kopf zu laut. Heute sucht Michelle ihre Stimme - und möchte mit ihr auch anderen Mut machen.



    Gewalt in der Beziehung - „Ich hab' dich doch gar nicht geschlagen” 

    Sonja Koppitz im Gespräch mit Timo Stukenberg

    Johannes' Nerven liegen blank als sich sein neugeborener Sohn nicht beruhigen lässt. Er schreit seine Freundin so heftig an, dass sie fluchtartig die Wohnung verlässt. „Das ist Gewalt”, sagt sie als sie zurückkommt. Lange möchte Johannes das nicht wahrhaben. Bis er einen Täterkurs besucht…

    11:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • Das Mitmach-Dorf
    Zupacken für die Zukunft
    Von Ernst-Ludwig von Aster
    (Wdh. v. 01.06.2025)

    Prognosen des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung sagen für entlegene Regionen auf dem Land einen Bevölkerungsschwund von bis zu 25 Prozent voraus in den kommenden zwanzig Jahren. Besonders hart wird es demnach den Osten Deutschlands treffen. Dabei stehen viele Gemeinden längst vor großen Herausforderungen. Schlechte Job-Perspektiven, keine Schule mehr in der Nähe und die letzte Kneipe ist auch längst zu - ein gängiges Bild. Die Dorfgemeinschaft in Lunow findet seit Jahren immer wieder Wege, die Probleme gemeinsam anzugehen und sich selbst zu helfen.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin

    50. Todestag von Martin Heidegger: Der verstrickte Denker
    Gespräch mit Oliver Jahraus

    "Looksmaxxing": Schönheitswahn für alle?
    Von Christine Bratu

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Nabila Abdel Aziz

    Kult und Hingabe: Das Opfern in den Religionen

    Religiöse Kommunikation - Opfer in der Hebräischen Bibel
    Von Kirsten Dietrich
     
    Weibliche Opfer: Der Kult der Verletzbarkeit
    Von Jennifer Stange
     
    Das muslimische Opferfest - Neue Deutungen
    Von Murat Koyuncu
     
    Politisch instrumentalisiert: Das Märtyrertum in der Schia
    Gespräch mit der Religionswissenschaftlerin Leyla Jagiella

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Oh, Lawd, I’m On My Way"
    Annäherungen an "Porgy and Bess" von George Gershwin
    Moderation: Albrecht Thiemann

    Diese Oper wirkte weit über das klassische Musikleben hinaus: "Porgy and Bess" hinterließ auch Spuren im Jazz, besonders bei Miles Davis.

    Vor 100 Jahren, am 26. Mai 1926, wurde Miles Davis geboren. Zu den vielen Produktionen, die mit dem wegweisenden Jazzmusiker verbunden sind, gehört auch seine instrumentale Adaption von Stücken aus George Gershwins Oper „Porgy and Bess“. Die Arrangements, die Gil Evans für diesen Zweck schrieb, gehören zu den Glanzstücken der jazzinspirierten Gershwin-Interpretationen - und damit des Versuchs, die musikalischen Wurzeln dieser im „schwarzen“ Amerika angesiedelten Oper aufzuspüren. Einen ganz anderen Ansatz wählte das André Previn Trio mit der singenden Schauspielerin Diahann Carroll. Nicht weniger unterschiedlich sind auch die Gershwin-Zugänge in der Welt der klassischen Musik: von Lorin Maazels Eleganz über Simon Rattles Broadway-Nähe bis zu Nikolaus Harnoncourts Suche nach Querverbindungen zur klassischen Moderne Europas.

    16:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    Vor 40 Jahren - Fast-Abstieg von Borussia Dortmund aus der Fußball-Bundesliga
    Von Thomas Wheeler

    WM-Serie - (Wirtschaftliche) Effekte für Mexiko und Kanada
    Von Jessica Sturmberg

    Alte Männer auf alten Maschinen - Enduro war in der DDR eine große Nummer
    Von Alexa Hennings

    18:00 Uhr  
    Nachrichten
    18:05 Uhr   Nachspiel. Feature

    Rennsteig und Co.
    Die Laufbewegung in der DDR
    Von Wolf-Sören Treusch

    Ob als Ultramarathon am Rennsteig oder einfach nur getreu dem staatlich geförderten Breitensportmotto „Eile mit Meile‘“: Die Laufbewegung in der DDR war Teil des Volkssports - vom Kap Arkona bis zum Zittauer Gebirge. Die populärste Variante hat die DDR überlebt. 1971 rufen vier Studenten aus Jena den Rennsteiglauf ins Leben. Ein Ultramarathon, der über den Kamm des Thüringer Waldes führt. 1973 erstmals offiziell und bis heute fest etabliert im mittlerweile internationalen Laufkalender. 2026 findet er zum 53. Mal statt.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Nachricht an alle (1/2)
    Nach dem Roman von Michael Kumpfmüller
    Bearbeitung: der Autor
    Regie: Leonhard Koppelmann
    Mit: Christian Redl, Traute Hoess, Michael Rotschopf, Götz Schubert, Lena Stolze, Judith Engel, Udo Schenk, Hans Peter Hallwachs, Burghart Klaußner, Maximilian von Pufendorf, Tonio Arango, Meike Droste, Marian Funk, Shelly Kupferberg, Martin Brauer, Simon Böer, Michael Evers, Thomas Schmidt, Christian Gaul
    Ton und Technik: Bernd Friebel, Susanne Beyer
    Regieassistenz: Paul Frick
    Deutschlandradio Kultur 2009
    Länge: 78'02

    Teil 2 am 25.05.2026, 18.30 Uhr

    Ein Minister, eine SMS, ein Land im Aufruhr: Minister Selden gibt Pressekonferenzen, während Autos brennen und Protest in Terror umschlägt. Politik wird zunehmend zur Bühnenshow. Aber zählen Worte auch noch, wenn Gewalt spricht?

    Michael Kumpfmüllers Hörspiel „Nachricht an alle“ verbindet private Tragödie und Staatskrise: Innenminister Selden verliert seine Tochter bei einem Flugzeugabsturz und muss zugleich ein Land führen, in dem Vorstädte brennen und Straßenschlachten toben. Während Blogger und Aktivist:innen dokumentieren, radikalisieren, vermitteln, wird Politik immer mehr zum Schauspiel, in dem Sprache zerstörerisch eingesetzt wird. Ein Attentat, sinkende Umfragen, kein Ausweg: Wie geht es weiter, wenn Verständigung zerbricht?

    Michael Kumpfmüller, geboren 1961 in München, wurde mit Romanen wie „Hampels Fluchten“ (2000), ausgezeichnet mit dem Alfred-Döblin-Preis, und „Die Herrlichkeit des Lebens“ (2011) bekannt, in denen er historische Stoffe literarisch verarbeitet.

  • 20:00 Uhr

    Konzert

    Konzerthaus am Schloss, Kiel
    Aufzeichnung vom 18.05.2026

    Igor Andrić
    "Walls of Constantinople" (Uraufführung)

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur KV 219

    Fazıl Say
    "Istanbul Senfonisi" für großes Orchester und türkische Instrumente

    Mirijam Contzen, Violine
    Burcu Karadağ, Nay-Flöte
    Aykut Köselerli, Schlagzeug
    Hakan Güngör, Kanun
    Philharmonisches Orchester Kiel
    Leitung: Howard Griffiths

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:05 Uhr

    Literatur

    Totgesagte leben länger
    Linker Buchhandel in der Bundesrepublik
    Von Nils Kahlefendt
    (Wdh. v. 15.01.2017)

    Linke Buchhandlungen sind noch immer für Aufregungen gut.

    Nach der Studentenrevolte 1968 entstanden viele linke Buchhandlungen. Sie verstanden sich als Avantgarde der Republik und waren damit gar nicht so weit entfernt vom Standesbewusstsein ihrer bürgerlichen Kollegen, die stolz waren, es mit einer geistigen, keiner nur materiellen Ware zu tun zu haben. Die Akteure der meist kollektiv betriebenen Läden wollten sich auch im Beruf politisch engagieren, um die Gesellschaft zu verändern. Entscheidend war ihr egalitärer Anspruch in Lohn-, Entscheidungs- und Besitzstrukturen. Basisdemokratische Organisation zählte mehr als möglicher Profit. Was ist in Zeiten, da die Frage „Was tun?“ weniger mit Lenin als vom Betriebsberater beantwortet wird, aus diesen Hoffnungen und Träumen geworden? Ob „Schwarze Risse“ in Berlin-Kreuzberg, „Sputnik“ in Potsdam oder „Roter Stern“ in Marburg, ob Großstadt- oder Provinzbuchladen - noch immer arbeiten einstige Kollektive und nach der Wende neu gegründete Projekte politisch hellwach gegen den Mainstream. Das Türschild „Wegen Demo geschlossen!“ wird man allerdings vergeblich suchen.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Neuordnung des Grasset-Verlags in Frankreich: "Blaupause für die extreme Rechte"
    Gespräch mit Oliver Guez

    Musiktheater-Personalie rund um und mit Cecilia Bartoli in Salzburg
    Gespräch mit Franziska Stürz

    In der Tanzschule von Germaine Acogny: Reportage über die Star-Choreografin
    Von Martina Zimmermann