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Samstag, 17.01.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Im Bann der Wildnis
    Eine Lange Nacht über Jack London
    Von Christian Blees
    Regie: Klaus M. Klingsporn
    (Wdh. v. 26./27.11.2016)

    „Ich kann Hungern nicht vertragen“, soll Jack London (1876-1916) einmal gesagt haben. Dem aus ärmlichen Verhältnissen stammenden, später weltberühmten Autor („Der Seewolf“) blieb daher zunächst nichts anderes übrig, als sich bereits in jungen Jahren in allen möglichen Berufen zu verdingen - unter anderem als Zeitungsjunge, Arbeiter in einer Konservenfabrik oder Matrose auf einem Robbenfänger. Diverse Versuche, parallel dazu eine Karriere als Autor zu starten, scheiterten zunächst eher kläglich. Erst 1903 gelang London mit „Der Ruf der Wildnis“ der Durchbruch als Schriftsteller. Dieser und nachfolgende Romane ermöglichten es ihm zwar unter anderem, auf einer eigenen Yacht ausgedehnte Seereisen zu unternehmen. Dennoch hatte London aufgrund diverser geschäftlicher Fehlentscheidungen bis zum Ende seines Lebens immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Aus Anlass seines 150. Geburtstages am 12. Januar erinnert die Lange Nacht an einen Autor, in dessen Werk Ideen von sozialistischer Gemeinschaft und von individuellem Heldentum eine besondere, für die Zeit gar nicht so untypische Verbindung eingehen.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    Pierre Boulez Saal, Berlin
    Aufzeichnung vom 28.10.2025
    (Wdh. v. 30.11.2025)

    Ein Festival für Emilie Mayer

    Emilie Mayer
    Ouvertüre Nr. 2 D-Dur
    Konzert für Klavier und kleines Orchester B-Dur
    Sinfonie Nr. 3 C-Dur "Militaire"

    Alexander Melnikov, Klavier
    Akademie für Alte Musik Berlin
    Leitung: Bernhard Forck

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Poesie von jenseits der Mauer
    Von Christa Wolf bis Hermann Kant - Vorlesen im Westen
    Von Horst Wenderoth
    RIAS 1964
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    1964 haben DDR-Schriftsteller im Westberliner Studentenheim Siegmundshof drei Monate lang aus eigenen Werken gelesen. Sie waren einer Einladung der Studenten-Selbstverwaltung des Heimes gefolgt, oder genauer: die DDR-Behörden hatten ihnen erlaubt, der Einladung Folge zu leisten. Für neun Autoren im Alter zwischen 33 und 42 Jahren öffnete sich - ungewöhnlich für die damalige Zeit - die Mauer in Richtung Westen.

    Die SED vertraute den in den Westen ausreisenden Schriftstellern, und dieses Vertrauen wurde nicht enttäuscht, denn alle neun kehrten nach Ostberlin zurück. Die Einladung an diese Künstler war dem Wunsch einiger Westberliner Studenten entsprungen, Schriftsteller und ihre Werke aus dem anderen Teil Deutschlands persönlich kennenzulernen, Klischeevorstellungen abzubauen, miteinander und nicht nur immer übereinander oder gar gegeneinander zu sprechen. Es war nicht die DDR-Führung, die die Schriftsteller aussuchte. Die Studenten-Selbstverwaltung hatte vielmehr selbst die Namen genannt, und diese konnten mithilfe des Ostberliner Schriftstellerverbands ausreisen. Wissen über die Literatur im anderen Teil Deutschlands war zu jener Zeit nur rudimentär. Und das nicht nur bei Konsumenten von Illustrierten und Boulevardzeitungen, sondern auch bei denjenigen, die es eigentlich hätten besser wissen müssen.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Ramona Westhof

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Elena Griepentrog, Ettlingen
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Blackout, Krisen, Naturkatastrophen -
    So können Sie für Notfälle vorsorgen

    Gäste:
    Dr. Christine Wilcken, Leiterin des Dezernats für Klima, Umwelt, Wirtschaft, Brand- und Katastrophenschutz beim Deutschen Städtetag
    und
    Albrecht Broemme, Katastrophenschutz-Experte

    Moderation: Marco Schreyl

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Christian Rabhansl

    Krieg und Frieden - Szenarien für die Gegenwart

    Florence Gaub: "Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel"
    Gespräch mit der Autorin

    Buchkritik:
    "Wenn morgen bei uns Krieg wäre" von Hauke Friederichs / Rüdiger Barth
    Rezensiert von Marko Martin

    Artur Weigandt:
    "Für euch würde ich kämpfen. Mein Bruch mit dem Pazifismus"
    Gespräch mit dem Autor

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ralph Bollmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Digitales Leben
    Moderation: Martin Böttcher

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Janis El-Bira

    Fünf-Stunden-Solo: Guido Lambrecht mit "Serotonin" beim Theatertreffen
    Gespräch mit Guido Lambrecht

    Neu am Nationaltheater Mannheim: Porträt des Autors Emre Akal
    Von Marie-Dominique Wetzel

    Die geniale Stelle: Daniel Kehlmann über "Jerusalem" mit Mark Rylance

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Susanne Burg

    Wer rettet jetzt die Welt? Hollywoods Helden nach einem Jahr Trump
    Gespräch mit Anke Leweke

    Der Abend der europäischen Filmpreise: Kunst, Glamour, Kontroversen
    Gespräch mit Jörg Taszman

    Zwischen Stahlträgern und Leinwänden: Die Kinemathek erfindet sich neu
    Gespräch mit Heleen Gerritsen

    Kamera und Courage: Irans Filmszene im Zeichen des Aufstands
    Von Christian Berndt

    Im Schatten des Ginkgobaums: Luna Wedler über "Silent Friend"
    Gespräch mit Luna Wedler

    Fantastik im arabischen Kino: Wie surreale Bilder Traumata freilegen
    Gespräch mit Amin Farzanefar

    The Pitt: Die Krankenhausserie, die Wunden zeigt und heilen will
    Von Anna Wollner

    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Susanne Balthasar

    Besitz

    Hauptsache reich! Warum Heranwachsenden Wohlstand heute so wichtig ist
    Von Mandy Schielke

    Gespräch mit dem Vermögensforscher Thomas Druyen

    Live on Tape:
    Haben und teilen!? Umverteilungsexperimente unter Freunden
    Gespräch mit Philine Velhagen

    Betrunken am Steuer - Der lettische Staat enteignet Autofahrer
    Von Arne Bartram

    Serie "Zettel" 4: Oskar ist weg
    Von Nicolas Hansen

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Axel Rahmlow

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Unsere Asche wird weiter brennen
    Lübeck und der tödlichste Brandanschlag der 1990er-Jahre
    Von Steffi Wassermann und Erika Harzer
    Regie: Beatrix Ackers
    Mit: Monika Oschek
    Ton und Technik: Michael Kube
    Dramaturgie: Katrin Moll und Julia Illmer
    Deutschlandfunk Kultur, 2025
    Länge: 54'32
    (Ursendung)

    (Wdh. am 18.01.2025, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)

    Am 18. Januar 1996 starben sieben Kinder und drei Erwachsene bei einem Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Lübeck. Für die Tat wurde nie jemand verurteilt. Was bedeutet das 30 Jahre später für die Betroffenen und für die Stadt?

    Marie und Ray haben überlebt. Doch sie können die schrecklichen Bilder des Brandanschlags auf ihre Unterkunft für Geflüchtete nicht vergessen. Der 18. Januar 1996 hat ihr Leben für immer verändert. Und auch das von Adam, der damals seinen Onkel verlor. Bis heute ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. Den Indizien, die auf einen rechten Anschlag hinweisen, wurde kaum nachgegangen. Die Stadt kümmert sich wenig um das Gedenken an die Opfer des zehnfachen Mords. Wie kann es sein, dass der tödlichste Anschlag der 1990er-Jahre in Vergessenheit zu geraten droht? Warum wäre die Aufklärung dieses Falls auch angesichts steigender Zahlen rechter Gewalt wichtig? Und gibt es überhaupt noch eine Chance auf Gerechtigkeit?

    Steffi Wassermann arbeitet im Menschenrechtsbereich und als freie Autorin mit einem Fokus auf Radio und Podcast. Zu ihren Themenschwerpunkten gehören Dekolonisierung, Aktivismus und Antirassismus.

    Erika Harzer, Ausbildung zur Diplom-Sozialpädagogin. Autorin und Regisseurin zahlreicher Radiofeatures, Dokumentarfilme und Printreportagen. Ihr Feature „Wenn Kinder nur noch weg wollen“ (BR/Dlf/WDR 2015) wurde mit dem Peter Scholl-Latour Preis 2016 und dem Medienpreis 2016 der Kindernothilfe ausgezeichnet.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik
    Live aus dem Radialsystem Berlin

    the last of their kin(d)
    A speculative songbook of endangered species (Deutsche Erstaufführung):

    Elnaz Seyedi
    "Silverback"

    Annesley Black
    "breeding episodes of golden toads"

    Cecile Marti
    "The Immortality"

    Eric Wubbels
    "biawak_raksasa.zip"

    Georges Aperghis
    "Aye-Aye Requiem"

    Nik Bärtsch
    "Bonobo Boogie"

    Dahae Boo
    "Empty wriggle"

    Nadir Vassena
    "piccole, piccolissime cose"

    Ezko Kikouchi
    "Antiguan racer"

    Lilian Beidler
    "ad mare et terram. ein Abschiedslied an eine Riesensepia und andere Spezies"

    Trio Accanto:
    Marcus Weiss, Saxofone
    Stefan Wirth, Keyboard-Instrumente
    Christian Dierstein, Schlagzeug
    Georg Lendorff, Video
    Katinka Deecke, Dramaturgie

    ca. 20.30 Uhr als Aufzeichnung vom Nachmittag

    Hector Parra
    "Aracne", Streichquartett Nr. 3
    "Cell (Arch of Hysteria)" für Klavier, aus: Cinq études d’ art

    Michael Wendeberg, Klavier
    Fabrik Quartet:
    Federico Ceppetelli, Violine
    Muzi Lyu, Violine
    Jacobo Diaz Robledillo, Viola
    Elena Cappelletti, Violoncello

    ca. 21.00 Uhr

    Belenish Moreno-Gil & Oscar Escudero
    "NO HERE" für Ensemble, Elektronik, Publikum und obligater Programmnotiz
    Uraufführung

    Bethan Morgan-Williams
    "Digon!" für Ensemble
    Uraufführung

    Jakob Diehl
    "Bruchstück" für Ensemble
    Uraufführung

    ensemble mosaik
    Leitung: Max Murray

    ca. 22.00 Uhr als Aufzeichnung vom Nachmittag

    Hector Parra
    Sonate für Klavier
    "Un concertino di angeli contro le pareti del mio cranio", Streichquartett Nr. 4

    Michael Wendeberg, Klavier
    Fabrik Quartet:
    Federico Ceppetelli, Violine
    Muzi Lyu, Violine
    Jacobo Diaz Robledillo, Viola
    Elena Cappelletti, Violoncello

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Leonie Böhm mit Goethes "Wahlverwandschaften" in Basel
    Gespräch mit Michael Laages

    Stücküberschreibung: "3 Schwestern“ von Barbi Marković neu erzählt in Zürich
    Gespräch mit Mirja Gabathuler