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Samstag, 17.07.2021

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Prachtboulevard mit Geschichte
    Die Lange Nacht vom Kurfürstendamm
    Von Katharina Palm
    Regie: die Autorin

    „Ich hab´ so Heimweh nach dem Kurfürstendamm“ sang einst Hildegard Knef. Wie kaum eine andere Straße stand und steht der Ku´damm, wie er von den Berlinern genannt wird, für ein besonderes Lebensgefühl. Vom einfachen Knüppeldamm wurde er zum Schaufenster des Westens und zum Traum nicht nur der Ostberliner. Er ist ein Spiegel der letzten 135 Jahre deutscher Geschichte. Bis heute wird hier flaniert und mondän gefeiert, aber auch demonstriert, gestritten und in seinen dunkelsten Stunden gemordet. Obwohl er mehrfach totgesagt wurde, kehrte das pulsierende Leben immer wieder zu ihm zurück. Zwei Weltkriege, Wirtschaftskrise, die Teilung der Stadt und auch die Wiedervereinigung haben ihre Spuren hinterlassen. Vergangenes lebt wieder auf, Neues wird ins rechte Licht gerückt und fast Vergessenes neu entdeckt. Wie die Malerin Jeanne Mammen, die für die neue, unabhängige Frau in den goldenen Zwanzigern stand und deren Wohnung heute wie eine Zeitkapsel erscheint. Zum Vorschein kommen die verwunschenen Tennisplätze am Ku‘damm, auf denen sich der Schriftsteller Vladimir Nabokow in jungen Jahren seinen Lebensunterhalt als Tennislehrer verdiente. Und es werden die Fragen geklärt, warum es im Romanischen Café ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken gab und was Trockenbewohner sind. Nach dieser „Langen Nacht“ werden Sie den Kurfürstendamm mit ganz anderen Augen sehen.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Die Poesie der Barbaren
    Die Geschichte der Beatniks
    Von Barry Graves
    RIAS Berlin 1980
    Vorgestellt von Michael Groth

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Eberhard Hadem, Roth
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Auge in Auge mit dem Monstersturm
    Stormchaser enträtseln Unwetterzellen
    Gespräch mit Prof. Dr. Michael Kunz, Karlsruher Institut für Technologie

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Extremwetter: Sind wir vorbereitet?

    Gäste: Georg Johann, Hydrologe, Geschäftsführer des HochwasserKompetenzCentrums e.V. in Köln -
    und Özden Terli, Meteorologe, Redakteur und Moderator in der ZDF-Wetterredaktion
    Moderation: Vladimir Balzer

    Live mit Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    Überschwemmte Straßen und Dörfer, zerstörte Häuser, zahlreiche Tote und Vermisste. Die Hochwasser-Katastrophe führt uns die Folgen des Klimawandels drastisch vor Augen. Wie können wir uns gegen die Wetterextreme wappnen?

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Christian Rabhansl

    "Und morgen fliege ich auf"
    Was tun gegen das Hochstapler-Syndrom?
    Gespräch mit Michaela Muthig

    Buchkritik:
    "Pathos“ von Solmaz Khorsand - Wenn Gefühle zu dick auftragen
    Rezensiert von Martin Tschechne

    "Virtuose Niedertracht"
    Philologe Dennis Pausch über Battle-Rap in der Antike
    Gespräch mit Dennis Pausch

    Buchkritik:
    "Die Einsamkeit des modernen Menschen" von Martin Hecht
    Rezensiert von Bodo Morshäuser

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur
    Moderation: Katja Bigalke und Marcus Richter

    Nachrichten im Netz
    Wie wird das Publikum ereicht?
    Von Hagen Terschüren

    Plattform oder Medienmarken
    Wer macht "Nachrichten"?
    Gespräch mit Julia Behre

    Darfs ein bisschen weniger sein?
    Startup-Lobby und Pressefreiheit
    Von Annika Schneider

    Balsam für die Ohren?
    Was geklonte Stimmen können
    Von Anastasija Roon

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Janis El-Bira

    Premiere gleich Derniere
    Vom kurzen Leben aktueller Inszenierungen
    Gespräch mit Christopher Rüping

    Zwischen Trash und Theorie
    Regisseur Frank Castorf wird 70
    Von Susanne Burkhardt

    Die perfekte Ausrede: Regisseur Oliver Frljic

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Live von den 74. Internationalen Filmfestspielen in Cannes
    Moderation: Susanne Burg und Patrick Wellinski

    Heute werden die Palmen vergeben
    Die Chancen der Skandinavier
    Gespräch mit Anke Leweke

    Startrampe Cannes
    Thomas Vinterbergs "Der Rausch"
    Gespräch mir Thomas Vinterberg

    Vor den Palmen
    Gespräch mit Anke Leweke

    Der iranische Wettbewerbsbeitrag
    Gespräch mit Asghar Farhadi, Regisseur

    Der Markt
    Gespräch mit Jörg Taszman

    First Cow
    Gespräch mit Kelly Reichardt

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Marietta Schwarz

    Aus alt macht neu
    Herr Thomas und die Waschmaschinen
    Von Katja Bigalke

    Live on Tape:
    Buchstabenzählen und Co.
    Ticks und Inselbegabungen
    Von Franziska Ritter

    Mehr Wissen
    Experten in der Wissensgesellschaft
    Gespräch mit Prof. Dr. Alexander Bogner, Soziologe

    Besessen von Bussen
    Ein Modellbauer in einem Slum von Nairobi
    Von Antje Diekhans

    Zeit für den Nachbarn - Folge 1: Nett bleiben!
    Von Kerstin Kuhnekath

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Anke Schaefer

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Landwirtschaft der Zukunft
    Matthias Berninger, Leiter des Bereichs "Öffentlichkeit und Nachhaltigkeit“ der Bayer AG, stellt sich den Fragen von Annette Riedel

    Milliarden Menschen klimafreundlich ernähren, dabei Böden und Artenvielfalt schützen - das ist ohne Gentechnik und intelligente Maschinen unmöglich. Davon ist Matthias Berninger überzeugt. Der ehemalige Grünen-Politiker ist heute Lobbyist bei Bayer.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Höllenfahrt
    Von Friedrich Knilli
    Regie: Götz Naleppa
    Mit: Andreas Tobias und Helmut Mooshammer
    Ton: Thomas Monnerjahn
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
    Länge: 54'20

    Die Familie Spielmann war die erste Adresse für Herrenmoden in Graz. Bis ihr Konkurrent Josef Knilli mit den Nazis gemeinsame Sache machte und sie verdrängte. Das Feature und eine begleitende Webdoku erzählen beide Seiten der Geschichte.

    Josef Knilli, der Onkel des Autors, war Hauptakteur der Arisierung des Kleiderhauses Spielmann in Graz. Er stieg auf vom kleinen Schneider in Fehring zum großen Kleiderhausbesitzer. Mal für, mal gegen die Nazis, aber immer auf seinen Vorteil bedacht. Auf den Aufstieg folgte der Sturz. Er saß viele Jahre in Gefängnissen, bereute aber nichts. Er starb unbesiegt, begleitet von Mozarts „Don Giovanni“.
    Auf der Webseite derinternetlink.de erzählt Friedrich Knilli die andere Seite der Geschichte: die Enteignung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Kleiderhausfamilie Spielmann.

    Friedrich Knilli, als Friedrich Venier 1930 in Fehring/Steiermark geboren, ist ein streitbarer Emeritus der Technischen Universität Berlin und seit 1953 Schriftsteller, der Provokationen liebt. Solche gelangen ihm 1955 mit einem Hörspiel im Stil der Commedia dell’arte und 1961 mit der Erfindung des Schallspiels: In seiner Dissertation „Das Hörspiel. Mittel und Möglichkeiten eines totalen Schallspiels“, bezog er eine radikale Gegenposition zum damaligen „Hörspielpapst“ Heinz Schwitzke, der das Hörspiel als reines Wortspiel definierte. Als er 1971 für das Drehbuch zu „Auf, Sozialisten, schließt die Reihen! Deutsches Arbeitertheater 1867- 1918“ mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, verspottete er die Jury bei der Preisverleihung. Die mediale Auseinandersetzung mit dem Holocaust ist für ihn Verkitschung von Auschwitz.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Historische Aufnahmen
    Städtische Oper Berlin
    Aufzeichnung vom 17.12.1960

    Bedřich Smetana
    "Die verkaufte Braut" - komische Oper in 3 Akten auf ein Libretto von Karel Sabina

    Krušina, ein Bauer - Tom Krause, Bariton
    Kathinka, seine Frau - Nada Puttar, Mezzosopran
    Marenka,beider Tochter - Pilar Lorengar, Sopran
    Mícha, Grundbesitzer - Almar Heggen, Bass
    Agnes, seine Frau - Sabine Zimmer, Mezzosopran
    Hans, Sohn Michas aus 1. Ehe - Ernst Haefliger, Tenor
    Wenzel, Sohn Michas und Agnes' - Martin Vantin, Tenor
    Kezal, Heiratsvermittler - Josef Greindl, Bass
    Springer, Direktor eines Wanderzirkus - Ernst Krukowski, Tenor
    Esmeralda, spanische Tänzerin der Truppe - Ursula Schirrmacher, Sopran
    Muff - Robert Koffmane, Bass
    Chor der Städtischen Oper Berlin
    Orchester der Städtischen Oper Berlin
    Leitung: Heinrich Hollreiser

  • Johann Strauß
    "Die Fledermaus"
    Als Kurzoperette bearbeitet für die Heimbühne von Hermann Weigert und Hans Maeder - in knapp 40 Minuten
    Gast: Klaus Thiel

    Gabriel von Eisenstein, Rentier - Waldemar Henke
    Rosalinde, seine Frau - Margret Pfahl
    Frank, Gefängnisdirektor - Leonard Kern
    Prinz Orlofsky - Else Ruziczka
    Alfred, Gesangslehrer - Franz Völker
    Dr. Falke, Notar - Willy Domgraf-Faßbaender
    Dr. Blind, Advokat - Felix Fleischer-Janczak
    Adele, Kammermädchen - Adele Kern
    Ida, ihre Schwester - Hertha Klust
    Frosch, Gerichtsdiener - Eduard Kandl
    Iwan - Ernst Spangenberg
    Solisten mit Chor- und Orchester-Mitgliedern der Staatsoper Berlin
    Leitung: Hermann Weigert

    "Die Heimbühne, ein neuer Weg zum Genuss der Hauptbühnenwerke unserer großen Meister. Kein Potpourri, keine Fantasie - sondern das ganze Werk, sinngemäß gekürzt, aber inhaltlich und chronologisch in seinen wertvollsten Teilen vollständig erhalten. Im eigenen Heim in knapp einer halben Stunde aufführbar."
    Mit diesem kleinen Text hat die Deutsche Grammophon 1928 für diese spezielle Version des "Freischütz" geworben.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Gabi Wuttke

    AI.Robotik.Design
    Ausstellung in der Pinakothek der Moderne München
    Von Tobias Krone

    Das sind die Gewinner von Cannes
    Gespräch mit Anke Leweke

    Bundestagsabgeordnete als Librettisten
    "Demokratische Symphonie" in Oldenburg
    Gespräch mit Michael Laages

    Zeitkaskaden
    Uraufführung von Meg Stuart „Cascade“ beim Wiener Impulstanz
    Gespräch mit Martin Thomas Pesl

    Folgt auf Moretti
    Lars Eidinger ist der neue "Jedermann" in Salzburg
    Gespräch mit Sven Ricklefs