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Sonntag, 28.06.2020

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Studio LCB

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Lesung: Anna Katharina Hahn
    Gesprächspartner: Elisabeth Raffauf und Christoph Schröder
    Moderation: Maike Albath

    „Aus und davon“ heißt der vierte Roman von Anna Katharina Hahn, und tatsächlich sind die Figuren dieser Geschichte auf die eine oder andere Weise auf der Flucht. Auf der Flucht vor erdrückenden Pflichten, vor bedrängenden Mitschülern, vor der eigenen Mutter, aber auch vor Zuschreibungen und Erinnerungen. Anna Katharina Hahn, 1970 in Stuttgart geboren, fertigt ein irisierendes Familienporträt an. Die pensionierte Reisebüroinhaberin Elisabeth muss nicht nur den überraschenden Weggang ihres Mannes verkraften, sondern auch noch wochenlang ihre widerspenstigen Enkel hüten, während ihre Tochter Cornelia auf eigene Faust New York und die USA erkundet. Hahn gelingen fein gesponnene Milieustudien, in die sich vielfältige Bezüge auf die Literaturgeschichte mischen. Das Kunstmärchen aus der deutschen Romantik hinterlässt seine Spuren. So geistert eine Puppe namens „Linsenmaier“ durch die Handlung, die es bis nach Amerika schaffte. In allen ihren Büchern erkundet Anna Katharina Hahn außerdem den Stuttgarter Raum mit seinen Eigenheiten - dieses Mal geht es um die Ausformungen des schwäbischen Pietismus. Welche Folgen diese Prägungen haben, diskutiert Anna Katharina Hahn im „Studio LCB” mit der Psychotherapeutin Elisabeth Raffauf und dem Literaturkritiker Christoph Schröder.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jörg Adamczak

    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Oliver Schwesig

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Im Zweifel für das Vertrauen
    Über die Freiheit der Glaubenden
    Von Pfarrer Michael Becker, Kassel
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Feature
    Rauf und runter
    Wie gut, dass es Aufzüge gibt
    Von Annette Christine Hoch
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
    Moderation: Patricia Pantel

    Einkäufe tragen, Möbel schleppen oder auch einfach nur faul vom Erdgeschoss in den fünften Stock … wie gut, dass es Aufzüge gibt! Jeden Tag erleichtern uns Lastenaufzüge, Paternoster, Schrägaufzüge, Treppenlifte, Möbelaufzüge, Glasaufzüge und alle andere Arten von Fahrstühlen das Leben. Wir fahren mit Turbogeschwindigkeit einmal durch die Welt der Lifte, machen einen Besuch auf der Baustelle vom höchsten Aufzug-Test-Turm Deutschlands, der Ende des Jahres eröffnen wird, reden mit Möbelpackern, Höhenängstlichen, Aufzugkonstrukteuren und anderen Leuten, die Interessantes in Sachen rauf und runter zu erzählen haben.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Das Phantom in der Schule
    Von Anna-Luise Böhm
    Ab 7 Jahre
    Regie: Klaus Michael Klingsporn
    Komposition: Lexa A. Thomas
    Mit: Tonio Arango, Filippo Szymczak, Luise Geitel, Levon Schlegel, Franziska Troegner, Janus Torp, Bettina Kurth u.a.
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
    Moderation: Patricia Pantel

    In der Schule spukt es. Gibt es eine andere Erklärung, als dass ein Phantom dafür verantwortlich ist?

    Chrissi hat fast die Schule angezündet. Aber nur aus Versehen! Trotzdem darf er nicht mit zur großen Schulfahrt und muss mit zwei anderen Kindern, die auch etwas ausgefressen haben, in der Schule bleiben. Und mit der strengen Direktorin, die ihnen Strafarbeiten aufbrummt. Nö! Chrissi hat vor, die ganze Woche über wütend in der Ecke zu sitzen. Doch dann liegt ein halber Döner in der Schulküche und das ist nur der Anfang der Spukerei. Chrissi erkennt, dass ein Phantom in der leeren Schule umgeht und die drei Kinder machen sich auf die Suche.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Patricia Pantel
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    11:00 Uhr
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Miriam Rossius

  • Frauen in der rechten Szene
    Unterm Radar
    Von Sabine Adler

    Die mehr als 20.000 rechtsextremen Straftaten im Jahr gehen fast alle auf das Konto von Männern. Auch die Täter und Tatverdächtigen der Morde in Hanau, Kassel und Halle, die in den letzten Monaten geschahen, sind männlich. 
    Frauen in der rechten Szene sind unauffällig, aber keineswegs untätig, wie auch der Fall Beate Zschäpe zeigt: sie planen und unterstützen Anschläge, mischen in Kindergärten und Schulen aktiv mit und erziehen den Nachwuchs im völkisch-nationalen Geist. Nur wenige reden über ihre Rolle. 

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Christiane Möller

    Wochenkommentar
    Von Dr. Wolfram Eilenberger

    Donatella Di Cesare
    Philosophie ist Denken im Exil
    Von Gerd Brendel

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Kirsten Dietrich

    "Anders Amen"
    Zwei queere Pastorinnen auf Youtube
    Gespräch mit Stefanie und Ellen Radtke

    Wer sich bekennt, lebt sehr gefährlich
    Homosexuelle in Malaysia und Singapur
    Von Michael Frantzen

    Glücklich mit Kampfsport und ohne Plastik
    Buddhistische Kung-Fu-Nonnen
    Von Horst Blümel

    Vom Sklaven zum Prestigeobjekt
    Lutherische Taufen von Afrikanern im 17. Jahrhundert
    Von Gunnar Lammert-Türk

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Strahlend und streng
    Die "Jupiter"-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart
    Moderation: Ulrike Timm

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Miriam Rossius

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Thomas Wheeler

    Mehr als eine Sommerlaune?
    Die Beachliga
    Gespräch mit Charlotte Weinreich

    Surfen unterm Hallendach
    Ein Versuch im Wellenwerk Lichtenberg
    Von Sandra Voß

    Ein Leben für den Fußball
    Oskar Rohr
    Von Jutta Heeß

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Wir straffen das
    Fitness zwischen Körperkult und Optimierungswahn
    Von Anja Schrum

    Fitness - das ist heute weit mehr als Sport und Gesundheitsvorsorge. Fitness steht nicht nur für die Freude an der Bewegung, sondern vielfach auch für den Willen zur Selbstoptimierung. Der Körper als modellierbarer Ausweis für Leistungsfähigkeit und Erfolg - im Sport wie auch im Beruf und Privatleben. Fitness ist aber auch ein Massenmarkt, hinter dem eine riesi ge Werbemaschinerie steckt. Gepusht von Fitness-Influencern, denen Millionen folgen. Und wer nicht schlank und fit ist, wird leicht mit dem Stigma versehen, den Erwartungen der Leistungsgesellschaft nicht zu genügen.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Baader Panik
    Von Oliver Kluck
    Regie: Leonhard Koppelmann
    Mit: Jan Bluthardt, Markus Scheumann, Josef Ostendorf, Jutta Hoffmann, Sylvana Krappatsch, Patrycia Ziolkowska, Gottfried Breitfuss, Johannes Silberschneider, Christoph Pütthoff, Katharina Marie Schubert, William Cohn, Wolfgang Pregler
    Komposition: zeitblom
    Ton: Wolfgang Rein, Judith Rübenach
    Produktion: SWR 2019
    Länge: 81‘19

    Oliver Kluck wirft kurze Schlaglichter auf Deutschland - zornig, komisch und gnadenlos. Ein kurzweiliges Hörspiel zur Kultur des ICE-Fahrens, zur ostdeutschen Provinz, Frauenbefreiung und vielem mehr.

    „Was passiert eigentlich in Deutschlands ICE-Triebköpfen? Müssen preiswürdige Hörspielmacher dort ihr Dasein fristen, um für außergewöhnliche Produktionen Stoff zu sammeln? Oliver Klucks „Baader Panik“ gibt die kompromisslose Antwort: Ja! Kluck, von der Erstausbildung Lokführer, provoziert und irritiert als Hörspiel- und Theatermacher: Wie die ICEs der Deutschen Bahn gefühlt niemals pünktlich sind, verweigert seine Hörgroteske jegliche rationale Einordnung. Er beschießt sprunghaft, situativ, improvisierend, respektlos und beißend sein einstiges Berufsfeld mit skurrilen Metaphern über die Dinge des außerfahrplanmäßigen Lebens, die den absurden Alltag sprichwörtlich auf das Abstellgleis rangieren und die Hörer aus der Bahn werfen - oder besser: aus der Lebensbahn provozieren! Oliver Klucks „Baader Panik“ ist eine Satire auf höchstem Niveau, die Snobismus mit Borniertheitskritik paart und damit ein Symbol für die Verunsicherung der Postmoderne ist.“ Aus der Jurybegründung, Hörspiel des Monats September 2019.

    Oliver Kluck, geboren 1980 in Bergen auf Rügen, lebt als freier Schriftsteller und Dramatiker in Berlin. Ausbildung als Lokführer. Stücke u.a. „Das Prinzip Meese“, „Männer Frauen Arbeit“, „was zu sagen wäre warum“. Zahlreiche Auszeichnungen. Weitere Hörspiele u.a. „Warteraum Zukunft“ (NDR 2010), „Der Hund des alten Mannes“ (SWR 2016).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Live aus dem Gewehrsaal des Schlosses Ettersburg in Weimar

    Nikolai Rimskij-Korsakow
    „Introduction. Largo e maestoso“ aus „Scheherezade“ op. 35

    Sergej Rachmaninow
    „Vocalise” für Violoncello und Klavier op. 34 Nr. 14

    Nikolai Rimskij-Korsakow
    „Danse orientale” aus „Scheherezade“ op. 35

    Sergej Prokofjew
    Sonate Nr. 2 für Violine und Klavier op. 94a

    Nikolai Rimskij-Korsakow
    „Chanson arabe“ aus „Scheherezade“ op. 35

    Mili Balakirev
    „Islamey“, Orientalische Fantasie für Klavier solo op. 18

    Nikolai Rimskij-Korsakow
    "Finale“ aus „Scheherezade“ op. 35

    Gernot Süßmuth, Violine
    Dagmar Spengler-Süßmuth, Violoncello
    Frank Dupree, Klavier

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Literatur

    Der Lolita-Komplex
    Verteidigung einer Obsession zwischen Kunst und Pädophilie
    Von Dagmar Just

    Kunstwerk oder Machwerk? Der Roman "Lolita" erregt noch heute, so oder so.

    Ende 1953 beendet der russisch-amerikanische Schmetterlingsjäger und Schachliebhaber Vladimir Nabokov seinen zwölften Roman: „Lolita. Bekenntnisse eines Witwers weißer Rasse“. Fünf amerikanische Verlage lehnen das Manuskript als Pornografie ab. Über Umwege gelangt „Lolita“ nach Paris und wird im September 1955 von der auf englischsprachige Erotika spezialisierten Olympia Press veröffentlicht. Graham Greene lobt es als eines der wichtigsten Bücher des Jahres. Doch dann bricht ein Tsunami an Hass und Verrissen los: „Zweifellos das dreckigste Buch, das ich je gelesen habe. Reine, hemmungslose Pornografie“, schreibt der Chefredakteur der Sunday Times. 1962 verfilmt Stanley Kubrick „Lolita“ und wird mit einem Goldenen Bären und einer Oscar-Nominierung geehrt. Seitdem sind die Schützengräben gut besetzt, ist das Schlachtfeld umkämpft. Auch wer es heute betritt, muss sich entscheiden zwischen dem ästhetischen Genuss eines detailliert beschriebenen Kindesmissbrauchs oder seiner moralischen Verdammung. Zwischen einem der größten Romane der Weltliteratur oder einem pädophilen und pornografischen Machwerk. Oder nicht?

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Die Wahlen in Polen
    Von mit Adam Zagajewski

    Intervention gegen das Vergessen
    Mladics Tagebücher als Kunstobjekt in Belgrad
    Gespräch mit Jan Eugster

    Perfekter Eurovision-Song
    Couchlessons zur Zukunft der Künstlichen Intelligenz
    Gespräch mit Jeanette Neustadt

    Viel Holz, viele Mythen
    Eine Ausstellung rund um den Wald in München
    Von Tobias Krone

    Comics gegen Sexismus: die Marokkanerin Zainab Fasiki

    Kulturpresseschau
    Von Arno Orzessek