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Samstag, 02.06.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Sonnenuntergang im Wienerwald
    Eine Lange Nacht über Ödön von Horváth
    Von Nikolaus Scholz und Andreas Kloner
    Regie: Nikolaus Scholz

    ‚Geschichten aus dem Wienerwald‘ ist wohl das bekannteste Theaterstück des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth. Noch vor dessen Uraufführung im Jahre 1931 in Berlin erhielt Horváth auf Vorschlag Carl Zuckmayers den renommierten Kleist-Preis. Horváths Stück, geschrieben Ende der 20er-Jahre in einer Zeit katastrophaler Arbeitslosigkeit und der Weltwirtschaftskrise, ist ein Schlüsselwerk des modernen Dramas. Horváth demaskiert hier das Klischee von der verlogenen Wiener Gemütlichkeit lakonisch und auf brutale Weise. Ödön von Horváth, der Sohn eines österreichisch-ungarischen Diplomaten, wurde am 9. Dezember 1901 in Sušak (italienisch: Fiume) an der Adria geboren. Sein Interesse für die Kunst, insbesondere für die schöne Literatur, regte sich relativ spät. Ab den 20er-Jahren lebte der zutiefst abergläubische Horváth abwechselnd in Berlin, Salzburg und bei seinen Eltern im oberbayrischen Murnau am Staffelsee, wo er sich intensiv der Schriftstellerei widmete. Doch dem Autor der Theaterstücke wie ‚Jugend ohne Gott‘, ‚Glaube Liebe Hoffnung‘ und ‚Kasimir und Karoline‘ sollte kein langes Leben beschert sein. Nachdem er als entschiedener Gegner des Nationalsozialismus 1936 aus Deutschland verwiesen worden war, verließ er das Land und erreichte Ende Mai 1938 Paris. Wenige Tage später, am 1. Juni, traf er den deutschen Filmregisseur Robert Siodmak, um mit ihm über die Verfilmung des Romans ‚Jugend ohne Gott‘ zu sprechen. Noch am selben Abend wurde Horváth während eines Gewitters auf dem Heimweg auf dem Pariser Boulevard Champs-Élysées von einem herabstürzenden Ast erschlagen. Eine ‚Lange Nacht‘ über einen Poeten, der sich selbst als eine typisch österreichisch-ungarische Angelegenheit sah.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    John Barry
    The Last Valley (Das vergessene Tal)
    The City of Prague Philharmonic
    Leitung: Nic Raine
    Crouch End Festival Chorus
    Leitung: David Temple

    Stephen Warbeck
    "Shakespeare In Love"
    Studioorchester
    Leitung: Nick Ingman

    Scott Bradley
    "Tom and Jerry & Tex Avery Too!"

    Moderation: Birgit Kahle

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Blues Time
    Ein Leben auf der Straße
    Der Bluesmusiker Blind Boy Fuller aus North Carolina
    Von Tiny Hagen
    RIAS Berlin 1984
    Vorgestellt von Michael Groth

    Die Geschichte eines blinden Afro-Amerikaners, der sich seinen Lebensunterhalt durch Straßenmusik verdiente.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar der Woche

    Asyl-Affäre - Seehofers Kampf mit dem BAMF
    Von Katharina Hamberger

    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Alle reden über das Wetter, wir über "Das Wetter"-Theaterstück
    Gespräch mit dem Regisseur Jan Philipp Stange

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Heimat - Was ist das?

    Gäste:
    Prof. Dr. Edoardo Costadura, Romanistik-Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    und
    Aydan Özoguz, SPD-Politikerin

    Moderation: Klaus Pokatzky

    Heimat: Nicht erst, seit Bundesinnenminister Horst Seehofer ein Heimatministerium ins Leben gerufen hat, ist der Begriff wieder in aller Munde. Aber wofür steht er eigentlich? Was verbinden wir damit? Ist Heimat unser Dorf, die Stadt, das Land, in dem wir geboren sind? Ist es mittlerweile auch Europa? Und kann man nicht auch mehrere Heimaten haben?

    Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen:
    Telefon: 0800 2254 2254
    e-mail: gespraech@deutschlandfunkkultur.de
    sowie Facebook und Twitter

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch

    'Ein Spiel dauert 90 Millionen' und 'Das wunde Leder'
    Rezensiert von Hanns Ostermann

    'Alles aus Liebe: Eine Reise ins Herz des Fußballs'
    Gespräch mit dem Autor Alex Raack

    „Wir sind der Verein.
    Wie fangeführte Klubs den Fußball verändern wollen.
    Neun Geschichten von Deutschland bis Israel“
    Gespräch mit der Autorin Alina Schwermer

    'Ersatzspielfelder: Fußball und Macht' von Timm Beichelt
    Rezensiert von Bodo Morshäuser

    'Der Osten ist eine Kugel. Fußball in Kultur und Geschichte des östlichen Europa'
    Herausgegeben von Christian Lübke, Dirk Suckow, Stephan Krause
    Rezensiert von Andre Zantow

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Nana Brink

  • Der Wochenrückblick

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur
    Moderation: Vera Linß

    Dürfen Journalisten auf eine Demo gegen die AfD gehen?
    Gespräch mit Daniel Bouhs

    Wer sich positiv über Migranten und Muslime äußert oder Rechtspopulisten kritisiert, kriegt ordentlich Hass ab
    Gespräch mit Alexander Fanta

    Die zweite Schicht von Bitcoin
    Lightning und Second Layer
    Gespräch mit Friedemann Brenneis

    Medien und Meinungen
    Von Azadê Peşmen

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Janis El-Bira

    Werkkanon vs. Wertekanon
    Kehrt das politische Lehrtheater zurück?
    Gespräch mit Kathrin Röggla, stellv. Präsidentin der AdK Berlin

    Speed-Dating an Theatertafeln
    Besuch beim Freie-Szene-Festival Brandenburg
    Von Vanja Budde

    Auszug Theaterpodcast #5
    Mobbing-Vorwürfe in Cottbus und Köln
    Von Elena Philipp und Susanne Burkhardt

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Susanne Burg

    Verschleierte Kritik
    Die saudische Dichterin Hissa Hilal in "The Poetess"
    Gespräch mit dem Regissuer Andreas Wolff

    Vorgespult
    'Wolf and sheep', 'Swimming with men', 'Der Prinz und der Dybbuk'
    Vorgestellt von Christian Berndt

    Annäherung an einen Mythos
    Shirin Neshats "Auf der Suche nach Oum Kulthum"
    Gespräch mit der Künstlerin

    Die Kraft israelischer Polit-Serien - "False Flag" und "Fauda"
    Von Jörg Taszman

    Das Scheitern des Starlets - "Back for Good"
    Gespräch mit der Regisseurin Mia Spengler

    Ältester Oscar-Gewinner: James Ivory wird 90

    Top Five: Gut gebrüllt, T-Rex! Dinosaurier im Film
    Von Anna Wollner

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Katja Bigalke

    Gärtnern im Schlagloch
    Gespräch mit dem Pothole Gardener Steve Wheen

    Mehr als praktisch - das modische Comeback des Brustbeutels
    Von Mandy Schielke

    Auf den Spuren der Gastarbeiter - was vom Autoput übrig blieb
    Von Nikola Marinkovic

    Unicycle statt Segway
    Das elektrische Einrad erobert Bangalores Straßen
    Von Andi Hörmann

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Von Nana Brink

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Freund und Helfer Polizei: für wen - Bürger oder Staat?
    Prof. Rafael Behr, Polizeiwissenschaftler, stellt sich den Fragen von Elke Durak

    Wem hilft die Polizei - den Bürgern oder dem Staat? Die Bürger wollen vor Gewalt, Raub und Pöbeleien geschützt werden, vor Verkehrsrowdys und anderen Randalierern. Dafür brauchen sie die Polizei. Der Staat soll für mehr Sicherheit sorgen, Freiheit und Bürgerrechte dabei aber nicht einschränken. Dazu hat er die Polizei.

    Steckt die Polizei in der Klemme, zwischen Bürger und Staat? Darüber spricht Elke Durak mit dem Polizeiwissenschaftler Rafael Behr. Er sieht die Polizei seit vielen Jahren in diesem Dilemma. Eine Organisation, die heute als Kommunikationspartner für Bürgerinteressen auftrete, morgen aber wieder einen Castor-Transport durch Deutschland peitsche, habe ein Problem mit ihrem Selbstverständnis, schrieb er schon im Jahr 2000. Hat sich daran etwas geändert?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Benno Ohnesorg
    Chronik einer Hinrichtung
    Von Margot Overath
    Regie: Nikolai von Koslowski
    Mit: Eva Meckbach und Michael Evers
    Ton: Peter Avar, Bettina Mikulla und Katrin Witt
    Produktion: rbb/BR/NDR 2017
    Länge: 54’27

    Eine aufwendige Recherche bringt neue Erkenntnisse zum Tod von Benno Ohnesorg.

    Der 2. Juni 1967, der Tag, an dem Benno Ohnesorg erschossen wurde, war eine Zeitenwende. Die Studentenbewegung radikalisierte sich. Die genauen Umstände, die zu Ohnesorgs Tod führten, wurden nie geklärt. Als der Todesschütze Karl-Heinz Kurras 2009 als Stasi-Spion enttarnt wurde, hätte das Verfahren wiederaufgenommen werden können. Da jedoch Kurras nicht im Auftrag der Stasi geschossen hatte, verlor die Berliner Justiz das Interesse. Wie wurde die Vertuschung vor 50 Jahren organisiert, wann begann sie und welche Rolle spielte die Justiz?

    Margot Overath, geboren 1947 in Krefeld, seit 1980 Hörfunkmitarbeiterin, seit 1984 Feature-Autorin, lebt bei Bremen. Für Deutschlandradio u.a.: "Entführt oder gerettet" (rbb/ORF/NDR/DLR 2008), "Blutsbrüder" (Deutschlandradio Kultur/WDR 2009), und "Schule, chillen, Schlagzeug spielen" (mit Wiebke Köplin, Massimo Maio, Deutschlandradio Kultur 2013). Das Stück "Verbrannt in Polizeizelle Nummer 5" (MDR/Dlf/NDR 2010) erhielt den Robert-Geisendörfer-Preis. Margot Overath wurde 2016 mit dem Axel-Eggebrecht-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie recherchiert seit 15 Jahren zum Mord an Benno Ohnesorg. In der ARD erschien ihr Film "Wie starb Benno Ohnesorg. Der 2. Juni 1967".

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Dresdner Musikfestspiele
    Semperoper
    Aufzeichnung vom 01.06.2018

    Hector Berlioz
    "La Damnation de Faust", Légende dramatique in vier Teilen op. 24

    Sophie Koch, Mezzosopran - Marguerite
    Paul Groves, Tenor - Faust
    Sir Bryn Terfel, Bassbariton - Méphistophélès
    Edwin Drossely-Mercer, Bariton - Brander
    MDR Rundfunkchor
    Malmö SymfoniOrkester
    Leitung: Marc Soustrot

  • Kosmopolit Mendelssohn
    Eine musikalische Weltenbummelei mit Peter Bruns und dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig

    Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Hector Berlioz, Robert Volkmann, Gaetano Donizetti und Niels Wilhelm Gade

    Produktion: Deutschlandfunk Kultur

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Zum Tod von Hilmar Hoffmann
    Von Hadwiga Fertsch-Röver

    "Ausschließlich Inländer"
    Nikolaus Habjans Kreisler-Abend mit Puppen in Zürich
    Von Christian Gampert

    Gounod-Gotic
    Opera Comique in Paris mit "Blutende Nonne"
    Von Franzsika Stürz

    Forum for European Culture: Act for Democracy!
    Gespräch mit Britta Behrendt

    Mülheimer-Dramatikerpreis 2018
    Öffentliche Jury-Diskussion und Entscheidung
    Gespräch mit Bernhard Doppler

    Kulturpresseschau - Wochenrückblick
    Von Klaus Pokatzky