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Sonntag, 25.03.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Ölsardinen und Mollusken
    John Steinbecks Forschungsfahrt durch den Golf von Kalifornien
    Von Jürgen Wellbrock
    (Wdh. v. 16.03.2000)

    John Steinbeck erkundet 1940 mit dem Meeresbiologen Ed Ricketts die Tierwelt des Meeres vor Kalifornien - eine Ode der Freundschaft mit mythischen Wesen.

    John Steinbeck steht trotz, vielleicht auch wegen der Verfilmung seines Romans „Jenseits von Eden“ mit James Dean ein wenig im Schatten von Ernest Hemingway und William Faulkner. Der Literaturnobelpreisträger des Jahres 1962 ist als großer sozialkritischer Epiker bekannt. Dass er sich auch als Grenzgänger auf naturwissenschaftlichen Gebiet betätigte, ist kaum bekannt. Der Schriftsteller und der Biologe - geht das zusammen? Steinbeck scheute sich nicht, den Beweis zu erbringen und unternahm mit einem Freund, dem Meeresbiologen Edward Ricketts, eine sechswöchige Expedition durch den Golf von Mexiko. Der Roman „Straße der Ölsardinen“ aus dem Jahr 1945, Rickett gewidmet, ist eine Frucht dieser Reise, deren Zweck wohl auch die Vertiefung einer Männerfreundschaft war. Als Rickett 1958 stirbt, schreibt Steinbeck einen Nachruf und stellt ihm einen Bericht von der gemeinsamen Fahrt voran.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jörg Adamczak

    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Oliver Schwesig

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Alt-Katholische Kirche

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • Als das Hosianna verstummte
    Ein enttäuschender Messias
    Von Susanne Krahe
    Evangelische Kirche

    Das Blatt hat sich gewendet. Aus einem bejubelten Volkshelden ist ein verhöhnter Häftling geworden. Die Anhänger Jesu müssen befürchten, selbst im Gefängnis oder sogar am Kreuz zu enden. Sie zweifeln an dem Mann aus Nazareth und an den Hoffnungen, die er in ihnen geweckt hat. Sie zweifeln auch an sich selbst.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Damals die Roboter
    Von Rusalka Reh
    Gelesen von Max von Pufendorf
    Ab 7 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
    Moderation: Patricia Pantel

    Opa erzählt gern von früher. Von der Zeit, als es die Roboter gab. Als die Maschinen noch das taten, was die Menschen ihnen befahlen.

    Im Jahr 2217 beherrschen menschengleiche Maschinen, sogenannte Humanoide vollständig die Welt. Doch Opa kann sich noch an die Zeit davor erinnern. An die Zeit, als die Menschen die ersten Roboter erschufen. An die Zeit, als das Internet Neuland war. Seine Enkel Leila und Bent gehen gerne mit ihm offline, wenn er seinen Nanochip-Tee trinkt und von früher erzählt.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Tanjas Tanz
    Von Milena Baisch
    Ab 7 Jahren
    Regie: Christine Nagel
    Mit: Boris Aljinovic, Mia Sperling, Claire Wegener, Tilda Jenkins, Jakob Heimendahl, Theo Tkaczyk, Levon Schlegel, Cathlen Gawlich
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
    Länge: 42'28
    (Ursendung)
    Moderation: Patricia Pantel

    Tanja träumt davon, eine federleichte Balletttänzerin zu werden.

    Tanja - die wegen ihrer Figur mit dem Spitznamen Tonnja gehänselt wird - träumt davon, eine federleichte Balletttänzerin zu werden. Nachdem sie in der Ballettschule zunächst plumpsend scheitert, entdeckt die Ballettlehrerin ihr besonderes und etwas spezielles Talent: Wenn Tanja Musik richtig gefällt, dann kann sie bis an die Decke springen. Und genau das muss ein Ungeheuer können. Tanja bekommt die Hauptrolle in der Ballettaufführung ‚Das Ungeheuer im Elfenland‘. Premiere ist auf einem Straßenfest und viele Kinder aus Tanjas Klasse schauen sich die Aufführung an. Tanja ist sehr aufgeregt, doch es wird ein großer Erfolg. Sie springt enorm hoch und bekommt sehr viel Applaus. Mit der Kraft des Ungeheuers ertanzt sie sich den Respekt ihrer Mitschüler.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Matthias Hanselmann
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Renate Schönfelder unterwegs mit der Kabarettistin und Regisseurin Gerburg Jahnke in Oberhausen
    (Wdh. v. 07.05.2017)

    20 Jahre lang stand Gerburg Jahnke als ein Teil des Kabarettduos Missfits auf den Bühnen der Republik. Mit scharfem Blick und geschliffenen Formulierungen nahmen die beiden Frauen die vor allem männliche Gesellschaft aufs Korn. Heute präsentiert die Oberhausenerin die Sendung ‚Ladies Night‘ in der ARD, eine Art Kabarettbühne nur für Frauen. Sie inszeniert als Regisseurin Theaterrevuen und steht auch weiterhin selbst auf der Bühne. Nach vielen Jahren in Hotels, auf der Autobahn und im Zug ist die 63-Jährige heute dankbar für jeden Tag in ihrer Heimatstadt.
    Scharf wie auf der Bühne, kommentiert sie auch Entwicklungen in ihrer Geburtsstadt. Die alte Mitte etwa, deren Einkaufsstraße hinter ihrem Potential zurückbleibt oder der missglückte Strukturwandel im Ruhrgebiet. Doch der Spaziergang mit Gerburg Jahnke führt auch an Orte, die für den Aufbruch in eine neue Zeit stehen. Der alte Gasometer Oberhausens etwa, der als Industriedenkmal heute für Kultur genutzt wird. Orte, die für die Suche der Stadt nach einer neuen Identität stehen.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Vera Linß

  • Frauen an den Herd!
    Spitzengastronomie in Männerhand
    Von Tina Hüttl

    49 Männer und eine einzige Frau - so sah die Nominierungsliste des Gastromagazins Rolling Pin aus, das zur Wahl des besten Kochs in Deutschland aufrief. Spott und Häme in den sozialen Netzwerken waren angesichts der krassen Geschlechterungleichheit die Folge. Aber warum gibt es eigentlich so wenig Frauen in den Spitzengastronomie - dort, wo sich Geld verdienen lässt und Ruhm und Ehre warten? Gastrokritikerin Tina Hüttl sucht die Antwort auf diese Frage in den besten Küchen der Republik.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Stephanie Rohde

    Der philosophische Wochenkommentar:
    Jurassic Nashorn
    Von David Lauer

    Politik der "Opfer": Herabsetzung oder Ermächtigung?
    Gespräch mit Prof. Dr. phil. Harald Welzer, Sozialpsychologe

    "Sind ungerechtere Gesellschaften attraktiver?“
    Siri Hustvedt in Berlin
    Von Tobias Wenzel

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Schwerpunkt:  Opfer und Opfertheologie

    Religiöse Kommunikation durch Blut
    Im 3. Buch Mose stehen sehr detaillierte Vorschriften, welche Opfertiere von wem wofür darzubringen sind. Diese Praxis des Opferns ist längst überholt, dennoch bleibt das Thema für die jüdische und die christliche Theologie wichtig.
    Von Kirsten Dietrich

    Jesus starb als Gewaltopfer, nicht als Sühnopfer
    Daserklärt die feministische Theologin und Neutestamentlerin Claudia Janssen im Gespräch. Problematisch ist für sie die theologische Wirkungsgeschichte des vieldeutigen Begriffs Opfer, die gerade Frauen oft zur Selbstaufopferung drängte.

    Interreligiöser Dialog als Überlebensstrategie
    Der pakistanische Christ Shahid Rehmat erlebt in seiner Heimat täglich Diskriminierung. Dagegen kämpft er an, indem er mit seiner Jugendorganisation junge Muslime, Christen, Sikhs und Hindus zusammenbringt, um Vorurteile abzubauen.
    Von Antje Stiebitz

    Gemeinsam tafeln im Gemeindehaus
    In der Kleinstadt Reinfeld teilen jede Woche Menschen das Claudius-Mahl, benannt nach dem berühmtesten Pfarrsohn der Stadt - dabei geht es um Begegnung ebenso wie um Hilfe für Bedürftige.
    Von Sandra Voß

    Moderation: Anne Françoise Weber

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Schwanengesänge in Sonatenform
    Die späte Kammermusik von Claude Debussy
    Gast: Michael Stegemann, Musikwissenschaftler
    Moderation: Olaf Wilhelmer

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Vera Linß

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Thomas Jaedicke

    Energie Cottbus - ein Fußballverein und sein rechtes Image
    Von Sylvia Belka-Lorenz

    Hertha BSC - Fans erinnern an ein im KZ ermordetes Vereinsmitglied
    Von Vanja Budde

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Die Pferdestadt
    Neustadt an der Dosse hat sportlich viel zu bieten
    Von Sandra Voß

    Neustadt an der Dosse ist 2017 zur sportlichsten Stadt Brandenburgs gewählt worden. Eine Auszeichnung, die mit einem Preisgeld von 5000 € belohnt wird. Viel Geld für eine Stadt, in der jedes sportliche Engagement ehrenamtlich geleistet wird.
    Ein wichtiger Punkt für die Auszeichnung ist die Vielfalt des sportlichen Angebotes. Neben Fußball, Leichtathletik, Volleyball und Kegeln wird Reiten in Neustadt groß geschrieben. Klar, denn Neustadt trägt den Beinamen die Pferdestadt. Im Haupt- und Landesgestüt Neustadt werden edle Pferde gezüchtet oder auf sportliches Topniveau trainiert. Kinder lernen in der an das Gestüt angeschlossenen Schule auf höchstem Niveau zu reiten. Wem eine Pferdestärke nicht reicht, steigt um auf 60 PS. Beim Motocross lernen schon die Kleinsten, auf der stadtnahen Strecke die Maschine durch den Schlamm zu steuern.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Die Farm
    Eine nostalgische Erzählung
    Von Raymond Federman
    Übersetzung und Bearbeitung: Gaby Hartel
    Regie: Norbert Schaeffer
    Mit: Matthias Habich, Maren Kroymann
    Ton: Lutz Pahl
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2005
    Länge: 55'57
    (Wdh. v. 08.05.2005)

    Auf einer Urlaubsreise durch Frankreich werden Jugenderinnerungen wach: Landarbeit, erste Lieben, Frankreich in der Kollaboration.

    Anschließend:
    moinous@aol.com - Nachrichten von Raymond Federman
    Von Gaby Hartel

    1942: Raymond war 13 Jahre alt, als er sich in die "unbesetzte Zone" Frankreichs durchschlug und als billige Arbeitskraft auf einem Bauernhof unterkam. Ein "zufällig Überlebender". Als einziger seiner Familie entging er dem Zugriff von Polizei und Gestapo. Über ein halbes Jahrhundert später reist Federman mit seiner Frau nach Südfrankreich. Als amerikanischer Tourist erlebt er ein komisches Roadmovie, eine seltsame Reise in die Vergangenheit.

    Raymond Federman, 1928 in Paris geboren, lebte seit 1947 in den USA als Autor und Literaturwissenschaftler, er starb 2009 in San Diego. Seine Romane sind in mehrere Sprachen übersetzt und speziell in Deutschland als Hörspiele adaptiert: "Die Nacht zum 21. Jahrhundert" (BR/SR 1989), "Die Stimme im Schrank" (BR/SR 1990), "Take it or leave it" (BR 1999). "My Body in 9 parts/Mein Körper in 9 Teilen" (DKultur 2009) wurde mit dem Prix Italia ausgezeichnet.

    Seit den frühen 1960er-Jahren zählt Raymond Federman zu den führenden Vertretern der amerikanischen Avantgarde: Thema seiner, zwischen Englisch und Französisch oszillierenden, reduziert-verspielten und stark gestischen Prosa ist die, in immer neuen Varianten erzählte Geschichte seiner selbst: Wie kam es, dass der französische Jude, dreizehnjährig, als einziger seiner Familie vor dem Zugriff der Nazis gerettet wurde? Wie stieg der "lost boy in America" nach seiner Emigration in die USA 1947 durch eine Kette von Zufällen vom Fließbandarbeiter über den GI im Koreakrieg (1951-1954) zum Studenten und Literaturprofessor (1959-2000) auf. 1965 veröffentlichte er eine der ersten Amerikanischen Studien über seinen Freund Samuel Beckett. Seit 1967 schrieb er fünf Lyrikbände, vier Bände Literaturkritik und zwölf Romane, darunter "Amer Eldorado" (1974), "Take It Or Leave It" (1976), "La Fourrure de ma Tante Rachel" (1997) und "Retour au Fumier" (2005). Für seinen Erstling "Double or Nothing" gewann er den Frances Streloff Fiction Prize, den Panache Experimental Fiction Prize (1971) und für "Smiles on Washington Square" den American Book Award (1985). 1989-1990 war er Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Berlin.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom Nachmittag

    Sergej Prokofjew
    "Die Liebe zu den drei Orangen“, Konzertsuite aus der Oper op. 33a
    Sinfonia concertante für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
    Sinfonie Nr. 7 cis-Moll op. 131

    Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Thomas Søndergård

  • Ästhetische Résistance
    Zum 100. Todestag von Claude Debussy
    Von Michael Dasche

    Im Gespräch mit dem Pianisten und Herausgeber Bernd Goetzke

    Das Schaffen Claude Debussys fällt in eine Periode der französischen Musikgeschichte, für die Romain Rolland den Begriff ‚renouveau‘ prägte. Dieses Streben nach Erneuerung erwuchs aus dem anhaltenden Unmut einer jungen Komponistengeneration über die Chancenlosigkeit, die sie in einem äußerlich überfremdeten, innerlich in Routine und Konventionen erstarrten Musikbetrieb hatte. Als Exponent dieser Protesthaltung tat sich alsbald der junge Debussy hervor. Nicht nur sein musikalisches Naturell widersetzte sich herrschenden akademischen Normen, auch als Kritiker und Feuilletonist führte er eine spitze Feder gegen Missstände des musikalischen 'juste milieu'. Im Kern ging es ihm darum, das Potenzial authentisch französischer Musik freizulegen und schöpferisch zu nutzen. In seinem Bemühen, dem 'Französischen' schärfere Konturen zu verleihen, schoss Debussy freilich auch übers Ziel hinaus. Namentlich in seinen letzten, vom Ersten Weltkrieg überschatteten Jahren, erging er sich zuweilen in radikalen Nationalismen. Das bleibt ein tragischer, wenn auch erklärbarer Widerspruch im Schaffen des sonst so weltoffenen ‚Musicien français‘.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Miriam Rossius

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Ein tragischer Witz: Kulturschaffende zu den Wahlen in Ägypten
    Von Cornelia Wegerhoff

    Zurück zur Natur - Literaturfestival "Monte Verità" in Ascona
    Von Dirk Fuhrig

    Schluß mit Lustig: Das Millowitsch-Theater spielt zum letzten Mal
    Gespräch mit Michael Laages

    Kulturpresseschau
    Von Burkhard Müller-Ullrich