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Samstag, 31.12.2016

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Songhunters: John A. Lomax und Alan Lomax
    Eine Lange Nacht über amerikanische Volksmusik
    Von Dietrich Leube
    Regie: Stefan Hilsbecher

    John Avery Lomax (1867 - 1948) und sein Sohn Alan (1915 - 2002) gelten als die Retter der genuin amerikanischen Volksmusik vor dem Vergessen, mithin eines zentralen kulturellen Erbes der USA. Heerscharen von Musikern des Rock 'n' Roll, die Rolling Stones, die Beatles, Tom Waits, Chuck Berry, Bob Dylan oder Joe Cocker wären undenkbar ohne die Vorbilder von schwarzen Bluesmusikern wie Leadbelly, Muddy Waters oder Mississippi Fred McDowell, ohne die Old Mountain Music der schottischen und irischen Einwanderer aus den Apalachen, ohne die Balladen eines Woody Guthrie - Musik großartiger Laienmusiker, an der die Plattenindustrie kein Interesse hatte. Ohne die lebenslange leidenschaftliche Arbeit des Musikanthropologen John A. Lomax, seines Sohns Alan Lomax und zeitweise der ganzen Familie wären sie womöglich unbekannt geblieben. Denn diese Musik lebte am unteren Rand der amerikanischen Gesellschaft, auf den Baumwollplantagen des Südens, unter Wanderarbeitern, Landstreichern und armen Halbpächtern, in Gefängnissen und Kaschemmen, wo man sich als Fremder besser nicht blicken ließ. Vater und Sohn Lomax haben sie aufgespürt, aufgezeichnet und Zigtausende dieser Tondokumente in der Library of Congress archiviert. Alan Lomax hat vor allem aber dafür gesorgt, dass diese im Verschwinden begriffene musikalische Kultur über das Radio und später auch über TV-Kanäle eine Öffentlichkeit erreichten, in der ihr Erbe übernommen und in unendlichen Metamorphosen weitergegeben wurde. "Alan Lomax ist eine absolut zentrale Figur in der Kultur des 20. Jahrhunderts. Wo immer man sich in der Welt der Popmusik und ihrer Geschichte umsieht, wird man ihm begegnen.", so Brian Eno, englischer Musiker und Musiktheoretiker.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    u.a. mit einem Blick zurück: die besten 10 Film- und Fernsehsoundtracks des Jahres 2016

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Am Anfang war das Radio (7/7)
    50 Jahre Kommunikation. Ein akustischer Streifzug durch die Ätherwellen
    Mit Nero Brandenburg und Harro Zimmer
    RIAS 1973
    und
    This is Radio Hamburg
    Rundfunk in Deutschland 1945-1949
    Von Wolfram Wessels
    RIAS 1986

    Vorgestellt von Michael Groth

    Mit vielen O-Tönen unterhalten sich im 'RIAS-Treffunkt' Nero Brandenburg und der Wissenschaftsredakteur Harro Zimmer über die ersten 50 Jahre der Rundfunkentwicklung.
    Anschließend ein Feature über das Radio in den Nachkriegsjahren: Der nordwestdeutsche Rundfunk in Hamburg war der erste Sender, der die Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg mit Informationen versorgte.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pastoralreferent Martin Wolf
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar der Woche
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    "Tutti Frutti"
    TV-Comeback nach 23 Jahren (RTLnitro)

    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Die Kleidermacherin" von Nuria Pradas

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Bücherjahr 2016: Tops, Flops und Entdeckungen
    Gast: Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhaus Frankfurt
    Moderation: Dr. Joachim Scholl


    Telefonnummer: 00800 2254 2254
    E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de, sowie auf Facebook und Twitter

    Ihr literarischer Rückblick 2016

    Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende; beste Gelegenheit, gemeinsam mit unseren Hörerinnen und Hörern einen Rückblick auf das vergangene literarische Jahr zu werfen. Und da gab es ja einige Ereignisse: Aufreger, wie den Literaturnobelpreis an Bob Dylan oder die „Enttarnung“ der italienischen Bestsellerautorin Elena Ferrante. Trauriges, wie den Tod des Publizisten Roger Willemsen. Epische Herausforderungen, wie „Erste Erde: Epos“ von Raoul Schrott oder Alexander Ilitschewskis „Der Perser“.

    · Welche literarischen Entdeckungen haben Sie gemacht ?
    · Welche Bücher und Autoren haben Sie begeistert?
    · Wovon waren Sie enttäuscht, worüber haben Sie sich geärgert?

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Christian Rabhansl

    Zum Jahresausklang ein Rundgespräch. Shelly Kupferberg, Christian Rabhansl, Ernst Rommeney und Florian Felix Weyh, die vier Redakteure der Samstags-Lesart, stellen ihre persönlichen Sachbuch-Highlights des Jahres 2016 vor.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Elke Durak

  • Endstation Sehnsucht
    Vom  Suchen und Finden
    Von Carolin Pirich
    (Wdh. v.27.03.2016)

    Finden macht glücklich. Vor allem, wenn man etwas verloren hat: am häufigsten Geldbörsen, Schlüssel und Handys. Manche Finder können sich vorstellen, wie viel Ärger und Kosten der Verlust macht - und manchmal kommen die Sachen auch zu uns zurück. Carolin Pirich aber hat etwas von eher ideellem Wert verloren: ihr Notizbuch. Dick, vollgeschrieben, in abgegrabbeltem blauen Leder eingebunden. Sie hat sich auf die Suche gemacht, in Bars, Straßenbahnen, Yoga-Studios, im Fundbüro - und ist auf Menschen mit Sehnsucht getroffen.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Zeitfragen

    Stimmung in der Demokratie
    Der politische Jahresrückblick 2016
    Von Wolf-Sören Treusch
    (Wdh. v. 27.12.2016, 19.07)

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • Wein, Wurst und Gesang
    Musik-Kulinarisches, nicht nur zum Jahresende
    Mit Steffen Schleiermacher, Komponist und Interpret,
    Dieter David Scholz, Musik- und Gastronomieautor,
    und Holger Hettinger, Musikchef von Deutschlandradio Kultur, ausgebildeter Koch
    Moderation: Gerald Felber

    15:00 Uhr
    Nachrichten
    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Elke Durak

  • Konzerthaus Berlin
    Aufzeichnung vom 30.12.2016

    Ludwig van Beethoven
    Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
    mit Schlusschor über Schillers "Ode An die Freude"

    Rachel Willis-Sörensen, Sopran
    Christa Mayer, Alt
    Michael Weinius, Tenor
    Ludovix Tézier, Bass
    Rundfunkchor Berlin
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Marek Janowski

    "Ach, dass man ihnen nicht die 'Neunte Sinfonie' wegnehmen kann! Die Neunte deutsch? Niemals! […] Ein Deutscher schrieb sie, doch ganz Deutschland hat jedes Recht verloren, sie zu besitzen." Das schrieb der Publizist Maurice Mauclair 1918. Die Wut des Franzosen mag damals begründet gewesen sein. Niemand wird diese Musik je besitzen können im kapitalistischen Sinn. Besitzen als geistiges Eigentum hingegen darf sie jeder Mensch, wenn er nur aufgeschlossen genug ist für solche Botschaft. Beethovens Musik hält all das aus, was ihr seit mehr als 190 Jahren zugemutet wird, sie verkraftet die Schrumpfung zur Europahymne, die Verdudelung zum 'Song of Joy', die Miniaturisierung zur poppigen Werbeuntermalung. Und sie wird auch wegen der Aufnahme in das Weltkulturerbe der UNESCO seit 2002 keinen Staub ansetzen. Marek Janowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin tragen seit mehr als 15 Jahren gemeinsam dazu bei, dass das so bleibt. "Nur in der Einsicht," - damit beschloss 2005 Dieter Hildebrandt ein Buch über das Werk - "dass alle Menschen nicht Brüder werden, nie, nie, nie, nur wenn wir uns klarmachen, dass wir einem Hymnus auf die Vergeblichkeit beiwohnen, dämmert uns eine Ahnung von Widerstand und Widerständigkeit, bis in die letzte Note der 'Neunten', der Sinfonie des Sisyphus."

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • Rolltreppen ins Nichts
    Von Hans Delbruck
    Regie: Judith Lorentz
    Mit: Mira Partecke, Gustav-Peter Wöhler, Arnd Klawitter, Barbara Philipp, Bernhard Schütz, Petra Kleinert, Rudolf Krause, Malina Ebert, Martin Engler, Maria Perlick
    Komposition: Lutz Glandien
    Ton: Martin Eichberg
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
    Länge: 50'52
    (Wdh. v. 11.04.2016)

    Mysteriöse Vorgänge auf einer Großbaustelle: ein verschwundener Bauleiter, fehlende Pläne und Hinweise auf einen Mord.

    Kultursenator Quickstedt führt Journalisten über die Großbaustelle. Hier entsteht eine Cultural Event Mall, Deutschlands Antwort auf das Centre Pompidou de Paris. Investoren aus Hongkong und die öffentliche Hand betreiben das Projekt gemeinsam, doch gearbeitet wird schon seit einiger Zeit nicht mehr. Bauleiter Schmidt ist verschwunden und mit ihm wichtige Unterlagen. Lokalreporter Grimm und Volontärin Maja brechen nachts in den künftigen Kulturtempel ein und laufen über gigantische Rolltreppen ins Nichts.

    Hans Delbruck, geboren 1955 in Feuchtwangen. Übersetzer und Ghostwriter in Berlin. Sein erstes Hörspiel "Doctor mendacii" produzierte Deutschlandradio Kultur 2014.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:10 Uhr

    Konzert

    Komische Oper Berlin
    Aufzeichnung vom 31.12.2006

    Von Dornröschen zu James Bond
    Musik aus Ballett, Operette und Film
    Mit Werken von
    Georgi Swiridow
    Dmitrij Schostakowitsch
    John Barry
    Aram Chatschaturjan
    Isaak Dunajewski
    Andrej Petrow
    Jewgeni Doga u.a.

    Dagmar Manzel, Gesang
    Jochen Kowalski, Countertenor
    Hagen Matzeit, Countertenor/Bariton
    Orchester der Komischen Oper Berlin
    Leitung: Kirill Petrenko

    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 23.05.2015

    "Freunde, das Leben ist lebenswert"
    Kompositionen von Franz Lehár und Johann Strauß

    Alexandra Reinprecht, Sopran
    Peter Sonn, Tenor
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Marek Janowski

    Wer Strauss dirigiert, kann sich auch zu Strauß bekennen, und gleichfalls kann, wer sich zu Wagner bekennt, auch Franz Lehár mögen. Das ist bei Marek Janowski so, auch wenn das auf den ersten Blick überraschen mag. Bei den Programmbesprechungen der Folgespielzeiten schmettert Janowski gerne aus voller Kehle Operettenmelodien, er kennt das Repertoire in- und auswendig. Gern erzählt Janowski Schwänke und Anekdoten aus harten Kapellmeistertagen, wie er mit der 'Lustigen Witwe' verkehrte und den 'Paganini' verehrte, wie 'Zarewitsch' und 'Giuditta' zu den großen Nummern seiner Spielzeiten wurden. Es sind Erinnerungen aus dem 'Land des Lächelns'. Erleben Sie also die andere Seite der Wagner-Strauss-Medaille: Die Ära des Wiener Walzerkönigs und die großen Würfe seines Komponistenkollegen.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Anke Schaefer

    Leinen los. Volkwin Margs Passion für das Segeln

    Das Beste haben Sie nicht gesehen: Welche Filme 2016 nicht in die Kinos kamen

    Wir werden sie vermissen: Die verstorbenen Kulturschaffenden des Jahres 2016

    Gute Vorsätze fürs neue Jahr? Überflüssig! Lob des praktischen Pessimismus

    Nie wieder Nummer Zwei: Ein Besuch in der Europäischen Kulturhauptstadt Aarhus

    Davon will ich 2017 mehr hören - Eine persönliche Wunschliste

    Auf der Suche nach dem neuen Wir. Ein Kalender zum Thema Flucht und Ankommen
    Gespräch mit Linda Pacher, Gründerin und Geschäftsführerin bei offfer

    Die fiktive Kulturpresseschau
    Mit Klaus Pokatzky