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Mittwoch, 16.01.2019

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Feature

    Handicap Love
    Das blöde Down-Syndrom - Bilanz und Pläne eines Paares
    Von Anja Kempe
    Regie und Ton: die Autorin
    Produktion: SWR/WDR 2018
    Länge: 47'05

    Volker und Christiane sind seit 18 Jahren verheiratet. Die Augen werden schlechter und die Haare fallen aus. Aber sie lieben sich.

    Volker hört nie zu, findet Christiane. Volker findet, Christiane könnte ein bisschen abnehmen. Seit 18 Jahren sind sie verheiratet. Sie haben eine schöne Wohnung, sie haben Arbeit und sie haben sich. Als Christiane vor der Hochzeit eine Blinddarm-Operation hatte, ließ ihre Mutter sie heimlich sterilisieren. Ein Verrat, der für Christiane nur schwer zu verzeihen ist. Menschen mit Trisomie 21 haben eine geringe Lebenserwartung. Volker gehen die Haare aus und Christiane kann kaum noch sehen. Aber Christiane hat eine Idee.

    Anja Kempe, geboren 1956 in Bremerhaven, Autorin und Regisseurin von Reportagen und Features. Studierte Germanistik und Politik, lebt in Siegburg bei Köln. Zuletzt u.a.: "Sie machen alles falsch! - Die Pädagogisierung der Gesellschaft" (SWR 2016), "Schnelle Eingreiftruppe mit Musik" (WDR/SWR 2015) und "Der Spezialist ist Autist" (WDR/SWR 2014).

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Americana
    Moderation: Michael Groth

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Stephan Karkowsky

    u.a. Kalenderblatt
    Vor 50 Jahren: Der Student Jan Palach verbrennt sich auf dem Wenzelsplatz in Prag

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Wie Träume wahr werden" von Gerald Hüther/ Sven Ole Müller und Nicole Bauer
    Rezensiert von Volkart Wildermuth

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Familie ist ein Fundus der Geschichte"
    Klaus Pokatzky im Gespräch mit der Historikerin Annette Leo

    Als freie Journalistin genoss sie schon in der DDR eine große Unabhängigkeit. Seit der Wende forscht und schreibt Annette Leo zu historischen Stoffen. Ihr jüngstes Buch widmete sie dem Schicksal der Sinti in der NS-Zeit. Auch die tragische Geschichte ihrer eigenen, jüdischen Familie lässt sie nicht los.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Joachim Scholl

    Vegane Innovation aus Dresden
    Matabooks produziert Bücher aus Gras
    Von Bastian Brandau

    Vegan, elektronisch, plastikfrei?
    Die Buchbranche will nachhaltiger werden
    Gespräch mit Wolfgang Hanke, ppps - publishing, print & paper solutions

    John Sinclair: Der Retter der Welt aus Bergisch Gladbach
    Von Tabea Soergel

    Buchkritik:
    "Männer, die sich schlecht benehmen" von Joshua Ferris
    Rezensiert von Knud Cordsen

    Straßenkritik:
    "Das kleine Sabotage-Handbuch von 1944" von Kathrin Passig (Hg)
    Von Andi Hörmann

    Buchberater:
    Lektüreempfehlungen aus der Redaktion
    Gespräch mit Wiebke Poromka

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Oliver Schwesig

    Gestern war Tourauftakt Anna Calvi in Frankfurt/Main
    Gespräch mit Bastian Korff

    Das muss man gehört haben...oder auch nicht: Klassik
    Von Rainer Pöllmann

    Anmutig, elegant, cool: Sade wird 60
    Von Thomas Spickhofen

    Eurosonic Norderslaag Festival startet heute
    Gespräch mit dem Veranstalter Oskar Strajn

    11:45 Uhr
    Rubrik: Folk

    Steve Gunn "The Unseen In Between"
    Von Jutta Petermann

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Kate Connolly, Berliner Korrespondentin des Guardian und Observer
    Moderation: Anke Schaefer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Susanne Arlt

    Deutsche Finanzmetropole "in trouble"?
    Franfurt und der Brexit
    Gespräch mit Ludger Fittkau

    Zwischen Anspannung und Entspannung
    Bayern nach dem Schneechaos
    Reportage von Tobias Krone

    Kein Einzelschicksal
    Wohnung zwangsgeräumt - und schon obdachlos
    Reportage von Anja Nehls

    Bereits mehrere Obdachlose in Hamburg erfroren
    Kältebus soll jetzt helfen
    Reportage von Axel Schröder

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    Moderation: Shanli Anwar

    Gillette wirbt für "gute Männer" - und wird im Netz massiv angefeindet
    Gespräch mit Nils Pickert, Chefredakteur pinkstinks.de

    "Letztes Jahr in Utopia" beim Max Ophüls Filmfestival
    Gespräch mit der Regisseurin Jana Keuchel

    Kurzkritik:
    Enis Maci - Eiscafé Europa
    Von Jule Hoffmann

    Fundstück 138: Sonic Youth - Audience
    Von Paul Paulun

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Musiktag

    Moderation: Tim Wiese

    Santurklänge wie im Traum - Internationale Musikschule Leipzig
    Von Grit Friedrich

    Instrument des Jahres 2019
    Das Saxofon
    Von Ulrike Jährling

    Ulrike Jährling, der Musiker Rolf von Nordenskjöld und einer seiner Saxofonschüler klären alle coolen Fakten rund um das Instrument des Jahres.

    Gibt es ein Instrument, dass dein Coolness-Level um 100 Prozent erhöht? Unbedingt: das Saxofon. Eigentlich erfand Adolphe Sax sein 'Saxofon' für den klassischen Konzertbetrieb. Irgendwas zwischen dem warmen runden Klang der Klarinette und dem schärferen näselnden Ton der Oboe hatte er sich vorgestellt. Sein Saxofon hat im Orchester allerdings keine Karriere gemacht. Ihm liegt eher die Rolle als Solo-Star, in Rockballaden zum Beispiel oder auch im Jazz. Saxofon zu lernen ist übrigens viel leichter als Klarinette zu spielen. Jetzt noch Sonnenbrille und Hut und die Show ist perfekt...

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Martin Böttcher

    Studiogast: Alessio Bondi, Singer/Songwriter

    Heute wäre Aaliyah 40 geworden - was macht ihren Sound heute noch so besonders?
    Gespräch mit Juliane Reil

    Das muss man gehört haben... oder auch nicht: Klassik
    Von Rainer Pöllmann

    Newcomer der Woche:
    'The Day' aus Hamburg und Utrecht
    Von Bettina Brecke

    Anmutig, elegant, cool
    Die Sänger Sade wird 60
    Von Thomas Spickhofen

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Axel Rahmlow

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Isabella Kolar

    Geisterflughäfen und Autobahnruinen
    Spaniens unnötige Infrastruktur
    Von Oliver Neuroth

    Spanien hat etwa halb so viele Einwohner wie Deutschland, aber doppelt so viele Flughäfen. Außerdem ist es das europäische Land mit den längsten Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitstrassen - und teilt sich mit Portugal die Spitzenposition im Ranking der meisten Autobahnkilometer. Vieles dieser Infrastruktur ist in den Jahren des spanischen Baubooms entstanden und wurde mit EU-Geld gefördert. Doch etliche der teils winzig kleinen Flughäfen werden kaum genutzt, viele der Autobahnen und Schnellzugstrecken ebenfalls. Trotzdem eröffnet in der südspanischen Region Murcia in dieser Woche der nächste Flughafenneubau, nur 40 Minuten vom modernen Airport Alicante entfernt.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Zeitfragen

    Magazin

    Das Selbstverständnis jüdischer Museen in Deutschland:
    Jüdisches Museum Berlin
    Von Gunnar Lammert-Türk

    Jüdisches Museum Frankfurt am Main
    Von Ludger Fittkau

    Jüdisches Museum München
    Von Tobias Krone

    19:30 Uhr
    Zeitfragen

    “Grab 'em by the pussy!”
    Trump, Alt-Right und die Pornofizierung der Politik
    Von Klaus Walter

    Bei der sogenannten "Alt-Right"-Bewegung in den USA dient Pornografie als Resonanzraum.

    „When they go low, we go high!” Für diesen Satz bekam Michelle Obama viel Applaus von aufgeklärten Liberalen und Linken rund um den Globus. Der Satz steht für die moralische Überlegenheit der Obama-Demokraten gegenüber der Alt-Right-Bewegung am äußersten Rand der politischen Rechten und Donald Trump. Aber Alt-Right und rechte Republikaner ziehen sich den Schuh umgekehrt an: „When they go high, we go low!” Männer wie Trump und sein Ex-Berater Steve Bannon lassen die moralisierende, auf vermeintliche Political Correctness fußende Kritik an ihren Äußerungen, ihrem Lebensstil und ihrer Politik ins Leere laufen. Wenn der republikanische Präsident Sex mit einem Pornostar hat, dann tut das seiner Popularität keinen Abbruch - im Gegenteil. „Grab 'em by the pussy“ - Du kannst ihre Pussy begrapschen. Diesen Satz sprach Donald Trump schon vor seiner Wahl zum Präsidenten. Gewählt wurde er trotzdem. Die Alt-Right-Bewegung propagiert vor allem die weiße Vorherrschaft - White Supremacy. Dazu schreibt der afroamerikanische Schriftsteller Ta-Nehisi Coates: „White Supremacy hatte schon immer eine perverse sexuelle Note.” So wird Pornografie als Folie für Identitätspolitik benutzt.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Koncerthuset Kopenhagen
    Aufzeichnung vom 22.11.2018

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Ouvertüre zur Oper “La clemenza di Tito” KV 621
    Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365

    Dmitrij Schostakowitsch
    Sinfonische Suite aus der Oper “Lady Macbeth of Mzensk” op. 29a
    (arrangiert von James Conlon)

    Arthur Jussen, Klavier
    Lucas Jussen, Klavier
    Dänisches Radio-Sinfonieorchester
    Leitung: Kerem Hasan

    Trau‘ keinem über 30 - in diesem Konzert des Dänischen Radio-Sinfonieorchesters gilt die altbekannte Regel uneingeschränkt. Sowohl der englische Dirigent Kerem Hasan als auch die beiden niederländischen Pianisten Arthur und Lucas Jussen sind Mitte Zwanzig. Doch man sollte von derart jungen Künstlern keinen ungestümen Musikgeschmack erwarten. Lieber setzen sie auf das Bewährte. Im Fall des Konzerts im Kopenhagener Konzerthaus im vergangenen November waren das Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Dmitrij Schostakowitsch. Die Jussen-Brüder spielten das Konzert für zwei Klaviere KV 365 und gerieten anschließend ins Schwärmen ob der musikalischen Freiheiten, die sie im Zusammenspiel mit dem dänischen Orchester genießen und ausreizen konnten. Kerem Hassan, der schon viele renommierte Orchester wie das Concertgebouw Amsterdam und das Orchester des ORF in Wien geleitet hat, hatte ebenfalls Anteil an dieser Freiheit, genauso wie er dann für mitreißende Perfektion in der Orchestersuite von Schostakowitsch sorgte. Die hat James Conlon für den Konzertgebrauch aus der bitterbös-sozialkritischen Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ zusammengestellt.

  • 21:30 Uhr

    Hörspiel

    Broken German
    Von Tomer Gardi
    Bearbeitung und Regie: Noam Brusilovsky
    Mit: Dor Aloni, Aviva Joel, Tomer Gardi, Meik van Severen, Noam Brusilovsky, Horst Hildebrand, H annah Müller, Jaime Ferkic, Britta Geister, Florian Hein, Daniel Mühe, Johanna Oetzmann, Antje Keil, Sofia Flesch Baldin
    Ton: Daniel Senger und Matthias Fischenich
    Produktion: SWR 2017
    Länge: 59'01

    Ein Israeli erlebt amüsante, rasante Tage in Berlin, vornehmlich Neukölln und Kreuzberg. Am Ende eine irre Nacht im Jüdischen Museum.

    Ein israelischer Mann erzählt in gebrochenem Deutsch von einer Reise nach Berlin mit seiner Mutter. Versehentlich nehmen sie zwei fremde Koffer vom Flughafen mit, die Koffer eines Arabers und einer aus Eritrea geflüchteten Frau, deren Kleider sie dann tragen. Er bespricht mit seiner Mutter Erinnerungen an ein von den Deutschen besetztes Dorf in Rumänien, hält eine Rede zur Neueröffnung des Kafka-Instituts, lässt sich nachts im Jüdischen Museum einschließen und entdeckt dort in der Besenkammer eine Leiche.

    Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, studierte Literatur und Erziehungswissenschaft in Tel Aviv und Berlin. Sein Essay "Stein, Papier" erschien 2011 auf Hebräisch und 2013 in deutscher Übersetzung. Beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb 2016 machte er von sich reden, als er einen Ausschnitt aus "Broken German" las und die Jury diskutierte, ob ein Text, der in unkorrektem Deutsch verfasst ist, überhaupt zulässig sei. Das Hörspiel "Broken German" gewann den Deutschen Hörspielpreis der ARD 2017. Zuletzt: "Die Feuerbringer - Eine Schlager-Operetta" (WDR 2018, Hörspiel des Monats Februar 2018).

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Moritz Behrendt

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Andrea Gerk

    Lesen als Überlebenshilfe
    Schriftstellerin Mirjam Pressel gestorben
    Von Knut Cordsen

    20 Jahre Ultraschall
    Zum Auftakt eines Erfolgs-Festivals
    Gespräch mit Rainer Pöllmann

    Grütters wertet Kulturgutschutzgesetz als Erfolg
    Gespräch mit Christiane Habermalz

    Großer Aufwand für Kunsthandel und Galerien
    Kulturgutschutzgesetz in der Kritik
    Gespräch mit Dr. Christina Berking, kulturpolitische Sprecherin und juristische Beraterin der Interessengemeinschaft Deutscher Kunsthandel

    Filme der Woche:
    "Yuli" und "Capernaum"
    Vorgestellt von Jörg Taszman

    Eine Stadt und ihr KZ
    KZ-Gedenkstätte Neuengamme eröffnet Ausstellung
    Von Axel Schröder

    Kulturpresseschau
    Von Arno Orzessek