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Samstag, 21.01.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Schmecken darf alles, aber nicht jedem
    Eine Lange Nacht über Nahrungstabus
    Von Kai Lückemeier und Jan Tengeler
    Regie: Jan Tengeler
    (Wdh. v. 07./08.03.2015)

    Alle Kulturen kennen eine Unterscheidung zwischen geeigneten, weniger geeigneten und verbotenen Speisen. Aufgrund religiöser Vorschriften oder gesellschaftlicher Tabus verschmähen wir eine Vielzahl von Nahrungsmitteln, obwohl sie aus biologischer Sicht durchaus bekömmlich wären. Hindus würden nie ein Rind verspeisen, Juden und Muslime kein Schwein, Christen war über Jahrhunderte das Fleisch von Pferden untersagt.
    Die 'Lange Nacht' wird in der ersten Stunde der Frage nachgehen, ob die Tabuisierung dieser drei Haustierarten nur eine göttliche Laune war oder ob sich hinter religiösen Reinheitsgeboten nicht auch rationale, ökologische oder gesellschaftliche Beweggründe verbergen.
    Im Mittelpunkt der zweiten Stunde, die sich den kulturellen Nahrungstabus widmet, stehen unter anderem Hund und Katze, die bei uns als Schmusetiere, andernorts als Delikatesse gelten.
    Im dritten Teil wird es um die Fragen gehen, warum sich Europäer und Nordamerikaner vor dem Verzehr von Insekten ekeln und ob das Wort von den Schmetterlingen im Bauch bald auch eine ernährungspraktische Bedeutung für uns haben könnte.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Bernard Herrmann
    "The Kentuckian" (Der Mann aus Kentucky)
    "Williamsburg - The Story of a Patriot"
    The Moscow Symphony Orchestra
    Leitung: William Stromberg

    Georges Delerue
    "La Cloche tibétaine" (Die gelbe Karawane)
    "Le Dernier Métro" (Die letzte Metro)

    Moderation: Birgit Kahle

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Und sie bewegt sich doch
    Über Leben und Schaffen des Galileo Galilei
    Von Egon Monk und Franz Born
    RIAS 1950/1956
    Vorgestellt von Michael Groth

    Am 8. Januar jährte sich der Todestag des italienischen Universalgelehrten Galileo Galilei zum 375. Mal. In den 50er-Jahren widmete sich die Schulfunk-Redaktion des RIAS Galilei in Hörbildern. Das Urteil, mit dem die katholische Kirche den Wissenschaftler zwang, seine Erkenntnisse zu widerrufen, wurde erst 1992 zurückgenommen.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Katrin Heise

    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pastor Diederich Lüken
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:20 Uhr
    Kommentar der Woche

    Amtseinführung von Donald Trump
    Von Klaus Remme

    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Nach Trumps Vereidigung: Haben die Spiele begonnen?
    Gespräch mit dem Filmkritiker Georg Seeßlen

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    Back to the roots - Juergen Teller im Kunstpalais Erlangen
    Von Tobias Krone

    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Gesammelte Gedichte" von Zbigniew Herbert
    Rezensiert von Katharina Döbler

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Wer bestimmt, was wir essen?
    Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam Deutschland
    und
    Prof. Dr. Alfons Balmann, Direktor am Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) in Halle
    Moderation: Matthias Hanselmann

    Tel: 00800 2254 2254
    E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de, sowie auf Facebook und Twitter

    Sie ist die weltgrößte Fachmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau - die “Internationale Grüne Woche“ in Berlin, die noch bis zum 29. Januar stattfindet. Sie wird begleitet von Protesten kritischer Bauern und Nichtregierungsorganisationen. Am heutigen Samstag rufen sie zu einer Demonstration auf: gegen die Machtkonzentration in der Lebensmittelbranche und deren Folgen für Bauern und Konsumenten.

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Chimamanda Ngozi Adichie: Mehr Feminismus!
    Von Bettina Baltschev

    Dieter Chill/Anna Luise Kiss: Pathenheimer: Filmfotografin
    Von Heike Tauch

    Gisela Kleine: Ninon und Hermann Hesse - Biographie eines Paares
    Von Michaela Gericke

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Miriam Rossius

  • Der Wochenrückblick
    NPD-Verbotsverfahren, EU-Präsidentschaft, Brexit
    Gespräch mit Nico Fried, Süddeutsche Zeitung

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur
    Moderation: Vera Linß und Martin Böttcher

    Das Recherchebüro Correctiv soll Facebook beim Kampf gegen Fake News helfen
    Von Daniel Bouhs

    Wahrheit und Pflicht: Wie realistisch sind Strategien gegen Fake News?
    Gespräch mit Sascha Lobo, Autor, Blogger, Journalist und Werbetexter

    Fake News Challenge
    Von Teresa Sickert

    Kassensturz bei Streaming-Diensten
    Kollegengespräch mit Christian Conradi

    Serial-Parodie: "Whatever happened to Pizza at McDonald"
    Von Christian Möller

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Susanne Burg

    Die Unantastbarkeit religöser Gefühle in "Der die Zeichen liest"
    Gespräch mit Kirill Serebrennikov

    Vorgespult: "Hacksaw Ridge", "Havarie" und " Mein Blind Date mit dem Leben"
    Vorgestellt von Christian Berndt

    Postmodernes Geschichtskino in Pablo Larrains "Jackie"
    Von Andreas Kötzing

    Kannibalismus und Klassenkampf in "Die Feine Gesellschaft"
    Gespräch mit dem Regisseur Bruno Dumont

    Cinema as Space Art - Wim Wenders' 3D-Experimente
    Gespräch mit Anke Leweke

    Top Five: Zeit der Herrscher - Amtseinführungen im Film
    Von Hartwig Tegeler

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Katja Bigalke

    Das geht zurück - wie Modefirmen die Retourenquote senken wollen
    Von Matthias Finger

    Der Kreativspaziergang - Influencer treffen sich zum Fotowalk
    Von Jürgen Stratmann

    Kochbuch 2.0. - Foodfilme machen Kochbüchern Konkurrenz
    Von Gesine Kühne

    Serie: Das Direktorenzimmer, Folge 6
    Von Susanne Luerweg und Sabine Oelze

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Miriam Rossius

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    "Russland ist ein schwieriger aber unverzichtbarer Partner"
    Gernot Erler, Russland-Beauftragter der Bundesregierung, stellt sich den Fragen von Sabine Adler

    Gernot Erler, Russland-Beauftragter der Bundesregierung, wird nicht mehr zur Bundestagswahl antreten. Der SPD-Politiker tritt ab in einer Zeit, in der die deutsch-russischen Beziehungen auf dem Tiefpunkt sind, sich ein Graben zwischen der EU und den USA öffnen könnte und ein Schulterschluss zwischen dem neuen US-Präsidenten Donald Trump und Russlands Präsidenten Wladimir Putin nicht ausgeschlossen ist.

    Wo stehen die deutsch-russischen Beziehungen? Wird eine mögliche Annäherung zwischen Moskau und Washington auf Kosten Berlins gehen? Und was empfiehlt der scheidende Russland-Beauftragte einer künftigen Bundesregierung mit Blick auf den großen Nachbarn im Osten?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Krieg und Traumata
    Die Shoa mit der Muttermilch
    Gisel Cychowicz und ihre Trauma-Praxis in Israel
    Von Sabine Adler
    Regie: Beate Ziegs
    Mit: Brigitte Grothum, Erika Skrotzki, Joachim Bliese, Winnie Böwe, Jan Uplegger, Romanus Fuhrmann und Sabine Adler
    Ton: Jan Fraune, Hermann Leppich
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
    Länge: 54'14
    (Ursendung)

    Eine Holocaust-Überlebende therapiert Leidensgenossen in Israel.

    "Mein Vater redete nie, meine Mutter dagegen unablässig über den Holocaust. Ich wollte nicht, dass sie sieht, wenn es mir nicht gut ging. Sie hätte mir doch nicht helfen können." Gisel Cychowicz aus Jerusalem weiß, wovon diese Patientin spricht. Die 89-Jährige ist selbst Auschwitz-Überlebende und zugleich als Trauma-Therapeutin tätig. Ihre Arbeit wird nicht weniger, denn auch die Generationen der Nachkommen suchen Hilfe. Die Shoa ist keine Krankheit, von der man genesen kann. Dennoch bewegt Gisel die Frage, ob ein gutes Leben nach der Erfahrung der Unmenschlichkeit noch möglich ist.

    Sabine Adler, geboren 1963 in Zörbig, Autorin und preisgekrönte Journalistin, war von 1999-2004 als Deutschlandfunk-Korrespondentin in Russland, von 2007-2011 Leiterin des Hauptstadtstudios, arbeitet heute als Osteuropakorrespondentin in Polen, Weißrussland und der Ukraine. 2005 erschien ihr Buch über tschetschenische Selbstmordattentäterinnen "Ich sollte als schwarze Witwe sterben", 2007 ihr Roman "Russenkind". Zuletzt: "Anspruch und Wirklichkeit. Der Antifaschismus der DDR" (Deutschlandradio 2016).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik
    Heimathafen Neukölln
    Aufzeichnung vom 20.01.2017

    Harrison Birtwistle
    "9 Settings of Lorine Niedecker" für Sopran und Violoncello (1998/2000)

    Daj Fujikura
    "Silence seeking solace" für Sopran und Streichquartett (2013)

    Mojca Erdmann, Sopran
    Kuss Quartett:
    Jana Kuss, Violine
    Oliver Wille, Violine
    William Coleman, Viola
    Mikayel Hakhnazaryan, Violoncello

    20.00
    Live aus dem Radialsystem V, Berlin

    Carola Bauckholt
    "Stroh" für Sopran, Mezzosopran, Bariton und Bass (2012)

    Benjamin Sabey
    "Voyage", Madrigal für sechs Stimmen (2016)
    Uraufführung

    Georg Friedrich Haas
    "Drei Liebesgedichte" für sechs Stimmen (2005)

    ca. 20.55 Konzertpause

    Sergej Newski
    "Pazifik Exil", Fünf konzertante Szenen für sechs Stimmen und Live-Elektronik (2016)
    mit elektronischen Zwischenspielen von Paul Frick

    Neue Vocalsolisten:
    Johanna Zimmer, Sopran
    Susanne Leitz-Lorey, Sopran
    Truike van der Poel, Mezzosopran
    Daniel Gloger, Countertenor
    Martin Nagy, Tenor
    Guillermo Anzorena, Bariton
    Andreas Fischer, Bass

    ca. 22.00
    Radialsystem V
    Aufzeichnung vom 21.01.2017

    Sebastian Claren
    "Schlachten 2", Motette für drei Frauenstimmen, Bassklarinette, Schlagzeug und Streichtrio (2013/2015)

    Karin Rehnqvist
    "Jag lyfter mina händer" für Gesang und Klarinette (1998)
    "Nine nights" für Gesang und Ensemble (2016)
    Uraufführung

    Lena Willemark, Gesang und Violine
    ensemble recherche
    Neue Vocalsolisten

    Mehr als jedes Instrument ist die Stimme Träger individuellen, unverwechselbaren Ausdrucks, und das nicht nur im rein musikalischen Kontext. Seine Stimme zu erheben oder auch jemandem eine Stimme zu geben, bedeutet, sich als autonomes Subjekt zu äußern. Das Festival Ultraschall Berlin, veranstaltet von Deutschlandradio Kultur und kulturradio vom rbb, stellt in diesem Jahr die Stimme in den Mittelpunkt. Durch das Programm zieht sich - in denkbar unterschiedlicher Weise - die Stimme als roter Faden. Sie knüpft als schön geführte Stimme an die große Tradition des Liedgesangs an, sie wagt sich weit vor in die experimentelle Stimmbehandlung, die die Übereinkunft des Belcanto zur Disposition stellt.
    Das Konzert der Neuen Vocalsolisten ist eine Tour d’horizon durch die experimentelle vokale Kammermusik, für die die Neuen Vocalsolisten wie kein zweites Ensemble stehen - und eine Reise in die Grenzbereiche von Psyche und Stimme. Carola Bauckholt holte schon mehrfach in Werken für die Neuen Vocalsolisten die "Unterseite des Gesangs" nach oben. In "Stroh" sind das vor allem »das vocal fry, der Strohbass, Multiphonics, Luftklänge und gehauchte Akkorde". Alle Klänge erwachsen allein aus den stimmlichen Möglichkeiten der SängerInnen, vom Belcanto bis zu Anklängen an den Alltag. Von der Rettungslosigkeit der Liebe handeln die Werke des kanadischen Komponisten Benjamin Sabey und des Österreichers Georg Friedrich Haas. Letzterer übersetzt in seinen "Drei Liebesgedichten"
    die Verse des expressionistischen Dichters August Stramm in eine Hochspannungs-Musik, die die Unbedingtheit der Gefühle in atemberaubenden Klängen und Klangverschiebungen unmittelbar erfahrbar macht. Ins Szenische reicht "Pazifik Exil" von Sergej Newski, eine Konzertszene in fünf Bildern nach dem gleichnamigen Roman von Michael Lentz: imaginäre Monologe und Dialoge von sechs Individualisten, schwankend zwischen Angst und schwindender Hoffnung, Allmachtsphantasien und der Erfahrung ihrer Ohnmacht. Der Techno-Musiker Paul Frick umgibt die Vokalpartien mit einem elektronischen Klang-Mantel.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    Aarhus - Dänemarks Kulturhauptstadt eröffnet ihr Programm
    Gespräch mit Nikolaus Bernau

    Ist Europa zu alt für Revolutionen? Diskussion in Berlin
    Von Carsten Probst

    Kulturpresseschau - Wochenrückblick
    Von Klaus Pokatzky