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Sonntag, 15.01.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Totgesagte leben länger
    Linker Buchhandel in der Bundesrepublik
    Von Nils Kahlefendt

    Nach der Studentenrevolte 1968 entstanden viele linke Buchhandlungen. Sie verstanden sich als Avantgarde der Republik und waren damit gar nicht so weit entfernt vom Standesbewusstsein ihrer bürgerlichen Kollegen, die stolz waren, es mit einer geistigen, keiner nur materiellen Ware zu tun zu haben. Die Akteure der meist kollektiv betriebenen Läden wollten sich auch im Beruf politisch engagieren, um die Gesellschaft zu verändern. Entscheidend war ihr egalitärer Anspruch in Lohn-, Entscheidungs- und Besitzstrukturen. Basisdemokratische Organisation zählte mehr als möglicher Profit. Was ist in Zeiten, da die Frage 'Was tun?' weniger mit Lenin als vom Betriebsberater beantwortet wird, aus diesen Hoffnungen und Träumen geworden? Ob 'Schwarze Risse' in Berlin-Kreuzberg, 'Sputnik' in Potsdam oder 'Roter Stern' in Marburg, ob Großstadt- oder Provinzbuchladen - noch immer arbeiten einstige Kollektive und nach der Wende neu gegründete Projekte politisch hellwach gegen den Mainstream. Das Türschild 'Wegen Demo geschlossen!' wird man allerdings vergeblich suchen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jutta Petermann

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Böttcher

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Buddhistische Gesellschaft

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Für wen halten die Leute den Menschensohn? Matthäus 9, 18
    Von Pfarrer Lutz Nehk
    Katholische Kirche

    Jesus - dieser Name ist Programm: Gott rettet. Wer so heißt, wer auf göttliche Weisung hin diesen Namen trägt, der muss auch liefern. Und was dieser Jesus liefert bringt ihm großen Zulauf auf der einen Seite und unverhohlene Feindseligkeit auf der andere. Kommt da nicht so etwas wie Selbstzweifel auf? Was halten die Leute von mir? Wie schätzen sie mich ein?

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Reisefieber
    Von Hans Zimmer
    Gelesen von Axel Prahl
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2017
    (Ursendung)
    Moderation: Tim Wiese

    Moritz hat Fieber. Daher entscheidet Opa, dass er im Bett bleiben muss. Die geplanten Ausflüge finden daher nur im Kopf statt.

    Moritz ist krank, hat Fieber und muss im Bett bleiben. Dabei wollte er doch eigentlich zu seiner Freundin Mimi an den See.
    Ich erzähl Dir was, versucht sein Opa ihn zu trösten. Obwohl Moritz weiß, das ist ein Trick, um ihn abzulenken, hört er zu. Und Opa beginnt zu erzählen, von einem Duell, das vor über 200 Jahren wirklich stattgefunden hat, von aufregenden Entdeckungsfahrten in die Südsee und von gefährlichen Piraten.
    Opa ist ein toller Geschichtenerzähler. Da Moritz hohes Fieber hat, gehen die Ausflüge, auch wenn Opa schon längst mit seinen Erzählungen aufgehört hat, in Moritz’ Kopf noch ausgiebig weiter.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Nass wie Hundeschnauze
    Von Jenny Reinhardt
    Ab 8 Jahren
    Regie: Klaus-Michael Klingsporn
    Komposition: Lexa A. Thomas
    Mit: Götz Schulte, Teresa Adler, Miroslav Orzegovic, Judith Engel, Axel Wandtke
    Produktion: DLR Berlin 2002
    Länge: 52'30
    (Wdh. v. 12.01.2014)
    Moderation: Tim Wiese

    Mara hat Angst vor Hunden. Trotzdem traut sie sich, einen Welpen aus dem Wasser zu ziehen.

    Mara, neun Jahre alt und schüchtern, hat große Angst vor Hunden. Das liegt in der Familie. Trotzdem rettet sie mit Arams Hilfe einen winzigen weißen Welpen aus dem Flakenfließ. Beide nennen ihn Drushok, das bedeutet 'Kleiner Freund'. Aram kommt aus Tbilissi und sagt, er könne alles. Sogar Box-Champion war er schon. Allerdings wohnt er im Ausländerheim und darf Drushok nicht mitnehmen. Also steckt ihn Mara unter die Jacke: Nie mehr wird sie den Hund hergeben! Sie kann die Eltern fast überzeugen, doch der Tierarzt stellt fest: Drushok ist ein Kampfhund. Nun muss Mara um ihn kämpfen. Sie tut das mit allen Tricks und Arams unerschöpflichen Kräften. Aber da gibt es jemanden, der keine guten Absichten hat!

    Jenny Reinhardt, geboren 1949, hat Germanistik studiert, war Hörspieldramaturgin, lebt als freie Autorin in der Nähe von Berlin. Schreibt Geschichten und Hörspiele für Kinder und Erwachsene.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Cocktails
    Moderation: Matthias Hanselmann

    Musikalische Histörchen
    Von Uwe Golz

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Renate Schönfelder unterwegs mit der Politikerin und ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth in Göttingen

    Göttingen ist so etwas wie die politische Heimat Rita Süssmuths. Dreimal gewann sie das Direktmandat des Wahlkreises und zog für Göttingen in den Deutschen Bundestag ein. Zur Atmosphäre in der südniedersächsischen Stadt an der Leine trägt die Universität stark bei. 20 Prozent der etwa 120.000 Einwohner Göttingens sind Studenten - vielleicht ein Grund für das überdurchschnittlich große Kulturangebot der Stadt. Und es waren Musikwissenschaftler der Uni, auf die die renommierten Händel-Festspiele zurückgehen, die seit 1920 jährlich in Göttingen stattfinden. 15 Jahre lang war die gebürtige Wuppertalerin Rita Süssmuth für den Wahlkreis Göttingen Abgeordnete der CDU im Deutschen Bundestag. Zehn Jahre davon war sie sogar Bundestagspräsidentin. Als sie 1987 in den Bundestag gewählt wurde, hatte sie bereits ein halbes Leben hinter sich und war Professorin für Erziehungswissenschaften in Dortmund. Als solche beriet sie das Familienministerium, das sie später als Ministerin leitete, und fand so den Weg in die Politik.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Thorsten Jabs

  • Der Faktor X
    Die Unberechenbarkeit des Kunstmarktes
    Von Carolin Pirich

    Samira ist 33 Jahre alt und hat gerade die Kunstakademie absolviert. Sie will dahin, wo Wolfgang mit seinen Werken endlich angekommen ist: ins Museum. Samira gehört zum stärksten Jahrgang, den die Universität der Künste in Berlin je hatte. Damit ist sie eine von immer mehr jungen Bildenden Künstlern, die die deutschen Kunsthochschulen ausbilden und die davon leben wollen, Künstler zu sein. Aber nur zwei bis drei Prozent der Absolventen schaffen das. Wolfgang ist 77 Jahre alt und auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen. Er ist gefragt und stellt im Museum aus. Muss er der jungen Generation den Platz räumen?
    Carolin Pirich begleitet Samira auf ihrem Weg zur freischaffenden Malerin und klappert mit ihr Galerien ab. Und sie trifft Wolfgang Petrick, der eine Ausstellung in einem renommierten Museum vorbereitet. Immer wieder taucht dabei die Frage auf: Warum hat der eine Erfolg - und der andere nicht? Ein Blick hinter die Kulissen der Kunstwelt.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Christian Möller

    Gesetz zur Lohngerechtigkeit: Unlauterer Eingriff in die Privatsphäre?
    Von Prof. Dr. Ulrike Ackermann, John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung e.V.

    Psychologie der Scheuklappen
    Von Susanne Nessler

    Gut leben im Angesicht des Leids?
    Gespräch mit Prof. Hartmut Rosa, Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Die Mode der Philosophen
    Von Stephanie Rohde

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Anne Françoise Weber

    Erntedank im Winter
    Nicht nur in Südindien und Sri Lanka, sondern auch für Tamilen in Deutschland ist Pongal an diesem Wochenende ein wichtiges Fest
    Gespräch mit der Indologin Liane Wobbe

    Durch Meditation zum Mitgefühl
    Buddhisten entdecken einen Grundpfeiler ihrer Religion neu
    Von Mechthild Klein

    Geben ist Empfangen
    Für Mönche zu spenden, bedeutet im Buddhismus, an einem spirituellen Projekt teilzuhaben
    Von Frank Schüre

    108 Perlen gegen Sorgen
    Im Woljeongsa-Tempel in Südkorea können auch Touristen eigene Gebetsketten erstellen
    Von Peter Kaiser

    Pilgern um den Nabel der Welt
    Ein Fotoband zeigt den Mount Kailash in Tibet, der nicht nur Buddhisten und Hindus als Ursprung des Universums gilt
    Von Bernd Sobolla

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Mein Herz still in sich singet..."
    Robert Schumanns Eichendorff-Liederkreis op. 39
    Gast: Jürgen Kesting, Kritiker und Publizist
    Moderation: Michael Dasche

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Thorsten Jabs

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Thomas Jaedicke

    Laufen gegen den Blues
    Weshalb man sich auch im Winter bewegen sollte
    Von Elmar Krämer

    Schwitzen für die Gesundheit
    Worauf in der Sauna zu achten ist
    Von Fritz Schütte

    "Mein Verein"
    Der SV Seedorf kegelt in der 1. Bundesliga
    Von Sandra Voß

    "Einwurf
    Der Sponsor als TV-Veranstalter zu Beginn der Handball-WM
    Von Günter Herkel

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Der schönste Sport der Welt
    Die Ästhetik des Tennisspiels
    Von Jutta Heeß

    Was haben Anne-Sophie Mutter, Lars Eidinger und Ilija Trojanow gemeinsam? Man kann mit ihnen wunderbar über ihre Leidenschaft und ihre Faszination für Tennis reden. Die Geigerin vergleicht Tennis und ganz besonders die einhändige Rückhand mit dem Geigespiel. Sie ist ein großer Fan von Roger Federer. Der Schauspieler ließ seinen 'Hamlet' fechten, als ob er Tennis spielte. Und der Schriftsteller, als Zehnjähriger kenianischer Meister im Tennis, träumte jahrelang von Ballwechseln. Tennis ist also Kunst? Was macht sie aus? Kann der Sport, der in den 80er-Jahren ganz Deutschland begeisterte und dann von der Bildfläche verschwand, durch die Erfolge von Angelique Kerber wieder an Attraktivität und Beliebtheit gewinnen?

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Gilgamesh-Epos (3/3)
    Von Raoul Schrott
    Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert
    Mit: Martin Wuttke, Michael Lucke, Kathrin Angerer, David Hirsch, Jutta Hoffmann, Thomas Holtzmann, Felix von Manteuffel, Jennifer Minetti, Jürgen Rohe, Christiane Roßbach, Christine Schorn, Helmut Stange, Thomas Thieme, Christine Diensberg, Rike Schinzler, Gesche Piening
    Ton: Hans Scheck, Susanne Herzig
    Produktion: Bayerischer Rundfunk 2001
    Länge: 51'21

    Die Ursprünge des Gilgamesh-Epos liegen über 4000 Jahre zurück. Es ist die älteste bekannte Erzählung.

    Anschließend:
    Wie soll ein Gott sterben?(2/2)
    Raoul Schrott im Gespräch mit Julian Doepp
    Produktion: BR 2001
    Länge: 27'03

    Wie wird man unsterblich? Gilgamesh ist weit gereist, er hat "Verbotenes gesehen und Verborgenes und die Geschichte der Zeit vor der Flut wurde ihm offenbart." Nun steht er an der Pforte der Unterwelt und verhandelt mit den Göttern. Er verlangt einen Platz an ihrer Seite. In seiner Stadt Uruk hat der König Tafeln aus Lapislazuli hinterlassen, darauf die Niederschrift seines Lebens - "die Toten lieben, dass man von ihnen spricht, Geschichten sind ihre einzige Gegenwart."

    Klaus Buhlert, geboren 1950 in Oschersleben. 1972 Flucht aus der DDR. Studienaufenthalt in den USA. 1981 Promotion an der TU Berlin. Professur für Elektro- und Computermusik. Parallel zur Lehrtätigkeit Arbeiten als Komponist für Film und Theater, später auch im Hörspiel. Mit "Hotels" von Raoul Schrott (BR 1995) begann seine Regiekarriere. Mehrfach Hörspiel des Jahres, Hörbuch des Jahres sowie Deutscher Hörbuchpreis für außerordentliche Produktionen wie z.B. Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" oder Joyces "Ulysses".

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    St. George's Anglican Episcopal Church Berlin
    Aufzeichnung vom 13.01.2017

    William Mundy
    "Vox Patris Caelestis" für gemischten Chor

    Toshio Hosokawa
    "Ave Maria" für gemischten Chor

    Ralph Vaughan Williams
    "On Wenlock Edge" für Tenor, Klavier und Streichquartett

    Benjamin Britten
    "Cantata Misericordium" op. 69 für Tenor und Bariton, kleinen Chor und Orchester

    Minsub Hong, Tenor
    Volker Arndt, Tenor
    Roland Hartmann, Bass
    Sheridan Ensemble und Orchester
    RIAS Kammerchor
    Leitung: Joachim Buhrmann

  • Mit den Ohren sehen
    Der Musikerfotograf Marco Borggreve
    Von Michael Arntz

    Er porträtiert die Großen der Musikwelt, Dirigenten, Solisten, Komponisten. Sol Gabetta steht vor seiner Kamera, ebenso wie Andris Nelsons, Vilde Frang und Jörg Widmann. Der Niederländer Marco Borggreve ist einer der renommiertesten Musikerfotografen. Seine Bilder sind Momentaufnahmen, komponiert aus Licht und Schatten. Für das 'Musikfeuilleton' hat Borggreve Einblicke in sein Atelier gewährt.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Moritz Behrendt

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Netz als Bühne
    Uraufführung in Mannheim: Clemens Setz "Vereinte Nationen"
    Gespräch mit Michael Laages

    "Walküre" in der Oper Wiesbaden - Uwe Eric Laufenberg inszeniert
    Gespräch mit Dieter Scholz

    „Middle East - Melting Pot of Humankind“
    Jerusalemer Gespräche in der Bundeskunsthalle in Bonn
    Von Bernd Sobolla

    „Luthermania - Ansichten einer Kultfigur“
    Von Jochen Stöckmann

    Kulturpresseschau
    Von Ulrike Timm