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Samstag, 24.10.2020
 
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Literatur

Sendung vom 18.10.2020

Erfolgsmodell Literaturinstitut Zwischen Handwerk und Genie

Illustration von einem Mann, der an beiden Seiten seines Gesichts zwei Bücher lächelnd gegen sich drückt.   (imago stock&people/ Simon Ducroquet )

Inspiration ist schön, macht aber viel Arbeit, hätte Karl Valentin das Studium an Schreibschulen zusammengefasst. An vielen Orten kann heute literarisches Schreiben erlernt werden, und die Kritik an der vermeintlichen „Institutsprosa“ ist fast verstummt.

Sendung vom 11.10.2020Sendung vom 04.10.2020
Historische Fotografie der polnischen Roma-Lyrikerin Bronisława Wajs, bekannt als Papusza, auf einer Bühne.  (picture alliance / PAP / Zbigniew Staszyszyn )

Texte von Sinti und RomaAufbruch aus dem Verborgenen

Literatur über "Zigeuner" gibt es zuhauf, viel mehr als über Sinti und Roma. Literatur von der größten ethnischen Minderheit Europas aber gibt es kaum. Erst seit dem Holocaust nimmt die Zahl ihrer Texte zu. Sinti und Roma schreiben zurück.

Sendung vom 27.09.2020
Schwarzweißporträt der Schriftstellerin Anna Seghers, die freundlich lacht. (picture-alliance / dpa / ADN_zentralbild)

Schreiben auf der Flucht, 1940 und heuteTransit Marseille

Marseille ist eine Stadt der Passage. 1940 flohen Menschen vor Hitler hierher, um Europa zu verlassen. Davon erzählt Anna Seghers' "Transit". Heute leben andere Flüchtlinge in Marseille. Wieder sind Schriftstellerinnen und Schriftsteller unter ihnen.

Sendung vom 20.09.2020Sendung vom 13.09.2020
Ausschnitt aus einer Schokoladenwerbung mit dem Philosophen Immanuel Kant. (imago images / Kollektion Kharbine-Tapabor)

Das Denken dekolonisierenRassismus bei Immanuel Kant

Wie sind die Rassismen im Werk Immanuel Kants einzuordnen? Der Philosoph der Aufklärung gilt als Vordenker universeller Menschenrechte. Doch über Schriften, in denen er von der Überlegenheit weißer Europäer spricht, ist der Streit wieder aufgeflammt.

Sendung vom 06.09.2020Sendung vom 30.08.2020
Collage mit unterschiedlichen Motiven vom Denken und Reden.  (imago/ Donna Grethen)

LyriksommerPoetische Welten jenseits der Sprache

Übersetzen ist eine einsame Tätigkeit? Beim VERSschmuggel eigentlich nicht: Da treffen deutsche Lyrikerinnen auf Kollegen, assistiert von einem „Sprachmittler“. Dieses Jahr allerdings digital. Das Virus verhindert die Geselligkeit.

Sendung vom 23.08.2020Sendung vom 16.08.2020
Eine historische Schreibmaschine in die ein weißes Blatt eingespannt ist. (Unsplash / Florian Klauer)

Lyrik lesenAuf einer Seite die ganze Welt

Lyrik beglückt oder verstört, seit Menschen ihre Gedanken und Gefühle in Worte fassen. Drei Kritiker diskutieren mit einer Moderatorin über neue Lyrikbände - und merken bei der Planung: In der Coronakrise verschieben Verlage gern Gedichtbände.

Sendung vom 09.08.2020Sendung vom 02.08.2020
Profilporträt von Walt Whitman, der einen Schmetterling hält. (Getty Images / Corbis / Library of Congress)

Poesie und FotografieDie Gefährtin der Lyriker

Annette Droste-Hülshoff und Walt Whitman ließen sich gern ablichten. In ihrem Werk spielte das neue Medium aber keine Rolle. Erst später kamen sich die Künste näher. Heute nutzen manche Lyriker die Fotografie für eine Annäherung auf dem Weg zum Wort.

Sendung vom 26.07.2020Sendung vom 19.07.2020
Signierte Postkarte mit einem Foto von von Melli Beese (1886-1925) in einem Flugzeug sitzend mit dem Hinweis "Frl. Beese auf Rumpler-Taube" (picture alliance / Bernd Oertwig/SCHROEWIG)

Frauen in der Weimarer RepublikGegen die Norm

Zwei starke Frauen: Die erste Pilotin Deutschlands steckt hinter der Hauptfigur im Roman "Nelly B's Herz" von Aris Fioretos. Christina von Braun geht im Buch „Stille Post“ dem Leben ihrer Großmutter nach, die in der Weimarer Republik Karriere machte.

Sendung vom 12.07.2020Sendung vom 05.07.2020
Kleine Welle am Strand (Jan-Martin Altgeld)

Flüsse, Seen und Meere in der LiteraturWasserzeichen

Am Wasser beginnt das Erzählen. Es lohnt sich, die Flüsse, Seen und Meere der Literatur zu befahren und mit den Dichtern ins Wasser zu steigen. Ein nasser Ausflug mit Ernst Jünger, Durs Grünbein, Terézia Mora und Uwe Johnson.

Sendung vom 28.06.2020
Schwarzweiss Fotografie von Sue Lyon in der Lolita-Verfilmung von Stanley Kubrick aus dem Jahr 1962. (Getty Images / Corbis / John Springer Collection)

Verteidigung einer ObsessionDer Lolita-Komplex

Der Skandal gehört zur Kunst im 20. Jahrhundert wie die Sahne zur Torte. Der Bestseller „Lolita“ ist solch ein Tabubruch: Ein 37-Jähriger liebt eine Zwölfjährige. Das regte auf und wurde bewundert. Und heute - Machwerk oder Meisterwerk?

Sendung vom 21.06.2020Sendung vom 14.06.2020Sendung vom 07.06.2020Sendung vom 31.05.2020Sendung vom 24.05.2020
Historische Zeichnung eines Pestarztes aus dem 17. Jahrhundert. (Getty Images / DEA Picture Library / De AgostiniEditorial)

Ansteckung Seuchen in der Literatur

Seuchen überfordern den Verstand. Je tödlicher die Epidemie verläuft, desto verzweifelter der Versuch, ihr die Stirn zu bieten. Dann wird die plötzliche Erkrankung vieler zur Prüfung, zum Strafgericht oder Selbstverrat - oder zur Erfindung, die zu leugnen ist.

Sendung vom 21.05.2020Sendung vom 17.05.2020
Illustration: Eine Frau mit einem Buch unter dem Arm rennt eine Buchtreppe hinauf.  (imago/Ikon Images/Alice Mollon)

Über Schriftsteller, die gehenGrenzenlose Neugier auf die Welt

Gehen und Schreiben, das gehört zusammen - so lässt sich bei zahlreichen Schriftstellern nachlesen: Das Zufußgehen ist für sie Sinnesschärfung, Denkanstoß, Welterkundung - Mittel zur Selbstwerdung und Selbstauflösung. Ein literarischer Spaziergang.

Sendung vom 10.05.2020
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25.10.2020, 22:03 Uhr Literatur
Ein Teufelszeug, diese Prosa!
Gustave Flauberts Ringen um den wahren Roman
Von Uta Rüenauver

Die Suche nach dem einzig richtigen Wort, trieb Gustave Flaubert oft zur Verzweiflung. Er wollte Prosa wie Lyrik schreiben.
Manchmal suchte Gustave Flaubert (1821-1880) Stunden nach dem „mot juste“, dem einzig richtigen Wort. Unveränderlich wie Lyrik sollten seine Sätze sein. Wie ein Berserker rang der Franzose um eine Prosa, die objektiv, unpersönlich, realistisch ist. Einen gefährlichen, alle Kräfte fordernden Kampf führte der „Eremit von Croisset“ in seiner Schreibklause in der normannischen Provinz, und lange schien der Ausgang ungewiss. Am Ende aber war „Madame Bovary“ vollendet, der Roman über die Ehebrecherin aus unheilbarem Idealismus - ein Meilenstein auf dem Weg zum modernen Roman, ohne den die Werke von Alfred Döblin, Virginia Woolf oder James Joyce nicht denkbar wäre. Uta Rüenauvers fiktive Dokumentation zeigt das Ringen des Schriftstellers, sein Wüten und Schreien, auch das Vertrauen wie das Unverständnis seiner Umgebung: der Mutter, der Geliebten und der beiden engsten Freunde.

Buchkritik

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Die Lyrikerin Elke Erb "Hoffnung brauch' ich keine"
Porträt der Autorin und Lyrikerin Elke Erb im Profil. (imago images / gezett)

Am 31. Oktober wird Elke Erb der Georg-Büchner-Preis in Darmstadt verliehen. Schriftstellerin Ulrike Draesner beschreibt Erbs Lyrik als nicht immer leicht zugänglich, aber es lohnt sich eine zweite Lektüre, denn sie verschiebe die Wahrnehmung.Mehr

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