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Sonntag, 26.01.2020
 
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Konzert

Sendung vom 15.08.2019 um 20:03 Uhr

Bachwoche AnsbachBarock im Dialog mit der Moderne

Die Organistin Iveta Apkalna (Nils Vilnis/RSB)

Die Organistin Iveta Apkalna stellte bei der Bachwoche Ansbach dem Namensgeber des fränkischen Festivals die Musik von Pärt und Vasks gegenüber. Der Marimbaspieler Simone Rubino und das Ensemble La Chimera ließen Bach und Piazzolla Tango tanzen.

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26.01.2020, 20:03 Uhr Konzert
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom Nachmittag

Antonín Dvořák
Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53

Josef Suk
‚Pohádka léta - Ein Sommermärchen‘
Sinfonisches Poem für großes Orchester op. 29

Josef Špacek, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Jakub Hrùša
Das Violinkonzert von Antonín Dvořák lohnt die Entdeckung. Der angeblich "böhmische Musikant" erweist sich hier als exzellenter Klangvirtuose, die musikalische Entwicklung birgt geradezu impressionistische Zaubereien. Im zweiten Teil dann Josef Suks "Sommermärchen". Wir bleiben damit gewissermaßen in der Familie, war doch Suk mit der Dvořák-Tochter Otylka verheiratet. Seine Zeit mit Otylka verstand Suk als ein Sommermärchen, seine geliebte Frau war aber plötzlich gestorben. Im "Sommermärchen" verarbeitet er darüber hinaus noch den Tod des geliebten Schwiegervaters - doppelte Trauerarbeit also. Josef Suk komponiert, was ihn persönlich betroffen macht. Dieses Dreiviertelstundenwerk zieht in Anspruch und Inhalt mit Werken des frühen 20. Jahrhunderts gleich, die wir ungleich besser kennen, mit Mahler, Debussy, Skrjabin und Strauss. Phänomenal ist, wie auch Josef Suk bei dieser hochkomplexen Musik sein böhmisches Musikantentum nicht verleugnen kann. Das Konzert könnte man mit Hölderlins "Komm in’s Offene, Freund!" überschreiben, es ist erhellende Horizonterweiterung.

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