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Montag, 30.03.2020
 
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Konzert

Sendung vom 09.01.2018 um 20:03 Uhr

Transatlantische MusikbrückeVon Joplin bis Bernstein

Der amerikanische Künstler Leonard Bernstein, aufgenommen am 14. August 1985 (dpa / picture-alliance)

Irland liegt ein Stück näher an den Vereinigten Staaten als die meisten anderen europäischen Länder – vielleicht geht deshalb der transatlantische Brückenschlag im Konzert des irischen Radio-Sinfonieorchersters besonders organisch vonstatten…

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31.03.2020, 20:03 Uhr Konzert
Konzerthaus Berlin
Aufzeichnung vom 07.03.2020

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105

Richard Goode, Klavier
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Vladimir Jurowski
Ein Abend in „B“. Geeignet, die Einsamkeit zu schildern, sei die Tonart B-Dur - sagte einst der Abbé Vogler. Wenn wir den langsamen Satz vom Klavierkonzert KV 595 hören, stimmen wir zu. Da wird die Einsamkeit zur klanglichen Wahrheit. Es ist berückend, wie sich Mozart zur Einfachheit des Kinderliedes bekennt, wie er es auszuformen vermag, damit es mitten ins Herz geht. Schlicht das Thema in Dur, einfach die instrumentale Einkleidung und trotzdem - Ergriffenheit mit jedem Takt. Das Konzert kommt ohne klangliche Aufladungen aus, es klingt geradezu gewaltfrei und besticht durch den bestimmten Duktus in dieser Haltung. Beim zweiten Werk könnte man im Finale eine Brucknernähe heraushören, besonders, wenn man das Klavierkonzert noch im Ohr hat. Bruckners Fünfte ist ein gewaltiges Werk - ein persönliches zugleich. Es ist die Sinfonie eines Einsamen, eines im Glauben vergrabenen Menschen. Es kommt einem so vor, als würde er in den kontrapunktischen Verästelungen seiner Musik Halt suchen.

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